Jaucheverteiler für Jauchefässer.
Es ist bekannt, Jaucheverteiler unmittel bar am Jauchefa¯ oder-wagen anzuordnen.
Da diese verständlicherweise ihrer Grösse nach nicht genormt sind, ist die Montage des Verteilers zeitraubend und bedingt einen grossen Aufwand an Montagematerial.
Durch den den Gegenstand der vorliegen- den Erfindung bildenden Jaucheverteiler werden diese Nachteile vermieden, und zwar ist dies dadurch erreicht, dass derselbe auf einem besonderen Fahrgestell angeordnet ist.
Ferner ist beim Erfindungsgegenstand ein zu einem Verteilerrad führendes Einlaufrohr zu der in der vertikalen Mittelebene des Fahrgestelles liegenden Achse des Verteilerrades seitlich versetzt angeordnet, was den Vorteil mit sich bringt, dass der Durchmesser des Rohres beliebig gross gewählt werden kann. Eine Anordnung des Einlaufrohres in der vertikalen Achsebene des Verteilerrades gestattet dies nicht, weil dabei das Einlaufrohr mit dem Getriebe in Kollision kommt. Durch die erfindungsgemässe seit liche Anordnung des Rohres kann sein Schluckvermogen beliebig gross gehalten und eine Regulierung der Zuflussmenge am Aus laufventil des Jauchebehälters vorgenommen werden.
Im weiteren ist gemäss der Erfindung ein Zuführungstrichter an das Einlaufrohr angeschlossen, wobei zwischen den beiden Teilen eine Gelenkverbindung vorgesehen ist.
Letzteres bringt den Vorteil mit sich, dass die Einlassöffnung des Zulauftrichters in der Höhe verstellbar ist, was im Hinblick auf die verschieden hohen Fahrgestelle der Jauchewagen den Verwendungsbereich der Vorrichtung wesentlich vergrössert.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einer beispielsweisen Ausführung dargestellt, und zwar zeigt :
Fig. 1 dieselbe im Aufriss von der Seite unter Weglassung des Antriebes für das Verteilerrad und
Fig. 2 eine Draufsicht zu Fig. 1 ;
Fig. 3 zeigt Einzelteile einer Kupplung des Getriebes für das Verteilerrad, und
Fig. 4 zeigt eine andere Ausbildung des Getriebes.
Mit dem Jauchewagen 1 ist die auf einem Fahrgestell angeordnete Jaucheverteilvor- richtung durch eine Kette 3 losbar verbun- den. Die Kette 3 ist durch Osen 4 und 5 geschlungen, die am Einlauftrichter 6 der Jaucheverteilvorrichtung angeordnet sind.
Zur Sicherung der Verbindung des Jauche- wagens mit der Vorrichtung dient noch eine Kette 7. Durch Verwendung der Kette 3 wird eine allseitig bewegliche Verbindung der Jaucheverteilvorrichtung mit dem Jauchewagen 1 erzielt. Am Fahrgestellrahmen 8, der auf der mit den Rädern 2 festverbundenen Radachse 9 gelagert ist, ist ein Einlaufrohr 10 vorgesehen, welches mit dem Zulauftrichter 6 abdichtend und vermittelst Bolzen 11 bezw. 12 und Fiihrungsschlitzen 13 bezw. 14 gelenkig verbunden ist. Die Bolzen 11 und 12 können auch Schraubenbolzen sein, wodurch eine Feststellbarkeit des Zuflusstrichters bei beliebiger Höhenlage des Einlaufendes gegeben ist.
Wie aus Fig. 2 der Zeichnung ersichtlich ist, ist das Einlaufrohr 10 zu der in der senkrechten Mittelebene des Fahrgestelles liegenden Achse des Verteilerrades 15 seitlich versetzt angeordnet. Das Rad 15 ist als offenes Sehaufelrad ausgebildet und zwecks besserer Reinigungsmöglichkeit durch eine FIügelschraube 16 losbar auf die Antriebswelle 7 aufgesetzt.
Der Zufluss der Jauche durch das Rohr 10 erfolgt auf der Seite des Schaufelrades, auf welcher sich dieses von unten nach oben bewegt. Die Schaufeln des Schaufelrades können einfache, ebene Flächen 151 biIden.
Diese Flächen können aber auch, um dem Jauchestrom eine gewünschte Richtung zu erteilen, besondere Formen aufweisen.
Der Antrieb der Schaufelradwelle 17 erfolgt über ein Ritzel 18 von einem Tellerrad 19 aus. Das Rad 19 sitzt lose auf der Radachse 9. Sein Antrieb erfolgt vermittelst der Kupplung 20, deren beweglicher Teil 21 bezüglich Drehung vermittelst des Keils 22 fest, jedoch längsversehieblich auf der Achse 9 sitzt. Eine Druckfeder 23 häK die Kupplungsteile in Eingriff. Ein auf der Radachse angeordneter Riegel 24 dient zun Sperren der Kupplung im ausgekuppelten Zustand, indem derselbe nach Zurückziehen des Teils 21, sobald er aus dem Schlitze 2. 5 austritt, umgestellt wird. Ein Stellring 26 bildet ein Widerlager für das Kegelrad 19.
Der Kupplungsteil 21 kann auch lose auf der Achse 9 sitzen, indem der Keil 22 weg- fällt und ausser dem Führungsschlitz 25 noch ein Kanal 50 vorgesehen ist, in den Teil 24 gegebenenfalls einschnappen muss, wenn die Kupplung ausgekuppelt werden soll. Der Antrieb der Kupplung 20 und damit des Rades 19 erfolgt dann lediglich durch Teil 24.
Nach Fig. 4 ist das Kegelrad 19 mit mehreren, beispielsweise drei Zahnkränzen 27,28,29 versehen, die der Welle 17 über das in diesem Falle verschiebliche Ritzel 18 verschiedene Geschwindigkeiten erteilen. Das Ritzel 18 wird durch Bolzen 30 und dazugehörige Durchgangslöcher 31, die sich auf der Welle 17 befinden, in der jeweils erfor derlichen Lage gesichert. Um das Verstellen des Ritzels zu ermöglichen, ist der Steilring 26 auf der Achse 9 vorher zu lösen.
Von Bedeutung ist die Anordnung der beschriebenen Kupplung 20 deshalb, weil sie ein unnötiges Abnützen des Getriebes ver hütet. Hervorzuheben beim beschriebenen Beispiel ist auch noch die besonders einfache Verbindung des Einlauftrichters mit dem JauchefaB durch die Kette 3 und die Osen 4 und 5, durch welche eine allseitige Be weglichkeit zwischen Verteilervorrichtung und Fass erzielt ist.