CH201747A - Verankerungskörper für den Kathodenfleck von künstlich gekühlten Quecksilberkathodenentladungsröhren. - Google Patents
Verankerungskörper für den Kathodenfleck von künstlich gekühlten Quecksilberkathodenentladungsröhren.Info
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Description
Perankernngskörper für den Kathodendeck von künstlich gekühlten Quecksilberkathodenentladungsröhr en. Gegenstand der Erfindung ist ein teil- weise aus dem Quecksilber hervorragender Verankerungskörper für den Kathodenfleck von künstlieh gekühlten Quecksilberkathoden- entladungsröhren.
Es ist bereits .bekannt, einen zumeist kreisförmigen Verankerungskörper zum Fest halten des Kathodenfleckes im Unterteil des zylindrischen Kathodengefässes, teilweise aus dem Kathodenquecksilber herausragend anzu ordnen.
An der Aussenseite der Kathode befindet sich die Innenwand des Kathodengefässes und gegebenenfalls ein Schutzring aus einem Me tall ohne Ankerwirkung oder aus Isolier material, der verhüten soll, dass der Katho denfleck von der Quecksnlberoberfläohe aus an die Innenwand des Kathodengefässes ge laugt.
Normalerweise heftet sich der Kathoden fleck an den Verankerungskörper fest und bildet an der von Queck- silberspiegel und Verankerungskörpereine "Brennlinie", deren Länge :der Entladungs stromstärke proportional ist.
Es kann jedoch vorkommen, dass sich der Kathodenfleck vom Verankerungskörper loslöst, was besonders der Fall sein wird, wenn die Stromstärke der Entladung den Wert überschreitet, bei dem sich die "Brennlinie" über die ganze Berührungsstelle vom Quecksilberspiegel und Verankerungskörper ausgedehnt hat. Der Kathodenfleck wird dann in der bekannten, unerwünschten Weise an der Quecksilber oberfläche herumirren, und es kann sogar vorkommen, dass er auf die Gefässwand über geht.
Obige Erscheinung ist unter anderem als eine Folge der Tatsache anzusehen, dass es dem Kathodenfleck möglich ist, bei seiner schnellen Fortbewegung an der Quecksilber oberfläche erhebliche'Strecken zurückzulegen, bevor er aufs neue Gelegenheit hat, sich an den Verankerungskörper festzusetzen.
Die Erfindung bezweckt, es dem Ka- thodenflech möglichst zu erschweren, eine erhebliche Strecke an der Quecksilberober- fläche zurückzulegen. bevor er wieder eine Ankerungsgelegenheit vorfindet.
Erfindungsgemäss wird hierzu der Ver- a.nkerungskörper derart ausgebildet, dass er aus gutankernden Randkörpern besteht, wel che die wirksame Kathodenfläche kanalför- mig umfas...en,
praktisch an ihrer ganzen senkrechten Projektion unmittelbar mit dem Metallboden des Entladungsgefässes verbun den sind und je mit einer Seitenfläche in der Höhe des Quecksilberspiegels mit der wirksamen Kathodenfläohe in Berührung tre ten und einen gegenseitigen Abstand von un gefähr 0,3-3 cm aufweisen.
Beim Verankerungskörper nach der Er findung wird der Vorteil erzielt, dass die Ankerungsmöglichkeit für den Kathoden fleck stark. gegen die gebräuchliche Bauart. erhöht wird und dass ein \veiteres Hindernis in den Weg von der Quecksilberoberfläche an < die Gefässwand eingeschaltet wird, während die Enge der kanalförmigen Kathode die Be- cvegungsmögIiehkeiten des Kathodenfleckes in erheblichem Masse verringert.
essungen der Bewegungsgeschwindig- 7 keit des Kathodenfleckes an der Quecksilber oberfläche haben ergeben, dass diese von der Grössenordnung von 10 mfSek. ist. Der Ka thodenfleck kann sich also in der zwischen zwei gleichgerichteten Impulsen verlaufenden Zeit von 0,01 Sek. um zirka 10 ein fort bewegen.
Aus diesen Gesichtspunkten heraus wird die Breite des Kanals vorteilhafterweise in der Grössenordnung von -1 ein gehalten.
Es empfiehlt sich dabei, dem Kanal einen gekrümmten, z. B. bogen- oder zickzackför- migen Verlauf zu erteilen, weil dieses ,die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass der Katho denfleck bereits nach Zuriielklegung einer sehr kurzen Strecke wieder mit einem Rand körper mit guter Ankerwirkung in Berüh rung kommt.
Besonders für kleinere Kathoden ist die Ringform die gegebene, weil diese bequem zu verwirklichen ist und eine für die in Frage kommenden Stromstärken vollkommen hinreichende Ankerungslänge ergibt.
Besonders bei grösseren Quecksilberkatho den und unter Befolgung der soeben auf gestellten Regel empfiehlt es sich, die wirk same Kathodenoberfläche in mehreren kon zentrischen Kanälen unterzubringen und die Randkörper mit guter Ankerwirkung derart auszuführen, dass die Quecksilberoberflächen ü1 den einzelnen Kanälen miteinander ver bunden sind. Zu diesem Zwecke kann man die Kanäle mit Radialverbindungen ver sehen, oder man erteilt dem Kathodenkanal die Form einer Spirale mit mehreren Win dungen.
Es wird hierdurch eine möglichst gute Ausnutzung der für die Kathode ver fügbaren Oberfläche, bei möglichst weit gehender Erschwerung der Loslösung des Kathodenfleckes von den Randkörpern, ge- währleistet.
Als Werkstoff für die Randkörper mit guter Ankerwirkung in einer erfindungs- gemässen Entladungsröhre wird vorteilhaft Nickel verwendet, da dieses vorzügliche Ver- ankerungseigen.sc.ha.ften besitzt, jedoch nur äusserst langsam von dem Quecksilber und dem Kathodenfleck angegriffen wird. Es wird dadurch vermieden,
da.ss die Lebens dauer der Röhre durch eine vorzeitige Zer störung der Randkörper auf unzulässige -WTeise verkürzt wird.
Besonders bei beschränkten baulichen Ver hältnissen bietet es den Vorteil, den aussen- elegenen Randkörper mit dem bereits er wähnten Schutzring aus Werkstoff ohne Ankerwirkung zu vereinigen. Es kann dieses dadurch geschehen, dass man diesen Randkörper an der Innenseite aus einem Mlerkstoff mit guter Ankerwirkung, an der Aussenseite aus einem Werkstoff mit schlech ter Ankerwirkung herstellt, z. B. an der Innenseite aus Nickel und an der Aussen seite aus Eisen oder Molybdän.
Der Gegenstand der Erfindung wird an Hand eines in der Zeichnung wiedergegebe nen Ausführungsbeispiels näher erläutert. In der Figur ist der Unterteil einer Quecksilberkathodenentladungsröhre abgebil det, von der ein Teil des aus Chromeisen her gestellten Kathodengefässes 1 und ein Teil des dasselbe umgebenden Waeserkühlmantels 2 mit Anschlussrohr 3 sichtbar dargestellt sind.
In der Mitte des Bodens des Kathoden gefässes 1 ist an der Aussenseite eingleich zeitig zur Befestigung des Kühlmantels 2 und der Kathodenleitung 5 dienender Kupfer bolzen 4 angelötet, während an der Innen- seite ein mehrteiliger Verankerungskörper angeordnet ist, dessen Teile 6 und 7 in direk ter metallischer Verbindung mit dem Metall boden des Entladungsgefässes stehen, und zwar derart,
.dass dies praktisch an ihrer gan zen senkrechten Projektion auf diesen Boden der Fall ist. Für eine gute Wärmeabfuhr des Verankerungskörpers in Richtung des Kühlmittels ist diese Anordnung sehr förder lich.
Die beiden Teile 6 und 7, welche die wirksame Kathodenfläche kanalförmig um fassen, stellen Randkörper dar, welche nur an ihrer ''Seitenfläche in der Höhe des Queck silberspiegels .mit der wirksamen Kathoden fläche in Berührung treten, und. an dieser Be rührungslinie als Ankerungsstelle für den Kathodenfleck dienen, während ihr Abstand zweckmässig ungefähr 0,3-3 cm beträgt. Der Teil 6 besteht aus Nickel, das sehr gute Ankerungseigenschaften aufweist,
während der Teil 7 an -der für die Ankerung wich tigen Innenseite aus Nickel, an der Aussen seite jedoch aus Molylbdän besteht, um ein Ansetzen des Kathodenfleckes an der Aussen seite zu erschweren. Der Teil 7 ist unterhalb der Oberfläche der Quecksilberkathode mit Auosparungen 8 versehen,
durch die das von der Gefässwand herabtropfende Quecksilber wieder in den ringförmigen Kanal zwischen den Körpern 6 und 7 gelangen kann.
Der Kathodenfleck hat zwischen diesen Körpern. sowohl an der Innenseite, als auch an der Aussenseite der ringförmigen Queck silberoberfläche eine vorzügliche Ankerungs- gelegenheit, der ringförmige Raum ausserhalb des Körpers 7 jedoch ist absichtlich sehr eng gehalten und wird von Oberflächen. aus Werkstoff ohne Ankerwirkung umgrenzt, so dass es praktisch ausgeschlossen ist, dass sich die Entladung in ihm festsetzt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Teilweise aus dem Quecksilber hervor ragender Verankerungskörper für den Ka thodenfleck von künstlich ,gekühlten Queck- silberkathodenentladungsröhren, gekennzeich net durch die wirksame Kathodenfläche kanalförmig umfassende,praktisch an ihrer ganzen senkrechten Projektion unmittelbar mit dem Metallboden des Entladungsgefässes verbundene und je mit einer 'Seitenfläche in der Höhe -des Quecksilberspiegels mit der wirksamen Kathodenfläche in Berührung tretende, gutankernde Randkörper, deren Entfernung voneinander 0,3-3 cm beträgt.UNTERAN SPRüCHE 1. Verankerungskörper nach Patentanspruch, dadurch ,gekennzeichnet, :dass der durch die Kathodenflä-cbe und die Randkörper gebildete Kanal längs einer gekrümmten Linie verläuft. 2. Verankerungskörper nach Patentanspruoh, dadurch .gekennzeichnet, dass der Kanal ringförmig ist.3. Verankerungskörper nach Unteranspruch 2, dadurch .gekennzeichnet, dass mehrere konzentrische Kanäle vorgesehen sind, deren Quecksilberoberflärhen miteinander verbunden sind. 4. Verankerungskörper nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Rand körper aus Niokel bestehen.5. Verankerungskörper nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, diiss der äussere Randkörper an der Innenseite aus einem Werkstoff mit guter Ankerwirkung, an der Aussenseite aus einem Werkstoff mit schlechter Ankerwirkung besteht.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE201747X | 1936-07-08 |
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| Publication Number | Publication Date |
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| CH201747D CH201747A (de) | 1936-07-08 | 1937-07-06 | Verankerungskörper für den Kathodenfleck von künstlich gekühlten Quecksilberkathodenentladungsröhren. |
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Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE920925C (de) * | 1950-12-21 | 1954-12-02 | Licentia Gmbh | Vorrichtung zur Kuehlung der Kathode von Entladungsgefaessen mit im Betrieb fluessiger Kathode |
| DE1265307B (de) * | 1961-04-28 | 1968-04-04 | Siemens Ag | Metalldampf-Stromrichtergefaess mit fluessiger Kathode, einer Erregeranode und einemFleckfixierer |
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1937
- 1937-07-06 CH CH201747D patent/CH201747A/de unknown
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| DE1265307B (de) * | 1961-04-28 | 1968-04-04 | Siemens Ag | Metalldampf-Stromrichtergefaess mit fluessiger Kathode, einer Erregeranode und einemFleckfixierer |
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