CH190823A - Elektrisches Entladungsgefäss mit Metallstromzuführungen. - Google Patents

Elektrisches Entladungsgefäss mit Metallstromzuführungen.

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CH190823A
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glass
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discharge vessel
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nickel
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Company N V Molybdenum
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Molybdenum Co Nv
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01JELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
    • H01J5/00Details relating to vessels or to leading-in conductors common to two or more basic types of discharge tubes or lamps
    • H01J5/46Leading-in conductors

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  • Vessels And Coating Films For Discharge Lamps (AREA)

Description


  Elektrisches Entladungsgefäss mit     Netallstromzuführungen.       Es sind     elektrische    Entladungsröhren,       insbesondere    mit     M@etalldampffüllung    be  kannt, deren Hülle aus Hartglas oder     einem     sonstigen     Glase    niedrigen     Ausdehnungskoef-          fizienten        besteht.    Zur     Stromeinführung    in  solche Gefässe benutzt man Drähte aus       Molybdän,    Wolfram oder Legierungen von       diesen.    Ferner sind Entladungsgefässe be  kannt,

   deren     Hüllen    aus Weichglas, ein  schliesslich Bleiglas, bestehen, und für welche       Stromeinführungsdrähte    aus Platin, oder     mit          einem    Mantel aus Platin oder Kupfer, ver  wendet werden. Es     wurde    auch vorgeschla  gen,     Nickel-Eisenlegierungen    für solche Ein  führungsdrähte zu verwenden. .  



  Wird Wolfram,     Molybdän,    oder Legie  rungen von diesen, als     Drahtmaterial    ver  wendet, so muss die     Einschmelztempera,tur     sehr genau eingehalten werden, um einerseits  Oxyde     dieser        Metalle    an der     Einschmelzstelle     zu bilden, die zum Verwachsen mit dem Glas       geeignet    sind, anderseits aber zu starke       Oxydschichten    zu     vermeiden,    welche die Ein  schmelzstelle undicht machen     könnten.    Auch         verdampfen,

      solche     Oxyde    sehr leicht und  beschlagen die Innenwände des     Gefässes.     Ausserdem wird hierdurch .die     Elektrode,          besonders    an der     Einschmelzstelle,    ge  schwächt.  



  Diese Schwierigkeiten     führten    dazu, dass  man     verhältnismässig    starke Drähte (Stäbe)       benutzte.    Aber     auch        hier    machten das dichte  Einschmelzen, ferner das Weichlöten     am     Nickel, schliesslich das Anschweissen an .die  eigentliche     Elektrode        Schwierigkeiten.     



       Sehliess.lich    hat man eine allzu starke       Verdampfung    der Oxyde dadurch zu verhin  dern gesucht, dass man die Durchführungs  teile mit edlerem Metall überzog. Das er  gab     eine    teure Bauart.  



  Die für Weichgläser     benutzten    Ein  schmelzdrähte besitzen unzureichende elek  trische     Leitfähigkeit.    Man hat darum aus  diesen Materialien nur den Teil der Einfüh  rung     ausgeführt,    der durch     das        Glas    hin  durchtritt, und an den Enden dann die Zu  leitung, sowie die     Weiterleitung    zur Elek-           trode    angefügt. Das macht wieder Schwie  rigkeiten an den     Verbindungsstellen.     



  Gemäss der     Erfindung    wird die Strom  zuführung zwischen einer Elektrode im Ge  fässinnern und einem Aussenkontakt, z. B.  einer Sockelplatte oder einem     Anschlussge-          winde,    zu mindest durch die     Einschmelzstelle     im Glas hindurch aus einem zusammenhän  genden,     ununterbrochenen    Stück hergestellt,  das aus einer     Eisen-Nickel-Kobaltlegierung     besteht, deren     Zusammensetzung    so bemes  sen ist, dass ihre Wärmedehnung möglichst  derjenigen des Glases an der     Einschmelz-          stelle    entspricht.

   Dieses     Verbindungsstück     kann     bis    zur     Anschlussstelle    einer Elektrode  im     Gefässinnern    durchgeführt sein. Es kann  aber auch im Gefässinnern ein Zwischenstück  aus geeignetem andern Material eingefügt  sein.  



  Die von der Erfindung     gewählte    Legie  rung besitzt ausser der gewünschten Wärme  dehnung auch noch hohe elektrische Leit  fähigkeit, so dass man selbst bei hohen Strom  stärken und langen durchgehenden Stromzu  führungen und     Halterungen    von Elektroden  zu     Querschnitten    an der     Einschmelzstelle          gelangt,    die ohne weiteres     vakuum-    oder  gasdicht hergestellt werden     können.     



  Obwohl die     Wärmeableitung    zwischen  der     thermisch    belasteten     Einschmelzstelle     und dem kalten Sockel in einem Draht aus  dem erfindungsgemäss gewählten Material  sehr     günstig    ist, kann man die,     Wärmeablei-          tung    noch dadurch     verbessern,        dass    man den  zwischen der     Einsehmelzstelle    und dem  Sockel liegenden     Drahtteil    mit einem gut  Wärme leitenden Metallmantel, z. B. aus  Kupfer, beispielsweise auf elektrolytischem  Wege, überzieht.  



       o    Durch .die Erfindung werden gegenüber       .dreiteiligen        Drähten,    von denen ein Teil       ausserhalb    der     Einschm@elzstelle,    der zweite  in     dieser    letzteren., und der dritte innerhalb  des Gefässes liegen, und die miteinander zu  verknoten und verschmelzen sind, erhebliche  Vorteile erreicht. Einmal wird     mindestens     eine dieser     Stellen.,    nämlich     zwischen:    Ein  schmelzstelle und Sockel, vermieden und da-    durch ,die Herstellung erleichtert.

   Ausserdem  wird ein solcher Knoten, der immer eine     Ge-          fahrstelle        hinsichtlich        mechanischer    Festig  keit     und        Wärmestauung    bildet, vermieden.

    Vorteilhaft ist die     Verwendung    einer gesin  terten Nickel - Eisen -     Kobaltlegierung,    .der  wegen     dieser    Herstellung auch die sonst bei  Schmelzlegierungen erforderlichen     Desoxy-          dationszusätze    fehlen können, weil dann ein       mechanisch    besser     bearbeitbares        Material    er  halten wird, das ausserdem keine solchen Zu  sätze enthält, .die in das Vakuum hinein  verdampfen und zu     Isolationsschwierigkei-          ten,    Vergiftung :

  der Kathode,     Beschlagbil-          dung    am Glase, oder Verschlechterung des  Vakuums Anlass geben können. Ein weiterer       Vorteil    dieser     Sinterlegierung        besteht    auch  darin,     dass        .ein    Kohlenstoffgehalt niedrig ge  halten oder praktisch vermieden werden       kann,    der sonst bei     Anwendung    von Schmelz  öfen unvermeidlich ist.

       Zusätze    dieser Art  geben auch Anlass zur     Bildung    von Gasbla  sen in der     Einschmelzstelle    während ihrer       Herstellung,    wodurch ihre Festigkeit und       Dichte,    aber auch. der     Wärmeaustausch    zwi  schen dem Glase und dem Metall beeinträch  tigt werden könnte.  



  Die Erfindung     sei        anhand    der schemati  schen     Ausführungsbeispiele    der Zeichnung       erläutert.     



  In     Abb.    1 ist eine Elektrode 1 in einem  Glasgehäuse 2. mit     Gewindekontakt    3 und  Sockelkontakt 4 angeordnet. Die     Stromzu-          führungsdrähte    5, 6 aus der     Nickel-Eisen-          gobaltlegierung    sind durch den     Quetschfuss     7 hindurch von den     Anschlussstellen    an die       Elektrode    1 bis zu den Aussenkontakten 3       bezw.    4     hindurchgeführt.     



  Im Beispiel der     Abb.    2 sind die Einfüh  rungsdrähte 5, 6 aus der     @ickel-Eisen-Ko-          baltl.egierung    von -den     Aussenkontakten    3       bezw.    4 nur bis zu einer     Stelle    innerhalb des  Gefässes 2 an oder nahe der     Innenfläche    des       Quetschfusses    7 geführt, und hier mit     Zu-          führungs-        (Halterungs-)    Drähten 8, 9 aus  einem .geeigneten andern     Material,    z. B.  Kupfer,     Molybdän,    verbunden.  



  Das     Beispiel    der     Abb.    3 unterscheidet      sich von denjenigen der     Abb.    2 lediglich  darin, dass die Verbindungsstelle zwischen  den Drähten 5, 9     bezw.    6, 8 weiter in das  Innere des Gefässes, zwischen     Quetschfuss    7  und Elektrode 1, verlegt ist.  



  Das     Beispiel    der     Abb.    4 zeigt, wie ausser  einer Bauart beispielsweise nach     Abb.    1 (die       ebensogut    durch eine nach     Abb.    2 oder 3  ersetzt sein könnte) noch     Halterungsdrähte     10, 11 vorgesehen sind, von denen der Draht  10 in den     Quetschfuss    7 eingeschmolzen (ein  gesteckt) ist, während der     Halterungsdraht     11 mittels einer Klammer 12 am     Quetschfuss     befestigt ist.  



  Wenn gewünscht, kann ein     Stromzufüh-          rungsdraht    auch in einem     Stück    mit seinem       Aussenkontakt,        insbesondere    einer Sockel  platte, hergestellt sein und als solches ein  geschmolzen     werden.     



  Das Glas für     .das        E-ntladungsgefäss@    wird       vorteilhaft    so gewählt, dass sein     Transfor-          mationspunkt    nahe dem     Curiepunkt    der       Eisen-Nickel-Kobaltlegierung    liegt. Das     Glas     soll demzufolge beim     Curiepunkt    der     Legie-          rung,    also bei jener Temperatur, bei welcher  die     Legierung    einer     magnetischen    Umwand  lung     unterliegt,    entweder gerade zu erwei  chen beginnen, oder noch unplastisch sein.  



  Eine Legierung gemäss, der Erfindung  kann beispielsweise aus 54%     Eisen,    29  Nickel und 17 % Kobalt     bestehen.    Sie kann  einwandfrei mit einem Glas verschmolzen  werden, dessen     Transfarmationspunkt    unter  halb 42-5   C liegt und dessen Ausdehnungs  koeffizient 45-55 X     10-7    ist.

   Eine andere       Legierung    gemäss der Erfindung kann aus  40% Eisen, 20% Nickel und 40% Kobalt  bestehen; sie kann mit einem Glas ver  schmolzen werden, dessen     Transformations-          punktunterhalb        680     liegt und dessen Ausdeh  nungskoeffizient ungefähr     90-10O    X     10-7     beträgt.     Einschmelzgläser    der ersteren Art  sind beispielsweise diejenigen von     Corning,     die unter der Bezeichnung "G 705     AJ"    und  "G 71" in -den Handel gebracht werden.

    Gläser entsprechend dem zweiten Beispiel  sind :die von Fischer in den     Handel    gebrach  ten     "X-Glas"    und     "Prima-Glas".  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Elektrisches Entladungsgefäss mitMetall- stromzuführung, die in Glas eingeschmolzen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Strom- zuführung zwischen einer Elektrode im Ge fässinnern und einem Aussenkontakt ausser halb des Glases zumindest durch die Ein- sehmelzstelle im letzteren hindurch in einem zusammenhängenden, ununterbrochenen ,
    Stück aus einer Eisen-Nickel-Kobaltlegierung be stellt, deren Zusammensetzung so gewählt ist, dass ihre Wärmedehnung möglichst der jenigen -des Glases an der Einschmelzstelle entspricht. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Elektrisches Entladungsgefäss nach Pa, tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Stromzuführung über die Ein- schmelzstelle im Glase hinaus und bis zur Anschlussstelle an die Elektrode im Ge fässinnern in einem zusammenhängenden, ununterbrochenen ,Stück besteht. 2. Elektrisches Entladungsgefäss nach Pa: tentanspruch, dadurch gekennzeichnet"dass .
    mindestens ein Aussenkontakt in einem Stück mit ,der Stromzuführung besteht. 3. Elektrisches Entladungsgefäss nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, ,dass ein Glas für das Gefäss gewählt ist, dessen Transformationspunkt nahe dem Curiepunkt der Eisen-Nickel-KobaItlegie- rung liegt. 4.
    Elektrisches Entladungsgefäss nach Pa tentanspruch, gekennzeichnet durch beson dere, aus dem Innern des Glasgefässes nicht heraustretende Tragdrähte für die Elektrode, deren Stromzuführung aus einer Eisen-Nickel-Kobaltlegierung be steht. 5. Elektrisches Entladungsgefäss nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet.
    dass die Stromzuführung aus einer Eisen- Nickel-Kobaltlegierung besteht, die ohne Zusatz schädliche Gase entwickelnder Stoffe im Sinterwege hergestellt ist.
CH190823D 1936-05-26 1936-05-26 Elektrisches Entladungsgefäss mit Metallstromzuführungen. CH190823A (de)

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