Verfahren und Vorrichtung zur Behandlung von Beissverschlussgliedern aus Aluminium oder dessen Legierungen durch Elektrolyse. Die Erfindung bezieht sich auf ein Ver fahren und eine für die Ausübung des Ver- fährens bestimmte Vorrichtung, um Reiss verschlussglieder aus Aluminium oder Alu miniumlegierungen in elektrolytischen Bä dern zu behandeln, zum Beispiel zu galvani sieren oder zu oxydieren und hierdurch widerstandsfähiger oder für eine Färbung geeigneter zu machen.
Bei den bisherigen Verfahren dieser Art hat man die Verschlussglieder auf einen stab- oder drahtförmigen Leiter aufgereiht. Will man hierbei den erforderlichen innigen Kontakt erzielen, so müssen die Glieder mit ihren Schenkeln fest auf den Kontakt ge klemmt werden, was aber die Gefahr einer Verformung und des Unbrauchbarwerdens. der Glieder mit sich bringt. Auch tritt beim Biegen des dünnen Trägers leicht ein Lockern ein, so dass die Glieder den Kontakt ver lieren.
Um diesen Übelstand zu beseitigen, ist bereits eine Vorrichtung zum Einhängen von Rcissverschlussgliedern vorgeschlagen worden, bei der die aufeinanderliegenden Glieder durch eine Spannvorrichtung fest an- einandergepresst werden, ohne dass auf die Lage der Glieder achtgegeben wird.
Hier ist zwar die Kontaktgebung zwischen den auf einandergereihten_ Gliedern verbessert, jedoch zeigt sich dann der Mangel, dass die Glieder an den Seitenflächen nicht oder nicht genü gend oxydiert werden, so dass der -Überzug ungleichförmig wird. Dadurch erhalten die Glieder auch an beim fertigen Verschluss sichtbaren Stellen beim Färben ein schecki ges, unschönes Aussehen.
In Erkenntnis dieses Nachteils hat man bereits vorgeschlagen, die Glieder fertig und im richtigen Abstande auf dem Tragband des Verschlusses zu befestigen und als Strom leiter ein in die Zwischenräume der Glieder schraubenförmig gewundenes und fest an die Glieder gedrücktes Metallband zu be nutzen. Hier ergibt sich aber, ganz abge sehen von der Schwierigkeit der Kontakt gebung, der Nachteil, dass das Verschlussband mit in das elektrolytische Bad muss und hier durch die Säure angegriffen wird.
Ausserdem ist ein Färben der oxydierten Glieder in einer andern Farbe als der des Bandes nicht möglich, da beim Einbringen des Verschluss- streifens in das Fäärbbad das Stoffband die gleiche Farbe annimmt.
Zur Vermeidung aller dieser Mängel wer den die Verschlussglieder beim Verfahren ge mäss der Erfindung mit ihrem Kopfteil auf einanderliegend, mit ihrem rückwärtigen, zur Befestigung dienenden Teil dagegen abwech selnd nach verschiedenen Richtungen wei send zu einem Stab aneinandergereiht und dieser wird als Elektrode verwendet.
Auf diese Weise ist einerseits ein wirk samer Stromleiter nur aus den Verschluss gliedern geschaffen, und anderseits mit Sicherheit eine gleichmässige Oxydation und Färbung der Glieder auf ihrer beim fertigen Verschluss sichtbaren Fläche erreicht. Durch Druck auf die Enden des Stabes kann der Stromschluss zwischen den Gliedern noch verbessert werden.
Zur Durchführung des Verfahrens kann man zweckmässig sieh einer Vorrichtung bedienen, die erfindungsgemäss zwei im Abstand voneinander angeordnete Schienen besitzt, die zum Aufreihen der Verschluss@ glieder bestimmt sind. Als Werkstoff für die Schienen kann nichtleitender fester Stoff be nutzt werden, jedoch wurde gefunden, dass sich für die Herstellung der Schienen auch oxydiertes Aluminium eignet, da dieses durch seine Oxydschicht einen Stromschluss verhindert.
Die Schienen sind zweckmässig unten und oben durch ein Widerlager ver bunden, von denen mindestens das obere ab nehmbar angeordnet ist und eine mit einem Aufhänger versehene Spannschraube trägt, die über einen an den Schienen geführten H-förmigen Schlitten an dem Stab angreift. Das untere Widerlager kann vorteilhaft aus einer fest mit den Schienen verbundenen Lasche und einem darüber angeordneten, durch einen Gummipuffer oder dergleichen elastisch abgestützten Gleitstück bestehen.
Auf der Zeichnung ist der Erfindungs- gegenstand in einem Ausführungsbeispiel dargestellt, und zwar zeigen: Fig. 1. die Vorrichtung mit den Ver- schlussgliedern in Vorderansicht, Fig. 2 in Seitenansicht, und Fig. 3 im Schnitt nach der Linie III-111 der Fig. 1.
Die Vorrichtung besitzt zwei dünne Alu miniumschienen 4, 5 deren Oberfläche oxy diert und dadurch nichtleitend gemacht ist. Auf die Schienen sind die Reissverschluss glieder 9 derart aufgereiht, dass sie mit ihren Kopfteilen 11 ineinandergreifen und mit. ihren rückwärtigen zur Befestigung dienen den Klemmschenkeln<B>1.0</B> wechselweise nach entgegengesetzten Richtungen weisen, so da,ss ein zusammenhängender Stab entsteht. Dem entsprechend ist. der Abstand der beiden Schienen 4, 5 voneinander ungefähr gleich der Länge des die Versch.lusselemente tragen den Kopfteils der Glieder.
Unten sind die Schienen durch Laschen 6 fest miteinander verbunden. Oberhalb der Laschen ist ein an den Schienen geführtes und als unteres Widerlager dienendes H-för- miges Gleitstück 7 angeordnet, das sich ge gen die Laschen 6 über einen elastischen Gummipuffer 8 abstützt. Am obern Ende der Schienen ist ein U-förmiges, geschlitztes Verbindungsstück 12 angeordnet, das durch Kopfstifte 13 mit den Schienen 4, 5 lösbar verbunden ist.
Der Quersteg des Verbin dungsstückes 1.2 hat eine durchgehende Ge windebohrung für eine Druckschraube 14 mit Haken 1.5 zum Aufhängen auf den oberhalb des elektrolytischen Bades befindlichen Stromleiter, und zwar der Anode. Die Spann schraube 14 dient zum Niederdrücken der Verschlussglieder auf das untere Widerlager 7. Der Angriff der Druckschraube 14 an den Stab 9 erfolgt über einem H-förmigen, in den Schienen 4, 5 geführten Schlitten 16.
Die Herstellung des Stabes erfolgt in der Weise, dass bei abgenommener Brücke 12 und Schlitten 16 die Glieder mit ihren Schenkeln einzeln, und zwar abwechselnd einmal auf die rechte und einmal auf die linke Schiene so aufgereiht werden, dass sie mit ihren Verschlusselementen ineinander greifen. -Dieses Aufreihen der Glieder kann automatisch erfolgen, wobei, falls die Glieder alle in gleicher Lage zugeführt werden, der Halter 4, 5 so geschwenkt wird, dass die Glie der abwechselnd auf die eine und die andere Schiene kommen. Nach Herstellung des Sta bes werden der Schlitten 16 und die Brücke 1.2 mit Spannschraube 14 aufgesetzt.
Durch Niederschrauben der Spannschraube 14 wird der Stab 9 fest gegen das untere Widerlager gedrückt und dadurch ein sicherer Kontakt zwischen den Gliedern gewährleistet. Um jedes Klemmen beim Zusamendrücken der Glieder zu verhindern, sind die Schienen 4, 5 so dünn, dass sie frei und ohne Zwang zwi- s c 'hen c lie Klemmschenkel der Glieder grei- fen. Nach dem Spannen wird der Stab 9.
mit dem Halter in das elektrolytische Bad ein gehängt und wirkt dann als Elektrode, wo bei eine gleichmässige Oxydation der beim fertigen Verschluss sichtbaren Flächen er zielt wird. Nach dem Oxydieren wird der Stab zwecks Färbens in ein Farbbad über führt.
Die aufeinanderfolgenden Glieder des Stabes brauchen nicht notwendig um 180 gegeneinander versetzt zu sein,. vielmehr ist ohne Beeinträchtigung auch ein kleinerer Winkel geeignet, wenn er den hintern Teil der Verschlussglieder genügend frei lässt.