CH166313A - Verfahren und Einrichtung zur Ausnützung der Energie der Abgase von Brennkraftkolbenmaschinen. - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur Ausnützung der Energie der Abgase von Brennkraftkolbenmaschinen.

Info

Publication number
CH166313A
CH166313A CH166313DA CH166313A CH 166313 A CH166313 A CH 166313A CH 166313D A CH166313D A CH 166313DA CH 166313 A CH166313 A CH 166313A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
turbine
exhaust
exhaust gases
internal combustion
cylinder
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Cases Armando Levi
Original Assignee
Cases Armando Levi
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Cases Armando Levi filed Critical Cases Armando Levi
Publication of CH166313A publication Critical patent/CH166313A/de

Links

Landscapes

  • Supercharger (AREA)

Description


      Verfahren    und Einrichtung zur Ausnützung der Energie der Abgase von       Brennkraftkolbenmasehinen.            Bekannte        Einrichtungen    zur     ineehani-          .w,chen        Ausnützung    der Energie der Abgase  von     Brennkraftkolbenmasehinen    leiten unge  trennt zu Abgasturbinen, sowohl .diejenigen       Gasmassen,    welche infolge der unvollkom  menen Dehnung in den Kolbenmaschinen,  mechanische potentiale Energie besitzen, als  auch die     Abgaseinassen,    welche nur zwang  läufig (nämlich durch Kolben oder durch       Spülmittel)

      aus den Zylindern     getrieben    wer  den können.  



  Bei     Zuleitung,der        zwangläufig    ausgetrie  benen Gase zur Turbine macht sich der     Tur-          binenaegendrucl;z    auf die     Brennkraftmaschi-          nen        arbeitsverzehrend    geltend. Ferner lehrt  die Erfahrung., dass die Zuleitung der     ge-          amten    Abgase eine Speisung .der Turbine  unter sehr mässigen Druck zur Folge hat.

    Zum Beispiel beträgt nach der heutigen  Praxis der mittlere Speisedruck einer Abgas  turbine, welche einen Luftkompressor zum       Aufladc-n    von Dieselmaschinen antreibt, nur         einige    Zehntel- Atmosphären Überdruck und  ist angenähert dem erzielten     Aufladedruck     gleich. Zu den Ursachen der Erniedrigung  des mittleren     Turbinenspeisedruckes    zählt     ider     periodisch von Überdruckgasen entleerte,  verhältnismässig grosse     Abgasespeicher,    wel  cher von den     Turbinenleitungen    gebildet  wird.

   Bei den Abgasen höheren Druckes  tritt infolge desselben eine grössere Entspan  nung vor der Energieumwandlung in der  Turbine ein, welche die Ausnützungsmöglich  keil. ihrer Energie stark einschränkt. Ähn  lich erfolgt eine Entspannung der Abgase  höheren. Druckes vor der Energieumwand  lung in der Turbine. wenn nur die Gase,  welche mechanische potentielle Energie be  sitzen, in ihrer Gesamtmasse zu .der Tur  bine geleitet werden.

   Gegenstand der Erfin  dung ist ein Verfahren zur     Ausnutzung    .der  Energie der Abgase von     Brennkraftkolben-          maschinen,    gemäss welchem wenigstens eine  Abgasturbine mit den zuerst aus dem Zy-      linder     auspuffenden    Abgasen, die eine rela  tiv hohe eigene     potentielle    Energie besitzen,       gespiesen    wird und diese Speisung der Tur  bine unterbrochen wird, wenn der Druck in  dem Zylinder soweit gesunken ist, dass die       Leistung    der     aufnehmenden    Turbine beim Zu  führen weiterer     Abbase    infolge ihres gesun  kenen Speisedruckes nicht mehr steigen  würde.  



  Gegenstand der Erfindung ist ferner eine  Einrichtung zur Ausnützung der Energie -der  Abgase von     Brennkraftkolbenmaschinen,    bei  welcher die     Verbrennungsgase    aus dem Zy  linder der     Brennkraftkolbenmaschine    :durch  mindestens ein Steuerorgan austreten, das ge  stattet, in einem entsprechend der Belastung  einstellbaren     Zeitpunkt    jeweils bei einem be  stimmten Zylinderinnendruck der Gase wäh  rend einer jeden     Auslassperiode    die Verbin  dung zwischen der     Brennkraftkolbenmaschine     und mindestens einer Stufe einer Abgastur  bine zu unterbrechen.  



  Die Abgase, welche nach der Unterbre  chung .der Verbindungen zwischen den Zy  lindern und der     Turbine    noch zurückge  blieben sind,     können    gemeinschaftlich mit  den nur     zwangläufig        austreibbaren    Gasen       gegen,drucklos    entweichen.  



  Das Verfahren ist von der Anwendungs  weise der     gewonnenen    Energie vollkommen  unabhängig. In der vorliegenden Beschrei  bung werden jedoch nur Ausführungen, in  welchen die Turbinenleistung zum Betrieb  von Pumpen zur Luft-     bezw.    Ladungsver  sorgung für :die abgasgebende Maschine ver  wendet wird, beschrieben.  



  Nach der bereits besprochenen Speisung  mit einem Teil :der Abgase von höherem  Druck können ein oder mehrere weitere Teile  der potentiellen Energie besitzenden Ab  gase je einer Turbine     bezw.        einer        Turbinen-          stufe    zugeleitet und erst die übrigbleiben  den Gase     gegendrucksfrei    abgelassen werden.  



  Mindestens ein Teil der die Abgasturbine  nicht speisenden Abgasmasse kann zu Ab  wärmeverwertern geleitet werden.  



  Hierbei wird bei mit Luft gespülten Kol  benmaschinen eine Steigerung der Tempera-         tur    der verfügbaren Abwärme durch Unter  brechung der Verbindung zwischen dem ab  gasgebenden Zylinder und -den     Abwärmever-          wertern    und     Insfreieführen    des kälteren Teils  der Abgase erreicht.  



  Die Zeichnung betrifft Ausführungsbei  spiele der Einrichtung gemäss der Erfindung.  Anhand derselben     wird    im folgenden auch  das Verfahren gemäss der Erfindung bei  spielsweise erläutert.  



       Fig.    1 zeigt schematisch eine Viertakt  maschine mit einer einstufigen Abgasturbine,       Fig.    2 den Zylinder mit den     Steuerven-          tilen    im     ,Schnitt,          Fig.    3 einen Querschnitt durch die Ventil  stutzen, und       Fig.    4 ein Diagramm zur Erläuterung  der Wirkungsweise einer Maschine;       Fig.    5 zeigt eine     Viertaktmaschine    mit  einer zweistufigen     Abgasturbine,          Fig.    6 bis 8 Diagramme für einen Flug  motor gemäss     Fig.    5;

         Fig.    9 zeigt eine     Viertaktmaschine    mit  einer     Abgasturbine    und einen Abgaswärme  verwerter;       Fig.    10 und 11 zeigen einen Zylinder  einer     Viertaktmaschine    mit     kombiniertem     Ein- und     Auslassventil    und eingebauten Ab  gasverteiler im Schnitt und Grundriss, und       Fig.    12 und 16 eine     Zweitaktmaschine    mit  Abgasturbine     und    Kompressor zur     Motorauf-          la:dung    in schematischer Darstellung;

         Fig.    13     zeigt;    eine     Zweitaktmaschine        finit     Abgasturbine und Kompressor zur Spülung  und     Aufladung    des Motors in schematischer  Darstellung;       Fig.    14 und 15 zeigen den Zylinder einer       Zweitaktmaschine    mit     Abgasverteilern    am       Auslassstutzen    im     Schnitt.     



       Fig.    1 bis 3 zeigen in schematischer Weise  eine Anlage zur     Ausnutzung,der    Energie der  Abgase .einer     Brennkraftmaschine    in einer  einstufigen     Abgasturbine.    Die von     dem.          Viertaktmotorzylinder        11    durch das     Auslass-          ventil,des    Zylinders strömenden Abgase wer  den durch ein am     Auslassventilstutzen        S        an-          beordnetes    Steuerorgan     R,

      während jeder       Auslassperiode    in zwei Teile gespalten. Der      erste dieser Teile umfasst die Abgase höheren  Druckes und wird durch die Leitung     rS',    in  die Turbine T und dann ins Freie geleitet.  Die Turbine treibt einen Kompressor C, der  über die Leitung A den Motor     M    mit ver  dichteter Luft auflädt. Der zweite Teil der  Abgase entweicht durch die     Leitung        S,    un  benutzt ins Freie.  



  Der Zylinder der     Brennkraftkolben-          masehine    besitzt gemäss     Fig.    4 ein Hub  volumen     Hv    und einen Verdichtungsraum     Vr.          Der    Anfangsdruck des Auspuffes soll rund  5     Ata    betragen. Die Linie     A-B    stellt die       adiabatisch    umkehrbare Dehnungslinie der  Abgase von diesem Druck ausgehend dar. So  mit     stellt,die    Fläche<I>A B C A</I> die Arbeit dar,  welche aus den Abgasen durch Dehnungsver  längerung im.

   Motor von 5     Ata    bis zum  Aussendruck bei Ausschaltung jeglichen Ver  lustes gewonnen werden     könnte.    Ferner     stellt          A--A,    die Entspannungslinie der Verbren  nungsabgase dar, wenn .diese weder Arbeit  leisten noch Wärme abgeben. Es wird im  folgenden ein gleichbleibender     Turbinen-          #speisedruck    angenommen, so dass die     Auslass-          gase    vom Anfangsdruck des Auspuffes an  bis zu diesem     Turbinenspeisedruck    sich nach  der Entspannungslinie     A-A,    ausdehnen.  



  Wird also die Verbindung     zwischen    jedem       Brennkraftma.schinenzylin.der    und .der Tur  bine unterbrochen, sobald der Druck der  Gase im Zylinderinnern auf rund 2,5     Ata        ge-          unken    ist, so bildet dieser Druck den     Tur-          binenspeisedruck.    Dann findet im Punkt G  auf Linie     A-A,    die Unterbrechung der     ver-          bindung        zwischen,dem    Zylinder und     der    Tur  bine statt.

   Die von diesem Punkt. ausgehende  Kurve     GBP    stellt die     adiabatisch    umkehrbare  Ausdehnung des turbinenspeisenden Teils  .der Gase von 2,5     Ata    bis zum Aussendruck  dar.  



  Die Arbeit, welche diese Gase     in,der    Tur  bine     abgeben    können, wird dann durch die  Fläche     G,   <I>G</I>     B_   <I>C</I>     G,    -dargestellt. Diese Ar  beit ist für einen     Turbinenspeisadruck        in,der     Nähe von 2,5     Ata.    ein Maximum. Wird der       Turbinenspeisedruck    immer kleiner, so wird       der    Inhalt     der    entsprechenden Fläche zuerst    langsamer und später immer rascher ab  nehmen.  



  Wenn zum Beispiel     wie    bei dem eingangs  erwähnten     Einrichtungen,der        Turbinenspeise-          .druck        -"/1o        Atu    ist, und     A,.-B:,    die     adiabatisch     u 'kehrbare     Dehnuu(rslinie    -der Abgase in  in<B>C</B>  der Turbine darstellt, wird die Fläche  <I>D A,</I>     B,   <I>C</I>     D    die Arbeit darstellen, die die  Abgase in .der Turbine abgeben können.  



  Diese Fläche ist nach der Figur erheblich  kleiner als die Fläche     G,   <I>G</I>     B2   <I>C</I>     G,    und die  Verhältnisse verändern sich nicht wesentlich,  wenn man zum Beispiel die Grenze     günstiger,     bekannter Erfahrungsergebnisse überschrei  tend, annimmt,     dass    der     Turbinenspeisedruck          4/,o        Atu    ist.  



  Die     Abtastturbine        T    in     Fig.    5 besitzt zwei  Stufen     Ta    und     Th,    .die von den Leitungen       8,    und<B>8,</B> gespeist werden. Die restlichen  Abgase, entweichen durch die Leitung     Ss     beispielsweise ins Freie.

   In Sonderfällen,     wie     zum Beispiel bei Flugmotoren, wenn sie in  grosser Höhe arbeiten, kann man zeit-     und          bedarfsweise    alle Abgase, .die nicht durch .die       Leitung        AS\,        4.er    ersten     Stufe    der Turbine zu  geführt werden, in die zweiten Turbinen  stufe zu leiten. Bei andern Betriebsbedin  gungen, zum Beispiel beim     Getrieb    mit nied  riger Belastung oder bei Flugmotoren, wenn       ;las    Flugzeug niedrig fliegt, kann man zeit  weise alle Abgase ins Freie leiten, die nicht  in die erste Turbinenstufe strömen.  



  In den     Fig.        f    , 7     und    8 sind die Ver  hältnisse für einen     Flugmotor    beim Höhen  flug     dargestellt.    Vorausgesetzt ist, dass der  Aussendruck 0,5     Ata    betrage. In Überein  stimmung mit     Fig.    1 ist angenommen,     .dass     der     Speisedruck    der ersten     Turbinenstufe     wieder konstant sei und 2,5     Ata    betrage.

   Die  Ausdehnung -der Abgase geht dann vom  Punkt     G    bis zum Punkt  &  also bis 0,5     Ata.     Dementsprechend können .die durch die     Lei-          tiing        S,    in die erste Turbinenstufe strömen  den Abgase in der Turbine noch die durch  die Fläche<I>G</I>     GB.,        C.;        G,        dargestellte        Arbeit          abgeben.     



       Fig.    7 zeigt das Diagramm für den     durch     die Leitung     S..    in die zweite Turbinenstufe      strömenden Teil der Abgase. Für die zweite       Turbinenstufe    ist der     Speisedruck    1     Ata.     Diese Abgase expandieren     ohne    Arbeit oder       Wärme    abzugeben von 2,5 auf 1     Ata    nach  Linie     G=-A2.        Die    Linie<I>A.</I>     B4    entspricht  ihrer     adiabatisch        umkehrbaren    Dehnung.

   Die  Arbeit, .die sie in der Turbine abgeben kön  nen, ist durch die Fläche<I>C</I>     A2        B4        Q   <I>C</I>     @dar-          gestellt.     



  In     Fig.    8 stellt     endlich        ,die    Fläche<I>C</I>     Bli        C2     die verhältnismässig geringe Arbeit dar, wel  che die restlichen Abgase bei einem Speise  druck von 1     Ata    noch     abgeben    könnten.  



  Es ist     einleuchtend,    dass die verhältnis  mässige Bedeutung der beiden durch die       Fig.    7 und 8 dargestellten Arbeitsbeiträge  mit dem     Abnehmen.    der Auspuffanfangs  ,drucke und mit der damit verbundenen Ab  nahme,der von .dem der ersten     Turbinenstufe     zugeführten Abgasen in der Turbine     belei-          steten    Arbeit     zunimmt.     



  Nach     Fig.    9 wird von den Abgasen     ein     erster Teil der Abgase durch die     Leitung        S1     über eine Turbine T und ein zweiter Teil  durch die Leitung     S=    -direkt dem Abgas  wärmeverwerter     B    zu Heiz-     bezw.        Verdamp-          fungszwecken,    und zwar     entsprechend    ihrer  verschiedenen mittleren Temperatur jeder an  einer andern     Stelle    zugeführt.

   Der Abgas  wärmeverwerter kann zum Beispiel aus einem  Dampferzeuger und einem     Dampfüberhitzer     oder aus einem Dampferzeuger und einem       Wasservorwärmer    bestehen.  



  Bei einer mit     Spülung        arbeitenden    Brenn  kraftmaschine wird     zweckmässig    der mit  Spülluft stark vermischte Teil der Abgase,  durch eine     Leitung        S,    ins Freie geführt.  



  Die dem     Abgaswärmeverwerter    direkt       zugeführten    Abgase können in heisse und  weniger     heisse    Abgase     unterteilt    und verschie  denen Stufen des     Abgaswä_rmeverwerters    zu  geleitet werden.  



       Die    durch die Turbine strömenden Ab  gase und die dem     Abgaswärmeverwerter     direkt zugeleiteten Abgase können auch     in     dieselbe     Stufe    des     Abgaswärmeverwerters     eingeführt werden.

      Nach den     Fig.    10 und 11 besitzt der Zy  linder einer     Viertaktbrennkraftmaschine        ein     kombiniertes Ein- und     Auslassventil    V mit  einem Drehschieber     R,    zur Umschaltung der  Verbindungen des Zylinders mit den     Ein-          und        Auslassleitungen.    Auf -der     Auslassseite     sind zwei oder mehr zu den     Auslassstutzen          S1,        S=    und eventuell     S,    führende Austritts  öffnungen vorgesehen, die nacheinander frei  gelegt und zugedeckt werden,

   um !die Ab  gase in zwei     bezw.    drei Teilen abzuleiten.  Bei gänzlich geschlossenen     Auspuffleitungen     erfolgt die Freigabe der     Einlassöffnung.     



  Selbstverständlich kann auch bei Vier  taktmotoren mit getrennten     Auslass-    und Ein  lassventilen das Umschaltorgan zur Auftei  lung der Abgase unmittelbar in der     Auslass-          kammer    des Auspuffventils etwa konzen  trisch zur Ventilspindel angeordnet sein, was       .den    Rauminhalt zwischen Ventil     und    Um  schaltorgan beschränkt.  



  Die     Fig.    12 und 16 zeigen     einen    ver  tikalen Zweitaktmotor, bei welchem im Zy  linder sowohl für den Einlass, als auch für  den     Auslass    zwei Reihen von vom Kolben  gesteuerter Schlitze     a.1    und     a2        bezw.        s1    und       s.,    untereinander angeordnet sind.

       Beim    Aus  puff wird jeweils zuerst der Teil der Ab  gase, die noch eine relativ hohe eigene  Energie besitzen, durch die obere Auspuff  schlitzreihe     s,    über ein     federbelastetes    selbst  fätiges Ventil     V    und die Leitung     S1    .der Tur  bine T zugeführt, bis -der Druck im     Zylinder     so gesunken ist, dass das Ventil     V    von seiner  Feder geschlossen wird. Der Rest der Abgase  strömt nachher durch die untern Auspuff  schlitze     s2    und die Leitung     82        ins    Freie.

   Die  Federdes Ventils V ist so stark, dass sie das       Ventil    schliesst und .damit die Verbindung       zwischen,dem    Zylinder und der     Turbine    un  terbricht, wenn der Druck im Zylinder so  weit     gefallen"dass    die Leistung der Turbine  beim Zuführen weiterer Abgase nicht mehr  steigen     würde.     



  Der Augenblick der Unterbrechung der  Verbindungen zwischen abgasgebenden Zy  linder und     Turbine,    welcher     selbstverständ-          lich    vor der Spülung     stattfindet,    ist also      nicht an     ,,ine        bestin nte        Kolbenstellung    ge  bunden.  



  Die Turbine T treibt. einen einstufigen       Aufladekompressor    C an. Die Spülung er  folg. durch ein elektrisch angetriebenes     Ge-          bläse        F-8,    das     -durch    ein von der Brenn  kraftmaschine angetriebene normale Spülluft  pumpe ersetzt sein könnte.

   Spülung, Ladung  lind     Aufladung    der     Brennkraftmaschine    fin  den durch zwei     übereinanderliegenden    Rei  hen von Sehlitzen statt. die     ,Spülung    und  Ladung durch eine untere     Reihe    mittelst .der  Leitung A, und die     Aufladung    durch eine  obere Schlitzreihe über die Leitung A,.  



  In     Fig.    13 treibt die Turbine T einen  aus einem     Niederdruckteil        Cb    und einen       Hoch:drmekteil        C,,    bestehenden Kompressor.  Der Niederdruckteil besorgt die Spülung     a     und die Ladung und der     Hochdruckteil    die       Aufladung    der     Brennkraftmaschine.     



  Statt des Ventils V könnte auch ein ge  steuertes Umschaltorgan vorgesehen sein. Das  selbsttätige Ventil Z' ist seiner     geringen        Re-          (,rulierfähigkeit    wegen praktisch unvollkom  men. Besser wirkt beispielsweise der Druck  im Zylinder in einem Servomotor     auf    einen       Kolben,    der das Ventil betätigt.  



  Wenn die Turbinenleistung nicht bei allen       Betriebsverhältnissen    zum Betrieb .des Kom  pressors genügt,     muss    eine Hilfseinrichtung  zum Beispiel eine     Ersatzspülluftpumpe    oder  ein     ausrückbarer        zweiter    Antriebsmotor für  den Kompressor vorgesehen sein, um die Be  triebsfähigkeit der Anlage zu gewährleisten.

    Der Kompressor kann auch als einfacher       Zweistufenkompressor    mit Zwischenentnahme  für die Spülluft ausgebildet sein oder es kön  nen zwei getrennte Turbokompressoren ver  wendet werden, einer für die Spülung und  Ladung des     Motors    und der andere für die       Aufladung,    welcher nur beim Vorhandensein  eines     Überschusses    von     Abgaseenergie    ar  beitet.  



  Die     Fig.   <B>1 1</B> und<B>15</B> zeigen eine     Zwei-          ta.ktbrennkraftmaschine    mit normaler Schlitz  spülung. Hinter den Auspuffschlitzen ist  ein Drehschieber     B    eingebaut, der die Abgase  auf die Leitungen     b'1,        .S',    und eventuell     S.;    in    Abhängigkeit vom Druck im     Zylinderinnern     während der Auspuffperiode verteilt.  



  Bei allen beschriebenen Ausführungsbei  spielen könnte an     die    Stelle der     einzylin-          drigen    einfachwirkenden auch eine doppel  wirkende und     Meh_rzylind-erbrennkra.ftkolben-          maschine    treten. Hierbei können     mehrere     Zylinder,     bezw.    Zylinderseiten über eine       Sammelleitung    :die Turbine unter andauern  der Nachfüllung der     Sammelleitung        durch    die       nacheinander        a.bga.sabgebenden    Zylinder  speisen.  



  Reicht hierzu die vorhandene Zylinder  zahl nicht aus, so kann der Rauminhalt ,der  Leitungen .derart     bemessen    sein, dass eine aus  reichende     Speicherwirkung    erzielt wird, um       erhebliche    periodische Abfälle der Leitungs  drücke unter die     Turbinenspeisedrüeke    zu  vermeiden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRüCHE I. Verfahren zur Ausnützung der Energie der Abgase von Brennkraftkolbenmaschi- nen, dadurch gekennzeichnet, rlass wenig stens eine Abgasturbine mit den zuerst aus dem Zylinder auspuffendem Abgasen, die eine relativ hohe eigene potentielle Energie besitzen, gespiesen ivirdr, und dass diese Speisung der Turbine unter brochen wird, wenn der Druck in dem Zylinder soweit gesunken ist,
    dass die Leistung der aufnehmenden Turbine beim Zuführen weiterer Abgase infolge ihres gesunkenen Speisedruckes nicht mehr steigen würde. II. Einrichtung zur Ausnützung der Energie ,der Abgase von Brennkraftkolbenmaschi- nen nach dem Verfahren gemäss Patent anspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbrennungsgase aus :
    dem. Zylinder der Brennkraftkolbenmaschinedurch mindestens ein Steuerorgan austreten, das gestattet in einem entsprechend der Be lastung einstellbaren Zeitpunkt jeweils bei einem bestimmten Zylinderinnen- druck der Gase während jeder Auslass- periode die Verbindwlg zwischen der Brennkraftkolben.masehine und minde- :stens einer Stufe einer Abgasturbine zu unterbrechen.
    UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Ausnützung der Energie .der Abgase von mehrzylindrigen Brennkraftkolbenmaschinen nach Patent anspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Zylinder der Brennkraftma- schine während der ersten Periode ihres Auspuffes die Turbine über eine Sam melleitung speisen. ?.
    Verfahren nach Patentanspruch I und f?nteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass die Turbine Luftkompressoren antreibt, deren Förderluft mindestens zum Teil zum Aufladender Brennkraft- kolbenmaschine,dient. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass die Turbine Luftkompressoren antreibt, ideren Förderluft mindestens zum Teil zur Spülung der Brennkra±t- kolbenmaschine dient.
    a-. Verfahren nach Patentanspruch 1 und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, .dass nach der Speisung der Turbine mit einem ersten Teil der Abgase zur Erhöhung der Turbinenleistung von dem Rest der Abgase noch solche eigener potentieller Energie einer Abgasturbine zugeleitet werden, worauf die übrig bleibenden Gase gegendrucksfrei entwei chen: 5.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass die der Turbine nicht zu- geführten Abgase einem Abwärmever- werter mit mindestens zwei Temperatur stufen zugeleitet werden, welchen auch die Abgase der Abgasturbine in einer späteren Stufe zugeleitet werden. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass der heissere Teil der Abgase, die nicht der Turbine zugeführt werden, einem Abwärmeverwerter mit mindestens zwei Temperaturstufen zugeleitet wird, welchem auch die Abgase der Turbine in einer späteren Stufe zugeleitet werden. 7.
    Verfahren nach Patentanspruch I unj. den Unteransprüchen 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass zeitweise bei nor malem Betriebe direkt ins Freie abge leitete Abgase in eine der Druckstufen einer mehrstufigen Abgasturbine geleitet werden. B.
    Verfahren nach Patentanspruch. I, da- .durch gekennzeichnet, dass .der Zeitpunkt in welchem die Verbindung des auspuf- fenden Zylinders mit der Abgasturbine unterbrochen wird, entsprechend der 11Io- torbelastung geregelt wird. 9.
    Einrichtung nach Patentanspruch II mit einer Viertaktbrennkraftkolbenmaschine, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuer orgaA zum Unterbrechen der Verbindung zwischen dem Zylinder und mindestens einer Stufe der Abgasturbinen hinter einem Hauptauspuffsteuerorgan einge schaltet ist.
    10. Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 9, gekennzeichnet durch mindestens ein kombiniertes Ein- und Auslassventil, ausserhalb welchem? ein Umschaltorgan für den Ein- und Auslass der Gase angebracht ist. 11.
    Einrichtung nach Patentanspruch II, mit einer Zweitaktbrennkraftkolbenmaschine mit Auspuffschlitzsteuerung, dadurch gekennzeichnet, .dass das Steuerorgan zum Unterbrechen der Verbindung zwischen .dem Zylinder und der Turbine ausserhalb -des Zylinders angeordnet und an eine eigene Auspuffsehlitzreihe angeschlossen ist, und :
    dass der Zylinder nach beendeter Turbinenspeisung durch eine weitere Auspuffsehlitzreihe mit der Atmosphäre in Verbindung gesetzt wird.
CH166313D 1929-01-30 1930-01-29 Verfahren und Einrichtung zur Ausnützung der Energie der Abgase von Brennkraftkolbenmaschinen. CH166313A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
IT166313X 1929-01-30

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH166313A true CH166313A (de) 1933-12-31

Family

ID=11149065

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH166313D CH166313A (de) 1929-01-30 1930-01-29 Verfahren und Einrichtung zur Ausnützung der Energie der Abgase von Brennkraftkolbenmaschinen.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH166313A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP2165058B1 (de) Brennkraftmotor
CH636168A5 (de) Mehrzylindriger aufgeladener dieselmotor.
CH665879A5 (de) Kolbenbrennkraftmaschine.
EP0281572A1 (de) Mehrzylindrige dieselbrennkraftmaschine mit niedrigem verdichtungsverhältnis in den zylindern.
DE69008246T2 (de) Wasserabscheidesystem für ein Kraftstoffeinspritzsystem.
CH166313A (de) Verfahren und Einrichtung zur Ausnützung der Energie der Abgase von Brennkraftkolbenmaschinen.
DE60113994T2 (de) Brennkraftmaschine ohne auswendige Kühlung - Verbrennungsmotor ohne äußerliches Kühlsystem
DE2732315A1 (de) Verbrennungsmotor, insbesondere zweitaktmotor
DE2355734A1 (de) Antriebsanlage, insbesondere fuer lokomotiven
DE579860C (de) Gasturbinenanlage mit vorgeschalteter Verbrennungskolbenmaschine
DE955009C (de) Verfarhen und Vorrichtung zur Aufladung und Regelung von Freikolben-Brennkraft-Luftverdichtermaschinen mit unveraenderlichem Kolbenhub
DE614085C (de) Zweitaktflugmotor mit Spuelung und Nachladung
DE662954C (de) Luftverdichtende Zweitaktbrennkraftmaschine mit Selbstzuendung
DE426009C (de) Brennkraftturbine mit Hilfsfluessigkeit
DE446689C (de) Steuerung der Verbrennungsgase von als Kraftgaserzeuger dienenden Brennkrafatmaschine
DE545644C (de) Mehrzylindrige Viertaktbrennkraftmaschine
DE920275C (de) Freiflugkolben-Motor-Verdichter
CH371633A (de) Umsteuerbare mehrzylindrige Zweitakt-Brennkraftmaschine mit mindestens einem Abgasturbolader
DE102010015698A1 (de) Brennkraftmotor
DE454107C (de) Arbeitsverfahren fuer Viertakt-Brennkraftmaschinen mit Vorverdichtung der Ladung durch Abgasturbinen
AT369137B (de) Viertakt-hubkolben-brennkraftmaschine, die nach dem otto- oder dieselverfahren arbeitet
DE604307C (de) Verfahren zur Aufladung mehrerer in ihren Arbeitsgaengen versetzt arbeitender Verpuffngskammern, insbesondere fuer Brennkraftturbinen
DE1526446C3 (de) Hubkolbenbrennkraftmaschine
CH178645A (de) Mit Vorverdichtung arbeitende Explosionskraftmaschine.
AT109077B (de) Brennkraftmaschine mit Vorverdichter und Abgasturbine.