CH193584A - Verfahren zur Herstellung von mattierten Kunstspinnfasern, insbesondere Kunstseide. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von mattierten Kunstspinnfasern, insbesondere Kunstseide.Info
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Verfahren zur Herstellung von mattierten Kunstspinnfasern, insbesondere Kunstseide. Es ist bekannt, spinnmattierte Kunstseide herzustellen durch Einverleiben eines kalzi- nierten Titandioxydpigmentes oder Titan kompositionspigmentes in eine Spinnlösung.
Wenngleich diese bekannten Titanpigmente einen günstigen Mattierungseffekt liefern, so sind doch mit der Verwendung dieser Titar.- pigmente schwerwiegende Nachteile verbun den, insofern, als die ausserordentlich harten Kristalle die metallenen Apparaturen insbe sondere beim Verspinnen sehr stark ab schleifen. Häufig tritt auch der Übelstand auf, dass die Kunstspinnfäden selbst durch die harten Kristallkanten aufgerauht werden.
Es wurde nun gefunden, dass sich diese Nachteile vermeiden lassen, wenn man an Stelle von Titanpigmenten, die durch Kal- zinieren von gefällten Titansauerstoffverbin- dungen erzeugt werden, eine nicht kalzinierte gefällte und getrocknete Titanverbindung anwendet, da diese, wie Versuche ergaben, erheblich weicher sind, und aus diesem Grunde weder die metallene Spinnapparatur schädigen noch ein Aufrauhen der Fäden bewirken.
Als besonders geeignet für die Mattierung von Kunstspinnfasern hat sich eine Titan verbindung erwiesen, die durch Hydrolyse aus Titansalzlösungen, insbesondere aus ba sischen Titantulfatlösungen erzeugt wird. Das fragliche Hydrolyseprodukt wird vorteil haft von den Resten der anhaftenden Säure durch Waschen mit Alkalien befreit und dann bei einer Temperatur von etwa 80-125 getrocknet. Das so getrocknete Produkt ent hält noch H20, das die Zwischenräume zwi schen den in einem gedehnten Kristallgitter befindlichen Ti02-Teilchen ausfüllt. Es stellt ein ausserordentlich weiches und feines Pulver dar.
Während bei Verwendung eines solchen nicht kalzinierten Produktes als Pigment die Deckkraft nur ein Drittel derjenigen von kalziniertem Titandioxyd beträgt, ist es, wie überraschenderweise Versuche ergaben, nicht erforderlich, zur Erreichung eines gleichen Mattierungseffektes wie mit kalziniertem Titandioxyd die dreifache Menge von gefäll tem Titandioxyd zu verwenden, sondern es genügt praktisch schon ein Überschuss von etwa 20-50 %.
<I>Beispiel:</I> Zu 100 Teilen einer in üblicher Weise hergestellten Viskosespinnlösung werden 1,5 Teile gefälltes und getrocknetes Titandioxyd zugegeben, wonach die Viskoselösung unter Verwendung eines üblichen Spinnbades ver sponnen wird. -Es wird so ein Kunstseide faden erhalten mit edelmattem Glanz.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von mattierten Kunstspinnfasern, insbesondere Kunstseide fasern, dadurch gekennzeichnet, dass man der zu verspinnenden Lösung nichtkalziniertes, gefälltes und getrocknetes Titandioxyd ein verleiht. UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man der zu verspinnen den Lösung ein Titandioxyd einverleibt, das durch Hydrolyse einer Titansalzlösung, Aus waschen der im Hydrolyseprodukt noch vor handenen Säurereste und Trocknen bei 80 bis 1250 erhalten wurde.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE193584X | 1935-06-28 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH193584A true CH193584A (de) | 1937-10-31 |
Family
ID=5739820
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH193584D CH193584A (de) | 1935-06-28 | 1936-06-18 | Verfahren zur Herstellung von mattierten Kunstspinnfasern, insbesondere Kunstseide. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH193584A (de) |
-
1936
- 1936-06-18 CH CH193584D patent/CH193584A/de unknown
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