CH156271A - Verfahren und Einrichtung zur Luftveredelung. - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur Luftveredelung.

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CH156271A
CH156271A CH156271DA CH156271A CH 156271 A CH156271 A CH 156271A CH 156271D A CH156271D A CH 156271DA CH 156271 A CH156271 A CH 156271A
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CH
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air
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washing
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Schlick Gustav
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Schlick Gustav
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61GTRANSPORT, PERSONAL CONVEYANCES, OR ACCOMMODATION SPECIALLY ADAPTED FOR PATIENTS OR DISABLED PERSONS; OPERATING TABLES OR CHAIRS; CHAIRS FOR DENTISTRY; FUNERAL DEVICES
    • A61G10/00Treatment rooms or enclosures for medical purposes

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
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  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Separation Of Particles Using Liquids (AREA)

Description


      Verfahren    und     Einrichtung    zur Luftveredelung.    Die Erfindung     betrifft    ein Verfahren und  eine Einrichtung zur Veredelung von Luft  in Räumen beliebiger Art.  



  Es ist eine bekannte Tatsache, dass eine       Verschlechterung    der Luft neben der Ver  unreinigung durch mechanische Beimengungen,  Riechstoffe usw. vor allem durch die Zunahme  der relativen Luftfeuchtigkeit eintritt.  



  Einen derartigen durch die Luftfeuchtig  keit bedingten Luftzustand empfindet man  als Schwüle. Dies hat unter anderem seinen  Grund darin, dass durch die allmählich vor  sich gehende Zunahme des Wasserdampfge  haltes vor allem in bewegungsloser, energie  armer Luft die Luft zunehmend ärmer an  aktivem     Sauerstoff    wird, weil dessen normales  Diffusionsvermögen durch die allmählich sieh  ausbildende     Wasserdampfhaut    teilweise ver  ringert wird.  



  Man versuchte aus diesen Erwägungen  heraus bereits durch Trocknung     oderWaschung     der Luft den trägen Wasserdampf aus der  Luft zu entfernen. Aber alle die bekannten  Verfahren konnten dies wegen mangelhafter         Zerstäubung    des hierzu erforderlichen Wassers  nur in unvollkommener Weise erreichen.  Hierzu kam noch, dass wohl die Luftverhält  nisse sich etwas besserten, aber diese Be  handlungsluft nicht den speziell für Atmungs  zwecke erforderlichen erhöhten und vor allem  wirksamer gemachten Sauerstoffgehalt auf  wies.  



  Um nun mit einfachen Mitteln und ohne  teuere     Einrichtungs-    und Betriebskosten eine  Veredelung der Luft durch Vermehrung der  Reaktionsenergie des     Luftsauerstoffes    zu er  zielen, wird nach dem Verfahren gemäss der  Erfindung die Luft mit Hilfe von Kreisel  kraftzerstäubungsdüsen mit Wasserstaub in  schwebender feinverteilter Form durchsetzt.  



  Die mit diesem Verfahren erzielbare     grös-          sere    Oxydationskraft des     Luftsauerstoffes    lässt  sich dadurch erklären, dass durch das Ein  stäuben von Wasser in die Luft mittelst       Kreiselkraftzerstäubungsdüsen,vorteilhaftnach     Bauart Schlick, eine     Energieaufladung    im       Misebgebilde    entsteht, welche das rasche  Zusammentreten und Wiedervereinigen feiner      Wasserstäubchen durch Distanzhaltung     Lind     elektrische     Aufladung    für eine gewisse Zeit  verhütet. Dabei wird einmal aus der Luft  in dem mit enorm grosser Oberfläche ausge  statteten Wasserstaub der Sauerstoff der Luft  in grösserem.

   Masse und in 'einer zu Oxyda  tionen mehr befähigteren Form als in gewöhn  lichem, nicht so fein verteiltem Wasser gelöst.  



  Dadurch, dass dieser Wasserstaub reak  tionsfähigeren Sauerstoff aus der durchström  ten Luft mit sich herumträgt, kann daher  neben der Veredelung von Atemluft in Räu  men beliebiger Art auch jeder     Verbrennungs-          prozess    mit dieser Luft günstig beeinflusst  werden. Auch lässt sich diese Luft zur Waren  behandlung     usw.    verwenden.  



  Beiliegende Zeichnung veranschaulicht  zwei beispielsweise Ausführungsformen einer  zur Durchführung des Verfahrens gemäss der  Erfindung geeigneten Einrichtung, und zwar  in je einer schematischen Gesamtansicht.  



  Die Einrichtung gemäss     Fig.    1 besitzt  eine     Luftwaschvorrichtung    1, in welcher die  verbrauchte Luft des Innenraumes 2 auf  irgend eine geeignete Weise gereinigt und  getrocknet, das heisst von dem gealterten,  auf die Sauerstoffabgabe bremsend wirkenden  Wasserdunst befreit wird. Es kann dies in  an sich bekannter Weise durch Abkühlung,  durch Anwendung hygroskopisch wirkender  Mittel oder dergleichen geschehen.  



  Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel  wird die Luftreinigung in der Waschvorrich  tung 1 durch eine     Wasserzerstäubu.ngsdüse,     zum Beispiel     Kreiselkraftzerstäubungsdüse    3  bewirkt, welche gleichzeitig die erforderliche  Luftzirkulation hervorruft.  



  Der zu reinigenden Luft kann durch Ver  mittlung eines Rohres 4 nach Bedarf über  die Drosselklappe 5 Frischluft     beigemischt     werden, wobei das Mitreissen unerwünschter  Fremdkörper vorteilhaft durch einen Luftfilter  6 verhindert wird.  



  Die so gereinigte Luft -tritt bei 7 aus.  An dieser Stelle ist eine vorteilhaft an die  Wasserleitung angeschlossene Kreiselkraft  zerstäubungsdüse 8 angeordnet, mittelst wel-    eher der     Luftwasserstaub    in feinster Vertei  lung zugeführt wird.  



  Bei der Vorrichtung nach     Fig.    2 ist die  Brausekammer 9 nach aussen zu durch ein  Reinigungssieb oder einen Filter 10 abge  schlossen, während zwischen Ventilator 11  und dieser Kammer 9 ein     Tropfenabscheider     12 bekannter Bauart eingeschaltet ist.  



  Die in der     Brausekammer    gewaschene  Luft drückt den durch einen Motor 13 be  triebenen Ventilator durch den Rohrstutzen 14  an den Bestimmungsort.  



  Der für die     Zerstäubung    von zusätzlichem  Wasser oder Beimischungen     zur    Luft, wie  zum Beispiel Desinfektionsmittel, vorgesehe  nen     Kombinationsdüse    15 mit Kreiselkraft  zerstäubung wird das Druckmittel in Form  von Druckluft durch den Kompressor 16 zu  geführt. Dieser Kompressor saugt bei 17 die  bereits vorbehandelte, . aktivierte und ent  staubte Luft an. Selbstverständlich kann  dieser Kompressor ebenfalls mehrere. für Zu  sätze bestimmte Düsen beschicken.  



  In der Brausekammer sind zwei an Rohren  18 und 19 angeordnete Gruppen von Kreisel  kraftzerstäubungsdüsen 20 und 21     einander     gegenüber gestellt. Je nach Bedarf kann man  entweder beide oder nur eine Rohrgruppe  drehbar anordnen, wobei entweder jedes ein  zelne Rohr gesondert oder sämtliche Rohre  einer Gruppe gemeinsam drehbar sind. Jede  beliebige Zwischenstellung der Düsen der  einzelnen Rohrgruppen lässt sich auf     -diese     Weise ermöglichen. Das Abwasser wird bei  22 gesammelt und von hier abgelassen.  



  Durch die Verteilung der Düsen auf zwei  Rohrgruppen wird erreicht, dass gegenüber  den     bekannten    Anordnungen die Düsen nicht  so dicht sitzen müssen. Trotzdem wird über  die Gesamtfläche der Brausekammer ein ein  heitlicher Wasserschleier erzeugt. Der Luft  widerstand des Wasserschleiers selbst ist  ganz minimal, da die     Wirkung,    der ersten  luftfördernd arbeitenden Düsenreihe von der  zweiten Düsengruppe, die entgegengesetzt  arbeitet, vollkommen ausgeglichen wird.  



  Je nach der Grösse     -der    Anlagen wird man  selbstverständlich die zu behandelnde Luft      durch die Apparaturen mit bekannten Mitteln,  zum Beispiel mit Ventilatoren,     hindurchleiten     und ausserdem gleichzeitig mit dem Eintreiben  neuer Luft in den Raum die alte Luft ab  saugen. Je nach Bedarf zum Beispiel im  Winter kann natürlich die eingesaugte Luft  auch in geeigneter Weise vorgewärmt werden.  



  Das Verfahren bezieht sich bei den be  schriebenen Einrichtungen etwa wie folgt  Die in den betreffenden Raum einzufüh  rende Luft wird zunächst physikalisch durch  die Siebe, Filter oder dergleichen     vorgereinigt.     Bei dem ersten Beispiel wird diese Luft in  der Waschkammer durch Einstäuben von  Wasser in     feirrst    verteilter     Forrn    mittelst       Kreiselkraftdüsen    von dein anhaftenden, als  Kontaktgift wirkenden Wasserdampf, schäd  lichen Gasen,     Keimstoffen,    Riechstoffen, Staub       usw.    befreit.

   Durch diese Behandlung wird  an sich schon die Wirksamkeit des Sauer  stoffes der Luft etwas erhöht, weil durch die  Entfernung des Wasserdampfes aus der Luft  diese jetzt schon relativ mehr Sauerstoff ent  hält.  



  Die vorbehandelte Luft wird hierauf vor  dein Eintreiben in den Raum nochmals durch       Kreiselkraftzerstäubungsdüsen    mit schweben  dem Wasserstaub durchsetzt.  



  Ähnlich wirkt die Einrichtung nach     Fig.    2.  Die mit Vorteil zu verwendenden- Schlick'  sehen     Kreiselkraftzerstäubungsdüsen    haben  besonders geformte Treibkanäle, die dem die  Düsen fast reibungslos passierenden Wasser  eine ausserordentliche schnelle Rotation um  eine reibungslose Achse in einen vor der Mün  dung gelegenen Umlaufraum erteilen. Dadurch  zerstäubt das aus der Düse austretende, vor  her zusammenhängend flüssige Wasser äusserst  fein bis zur Grössenordnung der Kolloide  hinab und bildet mit der bewegten Luft ein  Mischgebilde mit enorm entwickelter Ober  fläche.  



  Diese Oberflächenentwicklung nimmt zu       rnit    der Drehzahl des Wassers im Umlauf  raum der Düse. Je kleiner dieser Umlaufraum  gehalten werden kann, je kürzer die     Treib-          kanäle    und deren Reibungsflächen sind, desto  vollständiger und verlustloser erfolgt die Um-    wandlang des Flüssigkeitsdruckes in Kreisel  kraft. Durch die plötzliche Druckentlastung  beim Austritt aus der Düse und der verbun  denen teilweisen Verdampfung kühlen die  einzelnen in der Luft schwebenden Wasser  kügelchen sich stark ab und     adsorbieren    hier  bei Luftsauerstoff. Dieser Vorgang ist eine  reine Oberflächenwirkung, die in um so stär  kerem Masse eintritt, je feiner zerteilt das  Wasser und je niedriger seine Temperatur  ist.

   Ausserdem laden die schnell in die Luft       hinausgestossenen        Wasserkügelcben    sich elek  trisch auf. Die     Aufladung    erfolgt in umso  stärkeren     Massen,    je schneller sich die Wasser  kügelchen bewegen     Lind    je kleiner sie sind.  



  Man hat durch Versuche festgestellt, dass  ein Liter Wasser mit einer Temperatur vorn  zirka 11-15   und einem Sauerstoffgehalt von  zirka 3,5-5 mg bei     Verdüsung        nm    zirka       4;5-6,8    mg Sauerstoff angereichert wird,  wobei die Sättigungswerte des     verdüsten     Wassers an Sauerstoff nahe an der Sättigungs  grenze liegen, teilweise sogar darüber.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRtrCHE: 1. Verfahren zur Luftveredelung, dadurch gekennzeichnet, dass die Luft durch Krei- selkraftzerstäubungsdüsen mit schweben dem, den Luftsauerstoff adsorbierenden feinverteiltem Wasserstoff beladen wird.
    II. Einrichtung zur Durchführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass an der Luftaustritt stelle eines Apparates zum Waschen und Reinigen der Luft eine Kreiselkraftzer- stäubungsdüse angeordnet ist, welche dazu bestimmt ist, die vorgereinigte Luft mit feinzerstäubtem schwebendem Wassernebel zu vermischen. UNTERAN SPRtI CHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Luft nach einer Waschung durch Kreiselkraftzerstäubungs- düsen mit fein verteiltem Wasserstaub beladen wird. 2. Einrichtung nach Patentanspruch II, ge kennzeichnet durch ein Frischluftzufüh- rungsrohr in dem Weg der zu reinigenden Luft. 3. Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 2, gekennzeichnet durch eine Drosselklappe und ein Luftfilter in dem Frischluftzuführungsrohr. 4.
    Einrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass am Eingang einer Brausekammer Kreiselkraftzerstäu- bungsdüsen auf einander gegenüberstehen den und drehbaren Rohren angeordnet sind, so dass die Düsen, je nach Stellung der Rohre, mehr oder weniger stark gegen einander arbeiten können. 5. Einrichtung nach Patentanspruch 1I und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein Kompressor vorgesehen ist, um den Düsen für zusätzliches Wasser oder zusätzliche Beimischungen bereits vorbe handelte, aktivierte und entstaubte Druck luft zuzuführen.
CH156271D 1930-10-04 1930-10-04 Verfahren und Einrichtung zur Luftveredelung. CH156271A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4170458A (en) * 1977-10-25 1979-10-09 Hartwick George J Smoke eliminator method and apparatus

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US4170458A (en) * 1977-10-25 1979-10-09 Hartwick George J Smoke eliminator method and apparatus

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