CH167162A - Verfahren zur Herstellung von coffeinfreiem Kaffee aus coffeinhaltigem Rohkaffee. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von coffeinfreiem Kaffee aus coffeinhaltigem Rohkaffee.Info
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Classifications
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- A—HUMAN NECESSITIES
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- A23F—COFFEE; TEA; THEIR SUBSTITUTES; MANUFACTURE, PREPARATION, OR INFUSION THEREOF
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Description
Verfahren zur Verstellung von coffeinfreiem Kaffee . coffeinlialtigein Rohkaffee. Zur Extraktion des Coffeins aus rohen Kaffeebohnen sind eine gewisse Anzahl von Chlorkohlenwasserstoffen zum Patent an gemeldet worden, die zwar den Bedingungen, die man an solche Lösungsmittel stellt, in Hinsicht auf Erreichung eines Qualitäts kaffees und den damit verbundenen gesetz lichen Anforderungen meistens gerecht wer den, jedoch wegen hohen Tensionen, teilweiser Zersetzbarkeit und schwerer Entfernbarkeit aus dem Kaffee nur bei Temperaturen an gewendet werden können, welche die Höchst grenze von<B>50'</B> nicht übersteigen. Dabei wird das Verfahren auch derart kompli ziert, dass nicht immer eine befriedigende Rentabilität zu erzielen ist. Im französischen Patent Nr.<B>7071,06</B> und im schweizerischen Patent Nr. 1502.82 wer den Verfahren beschrieben, nach welchen symmetrisches Acetylen-Dichlorid (in che mischem Sinne nicht eindeutig) (vielfach kurz Dichloräthylen genannt) zur Verwen dung kommt. Man unterscheidet zwei Arten von symmetrischen Dichloräthylenen, das cis- Dichloräthylen und das trans-Dichloräthylen, die in ihren Eigenschaften ziemlich vonein ander verschieden sind. Lange war man über das Wesen dieser beiden isomeren Verbin dungen im Unklaren, so dass verschiedentlich Verwechslungen vorkamen. Auch im Handel wurde nur Dichloräthylen verkauft, das aus einem Gemisch der beiden Verbindungen be stand. Erst in jüngster Zeit ist es gelungen, reines cis- und reines trans-Dichloräthylen fabrikatorisch herzustellen, so dass diese bei den Chlorkohlenwasserstoffe industriell ver wertet werden können. Das Verfahren gemäss der vorliegenden Erfindung zur Herstellung von coffein- freiem Kaffee ist dadurch gekennzeichnet, dass man coffeinhaltigen Rohkaffee mit sym metrischem cis-Dichloräthylen extrahiert. Das cis-Dichloräthylen ist, wie Versuche gezeigt haben, in bezug auf das Verfahren chemisch beständig und verhält sich gegen alle Kaffeebestandteile mit Ausnahme des Coffeins indifferent. Es hat überdies den Vorteil, dass es eine viel geringere Tension und einen höheren Siedepunkt besitzt als das isomere trans-Dichloräthylen oder das Ge misch der cis- und trans-Formen, aus wel chem Grunde es möglich ist, den Kaffee bei relativ höheren Temperaturen ohne allzu grosse Druckerscheinung zu extrahieren. Aus diesem Grunde sind die Lösemittelverluste gering. Die Anwendung von höheren Tem peraturen hat noch den Vorteil, dass die Ex traktionsdauer gegenüber niedrigeren Tem peraturen bedeutend beschleunigt wird, ohne dabei in Gefahr zu geraten, dass sich das Lösemittel zersetzt, wie dies bei vielen an dern Chlorkohlenwasserstoffen der Fall ist. Diese beiden auf den Rohkaffee erzielten Effekte machen es, dass der ganze Ent- coffeinisierungsprozess sich mit geringen Lösemittelverlusten in erheblich weniger Zeit bewerkstelligen lässt als derselbe Vor gang bei Anwendung von trans-Dichlor- äthylen oder einem Gemisch von Irans- und ei.s-Dichloräthylen als Lösemittel. <I>Beispiel:</I> Man beschickt den rotierenden Auto klaven mit 500 kg Kaffee und quillt den selben in der Wärme auf nach einer der be kannten Methoden mit oder ohne Wasser oder Dampf. Durch das im Kaffee enthal tene Wasser wird derselbe erweicht, sodann lässt man das Gut abkühlen und pumpt in den Apparat 500 kg cis-Dichloräthylen ein. Man extrahiert nun periodisch in bekannter Weise, indem man jede Extraktion jeweils 40 Minuten lang dauern lässt. Nach dieser Extraktionszeit wird das mit Coffein be ladene Lösemittel jeweilen nach dem Destil- lator abgepumpt, der Extrakteur wieder mit 500 kg cis-Dichloräthylen beschickt und von neuem extrahiert, und zwar so lange, bis der Coffeingehalt genügend zurückgegangen ist. Nach Abpumpen des letzten, mit Coffein be ladenen Lösemittelquantums treibt man die in den Bohnen verbliebenen Dichloräthylen- reste mit Druckdampf aus. Hierauf wird der Kaffee entweder im Extrakteur oder nach irgend einer andern bekannten Methode ge trocknet.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von coffein- freiem Kaffee, dadurch gekennzeichnet, dass man rohe Kaffeebohnen mit symmetrischem cis-Dichloräthylen extrahiert. UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Kaffeebohnen in einem Autoklaven unter Erwärmen erweicht, das Gut abkühlen lässt, cis-Dichloräthylen bei geschlossenem Ventil vom.Kühler in den Autoklaven einpumpt, das mit Coffein be ladene Lösemittel nach dem Destillator ab pumpt, den Extrakteur mit einer zweiten Ladung cis-Dichloräthylen füllt, wiederum extrahiert und nach einer Anzahl solcher Ab züge und nach Abpumpen des letzten, mit Coffein beladenen Lösemittelquantums die in den Bohnen verbliebenen Dichloräthylenreste mit Druckdampf austreibt,den mit Löse mittel beladenen Dampf absaugt und die Kaffeebohnen trocknet.
Applications Claiming Priority (1)
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| CH167162T | 1933-02-13 |
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|---|---|---|---|
| CH167162D CH167162A (de) | 1933-02-13 | 1933-02-13 | Verfahren zur Herstellung von coffeinfreiem Kaffee aus coffeinhaltigem Rohkaffee. |
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| CH (1) | CH167162A (de) |
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1933
- 1933-02-13 CH CH167162D patent/CH167162A/de unknown
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