CH182489A - Reibungskupplungsvorrichtung für Schaltgetriebe. - Google Patents

Reibungskupplungsvorrichtung für Schaltgetriebe.

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CH182489A
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Rambausek Hugo
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Rambausek Hugo
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Description


      Reibungskupplnngsvorrichtung    für Schaltgetriebe.    Es sind' Schaltgetriebe     bekannt,    bei denen  verschiedene Triebe zwischen die treibende  Welle und die angetriebene Welle wahlweise  in der Weise eingeschaltet werden können,       dass    beim Umschalten von dem einen Trieb  auf den andern keine     Unterbrechung    der  Kraftübertragung erfolgt.

   Diese Wirkung  wird in der Weise erreicht, dass zunächst  durch eine Kupplung ein Trieb eingeschaltet  werden kann, beim Umschalten auf einen  andern Trieb     wird    dann zunächst eine       weitere    Kupplung eingerückt, und sobald  der zweite Trieb die     Kraftübertragung    auf  genommen hat,     wird    selbsttätig der vorher  wirksame Trieb ausgeschaltet. Wird die  zweite zugeschaltete Kupplung wieder aus  gerückt, so nimmt der erste Trieb die Kraft  übertragung ebenfalls selbsttätig wieder auf.  



  Die vorliegende Erfindung hat den  Zweck, eine für derartige Getriebe besonders       geeignete        Reibungskupplungsvorrichtung    zu  schaffen. Die Erfindung besteht darin, dass  die zwei     Kupplungsteile    einer Reibungs-         kupplung,    zwischen denen die das Verkup  peln bewirkenden     Reibungsflächen    liegen,  beide beweglich angeordnet sind;

   die Bewe  gung des einen Teils erfolgt dabei durch  eine von     aussen    zu     betätigende    .Steuerungs  einrichtung, die Verstellung des andern  Teils ist in automatische Abhängigkeit von  dem     Kraftfluss    im Getriebe gebracht, so dass  zum Beispiel durch die Bewegung des zwei  ten Teils ,die willkürlich eingerückte Kupp  lung wieder ausgerückt werden kann, sobald  dieser Vorgang etwa durch das Zuschalten  eines andern Triebes     notwendig    ist. Auf  diese Weise ergibt sich ein übersichtlicher  und einfacher Aufbau der Kupplungsvor  richtung.

   Diese umfasst also den durch eine  äussere .Steuerung betätigten Teil, den     damit     zusammenwirkenden zweiten     Teil    einer Rei  bungskupplung und schliesslich     allgemein     eine     Einrichtung,    die das Verstellen des  zweiten Kupplungsteils in Abhängigkeit  vom     Kraftfluss    im Getriebe bewirkt.

   Die  letztgenannte Einrichtung wird zweckmässig      in der Weise ausgebildet, dass in .das Ge  triebe ein Zwischenstück eingeschaltet wird,  welches eine in beiden Richtungen durch  feste Anschläge begrenzte relative     Bewe-          gung    gegenüber dem     selbsttätig    sich verstel  lenden Kupplungsteil bei einem Wechsel in  der Richtung des Kraftflusses ausführt. Je  nachdem, an welcher Stelle des Getriebes  diese     Einrichtung    eingeschaltet wird, lässt  sich ein Ausschalten der Reibungskupplung  herbeiführen, wenn -durch das Umschalten  des Kraftflusses eine höhere Geschwindig  keit der     angetriebenen    Welle oder eine Um  kehr in der Drehrichtung oder eine sonstige  Änderung herbeigeführt wird.

   Für die  Kupplungsvorrichtung ist also eine so grosse  Zahl von Anwendungsmöglichkeiten gegeben,  wie sie mit den bisher bekannten Konstruk  tionen nicht erreichbar waren.  



  In der anliegenden Zeichnung ist der       Erfindungsgegenstand    durch eine Anzahl  von Ausführungsbeispielen zum Teil sche  matisch veranschaulicht.  



  '     Fig.    1 und 2 zeigen eine Ausführungs  form der     Kupplungsvorrichtung    in einem       Getriebe    mit     zwei        Geschwindigkeitsstufen,     wobei die Reibungskupplung selbsttätig aus  gerückt wird, sobald die höhere Geschwin  digkeitsstufe eingeschaltet wird;

   es handelt  sich hier also um eine     Überholungskupp-          lungsvorrichtung;          Fig.    3 zeigt die Kupplungsvorrichtung in  einem     Wendegetriebe,    bei welchem das       selbsttätige    Ausrücken der Reibungskupp  lung erfolgt, sobald durch das Zuschalten  eines     Triebes    eine Umkehrung der Drehung  der angetriebenen Welle herbeigeführt wird;

    es handelt sich also hier um eine     Umkehr-          kupplungsvorrichtung;          Fig.4        zeigt    eine     Ausführungsform    der       Kupplungsvorrichtung    als     Überholungskupp-          lungsvorrichtung,    bei welcher die Verbin  dung zwischen den gekuppelten Teilen nach  dem selbsttätigen Ausschalten der     Reibungs-          kupplung    durch eine von aussen erfolgende  zusätzliche Steuerbewegung wieder herge  stellt werden kann.

           Fig.    5, 6     und    7 zeigen eine     Überholungs-          kupplungsvorrichtung,    welche so ausgebildet  ist, dass das     selbsttätige    Ausschalten beim       Überholen    in beiden     Drehrichtungen    erfolgen  kann.  



  Zu dem Aufbau und der Wirkungsweise  der dargestellten Kupplungsvorrichtungen  ist im einzelnen folgendes auszuführen: _  In     Fig.    1 ist mit     a    die antreibende Welle  bezeichnet, also die vom Motor her kom  mende Welle, mit b die     angetriebene    Welle,  die zu der angetriebenen Maschine     führt.     Die Verbindung zwischen den beiden Wellen  kann entweder durch :die auf der Welle     a     befindliche Kupplung i, k und die Zahn  räder c und d hergestellt werden oder durch  die Zahnräder<I>e, f, g, c, d</I> über die Vor  gelegewelle     h.    Die Welle     a    ist in     den:

      beiden  Lagern     a'    und     a'    gelagert und trägt die  Kupplungshälfte i, welche die. Drehbewe  gung der Welle zwangsläufig mitmachen  muss, jedoch in der     Richtung    der Wellen  achse verschiebbar ist. Die     Verschiebung     erfolgt durch einen Führungsring     i'    in wel  chen eine Führungsgabel     i2    eingreift. Diese  Gabel ist als doppelarmiger Hebel ausgebil  det, eine Bewegung des äussern Endes     i'    im  einen     Sinne    bewirkt also eine Bewegung der  Kupplungshälfte i im andern Sinne.

   Die  Kupplungshälfte i arbeitet mit ihrer koni  schen Aussenseite     mit    einem     entsprechenden     Reibungskonus des zweiten Kupplungsteils  k zusammen. Dieser Kupplungsteil ist auf  dem die Welle a umschliessenden     Nabenteil     der Hülse     k1    in der Längsrichtung verschieb  bar, jedoch gegen Verdrehung so gesichert,  dass beide Teile zwangsläufig miteinander  umlaufen müssen.

   An die Hülse     k1    schliesst  sich ein weiterer, auf der Welle a frei dreh  barer Teil     k2    an, die beiden Teile     k'    und     k'     sind durch     Mitnehmer    kg und     k4    so mitein  ander gekuppelt, dass bei einer Drehung zwar  ein gegenseitiges     Mitnehmen    der Teile er  folgt, dass aber eine beschränkte relative  Drehbewegung zwischen den beiden Teilen  durch ein entsprechendes Spiel zwischen den       Mitnehmern    kg und     k4    möglich ist. In     Fig.    2      ist in einem Schnitt die Ausbildung der       Mitnehmer    gezeigt.

   Der Teil     k2    hat an  seinem äussern Rande einen rohrförmigen       Fortsatz,    welcher eine Innenverzahnung     m          besitzt.    In diese Verzahnung greifen Zahn  räder n ein, welche mittels ihrer Achsen in  dem Teil     k'    drehbar gelagert sind. Diese  Achsen tragen an ihrem Ende o ein steiles  Schraubengewinde, welches mit entsprechen  den Mutterteilen des Teils     k    zusammen  arbeitet.

   Zwischen den Teilen     1c    und     k'    ist  eine Feder p angebracht, welche so stark ist,  dass, sie die Teile<I>k</I> und     k'    unter Drehung  der Schraubenbolzen o auseinander     bewegen     kann. Die Schraubengänge der Schrauben  bolzen o sind also so steil, dass letztere nicht  selbstsperrend wirken. Die     Vorgelegewelle        h     ist in den Lagern     h'    und     h2    gelagert. Das  Zahnrad f läuft lose auf dieser Welle und  bildet eine Kupplungshälfte, welche mit  einer mit der Welle umlaufenden Kupp  lungshälfte     f2    zusammenarbeiten kann.

   Das  Einschalten der Kupplung erfolgt durch die  Gabel     f3    durch eine entsprechende Verschie  bung des Gabelendes     f4.    Das Zahnrad     g    ist  mit der     Vorgelegewelle    fest verbunden.  



  Die Wirkungsweise der Kupplungsvor  richtung ergibt sich bei diesem Ausführungs  beispiel folgendermassen: Nach dem Anlassen  des Motors wird die - Kupplung     i-k    ein  gerückt, indem der Stellhebel     i2    in die ge  zeichnete Stellung gebracht wird. Die Kraft  übertragung erfolgt dann von a über die  Kupplung<I>i, k</I> und die Zahnräder c und     d.     Wird nun die Kupplung     f-fz    zugeschaltet,  der Hebel     f3    also aus der gezeichneten Stel  lung in die entgegengesetzte Lage gedreht,  so wird das Zahnrad c durch die Räder  <I>e, f,</I>     g    schneller angetrieben als es dem An  triebe durch die Kupplungshälfte k ent  spricht.

   Dementsprechend verdreht sich der  Teil     k2    gegenüber dem Teil     k1    um das zwi  schen den     Mitnehmern        k3    und     k4    vorhandene  Spiel. Durch die Verzahnung m werden  dabei die Zahnräder n in Drehung versetzt.

    und durch die Schraubenbolzen o wird der  Teil k an den Teil     k1    herangezogen, der     Rei-          bungsschluss    zwischen<I>i</I> und<I>k</I> wird dabei    also aufgehoben, und zwar ist die Kupplung  vollständig gelöst, sobald die     Relativbeave-          gung    zwischen den beiden Teilen     k'    und     k2     beendet ist.

   Durch die geschilderte Anord  nung wird also erreicht, dass die Welle b  mit höherer     Geschwindigkeit    angetrieben  wird, ohne dass     eine    Unterbrechung der  Kraftübertragung eintritt, denn es wird zu  nächst eine höhere Stufe eingeschaltet und  dann erst die bestehende     Verbindung    zwi  schen<I>a</I> und<I>b</I> gelöst. Die Lösung erfolgt  dabei     selbsttätig    so, dass keine Störung da  durch eintritt, dass die beiden Stufen für  eine kurze Zeit gleichzeitig eingeschaltet  sind.

   Zum     Übergang    auf die niedrigere Ge  schwindigkeitsstufe ist es lediglich erforder  lich, die Kupplung     f-f'        wieder    zu lösen,  den Hebel f 3 also in die in     Fig.    1 gezeichnete  Stellung zu bringen.

   Wenn dann das Zahn  rad c nicht mehr von dem Zahnrad     g    ange  trieben wird, so tritt durch die Wirkung der  Feder p     wieder    eine Relativverdrehung zwi  schen den beiden Teilen     k'    und     k2    ein, wo  bei gleichzeitig die Schraubenbolzen o um  einen entsprechenden Betrag nach rückwärts  gedreht werden, bis die     Mitnehmer        k3    und     k4     wieder gemäss     Fig.    2     aneinanderliegen.    Dann  ist der Teil k mit seiner Reibungsfläche mit  dem Teil i gekuppelt, und zwar ist die  Kupplungskraft dabei unabhängig von der  Grösse des übertragenen Drehmomentes,

   da  eine Erhöhung des Drehmomentes infolge  der Anschläge     k3    und     k4    keine Weiterbewe  gung des Teils k im     Kupplungssinne    aus  lösen kann. Auch bei Übertragung sehr  hoher Drehmomente ist dadurch ein weiches  und stossfreies Arbeiten der Kupplung, ge  gebenenfalls unter     zeitweiligem    Gleiten  gesichert. Durch eine Bewegung des Steuer  hebels     i2    kann dann auch die Kupplung<I>i,</I>     1c     wieder gelöst und die erste Geschwindig  keitsstufe ebenfalls ausgeschaltet werden.  



  Das in     Fig.    3 dargestellte Ausführungs  beispiel weist gegenüber dem Beispiel nach       F'ig.    1 und 2 im wesentlichen zwei Unter  schiede auf. Zunächst sind zwischen. den  beiden Teilen<I>i</I> und<I>k</I> keine einfachen, koni  schen Reibungsflächen, sondern Kupplungs-           lamellen        eingeschaltet.    Die     innern    Lamellen  drehen sich zusammen mit dem auf der  Welle a befestigten Körper     a3,    die äussern  Lamellen zusammen mit dem Körper k.

    Grundsätzlich besteht aber bezüglich der  Arbeitsweise kein Unterschied zwischen der  vorliegenden     Lamellenkupplung    und der       Konuskupplung    nach     Fig.1    und     2"    denn das       Aneinanderpressen    der Lamellen geschieht  durch das     Gegeneinanderbewegen    der beiden  Körper<I>i</I>     und   <I>k,</I> welche beide beweglich  sind. Der     Körper    i wird durch eine von       aussen        betätigte        ,Steuerung    verschoben, der  Körper k dagegen selbsttätig in der bereits       beschriebenen    Weise.

   Der zweite Unterschied  besteht darin, dass die Relativverdrehung       zwischen    den beiden     Körpern        ki    und     k2    in  einer     andern    Weise erzeugt wird als bei dem  vorhergehenden Beispiel. Der Körper     k'    ist  nämlich     aussen    mit     Zähnen    versehen und  arbeitet mit dem lose auf der     Vorgelegewelle          sitzenden        Rade    g zusammen.

   Der Antrieb  der     Vorgelegewelle    h erfolgt von dem Zahn  rad e     aus    über ein Umkehrzahnrad     f5.    Wird  die     Kupplung        g-g'    eingerückt, so     resultiert     hieraus eine     Relativverdrehung    zwischen den  Teilen     k'    und     k2,    durch welche der     Presskörper     k zurückgezogen und die     Lamellenkupplung     gelöst     wird,

      so     dassi    dann das Rad     k'    und die  Welle b in umgekehrter     Richtung    umlaufen  können. Diese Ausführungsform der Kupp  lung beziehungsweise des Getriebes kann  zweckmässig beim Antrieb von Werkzeug  maschinen mit hin- und hergehender Bewe  gung     Anwendung    finden,     insbesondere    dann,       wenn    auf die genaue Einhaltung eines be  stimmten     Umkehrpunktes    besonderer Wert  gelegt werden muss.  



  Es ist noch zu bemerken, dass die     in    den       Fig.    1 und 3     eingezeichneten    Kupplungen       f-f   <I>2</I> und     g-g'    lediglich der Übersichtlich  keit halber als     Klauenkupplung    gezeichnet  sind.

   !Es ist in     vielen    Fällen empfehlenswert,  auch an dieser Stelle     Reibungskupplungen     zu     verwenden.    Die in     Fig.    3 angebrachten       Bezeichnungen    entsprechen im übrigen der  für     Fig.    1 gegebenen Erläuterung, so dass  sich     eine    nochmalige     Erklärung    erübrigt.

      In     Fig.    4 ist weiterhin     eine    Ausführungs  form einer     Überholungskupplungsvorrich-          tung    dargestellt, bei welcher das     selbsttätige          Ausschalten@der%ibungskupplung    beim Über  holungsvorgang     unwirksam    gemacht werden  kann.

   Im Aufbau ist die     Kupplungsvorrich-          tung    im wesentlichen ähnlich der Kupplungs  vorrichtung nach     Fig.    1 und 2, jedoch ist  auch hier an     .Stelle    der konischen Reibungs  kupplung eine     Lamellenkupplung        gezeichnet.     Ferner ist die     Vorrichtung    zur Erzeugung  der     Relativverdrehung    und zur     Übertragung     dieser Bewegung auf die     Reibungskupplung     wesentlich vereinfacht.

   Die beiden Teile k  und     k2    sind nämlich unmittelbar durch ein  steiles Schraubengewinde     k6    miteinander  verbunden. Dieses     Schraubengewinde    lässt  eine begrenzte Relativbewegung in der Dreh  richtung zwischen den Teilen k und     k2    ge  nau so zu, wie es durch die Anschläge     k3     und     k4    gemäss     Fig.    2     errreicht        wird,    mit der  Relativverdrehung selbst ist aber     unmittel-          bar    die Verschiebung des Teils k in Rich  tung der Längsachse zum Kuppeln oder       Entkuppeln    verbunden.

   Die gleiche Wir  kung     wird    also in bedeutend     einfacherer     Weise erreicht. Auch hier ist die Beweglich  keit     zwischen    den Teilen k und     k2    durch  feste Anschläge begrenzt, so dass die Grösse  des übertragenen Drehmomentes im Gegen  satz zu     Lastdruckkupplungen    keinen Ein  fluss auf die Grösse des Kupplungsdruckes  hat. Für die Bewegung des von     aussen    ge  steuerten     Kupplungsteils    i ist ebenfalls eine  andersartige Vorrichtung dargestellt als in  den vorhergehenden Figuren. Der Teil i  wird nämlich von einem     ,Stellring        i4    aus be  tätigt.

   Zwischen den     beiden    Teilen<I>i</I> und     i'     sind Federn eingeschaltet, ebenso     zwischen     den Teilen i und     a3.    Die     Bewegung    des mit  der Welle a     umlaufenden        Ringes        i4    erfolgt  durch einen feststehenden     Ring        i'.        Ein.    von  diesem ausgehender Zapfen gleitet in einer  festen Führung     i'    und verhindert so die       Drehbewegung    des Ringes.

   Ein weiterer von  -der Handkurbel     i'r        angetriebener    Ring     P     drückt mit     einem    Schraubengang     i9    gegen  am     Ring        i'        angeordnete    Gleitrollen     i",    so      dass die Stellung des Druckringes i von .der  Handkurbel     i'    nach Wunsch eingestellt wer  den kann. Die Wirkungsweise der Kupp  lungsvorrichtung ist folgende: Zum Ein  kuppeln wird das Handrad     i7    so lange be  wegt, bis der Druckring i mit .den Lamellen  in     Berührung    kommt.

   Wenn     sich    die Kupp  lungshälfte k noch nicht in der Kuppel  stellung befinden sollte, so genügt schon eine  leichte Berührung der Lamellen, um diese  Kupplungshälfte k auf dem Gewinde     k5    zu  verdrehen und den Beginn einer Verdrehung  dieses Teils k im Sinne des     Kuppelns    zu  erreichen. - Je weiter sich die Kupplungs  hälfte k dabei bewegt, um so stärker wird  die Reibung, und die Reibungskupplung ge  langt auf diese Weise sicher in die Kuppel  stellung. Um die Bewegung zu unterstützen,       sind    zwischen den Teilen     k2    und k -noch  Federn q angebracht, welche in der Rich  tung der Schraubengänge wirken.

   Wenn die  Kupplungshälfte k sich in der endgültigen       Kuppelstellung    befindet, so sind die Federn  zwischen den Ringen<I>i</I>     und        i4    auf dasjenige  Mass zusammengepresst, welches zur Über  tragung des Drehmomentes durch die Kupp  lung erforderlich ist. Wird nun durch Ein  schalten einer höheren Geschwindigkeits  stufe dem     Rade    c und somit dem Teile     1c     eine höhere     Geschwindigkeit    erteilt als der  Welle<I>a,</I> so schraubt sich der Teil<I>k</I> auf dem  Gewinde     k"    so     lange    zurück, bis die Rei  bungskupplung vollkommen gelöst ist.

   Mit  Hilfe der in     Fig.    4 dargestellten Vorrichtung  ist es nun möglich, eine - wirksame Verbin  dung zwischen den Teilen a und c auch dann  herzustellen, wenn der     Kraftfluss    im Sinne  der Überholung vorhanden ist. Zu diesem  Zweck kann nämlich die Handkurbel i' wei  ter betätigt werden, so dass ,der Ring i der       Kupplungshälfte    k so lange nachfolgt, bis  die     Verbindung    durch die Reibungskupp  lung wieder hergestellt ist. Das Aufheben  der     Überholungswirkung    ist beispielsweise  erforderlich, wenn die Kupplung in ein  Fahrzeuggetriebe eingebaut ist.

   Bei einem       Fahrzeuggetriebe    erfolgt nämlich ein Über  holen nicht nur beim Einschalten einer höhe-         ren    Geschwindigkeitsstufe, sondern es kann  auch erfolgen, wenn das Fahrzeug auf einer  abschüssigen Fahrbahn eine schnellere Ge  schwindigkeit annimmt, als es dem Antriebe  entspricht. In diesem Falle ist - die Auf  hebung,der     Überholungswirkung    angebracht,  da nur dann der Motor als Bremse für -das  Fahrzeug in an sich bekannter Weise be  nutzt werden     kann.     



  Bei den bisher beschriebenen Ausfüh  rungsbeispielen sind lediglich rein mecha  nische     Mittel    für die Betätigung der Rei  bungskupplung berücksichtigt worden. Selbst  verständlich     besteht    auch die Möglichkeit,  die Betätigung. der Kupplungen durch andere       Mittel    zu bewirken, also etwa durch Elektro  magnete,     durch    Druckluft,     durch    Druck  flüssigkeiten usw.

   Ein Beispiel mit einer  Betätigung des automatisch sich     verstellen=,     den Teils der Reibungskupplung durch  einen Magneten ist in     Fig.    5     dargestellt:     Bei der in     Fig.5        dargestellten    Ausfüh  rungsform handelt es sich um eine     Über--          holungskupplungsvorrichtung;    bei welcher  eine Überholung unabhängig von der Dreh  richtung der Antriebsmaschine stattfinden  kann;

   eine Überholung ist also sowohl     -beim-          Vorwärtslauf,    als auch beim     Rückwärtslauf-          des        Antriebsmotors    möglich. Hierdurch ist  die Möglichkeit gegeben, ein     Getriebe-    mit  mehreren Geschwindigkeitsstufen sowohl für  den Vorwärtslauf, als auch für den Rück  wärtslauf zu benutzen     und    dabei eine Kraft  unterbrechung beim Umschalten von einer       Geschwindigkeitsstufe    zur andern- zu     ver-.     meiden.

   Die Reibungskupplung nach     Fig.    5  ist eine     Lamellenkupplung,    bei welcher die  Lamellen zwischen den beiden beweglichen  Teilen<I>i</I> und<I>k</I> angeordnet sind. Der Teil-     i   <I>-</I>  ist von aussen durch den Hebel     i2    bewegbar;,  der Teil k wird     selbsttätig    bewegt.

   Der Teil  k gleitet in der Längsrichtung aus einem  zweiten Teil k<B>'</B> und wird durch die Druck  federn s in der     -Kuppelstellung    gehalten, so  lange die Magnetwicklung r stromlos ist:  Wird aber ein Strom durch .die     Magnetwick-          lung   <I>r</I> geschickt, so wirken die Teile<I>k</I> und       k1    als     Magnet    und - Anker und     -werden    -ent--      gegen der Wirkung der Federn s     zusammen-          gerückt,    wodurch die     Lamellenkupplung     ausgeschaltet wird.

   Die Schaltung für die       Magnetwicklung    r umfasst Kontakte, welche       zwischen    den beiden     Teilen        -cl    und     k'    liegen.  Zwischen     diesen    beiden Teilen     ist    in der be  reits oben beschriebenen Weise eine Relativ  verdrehung möglich, und diese Relativbewe  gung wird     zur    Betätigung der elektrischen  Kontakte benutzt..

       Beispielsweise    können,  wie     in        Fig.    6 im     Querschnitt        dargestellt    ist,  die     Mitnehmer        k3    und     k4    unmittelbar mit  Kontaktelementen     w1,        w2,        w3        ausgerüstet     werden,

   so dass je nach dem     Kraftfluss    im       Getriebe        einmal        zwischen    den Kontakt  elementen     w1    und     w2    und     .das    andere Mal       zwischen        den.    Kontaktelementen     w1    und     w'     eine     stromleitende    Verbindung hergestellt       wird.    Die Stromzufuhr zu     .den        Kontakt-          elementen        w2    und     w3    

  geschieht durch .Schleif  ringe     t2    und     t3,    während ein dritter Schleif  ring     t1        unmittelbar    den Strom zur     Magnet-          Wicklung    r führt. Das Schaltschema für die  elektrischen Teile der Vorrichtung ist in       Fig.    7 dargestellt.

   Wie aus.     Fig.    7 hervor  geht,     ist    der Schleifring     t'        unmittelbar    an  eine Stromquelle     u    angeschlossen, während  die Leitungen von den Schleifringen     t'    und     t3     über einen Doppelschalter     w4,        w',        w'    mit  dem     anJern    Pol der     Stromquelle    in Verbin  dung gebracht werden können. Die Stellung  des     @Sehalthebels        w'    wird in Abhängigkeit  von dem Schalter des Antriebsmotors ge  bracht.

   Wenn beispielsweise der Lauf des  Motors durch eine Schaltkurbel geregelt       wird,    deren     Drehung    nach rechts oder links  von einer     mittleren        Nullstellung    aus den       Vorwärts-    oder     Rüekwärtslauf    des Motors       einschaltet,    so kann der Schalthebel     w6    un  mittelbar auf     die    Schaltkurbel des Motors       mit    aufgesetzt werden. Je nach der Dreh  riehtung des Motors wird dann das Kontakt  element     w4    oder     w5    mit der Stromquelle ver  bunden.

   Wird beispielsweise beim Vorwärts  lauf das     Kontaktelement        w4    nach     Fig.    7       unter    Strom gesetzt, so wird der Strom  durch den     Schleifring        t3    auf das Kontakt  element     w'        übertragen,        während    das Kon-         taktelement        w2    stromlos ist.     In.    der in     Fig.    6  gezeichneten Stellung . ist also die Magnet  wicklung r stromlos.

   Durch Einlegen des  Hebels     i2    in die in     Fig.    5 gezeichnete     Stel-          lung    wird also     die        Kupplung    hergestellt.

    Wird     nun    durch Einschalten einer höheren       Geschwindigkeitsstufe    das Zahnrad c mit  höherer Geschwindigkeit angetrieben als es  der Drehzahl der Welle     a    entspricht, so ent  steht zwischen den Teilen     k2    und     k1    eine       Relativverdrehung,    durch welche das     Kon-          taktelement        w'    mit dem Kontaktelement     w'     zusammengebracht     wird.    Hierdurch wird die       Magnetwicklung    r in den Stromkreis einge  schaltet und die     Lamellenkupplung    ausge  rückt.

   Beim     Rückwärtslauf    des Antriebs  motors ist dagegen das     Kontaktelement        w5     und damit über den Schleifring     t2    auch das  Kontaktelement     w2    unter Strom gesetzt, und  die     Lamellenkupplung        wird    beim Rück  wärtslauf ebenfalls gelöst, sobald das Zahn  rad c schneller angetrieben wird, da beim       Rückwärtslauf    der     Kraftfluss    in den Kupp  lungsteilen in     umgekehrter    Richtung ver  läuft.

   In die Leitung zwischen .dem .Schleif  ring     t'    und der Stromquelle     u        ist    noch ein  weiterer Schalter     w7    eingeschaltet, welcher  normalerweise geschlossen ist, also den       Stromdurchfluss    zulässt. Wird durch diesen  Schalter die     Leitung    unterbrochen, so wird  die     Überholungsvorriehtung        vollkommen    au  sser Betrieb gesetzt;     wie    schon oben ausge  führt wurde, ist es bei .Fahrzeugantriebe.  zeitweise     erwünscht,    die     Überholungsvorricb          tung    ausschalten zu können.

   Die     Ausscha:-          tung    erfolgt bei dem in     Fig.    5 bis 7 .darge  stellten Beispiel in der einfachsten Weise.  



  Der Schalter     w'        kann    noch zu dem  weiteren Zweck benutzt werden, den Teil  beim Anlassen in die     Kuppelstellung    zu  bringen, wenn beim Stillstand durch irgend  einen Zufall der Stromkreis für die Magnet  wicklung r eingeschaltet sein sollte.

   Bei dem  in der     Zeichnung    dargestellten Beispiel be  steht also die Möglichkeit, dass bei der In  betriebsetzung des     Getriebes    der eine der  zwischen .den beiden relativ zueinander-     ver-          drehbaren    Teilen     k',=        und        k2        eingeschaltete         Kontakt nicht     selbsttätig    in die gewünschte  Stellung gelangt. Dieser Nachteil kann in  einfacher Weise auch dadurch behoben wer  den, dass die Kontakte nicht durch .die Be  wegung zwischen den -Teilen     k'    und     k2    be  tätigt werden.

   Mit Hilfe einer     Reibungs-          kontakteinrichtung    oder ähnlicher     bekannter     Einrichtung ist es ohne weiteres möglich,  die Schaltung von .der     Relativbewegung    der  Teile<I>a</I> und     k'    abhängig zu machen. Es ist  also kein notwendiges Kennzeichen, dass die  Kontaktvorrichtung zwischen den Teilen k'  und     k2    liegt.  



  Ebenso wie die Betätigung des Kupp  lungsteils k mit Hilfe des elektrischen Stro  mes durch selbsttätig gesteuerte Kontakte  erfolgen kann, kann selbstverständlich auch  die Betätigung des Kupplungsteils     i    durch  elektrischen Strom oder durch andere  Energiequellen erfolgen, welche von einer von  Hand zu betätigenden     SteuervorriclCtung    be  herrscht werden. Die in den Zeichnungen       dargestellten    Ausführungsformen geben also  nur einzelne Beispiele für die Ausführungs  möglichkeiten der neuen Kupplungsvorrich  tung,     weitere    Ausführungsformen ergeben  sich zum Beispiel durch andere Kombination  der Elemente von selbst.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCII Reibungskupplungsvorrichtung für Schalt getriebe, bei denen das Umschalten ohne Unterbrechung der Kraftübertragung er folgt, dadurch gekennzeichnet, dass die das Verkuppeln bewirkenden Reibungsflächen zwischen zwei Kupplungsteilen einer Kupp lung liegen, welche beide beweglich ange ordnet sind, so zwar, dass die Verschiebung des einen Teils durch eine willkürlich von aussen zu betätigende Steuerungseinrichtung erfolgt, während der andere Teil automatisch in Abhängigkeit von der Richtung des Kraftflusses im Getriebe im Sinne des Lösens oder Einrückens der Kupplung ver stellt wird. UNTERANSPRüCHE: 1.
    Kupplungsvorrichtung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen die durch die Kupplung mitein ander zu verbindenden Endteile ein Zwi schenglied eingeschaltet ist, welches gegenüber dem selbsttätig sich verstellen den Kupplungsteil eine begrenzte relative Bewegung bei einem Wechsel in der Richtung des Kraftflusses ausführt, wo bei diese Relativbewegung zur Steuerung des automatisch sich verstellenden Teils der Reibungskupplung benutzt wird. 2.
    Kupplungsvorrichtung nach Patentan spruch und Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass, das bewegliche Zwi schenglied durch einen steilen Schrauben gang mit dem selbsttätig sich verstellen den Kupplungsteil verbunden ist und durch seine Bewegung unmittelbar den Reibungsschluss herstellt oder löst. 3. Kupplungsvorrichtung nach Patentan spruch und Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass das bewegliche Zwi schenglied bei seiner Relativbewegung elektrische Kontakte betätigt, welche mit Elektromagneten so verbunden sind, dass durch letztere eine Bewegung des automatisch gesteuerten Kupplungsteils bewirkt werden kann. 4.
    Kupplungsvorrichtung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass der von aussen gesteuerte Kupplungseingriff aufgehoben wird, wenn der angetriebene Kupplungsteil durch anderweitigen An trieb schneller bewegt wird als der treibende Kupplungsteil. 5. Kupplungsvorrichtung nach Patentan spruch und Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass zwischen dem relativ beweglichen Zwischenglied und dem automatisch bewegten Kupplungsteil zwei Kontaktvorrichtungen vorgesehen sind, von denen jeweils eine in Abhängigkeit von der Drehrichtung der Kupplungsvor richtung willkürlich ausser Betrieb zu setzen ist, :
    das Ganze so, dass die Kupp lungsvorrichtung als Überholungskupp- lung in beiden Drehrichtungen wirksam sein kann. 6. Kupplungsvorrichtung nach Patentan spruch und Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass, die durch die Relativ bewegung automatisch gelöste Reibungs kupplung durch eine von aussen erfol- gende', auf den willkürlich zu verstellen den Kupplungsteil wirkende Steuer bewegung wieder eingerückt werden kann.
CH182489D 1934-05-19 1935-05-20 Reibungskupplungsvorrichtung für Schaltgetriebe. CH182489A (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1301946B (de) * 1957-06-03 1969-08-28 Auxiliaire D Ind Sadi S P R L Betaetigungseinrichtung mit einem Antriebsmotor und einem von diesem Motor angetriebenen Planetengetriebe mit ausschaltbarem mechanischem Drehmomentbegrenzer
CN115052777A (zh) * 2020-05-13 2022-09-13 舍弗勒技术股份两合公司 变速器及两挡电桥驱动系统

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DE1301946B (de) * 1957-06-03 1969-08-28 Auxiliaire D Ind Sadi S P R L Betaetigungseinrichtung mit einem Antriebsmotor und einem von diesem Motor angetriebenen Planetengetriebe mit ausschaltbarem mechanischem Drehmomentbegrenzer
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