CH178229A - Farbstoffpräparat. - Google Patents

Farbstoffpräparat.

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CH178229A
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Gesellschaft Fuer Chemis Basel
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Chem Ind Basel
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Description


      Farbstoffpräparat.       Es wurde gefunden, dass     Farbstoffprä-          parate,    die ein Pigment und ein gehär  tetes     Carbamid-Forma.ldehyd-Kondensations-          produkt    enthalten, wertvolle Produkte dar  stellen.  



  Die für die Herstellung der Farbstoff  präparate verwendbaren Pigmente können  anorganische oder organische,     wasserunlös-          liehe    Farbstoffe sein; es eignen sich bei  spielsweise     Küpenfarbstoffe,    wie zum Bei  spiel die     indigoiden    und     anthrachinoiden     Farbstoffe,     Schwefelfarbstoffe,    unlösliche       Azofarbstoffe,    bereits     verlackte        Farbstoffe,

       wie zum Beispiel die     Bariumlacke        organi-          seher    Farbstoffe oder die unlöslichen     Azo-          farbstoffe,    die Metalle, wie zum Beispiel  Chrom, Kupfer oder Nickel in komplexer  Bindung enthalten., ferner anorganische Pig  mente und Erdfarben, wie zum Beispiel  Ocker, Umbra, Eisenoxyd,     Berlinerblau,     Ultramarin und     Chromgrün.       Die     Carbamid-Formaldehyd-Kondensa-          tionsprodukte,    die in gehärteter Form in den       Farbstoffpräparaten    enthalten sind, können  in Form der verschiedensten Kondensations  stufen verwendet werden,

   und zwar in was  serlöslicher bis     wasserunlöslicher    Form, wo  bei der Aggregatzustand nieder- bis hoch  viskosflüssig, gelatinös oder fest sein kann.  Es eignen sich die     Formaldehyd-Kondensa-          tionsprodukte    aus Harnstoff und von Harn  stoffderivaten, wie zum Beispiel die Form  aldehydprodukte (mono- und polymerer  Formaldehyd) von     Thioharnstoff,        Dicyandi-          amid,        Biuret,        Guanidin,        Guanylharnstoff     oder.

   von     Phenylharnstoff,    sowie von Mi  schungen dieser Substanzen     bezw.    ihrer  Formaldehyd - Kondensationsprodukte mit  Harnstoff     bezw.    dessen     Formaldehyd-Kon-          densationsprodukten.    Als sehr vorteilhaft  hat sich die Verwendung von Gemischen der       Formaldehyd-Kondensationsproduktevon    ver-           schiedenen        Carbamiden    erwiesen.

   So kann  zum Beispiel das technische Gemisch von       Cyanursäure,        Biuret,        Guanylharnstoff    usw.,  das durch Erhitzen von Harnstoff auf etwa  <B>160'</B> während 12 bis 48 Stunden erhalten       wird,    in Form der     Formaldehyd-Kondensa-          tionsprodukte    verwendet werden; ferner kön  nen auch vorteilhaft künstliche Gemische der  Formaldehyd - Kondensationsprodukte von       Thioharnstoff    und     Harnstoff,    die etwa 5 bis  20%     Thioharnstoff    und 95 bis<B>80%</B> Harn  stoff enthalten, zur Anwendung gelangen.  



  Die Härtung kann durch Hitzebehand  lung bei ungefähr 70     biis    160       bezw.    vorteil  haft bei etwa 180 bis 140   durchgeführt  werden; sie kann vor oder nach der Ver  mischung des Pigments mit dem Kondensa  tionsprodukt des     Farbstoffpräparates    erfol  gen oder mit dem Vermischen verbunden  werden.  



  Die Herstellung der     Farbstoffpräparate          kann    in der verschiedensten Weise gesche  hen. Beispielsweise können die Komponen  ten, das heisst das Pigment und das gehär  tete     Carbamid-Formaldehyd-Kondensations-          produkt,    miteinander gemahlen oder gemischt  werden.

   Dieses Mahlen und Mischen kann  ohne Zusatz oder in Gegenwart von Wasser  oder andern     Suspensionsmitteln        bezw.    sol  chen     Lösungsmitteln    erfolgen, in denen das  Pigment löslich sein kann; ferner kann auch  in Gegenwart von     Dispergiermitteln,    wie  zum Beispiel sulfoniertem Rizinusöl, oder  von weissen Füllern, wie zum Beispiel Zink  oxyd, Zinksulfid oder     Titanoxyd,    gearbeitet  werden.

   Wenn man von nicht gehärtetem       Carbamid    - Formaldehyd - Kondensationspro  dukt ausgeht, so kann beispielsweise dieses  mit dem Pigment gemahlen und damit die  Härtung durch Hitzebehandlung verbunden  werden: es ist ferner möglich, und zwar be  sonders vorteilhaft, die     Hitzebehandlung    erst  nach dem Mischen des Pigments mit dem       Carbamid    - Formaldehyd - Kondensationspro  dukt     vorzunehmen.     



  Die     Farbstoffpräparate    können sich durch  Farbtiefe, grosse Leuchtkraft, Transparenz  in 01,     sowie    vorzügliche Lichtechtheit aus-    zeichnen; sie können     beispielweise    als Farb  stoffe für Ölfarben, Firnisse, Linoleum, fer  ner für die Herstellung von Druckfarben,  z.     B.    für die graphische Industrie, für Pa  pierdruck oder Tapetendruck verwendet wer  den.  



       Beispiel   <I>1:</I>  Ein     Carbamid-Formaldehyd-Produkt    einer  mittleren Kondensationsstufe wird in folgen  der Weise hergestellt:  600 Teile Harnstoff werden in 1620 Tei  len Formaldehyd von 37     Gewichtsprozent     gelöst, ungefähr 80 Teile     Norit        Supnos    (eine  aktive Filterkohle) in der Lösung suspen  diert und das Gemisch filtriert. Die wasser  klare Lösung hat einen     pH-Wert    von unge  fähr 7. SW wird dann während 8 Stunden  in einem geschlossenen Gefäss auf 100   er  hitzt. Die etwas dickflüssige, wasserklare  Flüssigkeit kann leicht mit 1 bis 3 Teilen  Wasser verdünnt werden,     wird    aber bei wei  terer Verdünnung trübe.  



  7,5 Teile fein pulverisierter     Thioharn-          stoff    werden in 100 Teilen der obigen Lö  sung bei mässiger Temperatur gelöst = Lack.  



  15 Teile     Cibanonblau        GCD        (Schultz,          Farbstofftabellen,    7.     Aufl.,        Bd.    I, Nr. 1234)  werden mit 300 Teilen dieses Lackes über  Nacht in einer Kugelmühle gemahlen. Die  erhaltene feine     Suspension    wird hierauf wäh  rend 4     Stunden    auf 130   erhitzt. Man er  hält ein leuchtendes     Farbstoffpräparat    von  tiefblauer Farbe und hervorragender Licht  sowie Wasserbeständigkeit.  



  <I>Beispiel 2</I>  4 Teile Gasruss werden mit 10 Teilen  Alkohol benetzt und in 400 Teilen Wasser  von<B>80'</B> suspendiert. Dann gibt man 100  Teile des in Beispiel 1 beschriebenen Lackes  und nach     einigem    Rühren 5     Volumteile    mit  20 Teilen Wasser verdünnte Salzsäure zu.  Der quarkähnliche Niederschlag schliesst den  Gasruss vollständig ein. Nach dem Filtrie  ren, Waschen und Trocknen bei<B>80'</B> erhält  man 24 Teile     eines    grauschwarzen Pigments,  das etwa 16,7/o Gasruss enthält.      <I>Beispiel 3</I>  100 Teile eines hitzebehandelten     Carb-          amid    -Formaldehyd -Kondensationsproduktes  werden durch mehrtägiges Mahlen, zum Bei  spiel in einer Kugelmühle, fein pulverisiert.

    Dann werden 5 Teile Indigo zugefügt und       ,tveitergemahlen,    bis die Mischung den     ge-          w        ünschten        Feinheitsgrad    erreicht hat. Dies  ist dann der Fall, wenn eine mit Wasser  verdünnte und auf Papier ausgegossene  Probe keine     Farbstoffkörner    mehr erkennen  lässt, sondern homogen blau erscheint. Man  erhält ein     Farbstoffpräparat    von blauer  Farbe, das sich mit<B>01</B> lasierend verreibt.

      In ganz analoger Weise, wie es in den  Beispielen     beschrieben    ist,     können    auch an  dere Farbstoffe (siehe Einleitung) verwendet  werden, wobei     Farbstoffpräparate    erhalten  werden, die     in    den verschiedensten Farb  tönen gefärbt sind.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Farbstoffpräparat, enthaltend ein Pig ment und ein gehärtetes Carbamid-Formalde- byd-Kondensationsprodukt.
CH178229D 1933-03-27 1934-03-24 Farbstoffpräparat. CH178229A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US178229XA 1933-03-27 1933-03-27

Publications (1)

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CH178229A true CH178229A (de) 1935-07-15

Family

ID=21784728

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH178229D CH178229A (de) 1933-03-27 1934-03-24 Farbstoffpräparat.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH178229A (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1061934B (de) * 1954-10-15 1959-07-23 Phil Oliver Wallis Burke Jun D Verfahren zur Herstellung von Vinylpigmenten

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1061934B (de) * 1954-10-15 1959-07-23 Phil Oliver Wallis Burke Jun D Verfahren zur Herstellung von Vinylpigmenten

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