CH192559A - Versteiftes, aus mindestens zwei miteinander verklebten Gewebelagen bestehendes Wäschestück. - Google Patents
Versteiftes, aus mindestens zwei miteinander verklebten Gewebelagen bestehendes Wäschestück.Info
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Description
Versteiftes, aus mindestens zwei miteinander verklebten Gewebelagen bestehendes Wäschestück. Gegenstand der Erfindung ist ein ver steiftes, aus mindestens zwei miteinande:. verklebten Gewebelagen bestehendes Wäsche stück, das dadurch gekennzeichnet ist, dass bei mindestens einer Gewebelage mindestens ein Teil der gewebebildenden Fäden minde stens teilweise von Fäden aus klebfähigem Material umhüllt ist, derart, dass das Umhül lungsmaterial eine zusammenhängende, min destens nahezu zwischenraumfreie, beide Gewebelagen verklebende Schicht bildet.
In der beigegebenen Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel schematisch dargestellt. Fig. 1 stellt die Ansicht eines mit Azetat- fäden gezwirnten. Baumwollfadens dar; Fig. 2 ist ein Schnitt durch .den Faden; Fig. 3 zeigt einen Schnitt durch einen Kragen, und zwar durch zwei Kragenstoff lagen mit dazwischen gelegter Einlage aus Baumwollfäden, .die mit Azetatfäden um sponnen sind, vor dem Verkleben;
Fig. 4 zeigt den gleichen Schnitt nach dem Verkleben, das durch Befeuchten mit einem organischen Lösungsmittel und An wendung von Druck und Hitze erfolgte.
In Fig. 1 sind die Azetatfäden 2 spiralig von links nach rechts um den Baumwoll faden 1 gezwirnt. Man kann aber auch einen Teil der Fäden von links nach rechts, einen andern von rechts nach links zwirnen. Je dichter man zwirnt und je grösser der Durchmesser der ITmzwirnungsfäden, desto stärker die Klebkraft -des Gebildes.
In F'ig.3 ist zwischen die Kragenstoff- lagen 4 und 5 mit den Kettenfäden 4', 5' und den Schussfäden 4", 5" die Einlage :3 eingelegt. Die Kettenfäden 3' bestehen aus Baumwolle, die Schussfäden 1 ebenfalls aus Baumwolle, sind aber mit .den Azetatfäden umzwirnt.
In Fig. 4 ist schematisch dargestellt, .dass die Azetatfäden 2 infolge der Quellung durch Azeton unter Klebrigwerden so stark gequollen sind (2'), dass sie die Zwischen- räume zwischen den Stofflagen 4 und 3 bezw. 5 und 3 weitgehend ausfüllen, wobei infolge der entstandenen Klebwirkung zwar nicht ganz zwischenraumfreie,
aber praktisch keine durchgehenden Öffnungen besitzende Klebschichten entstehen.
Das Quellen und Klebrigmachen der kleb fähigen Fäden durch Behandlung mit einem organischen Lösungsmittel, z. B. Azeton, soll derart geschehen, @dass sich,die Masse der Fäden nicht völlig auflöst. Die Erfahrung hat gezeigt, dass bei einigermassen sorfä-1- tiger Arbeitsweise dieses Ziel ohne weiteres erreichbar ist, so dass eine mehr oder weniger fadenförmige, strukturierte Klebschicht ent steht, die mit dem nicht aufgelösten baum wollenen Grundgewebe fest verankert bleibt.
Bei der Herstellung des Gegenstandes der Erfindung .sind naturgemäss zahlreiche Ab änderungen möglich. So kann das Wäsche stück zum Beispiel statt aus drei Gewebe lagen, von denen .die mittlere das klebend wirkende Material enthält, nur aus. zwei Lagen, hergestellt sein, zum Beispiel derart, dass an eine Gewebelange ein Versteifungs gewebe angeklebt ist, bei dem auf der Kleb seite Fäden angeordnet sind,
die mindestenis teilweise von Fäden aus klebfähigem Mate rial umgeben sind. Die Durchmesser der Umzwirnungsfäden können grösser oder klei ner sein als die der zu umspinnenden Fäden.
Die klebefähigen Fäden der Einlage können so eng beisammen angeordnet werden, dass eine völlig lückenlose Verklebung der Stoff lagen eintritt, man kann aber auch so vor gehen, dass infolge lockerer Anordnung der klebefähigen Fäden :die Verklebungsschicht noch .ganz geringe Zwischenräume besitzt.
Als klebfähiges Material kann ein Mate rial, wie z. B. Azetylzellulose oder ein lös liches Harz oder Kunstharz, verwendet wer den, das durch Befeuchten mit einem organi schen Lösungsmittel, z. B. Azeton, klebrig wird. Man kann aber auch @eiue thermo- plastische Mischung eines Zellulosederivates, z.
B. Azetylzellulose, mit Weichmachungs- mitteln verwenden, :das in der Hitze klebrig wird.
Die Webart des klebend wirkenden Gle- webes kann verschieden sein, wobei natür- lieh die mannigfachsten Kombinatianen je nach dem gewünschten Zweck möglich sind. Die Umzwirnung der Fäden kann in einem beson.Ieren Zwirnvorgang vorgenommen wer den, sie kann aber auch gleichzeitig mit dem Webvorgang erfolgen.
Je nach dem zu er reichenden Zweck kann man alle oder nur einige Fäden des klebend wirkenden Gewebes umzwirnen.
In nachfolgender Tabelle sind mehrere Webmöglichkeiten angedeutet, wobei B Baumwolle, A klebfähiges Material,<I>BA</I> um sponnenes Material bedeutet:
EMI0002.0070
1. <SEP> Einfaches, <SEP> Gewebe <SEP> Kette <SEP> <I>BA</I> <SEP> Schuss, <SEP> <I>BA</I>
<tb> <I>2. <SEP> " <SEP> BA <SEP> " <SEP> A</I>
<tb> <I>>, <SEP> " <SEP> BA <SEP> " <SEP> B</I> S.elbstverstän:
dlieh kann. die Anordnung der Ketten- und @Schuss,fäden auch in umge- kehrter Weise erfolgen. Auch besteht die Möglichkeit, in die verschiedenen Kombi nationen noch einfache Azetatfäden einzu weben.
Weitere Möglichkeiten liegen auf dem Gebiete der Doppel- oder verstärkten Cre- webe, deren Verwendung zwecks: Erzielung eines ,schwereren respektive dickeren Fabri- kates besonders zweckmässig sein kann. Die selben können die für einfache Gewebe ge schilderten Kombinationen enthalten.
Es be steht aber auch die Möglichkeit, hierfür nur einfache Garne zu verwenden und diese zum Beispiel so anzuordnen, dass@ ,die klebfähigen und nicht-klebfähigen Garne ;der verschiede nen Lagen versetzt zueinander zu liegen kommen, zum Beispiel nach folgendem Schema, indem K = klebfähiges Garn, N = nichtklebfähiges Garn bedeuten:
NKNKNKNK KNKNKNKN. Beim Doppelgewebe liegt also unter einem nichtklebfähigen Faden immer ein klebfähi ger Faden oder umgekehrt. Dadurch entsteht in :der Gesamtwirkung ebenfalls eine zusam- menhängende Klebschicht, weil die Klebe masse, einmal links, einmal rechts des, baum wollenen Basisgewebes liegend, sich gegen- seitig ergänzt.
Bei diesen Geweben besteht auch die Möglichkeit, die klebefähigen Garne so anzuordnen, dass die Verklebung nur ein. seiti,g erfolgen kann. Diese Ausführung ist für die Versteifung von dünnen oder porösen Stoffen von besonderer Wichtigkeit.
Bei denjenigen Partien, die nicht versteift werden sollen, z. B. :die Umfaltlinie, Ränder zum Ansetzen. der Kragen, Manschetten, Einsätze können die klebefähigen Fäden ganz oder teilweise weggelassen werden. An derseits besteht auch die Möglichkeit, durch stärkere Anwendung von klebefähigem Mate rial verstärkte Zonen zu schaffen.
Da nach der Erfindung verklebte Wäsche stücke, z. B. Doppelkragen, ziemlich steif hergestellt werden können, können im Unter kragen auf bekannte Art Aussparungen oder Einsätze angeordnet werden, um ein leichtes Durchziehen der Krawatte zu ermöglichen.
Bis zu einer gewissen Zeit wurde, um Wäschestücke, wie Kragen, Manschetten, Einsätze usw. zu versteifen, nur die bekannte Stärkemethode angewandt. Die damit erzielte Versteifung ist aber nur temporär, nach je der Wäsche müssen die Wäschestücke neu gestärkt respektive versteift werden. Um eine dauerhafte Versteifung zu erzielen, ist ver sucht worden., die verschiedenen Stofflagen durch Zellulosederivate, Kunstharze usw. permanent zu vereinigen.
Man verfuhr so, dass zum Beispiel der flüssige Lack auf die zugeschnittenen Kragenteile aufgetragen wurde, worauf die Verklebung der Stoff lagen durch Hitze und Druck erfolgte. Der art unrationell fabrizierte Kragen, meistens als wasserfest bezeichnet, weil sie nicht ge- wasohen, sondern lediglich abgewaschen wer- ,den, sind viel zu hart und werden kaum noch verkauft.
In neuerer Zeit unterscheidet man im speziellen zwei Methoden der Verklebung, nämlich die Vereinigung der Stofflagen mit oder ohne Zwischenräume. Nach den erwähnten Methoden wird einerseits durch das Klebematerial, anderseits durch die -\Ter- eini,gung einer verstärkenden Zwischenlage mit Ober- und Unterlage, eine gewisse Steife ,des Wäschestückes erzielt.
Bei den mit Zwi- s,chenräumen verklebten Kragen erfolgt die Anordnung der klebefähigen Elemente der art, dass@ die Stofflagen über die Gewebe- flächen in regelmässig verteilten Zwischen- räumen miteinander verbunden werden. Es wird empfohlen, dass die Entfernung der einzelnen Zellulosederivatfäden voneinander grösser ist,
als die Dicke der einzelnen Fä den. Diese Methode hat den Nachteil, dass die Steife der vereinigten Gewebelagen für viele Ansprüche oder für dünne Stoffe un genügend ist, so dass oft zwei Lagen mit klebefähigen Fäden verwendet werden müs sen.
Nach der zweiten Methode, die als Im prägnationsverfahren bekannt ist, und bei der also eine Verklebung ohne Zwischen räume erfolgt, ergibt sich ein steifeies Fabri kat. Diese Verklebung ohne Zwischenräume a urde zum Beispiel dadurch vorgenommen, dass die zu verklebenden Stofflagen mit einem Lack aus klebfähigem Material bestrichen und entweder sofort oder nach dem teilwei sen Trocknen, gegebenenfalls nach völligem Trocknen und Wiederaufweichen des Lackes miteinander verklebt wurden.
Da. derartige Waren aber unangenehm steif und hart aus fallen, verwendete man zum Beispiel auch klebfähige Einlagen aus Geweben, die durch gehend oder ein oder beiderseits mit einem klebenden Lack imprägniert sind.
Solche Verklebungen der Stofflagen sind aber meistens ungenügend, weil :die Im- prägnatio@nsmasse mit dem Grundgewebe webtechnisch nicht verankert ist. Man findet vielfach, dass bei solchen Kragen die Im- prägnationsma.sse bricht, zerbröckelt usw., so dass die Verklebung mangelhaft wird und zum Beispiel Blasen entstehen. Imprägnierte Einlagestoffe sind auch sehr schwer zu ver arbeiten. In dem Wäschestück nach der Er findung sind nun die Vorzüge der beiden Verfahren vereinigt und deren Nachteile ver mieden.
Die versteifend und verklebend wir kenden Derivate werden nicht durch Im prägnierung und auch nicht webtechnisch in Zwischenräumen angeordnet, sondern kön- nen webtechnisch an .den Fäden einer mit versteifend wirkenden Zwischenlage, zum Beispiel als Umzwirnungsfäden angeordnet sein, so dass eine praktisch zwiscIenraum- freie Klebschicht entstehen kann.
Dadurch erzielt man die Steife der nach der Im prägnationsmethode fabrizierten Wäsche stücke, gleichzeitig aber auch eine dauer hafte, ja noch stärkere Verklebung als bei der mit Zwischenräumen verklebten Ware. Trotzdem sind zum Beispiel erfindungsge mässe Kragen luft- und feuchtigkeitsdurch lässig, indem das Material immer etwas porös ist und die Feuchtigkeit durch die Kapillarkraft aufsaugt.
Solche Kapillaren sind aber keine Zwischenräume im Sinne der Maschen der bekannten luft- und feuchtig- keitsdurchlässigen Wäschestücke, bei wel cUen die Zwischenräume durch webtech nische Anordnungen speziell gebildet werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Versteiftes, aus mindestens zwei mitein ander verklebten Gewebelagen bestehendes Wäschestück, dadurch gekennzeichnet, dass bei mindestens einer Gewebelage mindestens ein Teil der gewebebildenden Fäden minde stens teilweise von Fäden aus klebfähigem Material umhüllt ist, derart, dass .das Um hüllungsmaterial eine zusammenhängende, mindestens nahezu zwischeniaumfreie, beide Gewebelagen verklebende Schicht bildet.UNTERANSPRüCHE: 1. Wäschestück nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zwei Gewebe lagen durch eine gewebte Versteifungs einlage miteinander verklebt sind, bei der auf beiden Seiten mindestens ein Teil,der Fäden mindestens teilweise von Fäden aus klebfähigem Material umhüllt ist. Wäschestück nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass an eine Ge webelage ein Versteifungsgewebe ange klebt ist, bei dem auf der Klebseite Fä den angeordnet .sind, die mindestens teil weise von Fäden aus klebfähigem Mate rial umgeben sind.Wäschestück nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Teil der Fäden der Einlage mit Fäden aus klebfähigem Mate rial umzwirnt ist. Wäschestück nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Teil der Fäden -der Einlage von solchen Fäden aus klebfähi gem Material mindestens teilweise um hüllt ist, deren Durchmesser kleiner ist als jener der umhüllten Fäden -der Ein lage.5. Wäschestück nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Teil der Fäden der Einlabe von solchen Fäden aus klebfähi gem Material mindestens teilweise um hüllt ist, deren Durchmesser grösser ist als jener der umhüllten Fäden der Ein lage. 6. Wäschestück nach Patentanspruch, da- .durch gekennzeichnet, dass als klebfähiges Material ein Zellulosederivat vorhanden ist. 7. Wäschestück nach Patentanspruch, da .durch gekennzeichnet, dass als klebfähiges Material Azetylzellulose vorhanden ist. B.Wäschestück nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als klebfähiges Material ein Kunstharz vorhanden ist.
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