Absorptionskältemasehine. Die vorliegende Erfindung betrifft eine, Absorptionskä-ltemaschine derjenigen Art,, bei welcher zwei intermittierend arbeitende Absorptions.kälteapparate zusammenwirken. Die Erfindung besteht darin, dass die beiden Absorptionskälteapparate derart miteinander verbunden sind, dass während der Koch periode des einen Apparates Kältemittel in diesem Apparat durch Verdampfung an Teile des andern Apparates Kälte abgibt. , Die Erfindung ist auf der Zeichnung bei-.
spielsweise veranschaulicht. Fig. 1 zeigt eine Ausführungsform einer mit Luftkühlung, arbeitenden Kältemaschine für einen Kühl schrank; Fig. 2 zeigt einen Teil einer Kälte-. maschine nach einer abgeänderten Ausfüh rungsform; Fig. 3, 4 und 5 stellen Einzelheiten dar;, Fig. 6 zeigt ebenfalls eine Abänderung der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsfarm.
Die in Fig. 1 gezeigte Kältemaschine be steht aus- zwei voneinander getrennten, aber voneinander abhängigen intermittierend ar beitenden Absorptionskälteapparaten, von welchen der eine einen Austreiberabsorber 1. umfasst, der durch eine Leitung 2 mit dem Kondensator 3 in Verbindung steht, von wo eine Ammoniakleitung 4 abzweigt, die zu dem durch einen zum Kältemittelbehälter ge bildeten Kühlelement 5 führt.
Der Konden- sator ist mit seinem untern Ende an einen Teil 6 des Temperaturwechslers 6, 16 ange schlossen und steht durch, die Leitung 7 in Verbindung mit dem Sammelbehälter 8, von wo eine Verdampferschlange 9 ausgeht.
Der.' andere Apparat besitzt einen Austreiber-@ absorber 11, der durch die Leitung 12 mit dem Kondensator 16 in Verbindung steht, von welch letzterem die Ammonia-kleitung 14 abzweigt, die zu einem als Kältemittelbehäl-, ter ausgebildeten Kühlelement 15 führt.
Der, Kondensator 13 ist mit seinem untern Ende an den andern Teil 16 des Temperaturwechs- lers 6, 16 angeschlossen und steht durch das Rohr 17 in Verbindung mit dem Sammel- behälter 18, von wo die Verdampfer-, sehlange 10 ausgeht. Die Verdampfer-. schlangen 9 und 10 umschliessen die Eis-. formen 30 und sind ausserdem mit Kühlrip pen 31 für die Schrankkühlung versehen.
Die Austreiberabsorber sind mit Zentral rohren 21 bezw. 24 versehen, die durch die Kühlelemente 15 bezw. 5 umschlossen sind. Diese letzteren sind mit konischen Flanschen 23, 25 versehen, auf denen das feste Absorp-, tionamittel 22, 26 ruht. Die Flanschen 23,, 25 werden zweckmässig aus einem Material mit gutem Wärmeleitungsvermögen ausge-. führt.
Das feste Absorptionsmittel kann bei-, spielsweise aus Calciumchlorid, Strontium- chlorid, aktiver Kohle, Silikagel oder andern festen absorbierenden oder adsorbierenden Stoffen oder Stoffmischungen bestehen. Es, bietet keine Schwierigkeit, die Maschine so auszuführen, dass- sie anstatt mit einem festen, mit einem flüssigen Absorptionsmit- tel in Verbindnug mit einem passenden Kälte mittel, beispielsweise mit Wasser und Am moniak, arbeiten kann.
Die Sammelbehälter 8 und 18 können voneinander und von der. Umgebung isoliert sein. Die Austreiber- absorber 1 und 11 werden durch Wärmequel len 27 bezw. 28 geheizt, die in diesem Falle Gasbrenner sind. Diese Gasbrenner stehen in Verbindung mit einem an sich bekannten Umschaltethermostat 32, an welchen eine Gasleitung 33 angeschlossen ist.
Der Um- schaltethermostat '32 ist mit den Fühlkörpern 34 bezw. 35 versehen, die den Thermostat 32 derart betätigen, da.ss das Gas entweder zum Brenner 27 oder zum Brenner 28 geleitet wird, wodurch,die Austreiberabsorber 1 und 11 abwechselnd geheizt werden.
Die Maschine arbeitet in folgender Weise: Es sei angenommen, dass in dem Austreiber- absorber 1 die Heizperiode eben beendet wor den ist, wodurch das Kältemittel, zum Bei spiel Ammoniak aus dem festen: Absorptions- material ausgetrieben und in -der Ver- dampferschlange 9 und dem Sammelbehälter 8 gesammelt worden ist.
Ferner sei angenom men, dass im andern Apparat der Hauptteil, des Kältemittels im festen Absorptionsmittel. im Austreiberabsorber 11 aufgespeichert ist, .dass dieses also mit Kältemittel gesättigt ist. Es wird jedoch angenommen, dass die Appa rate mit einem gewissen Überssshuss gefüllt sind, so dass die Verdampferschlangen selbst dauernd mit flüssigem Kältemittel gefüllt sind.
Es wird nun die Wärmezufuhr zum Aus treiberabsorber 1 unterbrochen und durch den Thermostat 3.2 zum Austreiberabsorber 11 umgeschaltet. Bei der Temperatursteigerung, die im letzteren, stattfindet, werden Ammo- niakgase aus dem festen Absorptionsmittel ausgetrieben und -der Druck im Apparat steigt, bis er der Kondensationstemperatur entspricht.
Die Kondensation beginnt im Kondensator 13, flüssiges Ammoniak wird gebildet und fliesst nun durch die Ammoniak- leitung 14 in das Kühlelement 15, das all mählich damit gefüllt wird. Der 'UberSChuss geht durch den Teil 16 des; Temperatur wechslerzweiges 6, 16 und durch das Rohr 17 in den Sammelbehälter 18, in welchem also eine Aufspeicherung von flüssigem Kältemit tel stattfindet.
Der Druck in diesem Appa rat entspricht -der Kondensationstemperatur, und folglich wird das flüssige Ammoniak im Kühlelement 15 wieder verdampfen, da es einer Temperatur ausgesetzt ist, die höher ist als die Kondensationstemperatur.
Die bei der Verdampfung im Kühl element 1.5 entstehenden Kältemitteld'ämpfe steigen durch die Leitung 14 wieder zum Kondensator 13 empor, wo dieselben wie- .der verflüssigt werden.
Diese Verflüssigung wird im wesentlichen in :demjenigen Teil des Kondensators stattfinden, welcher oberhalb der Abzweigung der Leitung 14 liegt, und es wird also das Kältemittel, welches einmal im Kühlelement 15 verdampft worden ist., nach der Verflüssigung wieder in das Kühl element 15 herabfliessen, so dass dieses also dauernd mit Kältemittel gefüllt bleibt.
Im Kühlelement 15 kann also eine Verdampfung von grossen Mengen von Kältemittel während einer und derselben Austreibperiode stattfin den, wodurch grosse Wärmemengen vom Aus- treiberabsorber 1 während dessen Absorp tionsperiode fortgeführt werden können.
Der Kä.ltemittelbehä-lter 15 hält sich also, selbsttätig auf einer Temperatur, die ein wenig höher als die Kondensation8tempera- tur ist; er bewirkt also ein schnelles Herab kühlen der Teller 23 und des festen Absorp tionsmittels 22 im Austreiberabsorber 1.
Um das Volumen des. im Kühlelement angesam melten Kondensates reduzieren, und um die Wärmeübertragung zwischen dem Zentral rohr und den Tellerndes Antreiberabsorbers, zu verbessern, werden zweckmässig Quer- rippen 61 vorgesehen, die das Zentralrohr metallisch mit dem umgebenden Rohr ver binden, an welchem letzteren die Teller be festigt sind.
Durch die Temperatursenkung,des festen Absorptionsmittels im Austreiberabsorber 1 sinkt der Druck im Apparat 1 bis 9, weil der Dampfdruck über dem festen Absorp tionsmittel sinkt. -Hierdurch wird das Kälte mittel im Verdampfer 9 zum Kochen ge bracht, wodurch Wärme aufgenommen und Kälte erzeugt wird. Die gebildeten Ammo- niakdä-mpfe strömen durch den Teil 6 des Temperaturwechslers, den Kondensator 3 und die Leitung 2 und werden durch das Absorptionsmittel absorbiert.
Bei der Ab sorption wird Wärme wieder freigemacht und folglich würde eine Erwärmung des Absorp tionsmittels wieder stattfinden, sofern nicht durch .das Kühlelement 15 eine dauernde Kühlung des Absorptionsmittels erfolgte. Die Absorption wird infolge dieser Kühlung bei einer Temperatur erfolgen, die ungefähr der Kondensationstemperatur im Kondensa tor 13 gleich ist.
Die Temperatur wird in diesem Falle mit :der Lufttemperatur, oder bei Verwendung von Kühlwasser mit der Kühlwassertemperatur variieren. Das Kochen von Kältemittel im Verdampfer wird also fortdauern, bis das Absorptionsmittel im Austreiberabsorber 1 mit Kältemittel gesät tigt ist, so, dassdasselbe beider vorerwähnten Temperatur kein Kältemittel mehr aufneh men kann.
Inzwischen hat das Austreiben von Kältemittel aus dem Austreiberabsorber 11 die ganze Zeit fortgedauert, und am Ende ,der Periode wird das Kältemittel im Aus treiberabsorber 1 des Apparates 1 bis 9 ab sorbiert sein, während es im Sammelbehälter 1$ des andern Apparates angesammelt ist.
Während .der abgelaufenen Periode ist also den Kühlkörpern 34, 31 Kälte durch die Verdampferschlange 9 zugeführt worden, wodurch das: Kältemittel im Behälter & ver braucht worden ist, so dass. das flüssige Kältemittel in dem Apparat 1 bis 9. nur noch ausreicht, um die Verdampferschlange 9 selbst gefüllt zu halten. Gleichzeitig ist Kältemittel in dem zum andern Apparat ge hörenden Behälter 18 aufgespeichert worden.
In der nächsten Periode wird die Wärmezu fuhr umgekehrt, so dass der Austreiberabsor- ber 1 anstatt des Austreiberabsorbers 11 ge heizt wird. Hierdurch wird in derselben Weise, wie vorher beschrieben, eine Küh- lung,des, Austreiberabsorbers 11 mittelst des Kühlelementes 5 erhalten, wodurch Kälte von der Verdampferachlange 14 geleistet wird, und zwar dadurch, dass das Ammoniak kocht und vom Absorptionsmittel im Kocher absorber 11 absorbiert wird.
Die Kühlkörper 30,<B>3</B>1 werden also dauernd Kälte abgeben, indem die Apparate unmittelbar nach der Umkehrung der Wärmezufuhr ihre Kälte perioden beginnen. Während jeder Periode gibt der eine Apparat Kälte ab, während Kältemittel im Sammelbehälter des andern Apparates niedergeschlagen wird, und so ist der Zustand am Ende jeder Periode derselbe wie am Anfang jeder Periode, nur mit .dem Unterschied, dass die Elemente ihre Rolle getauscht haben.
Gleichzeitig mit dem Hindurchströmen von kalten Kältemitteldämpfen durch den einen Teil des Temperaturwechslers fliesst heisses Kondensat durch den andern Teil in den an, letzteren angeschlossenen Sammel- behälter herab. Hierdurch erzielt man eine sehr wertvolle Vorkühlung dieses Konden sates, wodurch die Verluste im Verdampfer gänzlich beseitigt werden.
Diese Wirkung des. Temperaturwechslers. ist jedoch nur dann möglich, wenn in demjenigen Apparat, in dem eine Heizperiode sich abspielt, eine Kon- densation im Temperaturwechsler selbst ver hindert wird. Dies kann einfach dadurch ge schehen, dass man in .die beiden Apparate eine kleine Menge von indifferentem Gas einfüllt, welches während der Heizperiode den betreffenden Sammelbehälter und Tem- peraturwechslerteil füllt, so dass,
Kondensa- tion nur im Kondensator stattfindet. Das Volumen, welches das indifferente Gas, durch welches. also das Kondensat auf seinem Weg zum Sammelbehälter strömt, einnimmt; kann so klein gemacht werden, dass- die Wir kungdes Gasdruckes. während ,der d arauffol- genden Kälteperiode auf die Absorption des Kältemittels vernachlässigt werden kann..
Fig. 2 zeigt eine andere Ausführungs form der Kältemaschine. Die Austreiberab- sorber 84, 85 können bei dieser Ausführungs form in ähnlicher Weise geheizt sein, wie in Fig. 1, also zum Beispiel durch Gasbrenner oder dergleichen, die am untern Ende der zentralen durchgehenden offenen Rohre der Aus.treiberabsorber angebracht sind.
Es wird angenommen, dass in Fig. 2 der Austreiber- absorber 84 geheizt wird, während im Aus treiberabsorber 85 eine Kälteperiode stattfin- det. In der Zeichnung sind verschiedene Teile der Maschine weggelassen.
Wenn Kältemittel aus dem Austreiberabsorber 84 ausgetrieben und im Kondensator 36 nieder geschlagen wird, fliesst ein Teil desselben durch die Leitung 37 zum untern Teil des durch ein Kühlrohr 38 gebildeten Kühlele mentes herab, welch letzteres in diesem Falle aus einer Rohrschlange besteht, die in metal lischer Berührung mit den Tellern angeord net ist,
auf denen das Absorptionsmittel auf- ruht. Der obere Teil des Kühlrohres geht in eine Leitung 39 über, :die in, der auf der Zeichnung dargestellten Weise an :
den Kon densator angeschlossen ist. Wenn der Aus treiberabsorber 85 absorbiert, findet in der vorher beschriebenen Weise ein Kochen im Kühlrohr 3,8 statt, wobei die gebildeten Dämpfe durch das Rohr 39 aufsteigen und im Kondensatorteil .36 wieder niedergeschla gen werden.
Das selbsttätige Kühlsystem besteht also in diesem Falle aus einem Kreis laufsystem, so dass die abgehenden Dämpfe nicht durch herabströmende Flüssigkeit in derselben Leitung hindurchzuströmen brau chen.
Es sind ferner Vorrichtungen denkbar, bei denen das. in den Kühlelementen befind liche Kältemittel beim ' Umkehren der Wärmezufuhr in den zugehörigen Sammel- behälter übergeführt wird, so dass jeweilen das betreffende Kühlelement entleert wird, ehe die Kälteperiode für denjenigen Apparat anfängt, von dem Kältemittel diesem Kühl element zugeführt wird.
Dies kann dadurch geschehen, dass die Zuflussleitung 37 so an geordnet wird im Verhältnis zur Heizquelle, dass ein Hinüberpumpen des flüssigen Kälte- mittels in .den Sammelbehälter stattfindet. Auch in diesem Fall wird jeder der beiden Apparate so, äusgebildet, dass Kondensation in einem gondensatorteil stattfinden kann,
der zwischen der Anschlussstelle der Leitung 37 am Kondensator und dem Sammelbehälter liegt. Dieses Hinüberpumpen von flüssigem Kältemittel aus dem Kühlrohr 38 in den Sammelbehälter erfolgt gemäss Fig. 2;
bei spielsweise dadurch, dass die Zulaufleitung 3.7 als Rohrschlange 40 um das zentrale Rohr im Austreiber verläuft, ehe dieselbe in die eigentliche Kühlschlange 38 übergeht, wodurch bei Wärmezufuhr die Gasentwick lung und :
das Flüssigkeitspumpen in der Lei- tung 48.7 erfolgt, so dass der grösste Teil des Kältemittels aus dem Kühlrohr 38 in den Teil 41 des Kondensators und von hier aus in den Sammelbehälter übergeführt wird.
Fig. 3 zeigt eine andere Ausführung des Austreiberabsorbers! und dessen Kühlelemen tes. Der Austreiberabsorber ist hier liegend ausgeführt und als Wärmequelle dient eine elektrische Heizpatrone 42, die im Zentral rohr 43 des Austreibers angebracht ist. Das Zentralrohr ist vom Kühlelement 44 um schlossen, in welches eine vom Kondensator ,des andern Apparates kommende Ammoniak leitung 45 führt.
Das Kühlelement ist in gewöhnlicher Weise mit Rippen 46 versehen, zwischen welchen. das absorbierende Mittel gelagert ist. Diese Rippen stehen nicht in metallischer Berührung mit .dem Mantel 47. Der Austreiberabsorber steht durch das Dampfrohr 48 mit dem Kondensator in Ver bindung. Der Austreiberabsorber ist mit einer Isolierung 49 versehen.
Bei dieser An ordnung erfolgt das Heizen und die Kühlung ebenfalls von innen, das heisst von den zen tralen Teilen 43 bezw. 44 aus, die durch metallische, in der Zeichnung nicht darge- stellte Teile in direkt wärmeleitender Ver bindung mit den Rippen 46 und dadurch mit dem Absorptionsmittel stehen.
Dieses wird also beim Betrieb des Apparates zuerst erwärmt bezw. abgekühlt und wird also in jeder Periode höhere bezw. niedrigere Tempe ratur besitzen als der Mantel 47 des Aus- treiberabsGrbers. Der Mantel des Austreibers und in noch höherem Grade die Isoliermasse werden also ihre Temperatur mit einer gewis sen Phasenverschiebung im Verhältnis zu den Temperaturschwankungen im Absorp tionsmittel ändern.
Die mittlere- Temperatur der Isoliermasse wird hierdurch im Verhält nis zu den weiten Temperaturgrenzen, zwi schen welchen die Temperatur des Absorp- tionsmittels schwankt, ziemlich konstant blei ben, wodurch Erwärmungsverluste in der Isoliermasse vermieden werden und eine gün stige Wärmeausnützung erzielt wird.
Es ist oben hervorgehoben worden, dass es vorteilhaft ist, den Inhalt der Kühl elemente klein ztt halten. Um grosse Längen der Leitungen zwischen denselben und den Kondensatoren zu vermeiden, können die letzteren so angebracht werden, dass sie dicht oberhalb der Austreiberabsorber zu liegen kommen.
Da. das Kondensat in die Sammel- behälter hineingedrückt wird, ist es nicht notwendig, die Kondensatoren in schräger Lage anzuordnen, um ein selbsttätiges Ab laufen des Kondensates in die Verdampfer zu bewirken, und diese können darum ober halb der Kondensatoren angebracht werden.
Damit man nicht wie bei den vorher gehend beschriebenen Maschinen doppelte Kühlflächen erhält, können die Kondensa- toren der beiden Apparate zweckmässig zu sammengebaut werden, so. dass sie durch eine gemeinsame Kühlwasserleitung oder durch gemeinsame Kühlrippen gekühlt werden. Fig. 4 zeigt im Querschnitt eine solche An ordnung bei Wasserkühlung. Das. Rohr 57 gehört hier zum einen Apparat und das Rohr 5.8 zum andern Apparat.
Die Kühlwasser leitung besteht aus. dem ebenfalls im Quer schnitt dargestellten Rohr 59 und sämtliche drei Rohre sind zweckmässig zusammengelö- tet oder zusammengeschweisst, so dass eine gute wärmeleitende Berührung erhalten wird. Der Kondensator kann selbstverständlich aus ein- oder mehrfach gewundenen Schlangen oder Spiralen von solchen Rohrbündeln ge stehen.
Fig. 5 zeigt im Querschnitt die Konden satoren eines luftgekühlten Apparates. Die beiden Kondensatoren bestehen hier aus Rohren 57, 58, die mit gemeinsamen Rippen 60 aus wärmeleitendem Material, beispiels weise Aluminium, versehen sind.
Es, macht keine Schwierigkeit, die Kondensatoren in ,dieser Weise mit gemeinsamer Kühlung aus zubilden, weil die beiden Apparate ja wech selweise arbeiten, so dass also Kondensation nur in dem einen Kondensator stattfindet, wobei eine grosse Wärmeabgäbe eintritt, während durch den andern Kondensator nur vom Verdampfer kommender, verhältnis mässig kalter Kältemitteldampf hindurch strömt, welcher, ohne seinen Wärmeinhalt wesentlich zu ändern, hierauf in den Aus treiberabsorber übertritt und im letzteren ab sorbiert wird.
Fig. -6 zeigt eine Ausführungsform mit gemeinsamen Kühlrippen 62 für die beiden Kondensatoren der Maschine und mit verein fachter Ausführung des Temperaturwechslers 71, 72, der durch Verlängerungen der Kon- densatorröhren 73, 74 gebildet ist. Aus dem vorstehenden ist ersichtlich, dass die bei be kannten, intermittierend arbeitenden Maschi nen erforderlichen Organe zum Umschalten .der Kühlung zwischen Kondensator und Austreiberabsorber am Ende jeder Periode hier gänzlich in Fortfall kommen..
Damit die Maschine kontinuierlich Kälte liefert, ist also nur eine periodische Umkeh- rung,der Wärmezufuhr von einem Austreiber zum andern erforderlich, was zweckmässig mittelst eines Umschaltethermostaten 67 (Fig. 6) erfolgen kann,
der die Zufuhr von Gas oder elektrischer Energie von einem Austreiber zum andern umschaltet. Dieser Umschaltethermostat 6-7 kann zweckmässig in an sich bekannter Weise seine Impulse von Fühlkörpern 63, 64 erhalten, die an je einem Austreiberabsorber 6:5, 66 angebracht sind.
Der Thermostat 67 wird zweckmässig so aus- gefübrt, dass die Wärmezufuhr jedesmal nur an einem Austreiberabsorber erfolgen kann, und der Zeitpunkt für die Unterbrechung so einreguliert ist, dass die Umkehrung erfolgt, wenn die Temperatur indem einen der Aus treiberabsorber einen bestimmten Wert er reicht hat.
Dieser Wert wird so gewählt, dass eine möglichst hohe Ersparnis erzielt wird und eine überhitzung des Absorptionsmittels nicht stattfindet. Das Austreiben- von Am moniak aus ,dem Absorptionsmittel wird vor teilhaft frühzeitig genug unterbrochen, um das Absorptionsmittel nicht zu stark zu be anspruchen.
Da bei den beschriebenen Maschi nen .die Wärmeperiode für jeden Apparat,die- selbe Länge wie die Kälteperiode erhalten kann, braucht die Wärmezufuhr nicht be- schleunigt zu werden, sondern es genügt eine verhältnismässig geringe kontinuierliche Wärmezufuhr, wodurch eine bessere Wärme- ausnutzung erzielt und ,
die Gefahr einer Überhitzung des Absorptionsmittels vermin- dert wird. Bei elektrischem Betrieb wird zweckmässig ein dreipoliger @Quecksilber- schalter verwendet. Da der Temperatur- unterschied zwischen den beiden Austreiber- absorbern am Ende jeder Periode gross ist,
so werden grosse Kräfte für ,die Impulse in die sem Thermostat erzielt, so .dass, dieser sehr betriebssicher wird.
Die Kälteleistung kann gemäss Fig. 6 ,da- .durch geregelt werden, dass in der für die beiden Apparate der Maschine gemeinsamen Zuleitung 68 für Gas oder elektrische Ener gie ein Thermostat 69 vorgesehen wird, der seinen Impuls .durch einen Pühlkörper 70 er hält, der an den Verdampfern oder in dem zu kühlenden Raum angebracht ist.
Dieser Thermostat kann, einerlei ob es sich um Gasheizung oder elektrische Heizung handelt, von bekannter Art sein.
Die von den Kondensatoren zu den Kühl elementen der Kocherabsorber 66, 65 führen den Rohre 75, 76 werden zweckmässig mit Kühlrippen versehen, welche vorzugsweise für die beiden Rohre 75, 76 gemeinsam sein können, wie es für die Kondensatorrohre 73, 74 gezeigt ist.
Die Rohre 75, 76 sind hier bei unter Umständen so angeordnet, dass eine passende Rippenkühlfläche erhalten wird, und zwar zum Beispiel dadurch, dass die Rohre auf einem Teil ihrer Länge im wesent lichen horizontal angeordnet und diese hori- zoni-al verlaufenden Teile mit Rippen ver sehen werden. Die Anordnung von Rippen an den Rohren 75, 76 macht es möglich, eine günstige Verteilung der gesamten Kühlober- fläohe zu erhalten.
Der von den Rippen der Rohre 75, 76 abgegebene Kühleffekt wird selbsttätig auf das jeweilig zu kühlende Kühlelement übertragen, indem der durch die Kühlrippen dieser Rohre bewirkte Kühl effekt den von -den Kühlelementen kommen den Kältemitteldampf verflüssigen wird, wo bei die Menge dieses Dampfes dem Wärme effekt des Austreiberabsorbers gleichwertig ist.
Wenn der Kühleffekt der Rippen der Rohre 75, 76 ungenügend ist, um,die ganze Dampfmenge zu verflüssigen, so wird der Rest im Kondensator in der vorher beschrie benen Weise verflüssigt.
Die beschriebene Kältemaschine kann mit Vorteil mit festem Absorptions- oder Adsorp- tionsmittel arbeiten. Die beiden zusammen arbeitenden Kälteapparate der in der Zeich nung dargestellten Maschinen arbeiten, wie beschrieben, auf denselben Kühlkörper, und bilden je für sich hermetisch geschlossene Systeme, die jedoch voneinander abhängig sind, so dass die Kälteperioden notwendiger weise immer unmittelbar aufeinander folgen.
Da die Kältemitteldämpfe beiden in der Zeichnung dargestellten Kältemaschinen in dem einen Apparat während dessen Kälte periode zum Vorkühlen des gleichzeitig in einen mit dem Verdampfer kommunizieren den Sammelbehälter des andern Apparates herabfliessenden Kondensates dienen, arbei ten diese Maschinen praktisch verlustfrei;
da sie luftgekühlt sind, haben sie nur unmerk lich kleine, hauptsächlich durch Strahlung entstehende Verluste. Die verhältnismässig grosse Verlustfreiheit beruht ferner darauf, dass der Austreiberabsorber in effektiver Weise isoliert werden kann, und dass eine effektive Kühlung des Absorptionsmittels während der Absorptionsperiode bewirkt werden kann, ohne dass die ganze Masse des Absorbers an der Abkühlung teilnimmt.