CH203489A - Verfahren und Vorrichtung zum fortlaufenden Giessen von Strängen. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum fortlaufenden Giessen von Strängen.Info
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Description
Verfahren und Vorrichtung zum fortlaufenden Giessen von Strängen. Die bisherigen Vorschläge zum fortlau fenden Giessen von Strängen sind nicht für die Praxis brauchbar, weil die formgebende Vorrichtung, wie Kokillen, Walzenpaare und dergl., in die das flüssige Gut eingegossen wird, alsbald durch Anhaften erstarrender Metallteilchen und infolge Korrosion durch die Schmelze so rauh wird, dass ein ungleich mässig starkes Erzeugnis, z. B. Blech, mit un regelmässiger, narbiger Oberflächenbeschaf fenheit entsteht, die sich noch dadurch wei ter verschlechtert, dass sie verzundert.
Die Erfindung will diese Mängel dadurch vermeiden, dass man zwischen das Giessgut und die formgebende Vorrichtung ein mit dem Giessgut mitlaufendes Band einführt.
Die Vorrichtung gemäss der Erfindung zur Ausführung des Verfahrens ist auf der Zeich nung in mehreren Auführungbeipielen sche matisch dargestellt, und zwar zeigt: Fig. 1 eine Ausführungsform im Schnitt I-I der Fig. 2 und Fig. 2 im Grundriss nach Fig. 1, Fig. 3 eine andere Ausführung, und zwar im Schnitt III-III der Fig. 4 und Fig. 4 im Schnitt IV-IV der Fig. 3, Fig. 5 eine dritte Ausführung, und zwar im Schnitt V-V der Fig. 6 und Fig. 6 im Grundriss nach Fig. 5, Fig. 7 eine vierte Ausführung, und zwar im Schnitt VII-VII der Fig. 8 und Fig. 8 im Grundriss und Fig. 9 eine fünfte Ausführungsform in lotrechtem Mittelschnitt.
Die in Fig.1 und 2 gezeigte Formgebungs- vorrichtung besteht aus dem mit Zu- und Ab leitung für Kühlwasser versehenen Kühlkör per 1, der einen - bei dieser Ausführung prismatischen - Hohlraum 2 umschliesst. Die vier Innen-,vände des Kühlkörpers 1 werden je von einem Band 3a, 3b, <B>3e,</B> 3d, zum Bei spiel aus Metall, bestrichen, welche Bänder von Spulen 4a - 4d ablaufen und über Füh rungsrollen 5 zu dem Kühlkörper 1 gehen,
so dass die vier Bänder eine gleichmässig nach unten laufende Innenbekleidung des Kühl körpers 1 bilden. Aus dem Giesstiegel 7 ,wird das flüssige Gut 6 in den Innenraum 2 ge gossen, wo es auf den bereits mehr oder weni ger in den festen Aggregatzustand überge- gangenen-hier abgebrochen gezeichneten- Strang 8 trifft, der sieh mit den Bändern 3a-3d nach unten in Bewegung befindet.
Während des Niederganges verliert das flüs sige Metall die an den Kühlkörper 1 über gehende Wärme, ohne mit den Wänden des feststehenden Kühlkörpers in Berührung zu kommen, bis es vollständig erstarrt ist und in Strangform die Vorrichtung verlässt, wo bei sich die stark gekühlten Bänder wieder von ihm abheben. Die Bänder verhindern den Zutritt von Luft an der Erstarrungsstelle des Giessgutes und somit dessen Oxydation, und es entsteht keine rauhe Gussoherfläche son dern eine glatte, ohne weiteres walzfähige Oberfläche des Stranges.
Statt die Bänder von den Rollen 4a - ad abzuhaspeln, kann man sie "endlos" ausfüh ren, indem man sie, wie durch die strich punktierte Linie in Fig. 1 angedeutet ist, über die Leitrollen 4 und 5 zum Kühlkörper 1 und dann weiter zur Leitrolle 4 führt.
Unter besonderen Verhältnissen, zum Bei spiel beim Erzeugen von Blechen, kann auf Bedecken der Schmalseiten verzichtet werden, da diese ohnedies bei der weitern Verarbei tung besäumt werden.
Die in Fig. 3 und 4 gezeigte Ausführungs form weicht von der vorstehend beschriebenen darin ab, dass hier die Kühlung nicht durch feste Kühlkörper, sondern durch, Aussenbe- spülung der Bänder 3a - 3d mit Wasser er folgt. Zwecks wirksamer Kühlung der Bän der sind zu ihrer Abstützung nur schmale Stützen 28 und 9 verwendet.
In Fig. 5 und 6 ist die Herstellung eines Stranges zwischen gekühlten Walzen gezeigt. Über die zwei gekühlten Walzen 10 und 11 laufen die Bänder 13a bezw. 13b, zwischen denen zwei Seiten eines im Querschnitt recht eckigen Stranges gebildet werden, dessen beide andern Seiten von Bändern begrenzt werden könnten, die über zum Walzenpaar 10, 11 senkrecht liegende Walzen zu laufen hätten; jedoch genügt für solche schmale Stränge eine Begrenzung an den Schmalseiten durch feste Wände 12, wie in Fig. 5 und 6 dargestellt. Zwischen den Wänden 12 sind Klappen 14 angeordnet, die um die Bolzen 15 ausschwingen können und sieh mit ihrem freien Ende auf das zugehörige Band 13a bezw. 13b legen.
Auf diese Weise wird er reicht, dass die Bänder unterhalb des Bad spiegels in das Gut eintauchen, und somit keine Oxyde oder andere Verunreinigungen vom Badspiegel her zwischen Band und Gut gelangen können.
Die Bänder 13a und 13b kann man mit einer andern Geschwindigkeit laufen lassen. als die Walzen 10, 11, zum Beispiel zu dem Zweck, dass die Druckwirkung den Walzen und die Förderwirkung den Bändern zufällt.
Statt die Bänder 3a - 3d, 13a und 13b nach ihrem Durchgang durch die Formvor- richtun- vom Strang abzuziehen, kann man ein dauerndes Bekleiden des Stranges mit den - in diesem Fall natürlich nicht end losen.
sondern von je einer Haspel ablaufen den - Bändern bewirken durch entsprechende Wahl des @@'erkstoffes für Strang und Band, einer zum Verbinden beider miteinander Temperatur in ihrer Berührungs fläche und der Zeitdauer des Durchganges.
Das Verbinden kann auf mechanischem Weg erfolgen, zum Beispiel dadurch, dass bei An wendung von Asbestbändern die am Criessgut anliegenden Asbestfasern sich in das flüssige bezw. teigige Giessgut einbetten, oder durch Verschweissen, Vermischen, Diffundieren und andere derartige Vorgänge.
Auch kann als Bandmaterial ein Werk stoff angewendet erden, der sich unter der Einwirkung der Schmelze verändert, zum Bei spiel verbrennt oder verkohlt, und in diesem veränderten Zustand eine Schutzschicht für das Gut und gegebenenfalls für die form- (yebende Vorrichtung bildet.
An Stelle einzelner Bänder können auch mehrere Bänder. zum Beispiel zwei überein anderliegende sich deckende Bänder, Verwen dung finden. Diese können sowohl aus glei chem oder aber auch aus verschiedenemWerk- stoff sein; beispielsweise kann das innere Band aus einem zum Verschweissen mit dem Gut geeigneten )Verkstoff bestehen, wogegen ein aussen darauf liegendes Band oder deren mehrere aus einem nichtverschweissenden Werkstoff bestehen. Die einzelnen überein anderliegenden Bänder können auch von ver schiedener Dicke sein. Ein Ausführungsbei spiel mit einem verschweissenden Band 3a bezw. 3b-3d und einem Deckband 22 ist in Fig. 9 gezeigt.
Manche Strangquersehnitte, besonders kan tenfreie, wie ovale, kreisförmige und dergl., lassen sich mit wenigen Bändern, bis herab zu einem einzigen Band, erzielen. Ein Beispiel für diese Ausführung mit zwei Bändern 17 und 18 zeigen Fig. 7 und B. Die Bänder 17 und 18 kommen je von einer Haspel oder sind als endlose Bänder ausgeführt und laufen in flacher Form über je eine Führungsrolle 19 der formgebenden Vorrichtung zu, in der sie, einen Ringraum zwischen Kühlvorrichtung 20 und dem - in nicht dargestellter Weise oben fest eingehängten Einsatz 21 durchlau fend, eine sich der Formgebungsvorrichtung anpassende Wölbung annehmen, die, falls man die Bänder nicht mit dem Gut ver schweisst, nach der Bildung des Stranges wie der über Rollen in ihre ursprüngliche flache Form zurückgewandelt werden kann.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zum fortlaufenden Giessen von Strängen, dadurch gekennzeichnet, dass man zwischen die formgebende Vorrich tung und das Giessgut Band einführt, das man mit dem gegossenen Strang mitlau fen lässt. II. Vorrichtung zur Ausführung des Verfah rens nach Patentanspruch I, gekennzeich net durch Bänder, die dazu bestimmt sind, zwischen den formgebenden Teilen und dem Giessgut mit dem gegossenen Strang mitzulaufen. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man mehrere übereinander angeordnete Bänder mitlau fen lässt. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass Band aus einem isolierenden Werkstoff verwendet wird. 3.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass Band aus einem Werkstoff verwendet wird, der unter der Einwirkung des Giessgutes sich verändert und im veränderten Zustand eine Schutzschicht für das Gut bildet. 4. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass Band aus einem Werkstoff verwendet wird, der unter der Einwirkung des Giessgutes sich verändert und im veränderten Zustand eine Schutzschicht für die formgebende Vorrichtung bildet. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass Bänder aus einem mit dem Giessgut eine Verbindung eingehenden Werkstoff verwendet wer den.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Stelle des Eintrittes des Bandes zwischen die form gebende Vorrichtung und das Giessgut sich unterhalb des Spiegels des Giessgutes befindet. 7. Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Bänder nur mittels Stützen geführt sind, so dass die nicht durch die Führungsorgane be deckten Teile der Bänder in unmittelbare Berührung mit einem Kühlmittel ge bracht werden können. Vorrichtung nach Patentanspruch II, ge kennzeichnet durch Mittel zum Biegen der Bänder zu einem Profil, in welchem die Bänder die formgebende Vorrichtung durchlaufen.Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die formge benden Teile aus sich drehenden Walzen bestehen, über welche die Bänder laufen. 10. Vorrichtung nach Unteranspruch 9, ge kennzeichnet durch Mittel, um dem Band eine andere Geschwindigkeit zu erteilen, als den Walzen.
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Cited By (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3406737A (en) * | 1965-03-08 | 1968-10-22 | Siderurgie Fse Inst Rech | Apparatus and method for continuously casting of material, especially ferrous material |
| US3457984A (en) * | 1965-10-01 | 1969-07-29 | Kawasaki Steel Co | Process and apparatus for the continuous casting of steel |
| AT388688B (de) * | 1987-02-05 | 1989-08-10 | Stangl Kurt Dipl Ing | Vorrichtung zum giessen eines stahlstranges |
| DE102012017682A1 (de) | 2012-08-31 | 2014-03-06 | Vladimir Volchkov | Verfahren zum Stranggießen der NE-Metalle |
| DE102012017684A1 (de) | 2012-08-31 | 2014-03-06 | Vladimir Volchkov | Verfahren zum Stranggießen der NE-Metalle |
| CN115921809A (zh) * | 2023-01-31 | 2023-04-07 | 南京净环热冶金工程有限公司 | 一种金属坯连续铸造及轧制长材的方法及设备 |
-
1938
- 1938-03-19 CH CH203489D patent/CH203489A/de unknown
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