CH159104A - Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen doppelwandiger Gefässe aus Glas. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen doppelwandiger Gefässe aus Glas.

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Sophienhuette Richa Glasfabrik
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Sophienhuette Richa Glasfabrik
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  • Re-Forming, After-Treatment, Cutting And Transporting Of Glass Products (AREA)

Description


  Verfahren und     Vorrichtung    zum Herstellen doppelwandiger Gefässe aus Glas.    Es sind V erfahren bekannt, nach denen  die Innenkörper doppelwandiger Gefässe aus  der     feurigflüssigen    Glasmasse     unmittelbar     am Glasofen mit Hilfe einer in die Halsöff  nung des Aussengefässes eingeführten     Auf-          treibvorrichtung    geformt werden. Diese Ver  fahren beziehen sich auf die Herstellung von  doppelwandigen Gegenständen mit rundem       Querschnitt.     



  Die Herstellung doppelwandiger Gefässe  mit     unrundem    Querschnitt ist bisher fast  ausschliesslich auf die einfachste Arbeits  weise des     Zusammenschmelzens    zweier ein  zelner fertiger Glaskörper angewiesen, und  es treten alle Übelstände dieses an sich un  vollkommenen und kostspieligen Verfahrens,  wie Spannungen an den an der     Gebläselampe     bearbeiteten Hals- und Bodenstellen, bei  Gefässen mit     unrundem    Querschnitt natur  gemäss in erhöhtem Masse auf.

   Die Herstel  lungsschwierigkeiten unter erhöhter Bruch  gefahr und die wesentlich höheren Kosten,         sowie    die ausserordentliche Empfindlichkeit       doppelwandiger,    nach .der bisher üblichen  Arbeitsweise hergestellter Flaschen und an  derer Gefässe mit     unrundem    Querschnitt im       Gebrauch]    sind die Gründe, aus denen sich diese  Gegenstände trotz ihres zum Teil gefälligen  Äussern und ihrer praktischen     Handhabung    s  möglichkeit zum Beispiel beim Transport,  sie lassen sich bequem in die     Tasche        b@tecken     und verpacken, auf dem     -Alarkte    nur wenig  einführen konnten.

   Die Erfindung bezieht  sich nun auf ein Verfahren, das die Herstel  lung     doppelwandiger    Gefässe aua Glas, insbe  sondere mit     unrundem    Querschnitt unmittel  bar am Glasofen gestattet und ihnen damit  alle die Vorteile zuteil werden lässt, die die  runden doppelwandigen. unmittelbar am  Glasofen hergestellten Flachen und andern  Gefässe aufweisen. Das sind vor allen Din  gen grösste, durch die gleichmässige Wand  stärke bedingte Festigkeit des Innen- und       Aussengefässes,    vollkommene Spannungsfrei-           heit    durch Fortfall jeglicher Bearbeitung an  der     Gebläselampe    und die Möglichkeit der  Anwendung erstklassiger Hüttenkühlung.  



  Der Gang des neuen Verfahrens ist an  hand der Zeichnung an mehreren Beispielen  geschildert, und zwar beziehen sich die       Fig.    1 bis 27 auf die     Herstellung    einer dop  pelwandigen Flasche     mit        unrundem    Quer  schnitt und die     Fig.    28 bis 43 auf die Her  stellung einer     doppelwandigen    Flasche mit  rundem     Querschnitt.     



  Zunächst wird beim Verfahrensbeispiel  zur Herstellung doppelwandiger Flaschen  mit     unrundem        Querschnitt    wie bei der Er  zeugung runder doppelwandiger Gefässe, der  Aussenkörper in bekannter Weise in     eine     Form eingeblasen, die zur Bildung des In  nenkörpers erforderliche Glasmasse auf die  eingezogene Kappe des Aussengefässes auf  gebracht und mit Hilfe der     'Auftreibvorrich-          tung   <I>a</I> durch den Hals<I>b,</I> der rund oder,  wenn die grosse Achse des     unrunden    Quer  schnittes     bedeutend    grösser ist als die kleine  Achse,     unrund        bezw.    oval sein kann,

   gescho  ben     (Fig.    1 bis 8). Ist die     Auftreibvorrich-          tung    tief genug in den Aussenkörper c ein  geführt     (Fig.    1 und 2), so     wird    gemäss dem  Ausführungsbeispiel nach     Fig.    3 und 4 der  ganze äussere     Flaschenkörper    c nach rechts  geschoben     bezw.    das Werkzeug     a    nach links  bewegt, und zwar in Richtung der grossen  Achse des ovalen     Querschnittes.    Hierdurch  wird die noch in     feurigflüssigem    Zustande  befindliche Glasmasse d derart zur Seite ge  drückt,

   dass sie im gewünschten Abstand von  der Aussenwand die linksseitige Wand des  Innengefässes bildet. Sodann erfolgt eine  rückwärtige Bewegung des     äussern    Flaschen  körpers mit der Glasmasse für die Innen  flasche     bezw.    des     Werkzeuges    über die mitt  lere Ausgangsstellung hinaus in die in     Fig.    5  und 6 dargestellte Lage an der rechten Seite  des Aussenkörpers. Dadurch bildet sich die  rechte Seite der innern Flaschenwand.

   Durch  mehrmaliges     Wiederholen    des     geschilderten          Vorganges    unter gleichzeitigem     Tieferdrük-          ken    der     Auftreibvorrichtung    in den Raum    der Aussenflasche wird so der gewünschte       unrunde    Querschnitt des Innengefässes er  zeugt     (Fig.    7 und 8).  



  Dieser     unrunde        Querschnitt    braucht aber  nicht, wie in     Fig.    1 bis 8 dargestellt, zu zwei  senkrechten Achsen symmetrisch zu sein,  sondern er kann     beliebige    Gestalt haben, etwa  gemäss den     Fig.    9 bis 11.

   In diesem Falle  ist die Bewegung des äussern Flaschenkör  pers mit der Glasmasse zur Bildung des       Innenkörpers        bezw.    der     Auftreibvorrichtung     keine geradlinige, sondern erfolgt in irgend  einer zweckentsprechenden     Kurve.    Es ist  hierbei auch nicht erforderlich, dass die Rück  wärtsbewegung auf derselben Linie vor sich  geht wie die Vorwärtsbewegung, sondern sie  kann, wie     Fig.    11 zeigt, auch in besonderer       Kurve    erfolgen.  



  Die Vorrichtung zur Formung des Innen  körpers braucht nicht, wie in den     Fig.    1  bis 8 dargestellt, aus einem Stück- zu be  stehen, sondern sie kann auch in an sich be  kannter Weise teilbar sein     (Fig.    12 und 13).  Diese Teilbarkeit ist besonders dann vorteil  haft und notwendig, wenn beispielsweise bei  einem elliptischem Querschnitt die grosse  Achse im Verhältnis zum Halsdurchmesser  so gross ist, dass bei .der     'Seitwärtsbewegung     die     Auftreibvorrichtung    die weiche Glas  masse nicht weit genug seitwärts schieben  kann,

   um den gewünschten engen Zwischen  raum zwischen Aussen- und Innengefäss zu       erzielen.    In diesem Falle wird die     Auftreib-          vorrichtung    zunächst in geschlossenem Zu  stande durch den Hals des Aussengefässes ge  führt und erst :dann gespreizt.     Dabei    ist es  zweckmässig, dass der durch die     Spreizung     des     Werkzeuges    zwischen den Teilen f ent  stehende Zwischenraum durch eine verschieb  bare Bodenplatte g abgedeckt wird.  



  Für bestimmte Fälle erweist es sich not  wendig, die     Auftreibvorrichtung    unter Dre  hung auf die zur Bildung des Innenkörpers       bestimmte    Glasmasse wirken zu lassen. Das  ist besonders vorteilhaft zur Erzielung einer  möglichst grossen Gleichmässigkeit der Wand  stärke des Innenkörpers. Zu diesem Zweck  kann die     Vorrichtung    beispielsweise in zwei      einzelne scherenförmige Messer h aufgelöst  werden, wie in den     Fig.    14 bis 28 darge  stellt.

   Diese Schere wird in geschlossenem       Zustande        (Fig.    14 und 15) unter Drehung,  die Glasmasse für den     Innenkörper    vor sich  her schiebend, durch den Hals des Aussen  gefässes soweit in dieses eingeführt, als es zur  Bildung des Schulteransatzes des     Innen-          gefässes    erforderlich ist. Durch die Betäti  gung der Scherenvorrichtung werden jetzt  die Messer h gespreizt, und infolge ihrer  Drehung wird aus der Glasmasse zunächst  ein runder Körper geformt     (Fig.    16 und 17).

    Zur Herstellung eines     Innenkörpers    mit ur  rundem Querschnitt bewegt man genau, wie  oben beschrieben,     entweder    das Aussengefäss  c mit der Glasmasse d für den Innenkörper  h oder aber die sich drehende     Auftreibvor-          richtung    in der vorgesehenen Richtung       (Fig.    18 bis 21). Darauf wird die scheren  förmige     Auftreibvorrichtung    wieder in ge  schlossene Lage gebracht und gemäss     Fig.    22  und 28 durch den Hals des     fertiggestellten     Gefässes entfernt.  



  Wie die     Fig.    1 bis 8 und 12 bis 23 erken  nen lassen, sind die durch die     Gegeneinander-          bewegung    von Werkstück und Werkzeug       (Auftreibvorrichtung)    senkrecht zur Längs  achse des Werkstückes     erzeugten    Wände des  Innengefässes in Richtung der grossen Achse  des Querschnittes eben.  



       Ebene    Wände haben nun den Nachteil,       ,lad    sie nach dem     Auspumpen    des Raumes  zwischen Aussen- und Innengefässe dem so  wirksam werdenden     äussern    Luftdruck nur  sehr geringen Widerstand bieten und erfah  rungsgemäss die Ursache zum leichten Zer  brechen des Gefässes sind.  



  Diesen Nachteil kann man dadurch be  seitigen, dass die wenig widerstandsfähigen  ebenen Flächen durch den Druck ausreichen  den. Widerstand bietende gewölbte Flächen  ersetzt werden.  



  Die Bildung derartiger Flächen vollzieht  sich gemäss     Fig.    24 und 25 beispielsweise  wie folgt: .  



  Nachdem die erste Stufe des Verfahrens  beendet ist, bei der die Bewegung der Auf-         treibvorrichtung    in Richtung der Längsachse  des Gefässes absatzweise vor sich geht, wird  die     Auftreibvorrichtung    in die Mittellage ge  mäss     Fig.    24 und 25 zurückbewegt.

   (Selbst  verständlich findet bei der Ausübung dieses  Verfahrens ein Aussengefäss mit gewölbten       Seitenwänden    Verwendung, wie es     Fig.    25  zeigt.)  In der Mittelstellung nach     Fig.    24 und  25 erfolgt ein weiteres Spreizen der     Auf-          treibvorrichtung,    so dass die noch in weichen,       bearbeitbarem    Zustand befindlichen ebenen  Seitenwände des Innengefässes die ge  wünschte Wölbung erhalten (wie in     Fig.        -1     und 2.5 ist die erste     Spreizstellung    strich  punktiert, die darauffolgende weitere  Spreizstellung ausgezogen dargestellt).

   Nach  Fertigstellung der Wölbung wird die     Auf-          treibvorrichtung    in die erste Spreizstellung  zurückgeführt, und es wiederholen sich die  geschilderten     Arbeitsstufen    bis zur Vollen  dung des Innengefässes.  



  Wesentlich neu und überraschend bei  dem Verfahren nach     Fig.    14 bis 25 ist, dass  die weiche, im     feurigflüssigen    Zustande be  findliche Glasmasse d sich beim     Niederdrük-          ken    nicht in den     Zwischenraum    i zwischen  den gespreizten Messern h hineindrückt und  so ein ungewolltes Deformieren des zu er  zeugenden Innengefässes herbeiführt, sondern       dass    sie, wie in     Fig.    16, 18 und 20 darge  stellt, eine geradlinige Verbindung zwischen  den einzelnen Messern bildet.

   Diese Erschei  nung lädt sich in     erster    Linie auf die Kon  sistenz der weichen Glasmasse an und für  sich zurückführen, dann aber auch in dem  ersten Teile des Verfahrens bei Herstellung  eines runden Innenkörpers auf die Drehung  der messerartigen     Auftreibvorrichtung    und  zuletzt bei der Bildung des urrunden Quer  schnittes auf die zusätzliche seitliche Bewe  gung des Gefässkörpers oder ,der     #.uftreibvor-          richtung.     



       Spreizbare        Auftreibvorrichtungen    sind an  sich bekannt. Sie sind aber alle mit einer,  wenn auch in einfachster Weise ausgestal  teten Bodenplatte versehen, die in irgend-      einer Weise den Zwischenraum zwischen den  geöffneten Teilen der Vorrichtung über  brückt, zu dem Zwecke, das Einschieben der  weichen Glasmasse in diese     geöffneten    Teile  zu vermeiden.  



  Das neue Verfahren macht solche ge  schlossenen Teile am vorangehenden Ende der       Auftreibvorrichtung    in die weiche Glasmasse  nicht mehr     notwendig.    Dadurch wird es mög  lich, die Konstruktion der     Auftreibvorrich-          tung    unter Ausschaltung von allen Zwischen  gliedern auf die denkbar einfachste Form,  nämlich das Vorhandensein von lediglich  zwei     einzelnen    messerförmigen Teilen, zu be  schränken, die sich in der einfachsten Weise  scherenförmig betätigen lassen. Dies bedeu  tet in konstruktiver Hinsicht einen erheb  lichen Fortschritt.  



  Bei den bisher besprochenen Beispielen  verschieben sich Glasgefäss und     Auftreibvor-          richtung    horizontal und vertikal gegeneinan  der; 'in den     Fig.    26 und 2 7 wird das neue  Verfahren     derart    ausgeübt, dass beide Ge  genstände (abgesehen von den einzelnen  Werkzeugen     h.)    in horizontaler Richtung un  verrückbar gegeneinander feststehen.

   Zur  Verwendung kommt dabei eine der Anord  nung nach den     Fig.    14 bis 25 ähnliche, an  sich bekannte     Auftreibvorrichtung,    die so  konstruiert ist, dass die Umhüllungsfläche  ihrer Messer im geschlossenen Zustande     etwa     dem kleinsten Durchmesser des zu formenden  innern     unrunden    Gefässes entspricht. Jetzt  wird als erste Stufe des Verfahrens in be  kannter Weise ein runder     Innenglaskörper     geformt. Wollte man nun die     Auftreibvor-          richtung    ohne weiteres auf ihren grössten  Durchmesser spreizen, so würde die innere  Glasmasse an die Längsseite des Aussen  körpers gedrückt werden und damit seine  Zerstörung herbeiführen.

   Dies wird dadurch  vermieden, dass der Durchmesser der mit den  Kanten der     Auftreibvorrichtung    beschrie  benen geschlossenen Figur während der For  mung.des     unrunden    Innengefässes nicht kon  stant     _gehalten    wird, sondern sich entspre  chend der Grösse der grossen Achse des    Aussengefässes verändert, mit andern Worten:

    Die Vorrichtung wird während der Drehung  geöffnet und wieder geschlossen, und zwar  in der Weise,     dass'    sie immer dann geöffnet  ist, wenn ihre Messer     la    sich in der     Lage          in-m    (Fix. 26 und 27) der grossen Achse des  ovalen Querschnittes befinden, und dass sie  immer geschlossen oder fast geschlossen ist,  wenn sich ihre Messer     lt    in der Lage     k-k,     der kleinen Achse des     Querschnittes    befin  den. In     Fig.    26 und 27 ist ausserdem eine       Zwischenspreizlage    1-1 dargestellt.

   Das Off  nen und Schliessen der     Auftreibvorrichtung     erfolgt in einfachster Weise von Hand oder  mechanisch. Während des     Offnens    und  Schliessens werden nun Glasgefäss und     Auf-          treibvorrichtung    in vertikaler     Richtung    senk  recht gegeneinander bewegt, bis der ge  wünschte     unrunde    Innenkörper vollkommen  geformt ist. Dabei findet auch eine     Bewegung     des Gefässes und jedes Werkzeuges lt gegen  einander quer zu ihrer Längsachse     statt.     



  Wie die     Fig.    28 bis 43 erkennen lassen,  kann die Herstellung des Innengefässes auch  dadurch erfolgen, dass Aussengefäss und Auf  treibvorrichtung exzentrisch zueinander be  wegt werden und die exzentrische Bewegung  während des ganzen Herstellungsganges des  Innengefässes, das heisst während des zylin  drischen Ausziehens des Innengefässes, vor  sich geht. Zweckmässig setzt die exzentrische  Bewegung bereits nach Bildung des Halses,  ,das heisst an der Stelle ein, an der die  Schulter der Innenflasche liegen soll.  



  Die     exzentrische    Bewegung zum Zweck  des     Aufweitens    der Innenflasche erfolgt ab  satzweise oder in langsam fortschreitender  zusammenhängender Bewegung der     Auftr(üb-          vorrichtung    von oben nach     unten    bis zur Vol  lendung der Innenflasche in ihrer ganzen  Länge. Dadurch lässt sich das Innengefäss  formen und fertigstellen, ohne dass irgend  welche Verdrehungen der zu verarbeitenden  Glasmasse oder Zerstörungen des bereits ver  arbeiteten Glases stattfinden.  



  Die zur Bildung der Innenflasche be  stimmte Glasmasse wird von der     Auftreib-          vorrichtung    durch den Hals des Aussen-           gefässes    geschoben. In der in     Fig.    28 punk  tiert gezeichneten Lage, also in Höhe des  Halses, verweilt zunächst die     Auftreibvor-          richtung    etwas, um die Glasmasse, soweit  es erforderlich ist, abzukühlen. Dann wird  die Abwärtsbewegung bis zu der Stelle, an  der die Schulter des herzustellenden Innen  gefässes liegen soll, fortgesetzt.

   Ist diese Stel  lung erreicht, so erfolgt die exzentrische Be  wegung von     Auftreibvorrichtung    und Aussen  gefäss gegeneinander, wodurch die Innen  flasche entsprechend der Länge der     Auftreib-          vorrichtung    bereits in ihrem     ganzen    Quer  schnitt geformt wird. Die einzelnen Phasen  dieses Herstellungsganges ergeben sich aus  den     Fig.    28 bis 35.  



  Bei dieser zunächst teilweisen Herstel  lung der Innenflasche     tritt    bemerkenswerter  weise kein Verdrehen oder Zerstören des zu  verarbeitenden Glases ein, denn einmal ist die  durch     den:    Hals der Aussenflasche geschobene  Glasmasse beim Einsetzen der     exzentrischen     Bewegung bereits so weit erstarrt, dass ein  Verdrehen nicht möglich ist,     und    das andere  Mal geht die Vorwärtsbewegung der     Auf-          treibvorrichtung    der Erstarrung des Glases  in solchem     Abstande    voran, dass sein Zähig  keitszustand noch eine bequeme     Verarbeitung          gestattet.     



  Nachdem die Formung der     Innenflasche    so  weit erfolgt ist, wie     Fig.    34 und 35 es zeigen,  setzt nun unter Beachtung des Grundsatzes,  dass die Bewegung des     Auftreibwerkzeuges     entsprechend der Abkühlungsgeschwindigkeit  des Glases zu erfolgen hat, die weitere Ab  wärtsbewegung der     Auftreibvorrichtung        in     das Innere des     Aussengefässes    ein, bis der  Innenkörper in     seiner    vollen Länge fertig  gestellt ist. Dieser Arbeitsgang kann absatz  weise oder in langsam fortschreitender zu  sammenhängender Bewegung erfolgen. Die  einzelnen Phasen sind in     Fig.    36 bis 43 dar  gestellt.  



  Die     Ausfibung    dieses Verfahrens ist un  abhängig von .der     Grundrissgestalt    des zu er  zeugenden Gefässes, das kreisförmig sein oder  einen     unrunden    Querschnitt aufweisen kann.    Zur Bildung eines Gefässes mit     mirundem     Querschnitt wird man zweckmässig die exzen  trische Bewegung gemäss     Fig.    28 bis 43 mit  einer geradlinigen (gemäss     Fig.    1 bis     ?3)          bezw.    einer Bewegung in Kurvenform sym  metrisch zu einem     Mittelpunkt-    (gemäss     Fig.    :)  bis 11) verbinden.  



  Das für das Verfahren erforderliche     Aut-          treibwerkzeug    besteht entweder aus einem  Stück oder setzt sich aus mehreren Teilen       sammen,    die gegeneinander feststehen oder in  irgendeiner Weise     zueinander    beweglich an  geordnet sein können.  



  Für die     Herstellung    von     doppelwandigen          Isoliergefässen    mit verhältnismässig weitem       Körper    im Vergleich zur Halsöffnung hat es  sich als zweckmässig erwiesen, eine spreizbare  Vorrichtung zu verwenden. Diese wird in  geschlossenem Zustand durch den     hals    des  Aussengefässes geschoben und in der Höhe der  Schulterlage des Innengefässes zunächst ge  spreizt, so dass ein zylindrischer Körper von  der Länge des     Auftreibwerkzeuges    entsteht,  dessen Durchmesser kleiner ist. als der des  endgültigen Innengefässes. Erst dann tritt  zweckmässig die exzentrische Bewegung und  Vollendung des     Innenkörpers    ein.

Claims (1)

  1. PATENTANSPItü CHE I. Verfahren zum Herstellen doppelwan diger Gefässe aus Glas in einem Arbeits gang, bei dem die Bildung des Innen körpers aus der feurigflüssigen Glas masse mittelst einer in die Halsöffnung des Aussengefässes eingeführten Auf treibvorrichtung erfolgt, gekennzeichnet durch Bewegen des Werkstückes und des Werkzeuges gegeneinander in Rich tung der Längsachse des Werkstückes bezw. Werkzeuges, sowie des Werk stückes und des Werkzeuges gegeneinan der quer zur Längsachse des Werkstük- kes bezw. Werkzeuges.
    II. Vorrichtung zur Ausführung (ies Ver fahrens nach Patentanspruch I, gekenn zeichnet durch zwei scherenförmig ge geneinander verschiebbare Flügel ohne Kern und Bodenplatte an ihrem voran gehenden Ende als Auftreibvorrichtung. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Verfahren nach dem Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass (las Gegen- einanderbewegen ' von Werkstück und Werkzeug senkrecht zur Länö;3achse des Werkstückes bezw. Werkzeuges in lang sam fortschreitender, zusammenhängender Bewegung erfolgt. 2. Verfahren nach .Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das Gegenein- anderbewegen von Werkstück und Werk zeug senkrecht zur Längsachse des Werkstückes bezw. Werkzeuges absatz weise erfolgt. 3.
    Verfahren nach dem Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das Gegen einanderbewegen von Werkstück und Werkzeug in Richtung der Längsachse des Werkstückes bezw. Werkzeuges ent sprechend der Abkühlungsgeschwindig keit des Glases erfolgt. 4. Verfahren nach dem Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass mit dem Bewegen von Werkstück und Werkzeug gegeneinander senkrecht zur Längsachse des Werkzeuges bezw. Werkstückes so fort nach Bildung des Gefässhalses in Höhe der Schulterlage des Innengefässes begonnen wird. 5.
    Verfahren: nach dem Patentanspruch I, gekennzeichnet dadurch, dass die Werk zeuge einer spreizbaren Auftreibvorrich- tung sich gegen das Werkstück quer. zu ihrer Längsachse bezw. zur Längsachse des Werkstückes bewegen. 6. Verfahren nach Unteranspruch 5, da durch gekennzeichnet, dass die Auftreib- vorrichtung periodisch geöffnet und ge schlossen wird. 7. Verfahren nach dem Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das Gegen einanderbewegen von Werkstück und Werkzeug senkrecht zur tängsachse des Werkstückes bezw. Werkzeuges in Kur venform erfolgt. B.
    Verfahren nach dem Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gegen- einanderbewegen von Werkstück und Werkzeug senkrecht zur Längsachse des Werkstückes bezw. Werkzeuges in ge rader Linie erfolgt. 9. Verfahren nach dem Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass Aussen gefäss und Auftreibvorrichtung exzen trisch zueinander bewegt werden und dass die exzentrische Bewegung während des zylindrischen Ausziehens des Innen gefässes erfolgt. 10. Verfahren nach Unteranspruch 9, da durch gekennzeichnet, dass vor Einsetzen der exzentrischen Bewegung eine Erwei terung des Innengefässes erfolgt. 11.
    Verfahren nach dem Patentanspruch I unter Verwendung einer spreizbaren Auftreibvorrichtung für unrunden Ge fässquerschnitt, dadurch gekennzeich net, dass bei geradlinigem Gegeneinander bewegen von Werkstück und Auftreib- vorrichtung senkrecht zur Längsachse des Werkstückes das Bewegen der Auf- treibvorrichtung derart erfolgt, dass die in Richtung der grossen Achse des Quer schnittes zunächst ebenen Wände des Innengefässes durch weiteres Spreizen der Auftreibvorrichtung die gewünschte Wölbung erhalten. 12.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Bildung des Innenkörpers unter Drehen des Werkstückes erfolgt. 13. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Bildung des Innenkörpers unter Drehen des Werkzeuges erfolgt.
CH159104D 1930-12-19 1931-12-11 Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen doppelwandiger Gefässe aus Glas. CH159104A (de)

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