CH210408A - Einrichtung zur Verminderung der Beanspruchung von Wicklungen bei stosswellenartigen Überspannungen. - Google Patents
Einrichtung zur Verminderung der Beanspruchung von Wicklungen bei stosswellenartigen Überspannungen.Info
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- H02H9/005—Emergency protective circuit arrangements for limiting excess current or voltage without disconnection avoiding undesired transient conditions
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Description
Einrichtung zur Verminderung der Beanspruchung von Wicklungen bei stosswellenartigen Überspannungen. Es ist bekannt, die Wicklungen von Ap paraten oder Maschinen gegen sto.sswellen- artige Überspannungen mit Hilfe von Kon densatoren zu schützen, die entweder parallel zur gesamten Wicklung oder zwischen Ap parateklemmen und Erde gelegt werden. Diese Kondensatoren sind für die Betriebs spannung, das heisst auch für Prüfspannung- (Klemmenüberschlags:spannung) ödes zu schüt zenden Apparates zu bemessen.
Dementspre chend bilden hauptsächlich bei Hochspan nungsapparaten diese Schutzkapazitäten ver hältnismässig kostspielige und umfangreiche Schaltelemente.
Nach der Erfindung wird nun mit wesent lich einfacheren und billigeren Mitteln eine Verminderung der Beanspruchung von Wick lungen bei stosswellenartigen Überspannun gen ermöglicht. Dies wird dadurch erreicht, ,dass die Induktivität wenistens einer der Ein gangsspulen der zu schützenden Wicklung für diejenigen Frequenzen, deren Perioden- dauer höchstens gleich der.doppelten Laufzeit der Welle durch die Spule ist, mittels zu sätzlicher Massnahmen vermindert wird.
Da bei hat es sich als vorteilhaft erwiesen, die Wicklung des zu schützenden Apparates aus einer Mehrzahl von in Reihe geschalteten Spulen aufzubauen und die auf der Hoch- spannungs- bezw. Eingangsseite liegende Spule und wenigstens noch die darauffol- gende Spule derart auszubilden, dass sie für die genannten Frequenzen eine vernachlässig- bare kapazitive und induktive Kopplung auf weisen.
Mittels einer solchen Wicklung wird bei stoss'wellenartigen Überspannungen er reicht, dass hauptsächlich nur noch die Ein gangsspule gefährdet wird, so dass lediglich die Induktivität dieser Eingangsspule für ;die oben angegebenen Frequenzen herabzusetzen ist.
An Hand der in der Zeichnung dargestell ten Beispiele wird dies näher erläutert. In Fig. 1 sind die beiden ersten Spulen 1 und 2 eines Hochspannungsmotors schematisch an gegeben. Die Eingangsspule 1 enthält eine zusätzliche Windung 3, die vom Betriebs strom nicht durchflossen wird. und mit den Arbeitswindungen 4 nur induktiv gekoppelt ist. Die zusätzliche Windung kann einpolig mit den Arbeitswindungen 4 verbunden sein. Wichtig für den Aufbau der Spule 1 ist, dass sowohl zwischen den einzelnen Arbeitswin dungen 4 untereinander, wie auch hinsicht lich der zusätzlichen Windun(r 3 eine bei Stossvorgängen wirksame, möglichst enge magnetische Kopplung aufrechterhalten wird.
Die Herabsetzung der Induktivität der Spule erfolgt nun dadurch, dass die Windung 3 über eine zusätzliche Kapazität 5 kurzgeschlossen ist. Diese Kapazität wird derart bemessen. dass einerseits die Impedanz der Spule für diejenigen Frequenzen, deren Periodendauer grössenordnungsmässig gleich oder kleiner ist als die doppelte Laufzeit der Welle durch die Spule, genügend klein wird und ander seits die Kapazität für die Betriebsfrequenz ohne nennenswerten Einfluss ist.
Für die bei hohen Frequenzen sich ergebende Impedanz der Spule ist wegen der Wirkung des Kon- densators 5 nicht mehr ihre gesamte Induk- tivität, sondern nur noch ihre Streuindukti- vität massgebend. Durch enge magnetische Kopplung zwischen den Windungen 3 und 4 kann diese Streuinduktivität sehr klein ge halten werden. In Fig. 2 ist ferner gezeigt. dass die über den Kondensator 5 kurzgeschlos sene Windung 3 ebenso einen Teil der Ar beitswindungen bilden kann.
Es ist auch ohne weiteres möglich, an Stelle von nur einer Windung mehrere Windungen vorzu sehen, die über den Kondensator für die höhe ren Frequenzen kurzgeschlossen werden. Hat die Spule n Windungen, so sollen aber höeli- stens (n-1) Windungen über den Konden sator kurzgeschlossen werden.
Die Verminderung der Beanspruchung, der Wicklung bei stosswellenartiger Über spannung lässt sich nun folgendermassen er klären. Wie bereits erwähnt, wird die Wic.k- lung vorzugsweise derart aufgebaut, dass die einzelnen Spulen für höhere Frequenzen eine vernachlä@ssigbare ka.pazitive und induktive Kopplung aufweisen. Unter einer Spule ist dabei allgemein die Gesamtheit aller magne tisch miteinander gekoppelten Windungen verstanden, welche in einer oder auch meh reren Teilspulen angeordnet sein können. Die magnetische Kopplung muss bei diesen Win dungen insbesondere auch noch für Stossvor gänge wirksam sein.
Das Ersatzschaltbi d der Wicklunz ist daher weitgehend identisch mit einer Reihenschaltung von mehreren gleichen und symmetrischen Vierpolen. Jeder dieser Vierpole besteht im wesentlichen ans der Selbstinduktion der Spule, in deren Mitte die resultierende Erdkapazität angreift. An ,den Eingangsklemmen der Vierpolkette ist die Leitung angelegt, auf welcher die Wan derwellen gegen die Wicklung laufen. Beim Eintreffen der Wanderwelle wird an der ersten Spule eine Spannung erzeugt, die pro portional ihrer Selbstinduktion ist.
An der zweiten Spule wird die erzeugte Spannung geringer, weil die Frontsteilheit der eindrin genden Welle vermöge der in der ersten Erd- ka.pa.zitä.t abgeleiteten höheren Frequenzen ebenfalls geringer ist. Die zweite Spule, wird folglich nur durch eine Wanderwelle bean sprucht, deren Frontsteilheit der Grenzfre- quenz des ersten Vierpols entspricht. In ent sprechender Weise erhalten die nachfolgen den Spulen geringere Spannungen, so dass,die grösste Beanspruchung an der ersten Spule auftritt.
Es ist klar, dass demnach durch Herabsetzen der ersten Induktivität die an ihr erzeugte Spannung ebenfalls kleiner wird. Sollte auch noch an der zweiten Spule die auftretende Spannung zu hoch sein, so kann ihre Induktivität für die höberen.Frequenzen ebenfalls vermindert -erden.
Die erfindungsgemässe Wicklung eignet sich vorzugsweise für Hochspannungsmoto ren, bei welchen die Induktivität wenigstens einer Nutenspule für Stossvorgänge herabge setzt wird. In der Anwendung für Strom wandler in Hochspannungsanlagen wird hin gegen die Induktivität der gesamten Primär wicklung für die höheren Frequenzen auf einen möglichst kleinen Betrag vermindert, damit eine nennenswerte Reflexion der an kommenden Welle nicht stattfinden kann.
Eine weitere wichtige Anwendung besteht in der Verminderung der Induktivität von Hauptstromwicklungen bei Hauptstromrelais, die ebenfalls bei Stossvorgängen stark bean sprucht werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Einrichtung zur Verminderung,der Bean spruchung von Wicklungen bei stosswellen- artigen Überspannungen, dadurch gekenn zeichnet, dass die Induktivität wenigstens einer der Eingangsspulen der Wicklung für diejenigen Frequenzen, deren Periodendauer höchstens gleich der doppelten Laufzeit der Welle durch die Spule ist, durch zusätzliche Massnahmen vermindert wird. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1.Einrichtung nach Patentänspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Wicklung aus einer Mehrzahl von in Reihe geschal teten Spulen besteht, von denen wenig stens die Eingangsspule und,die darauf folgende Spule derart ausgebildet sind., dass sie mindestens für die genannten Frequenzen eine vernachlässigbare kapa- zitive und induktive Kopplung auf weisen. 2. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Indukti- vität wenigstens der Eingangsspule der Wicklung herabgesetzt ist. 3.Einrichtung nach Patentanspruch, da- @dureh gekennzeichnet, dass zwischen den einzelnen Windungen der Spule, bei wel cher die Induktivität für die genannten Frequenzen herabgesetzt ist, eine enge magnetische Kopplung aufrechterhalten wird. 4. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Herabset- zung der Induktivität der Spule für die genannten Frequenzen mittels wenigstens einer in, der Spule vorgesehenen Windung erzielt wird, die über eine zusätzliche Kapazität kurzgeschlossen ist. 5.Einrichtung nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass die in der Spule vorgesehenen Windungen und die zusätzliche Kapazität derart bemessen sind, dass, einerseits die Impedanz der Spule für die genannten Frequenzen ge nügend klein wird und anderseits für die Betriebsfrequenz der Spule die Kapa zität ohne nennenswerten Einfluss ist. 6. Einrichtung nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass die über die Kapazität kurzgeschlossenen Windungen von den Arbeitswindungen der Spule ge trennt sind, vom Betriebsstrom nicht. durchflossen werden und mit den Arbeits windungen nur induktiv gekoppelt sind.7. Einrichtung nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass die über die Kapazität kurzgeschlossenen Windungen einen Teil der Arbeitswindungen der Spule bilden. B. Einrichtung nach Patentanspruch, für Hochspannungsmotoren, dadurch gekenn zeichnet, dass die Induktivität wenigstens einer Nutenspule für die genannten Fre quenzen herabgesetzt ist. 9. Einrichtung nach Patentanspruch,. für Stromwandler, dadurch gekennzeichnet, dass die Induktivität der gesamten Pri- marwicklung für die genannten Fre quenzen herabgesetzt wird. 10.Einrichtung nach Patentanspruch, für Hauptstromrelaisspulen, dadurch gekenn zeichnet, dass die Induktivität der ge samten Hauptstromwicklung für die ge nannten Frequenzen herabgesetzt ist.
Applications Claiming Priority (1)
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| DE210408X | 1938-06-28 |
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| CH210408A true CH210408A (de) | 1940-07-15 |
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|---|---|---|---|
| CH210408D CH210408A (de) | 1938-06-28 | 1939-06-22 | Einrichtung zur Verminderung der Beanspruchung von Wicklungen bei stosswellenartigen Überspannungen. |
Country Status (1)
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| CH (1) | CH210408A (de) |
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1939
- 1939-06-22 CH CH210408D patent/CH210408A/de unknown
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