CH167889A - Als Kompressor verwendbare Kolbenmaschine mit zwei in einem gemeinsamen Zylinder befindlichen Kolben. - Google Patents

Als Kompressor verwendbare Kolbenmaschine mit zwei in einem gemeinsamen Zylinder befindlichen Kolben.

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CH167889A
CH167889A CH167889DA CH167889A CH 167889 A CH167889 A CH 167889A CH 167889D A CH167889D A CH 167889DA CH 167889 A CH167889 A CH 167889A
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CH
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piston
pistons
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compressor
inlet
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Inventor
Aktiengesellschaf Knorr-Bremse
Original Assignee
Knorr Bremse Ag
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  Als Kompressor verwendbare     Kolbenmasehine    mit zwei in einem     gemeinsamen     Zylinder     befindlichen    Kolben.    Gegenstand der Erfindung ist eine als  Kompressor     verwendbare    Kolbenmaschine  mit. zwei in einem     gemeinsamen    Zylinder     be-          findlicher_    Kolben.  



  Es sind bereits Kompressoren, auch solche  mit zwei in einem Zylinder befindlichen, ge  genläufigen Kolben bekannt, bei denen an  Stelle von Saugventilen Saugschlitze oder       sonstwie    gestaltete Saugöffnungen vorge  sehen sind. Diese haben eine geringe Höhe,  damit sie nicht das Druckvolumen des     Kom-          pressors    in unerwünschter Weise herab  setzen. Die bekannten Ausführungen solcher  Kompressoren haben den Nachteil, dass im  Zylinder ein hohes Vakuum erzeugt wird, be  vor     Einlassschlitze    an den Zylinderenden von  den Kolben freigegeben werden, worauf die  Luft mit starkem, oft knallartigem Geräusch  in den Zylinder einströmt, was bei rasch lau  fenden Kompressoren unter Umständen auch  noch in unzulänglichem Umfange erfolgt.

      Die Anwendung von Ventilen verursacht  bei Kompressoren mit sehr hoher Drehzahl  mancherlei Schwierigkeiten, besonders gilt  das für die Saugventile; da in der kurzen  Zeit der Füllung das Ventil, das meist eine  kleine, federbelastete     Platte    darstellt, durch  den Unterdruck gegen die Wirkung seiner  Schliessfeder geöffnet werden muss, diese aber  mit Rücksicht auf rechtzeitigen     Ventilschluss     und auf die bei raschem Lauf auftretenden,  hohen Massenkräften unverhältnismässig  kräftig sein muss, so     wirkt    sie beim Saug  hub stark drosselnd,     beeinträchtigt    also den  Lieferungsgrad des     Kompressors.     



  Von den genannten     Nachteilen    der feder  belasteten     ,Saugventile    einerseits und der be  kannten     Einlassöffnungen    anderseits werden  bei der Kolbenmaschine nach der Erfindung  erstere vollständig und letztere mindestens  teilweise dadurch vermieden, dass zwei um  einen bestimmten     Nacheilwinkel    versetzt ge-           geneinander    laufende Kolben zur Anwendung  gelangen, wobei dem einen von ihnen allein  die Überwachung einer     Einlassöffnung    zu  fällt, die in     achsialer        Richtung    so reichlich  bemessen ist, dass' die Bildung eines starken  Vakuums mit nachfolgendem,

       schussartigem     Einströmen der atmosphärischen Luft nicht  eintreten kann.  



  Auf der Zeichnung ist in       Fig.    1 der Zylinder eines Ausführungs  beispiels eines Kompressors nach der     Erfin-          dung    mit sechs verschiedenen .Stellungen der  beiden Kolben     schematisch    wiedergegeben,  aus denen sich die Wirkungsweise des     Kom-          pressors    ergibt. Die Stellungen sind mit den  Ziffern 1 bis 6 bezeichnet.     Fig.    2 stellt den  Bewegungsverlauf für beide Kolben dar, aus  dem sich die gegenseitige Verschiebung der  Kolben, also die Grösse des     Nacheilwinkels,     bezogen auf den Kurbelkreis, ergibt.  



  Mit     a    ist der Zylinder, mit b der obere,  mit c der untere Kolben bezeichnet. e ist  die     Einströmöffnung,    deren Höhe im Schau  bild nach     Fig.    2 wieder erscheint, d der zum  Druckventil führende Kanal     bezw.    das  Druckventil.  



  In der mit 1 bezeichneten Kolbenstellung  ist der Verdichtungsvorgang soeben     beendet;     beide Kolben befinden sich in der Abwärts  bewegung.  



  In der mit 2 bezeichneten Darstellung hat  der obere Kolben b seinen untern oder     innern          Totpunkt    erreicht, das Druckventil ist von  ihm     überschliffen,    der untere Kolben c be  ginnt soeben die     Einlassöffnung        freizulegen,     Zwischen beiden Kolben hat sich ein ver  hältnismässig geringer Unterdruckraum ge  bildet, da sich der untere Kolben vom     obern     entfernt. Der obere Kolben b beginnt seine       Aufwärtsbewegung,    der untere Kolben c be  ginnt, die     Einlassöffnung    e freizulegen.

   Beide  Kolben wirken saugend und laufen ausein  ander, ohne dass sich     zweischen    ihnen ein  Unterdruckraum bildet, weil die     Einlassöff-          nung    in zunehmendem Masse     freigelegt        wird.     



  Bei der mit 3     bezeichneten    Kolbenstellung  ist der untere Kolben c im untern oder  äussern Totpunkt angelangt, wobei die Ein-         strömöffnung    e völlig freigelegt ist; der  obere Kolben bewegt sich aufwärts     und    ver  grössert den     Ansaugeraum.     



  Bei der mit 4 bezeichneten Kolbenstellung  ist der obere Kolben b im obern Totpunkt  angelangt, der untere Kolben c ist in der  Aufwärtsbewegung begriffen, hat aber die       Einlassöffnung    noch nicht geschlossen, so  dass die atmosphärische Luft noch Gelegen  heit hat, in den zwischen beiden Kolben be  findlichen Raum, in dem geringerer als  atmosphärischer Druck herrscht, nachzu  strömen. Der obere Kolben beginnt nun seine  Abwärtsbewegung, der untere Kolben  schliesst .die     Einlassöffnung,    die Kompression  beginnt.  



  Bei der Stellung 5 hat der untere Kolben  c seinen innern Totpunkt erreicht, der obere  bewegt sich ihm entgegen; der untere beginnt  seine Rückbewegung, wird aber vom     obern     eingeholt.  



  Die Verdichtung erreicht ihren Höchst  wert bei der     ,Stellung    6.  



  Der Verlauf der Kolbenbewegungen kann       i        n,        and        der        Kurven        f        und        g        in        Fig.    2     ver-          folgt        werden.        Der        Abstand        zweier        auf     Senkrechten liegenden Punkte beider  Linienzüge .gibt die Grösse des zwischen den  Kolben befindlichen Raumes an.

   Die vom       Auslassventil    beherrschte Ausströmung     muss     so bemessen sein,     dass    ihr Durchmesser grösser  ist als die Pfeilhöhe d in     Fig.    2 oder gleich  gross wie diese Pfeilhöhe, damit der Kolben,  der die     Einlassöffnung    steuert, beim Errei  chen seines innern Totpunktes diese Öffnung       nicht        verschliesst    oder wenigstens nicht all  seitig mit Deckung verschliesst. Will man  das Druckventil nicht aus der     Mitte    setzen,  so muss der Durchmesser gleich oder grösser  als     2a    sein.  



  Bei der     vorbeschriebenen    und in     Fig.    1  schematisch     veranschauliehten        Ausführung     des Kompressors gibt es eine Periode, inner  halb deren beide Kolben zwischen sich einen  Unterdruckraum schaffen, der nach aussen  hin abgeschlossen ist und sich ständig ver  grössert; diese Periode ist aus den mit den  Ziffern 1 und 2 bezeichneten Stellungen zu      ersehen.

   Wenn nun der untere Kolben den       Einströmschlitz    e freizulegen beginnt, so er  giesst sich die Luft zwar nicht mit     scliussarti-          gem    Knall, aber doch mit solcher Vehemenz  in den     zwischen    beiden Kolben     befindlichen     Unterdruckraum, dass immerhin noch ein Ver  hältnismässig starkes Geräusch entsteht.     Bei     einem sehr rasch laufenden Kompressor  wiederholt sich dieses Geräusch in rascher  Aufeinanderfolge, was     unter    Umständen       störend    empfunden wird.  



  Dieser unliebsamen Erscheinung kann  man dadurch abhelfen, dass man ein     Ein-          strömventil    zwischen dein     Einströmschlitz    e  und derjenigen     Stelle    anbringt, bei der beide  Kolben sich in grösster gegenseitiger Nähe  befinden, die also den     Maximalwert    der Kom  pression bedeutet. Diese Anordnung ist in  den     Fig.    3     un-d    5 beispielsweise veranschau  licht.  



       Fig.    3 zeigt die Kolben in jener Stellung,       ,die    in     Fig.    1 mit 3 bezeichnet ist, bei der       also,das    zwischen beiden zunächst in gleicher  Richtung laufenden Kolben befindliche Luft  volumen verschoben wird, bis     beim    Ab  schliessen des     Einlassschlitzes    e die Kompres  sion durch die nunmehr aufeinander hin sieh  bewegenden Kolben erfolgt.  



       Fig.    5 zeigt die Kolben in der Stellung,  die in     Fig.    1 mit 1 bezeichnet ist, bei der  also die Kompression ihren Höchstwert er  reicht hat. Der in Fix. 5 rechts befindliche       Kolben    beginnt nun seinen Hub nach rechts  mit grösserer Geschwindigkeit als der links       \befindliche,    der ersteren um das Mass     a     (Fix. 4) folgt.  



  Hierbei erzeugen sie zwischen sich einen  Raum, der bis zum Punkt x (im Diagramm  der     Fig.    4) von der rückexpandierenden Luft  des schädlichen Raumes ausgefüllt wird.  



  Bei weiterer Bewegung der sich von ein  ander entfernenden Kolben (siehe Diagramm       Fig.    4) entsteht ein Raum, in dem :ein Unter-    druck entstehen würde, der aber wegen des  Vorhandenseins des kleinen Ventils f nicht  auftreten kann (Fläche von der Breite     x--y     des     Diagrammes).     



  Die Anordnung des Ventils f ermöglicht  es, die     Kolbenmaschine    auch zur Förderung  von Flüssigkeiten, also als Pumpe zu be  nützen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Als Kompressor verwendbare Kolben maschine mit zwei in .einem gemeinsamen Zylinder befindlichen Kolben, dadurch ge kennzeichnet, dass nur der eine Kolben (e) die Einlassöffnung (e) steuert und beide Kol ben derart gegeneinander versetzt arbeiten, dass beim Beginn des Freigebens der Einlass- öffnung (e) durch den sie steuernden Kolben (c) der andere Kolben (b) sich im entgegen gesetzten Hub befindet und dadurch die Saugwirkung verursacht,
    und dass bei Be ginn des Schliessens der Einlassöffnung mit Bezug auf den zwischen beiden Kolben be findlichen Saugraum der die Einlassöffnung (e) steuernde Kolben (e) dem saugenden Kol ben (b) nacheilt, der seinen Hubwechselpunkt erreicht, kurz bevor der ihm Kol ben (e) den Einlass schliesst, worauf bei ge genläufiger Kolbenbewegung die Verdich tung erfolgt, die bei gleichlaufender, mit ver schiedener Geschwindigkeit erfolgender Kol benbewegung vollendet wird.
    UNTERANSPRUCH: Kolbenmaschine nach Patentanspruch, die auch als Pumpe verwendbar ist, -dadurch ge kennzeichnet, dass ein Einlassventil (f) vor gesehen ist, dass sich zwischen dem Einlass- schlitz (e) und dem Druckventil (d) befindet (Fi-. 3 bis 5).
CH167889D 1931-10-30 1932-10-06 Als Kompressor verwendbare Kolbenmaschine mit zwei in einem gemeinsamen Zylinder befindlichen Kolben. CH167889A (de)

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CH167889D CH167889A (de) 1931-10-30 1932-10-06 Als Kompressor verwendbare Kolbenmaschine mit zwei in einem gemeinsamen Zylinder befindlichen Kolben.

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102024104051A1 (de) * 2024-02-14 2025-08-14 Dürr Dental SE Kompressor

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