CH156271A - Verfahren und Einrichtung zur Luftveredelung. - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zur Luftveredelung.Info
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Description
Verfahren und Einrichtung zur Luftveredelung. Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Einrichtung zur Veredelung von Luft in Räumen beliebiger Art.
Es ist eine bekannte Tatsache, dass eine Verschlechterung der Luft neben der Ver unreinigung durch mechanische Beimengungen, Riechstoffe usw. vor allem durch die Zunahme der relativen Luftfeuchtigkeit eintritt.
Einen derartigen durch die Luftfeuchtig keit bedingten Luftzustand empfindet man als Schwüle. Dies hat unter anderem seinen Grund darin, dass durch die allmählich vor sich gehende Zunahme des Wasserdampfge haltes vor allem in bewegungsloser, energie armer Luft die Luft zunehmend ärmer an aktivem Sauerstoff wird, weil dessen normales Diffusionsvermögen durch die allmählich sieh ausbildende Wasserdampfhaut teilweise ver ringert wird.
Man versuchte aus diesen Erwägungen heraus bereits durch Trocknung oderWaschung der Luft den trägen Wasserdampf aus der Luft zu entfernen. Aber alle die bekannten Verfahren konnten dies wegen mangelhafter Zerstäubung des hierzu erforderlichen Wassers nur in unvollkommener Weise erreichen. Hierzu kam noch, dass wohl die Luftverhält nisse sich etwas besserten, aber diese Be handlungsluft nicht den speziell für Atmungs zwecke erforderlichen erhöhten und vor allem wirksamer gemachten Sauerstoffgehalt auf wies.
Um nun mit einfachen Mitteln und ohne teuere Einrichtungs- und Betriebskosten eine Veredelung der Luft durch Vermehrung der Reaktionsenergie des Luftsauerstoffes zu er zielen, wird nach dem Verfahren gemäss der Erfindung die Luft mit Hilfe von Kreisel kraftzerstäubungsdüsen mit Wasserstaub in schwebender feinverteilter Form durchsetzt.
Die mit diesem Verfahren erzielbare grös- sere Oxydationskraft des Luftsauerstoffes lässt sich dadurch erklären, dass durch das Ein stäuben von Wasser in die Luft mittelst Kreiselkraftzerstäubungsdüsen,vorteilhaftnach Bauart Schlick, eine Energieaufladung im Misebgebilde entsteht, welche das rasche Zusammentreten und Wiedervereinigen feiner Wasserstäubchen durch Distanzhaltung Lind elektrische Aufladung für eine gewisse Zeit verhütet. Dabei wird einmal aus der Luft in dem mit enorm grosser Oberfläche ausge statteten Wasserstaub der Sauerstoff der Luft in grösserem.
Masse und in 'einer zu Oxyda tionen mehr befähigteren Form als in gewöhn lichem, nicht so fein verteiltem Wasser gelöst.
Dadurch, dass dieser Wasserstaub reak tionsfähigeren Sauerstoff aus der durchström ten Luft mit sich herumträgt, kann daher neben der Veredelung von Atemluft in Räu men beliebiger Art auch jeder Verbrennungs- prozess mit dieser Luft günstig beeinflusst werden. Auch lässt sich diese Luft zur Waren behandlung usw. verwenden.
Beiliegende Zeichnung veranschaulicht zwei beispielsweise Ausführungsformen einer zur Durchführung des Verfahrens gemäss der Erfindung geeigneten Einrichtung, und zwar in je einer schematischen Gesamtansicht.
Die Einrichtung gemäss Fig. 1 besitzt eine Luftwaschvorrichtung 1, in welcher die verbrauchte Luft des Innenraumes 2 auf irgend eine geeignete Weise gereinigt und getrocknet, das heisst von dem gealterten, auf die Sauerstoffabgabe bremsend wirkenden Wasserdunst befreit wird. Es kann dies in an sich bekannter Weise durch Abkühlung, durch Anwendung hygroskopisch wirkender Mittel oder dergleichen geschehen.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel wird die Luftreinigung in der Waschvorrich tung 1 durch eine Wasserzerstäubu.ngsdüse, zum Beispiel Kreiselkraftzerstäubungsdüse 3 bewirkt, welche gleichzeitig die erforderliche Luftzirkulation hervorruft.
Der zu reinigenden Luft kann durch Ver mittlung eines Rohres 4 nach Bedarf über die Drosselklappe 5 Frischluft beigemischt werden, wobei das Mitreissen unerwünschter Fremdkörper vorteilhaft durch einen Luftfilter 6 verhindert wird.
Die so gereinigte Luft -tritt bei 7 aus. An dieser Stelle ist eine vorteilhaft an die Wasserleitung angeschlossene Kreiselkraft zerstäubungsdüse 8 angeordnet, mittelst wel- eher der Luftwasserstaub in feinster Vertei lung zugeführt wird.
Bei der Vorrichtung nach Fig. 2 ist die Brausekammer 9 nach aussen zu durch ein Reinigungssieb oder einen Filter 10 abge schlossen, während zwischen Ventilator 11 und dieser Kammer 9 ein Tropfenabscheider 12 bekannter Bauart eingeschaltet ist.
Die in der Brausekammer gewaschene Luft drückt den durch einen Motor 13 be triebenen Ventilator durch den Rohrstutzen 14 an den Bestimmungsort.
Der für die Zerstäubung von zusätzlichem Wasser oder Beimischungen zur Luft, wie zum Beispiel Desinfektionsmittel, vorgesehe nen Kombinationsdüse 15 mit Kreiselkraft zerstäubung wird das Druckmittel in Form von Druckluft durch den Kompressor 16 zu geführt. Dieser Kompressor saugt bei 17 die bereits vorbehandelte, . aktivierte und ent staubte Luft an. Selbstverständlich kann dieser Kompressor ebenfalls mehrere. für Zu sätze bestimmte Düsen beschicken.
In der Brausekammer sind zwei an Rohren 18 und 19 angeordnete Gruppen von Kreisel kraftzerstäubungsdüsen 20 und 21 einander gegenüber gestellt. Je nach Bedarf kann man entweder beide oder nur eine Rohrgruppe drehbar anordnen, wobei entweder jedes ein zelne Rohr gesondert oder sämtliche Rohre einer Gruppe gemeinsam drehbar sind. Jede beliebige Zwischenstellung der Düsen der einzelnen Rohrgruppen lässt sich auf -diese Weise ermöglichen. Das Abwasser wird bei 22 gesammelt und von hier abgelassen.
Durch die Verteilung der Düsen auf zwei Rohrgruppen wird erreicht, dass gegenüber den bekannten Anordnungen die Düsen nicht so dicht sitzen müssen. Trotzdem wird über die Gesamtfläche der Brausekammer ein ein heitlicher Wasserschleier erzeugt. Der Luft widerstand des Wasserschleiers selbst ist ganz minimal, da die Wirkung, der ersten luftfördernd arbeitenden Düsenreihe von der zweiten Düsengruppe, die entgegengesetzt arbeitet, vollkommen ausgeglichen wird.
Je nach der Grösse -der Anlagen wird man selbstverständlich die zu behandelnde Luft durch die Apparaturen mit bekannten Mitteln, zum Beispiel mit Ventilatoren, hindurchleiten und ausserdem gleichzeitig mit dem Eintreiben neuer Luft in den Raum die alte Luft ab saugen. Je nach Bedarf zum Beispiel im Winter kann natürlich die eingesaugte Luft auch in geeigneter Weise vorgewärmt werden.
Das Verfahren bezieht sich bei den be schriebenen Einrichtungen etwa wie folgt Die in den betreffenden Raum einzufüh rende Luft wird zunächst physikalisch durch die Siebe, Filter oder dergleichen vorgereinigt. Bei dem ersten Beispiel wird diese Luft in der Waschkammer durch Einstäuben von Wasser in feirrst verteilter Forrn mittelst Kreiselkraftdüsen von dein anhaftenden, als Kontaktgift wirkenden Wasserdampf, schäd lichen Gasen, Keimstoffen, Riechstoffen, Staub usw. befreit.
Durch diese Behandlung wird an sich schon die Wirksamkeit des Sauer stoffes der Luft etwas erhöht, weil durch die Entfernung des Wasserdampfes aus der Luft diese jetzt schon relativ mehr Sauerstoff ent hält.
Die vorbehandelte Luft wird hierauf vor dein Eintreiben in den Raum nochmals durch Kreiselkraftzerstäubungsdüsen mit schweben dem Wasserstaub durchsetzt.
Ähnlich wirkt die Einrichtung nach Fig. 2. Die mit Vorteil zu verwendenden- Schlick' sehen Kreiselkraftzerstäubungsdüsen haben besonders geformte Treibkanäle, die dem die Düsen fast reibungslos passierenden Wasser eine ausserordentliche schnelle Rotation um eine reibungslose Achse in einen vor der Mün dung gelegenen Umlaufraum erteilen. Dadurch zerstäubt das aus der Düse austretende, vor her zusammenhängend flüssige Wasser äusserst fein bis zur Grössenordnung der Kolloide hinab und bildet mit der bewegten Luft ein Mischgebilde mit enorm entwickelter Ober fläche.
Diese Oberflächenentwicklung nimmt zu rnit der Drehzahl des Wassers im Umlauf raum der Düse. Je kleiner dieser Umlaufraum gehalten werden kann, je kürzer die Treib- kanäle und deren Reibungsflächen sind, desto vollständiger und verlustloser erfolgt die Um- wandlang des Flüssigkeitsdruckes in Kreisel kraft. Durch die plötzliche Druckentlastung beim Austritt aus der Düse und der verbun denen teilweisen Verdampfung kühlen die einzelnen in der Luft schwebenden Wasser kügelchen sich stark ab und adsorbieren hier bei Luftsauerstoff. Dieser Vorgang ist eine reine Oberflächenwirkung, die in um so stär kerem Masse eintritt, je feiner zerteilt das Wasser und je niedriger seine Temperatur ist.
Ausserdem laden die schnell in die Luft hinausgestossenen Wasserkügelcben sich elek trisch auf. Die Aufladung erfolgt in umso stärkeren Massen, je schneller sich die Wasser kügelchen bewegen Lind je kleiner sie sind.
Man hat durch Versuche festgestellt, dass ein Liter Wasser mit einer Temperatur vorn zirka 11-15 und einem Sauerstoffgehalt von zirka 3,5-5 mg bei Verdüsung nm zirka 4;5-6,8 mg Sauerstoff angereichert wird, wobei die Sättigungswerte des verdüsten Wassers an Sauerstoff nahe an der Sättigungs grenze liegen, teilweise sogar darüber.
Claims (1)
- PATENTANSPRtrCHE: 1. Verfahren zur Luftveredelung, dadurch gekennzeichnet, dass die Luft durch Krei- selkraftzerstäubungsdüsen mit schweben dem, den Luftsauerstoff adsorbierenden feinverteiltem Wasserstoff beladen wird.II. Einrichtung zur Durchführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass an der Luftaustritt stelle eines Apparates zum Waschen und Reinigen der Luft eine Kreiselkraftzer- stäubungsdüse angeordnet ist, welche dazu bestimmt ist, die vorgereinigte Luft mit feinzerstäubtem schwebendem Wassernebel zu vermischen. UNTERAN SPRtI CHE 1.Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Luft nach einer Waschung durch Kreiselkraftzerstäubungs- düsen mit fein verteiltem Wasserstaub beladen wird. 2. Einrichtung nach Patentanspruch II, ge kennzeichnet durch ein Frischluftzufüh- rungsrohr in dem Weg der zu reinigenden Luft. 3. Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 2, gekennzeichnet durch eine Drosselklappe und ein Luftfilter in dem Frischluftzuführungsrohr. 4.Einrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass am Eingang einer Brausekammer Kreiselkraftzerstäu- bungsdüsen auf einander gegenüberstehen den und drehbaren Rohren angeordnet sind, so dass die Düsen, je nach Stellung der Rohre, mehr oder weniger stark gegen einander arbeiten können. 5. Einrichtung nach Patentanspruch 1I und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein Kompressor vorgesehen ist, um den Düsen für zusätzliches Wasser oder zusätzliche Beimischungen bereits vorbe handelte, aktivierte und entstaubte Druck luft zuzuführen.
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Cited By (1)
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|---|---|---|---|---|
| US4170458A (en) * | 1977-10-25 | 1979-10-09 | Hartwick George J | Smoke eliminator method and apparatus |
-
1930
- 1930-10-04 CH CH156271D patent/CH156271A/de unknown
Cited By (1)
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