CH153302A - Verteilungs- und Schalteinrichtung für elektrische Stromkreise. - Google Patents

Verteilungs- und Schalteinrichtung für elektrische Stromkreise.

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CH153302A
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      Verteilungs-    und Schalteinrichtung für elektrische Stromkreise.         Verteilungs-    und Schalteinrichtungen für  elektrische Stromkreise, insbesondere solche  in Starkstromanlagen, bestehen aus einer  grösseren Anzahl sich kreuzender Schienen  und Verbindungsstöpsel, die dazu dienen,  elektrische Leitungssysteme mehrerer Erzeu  ger- und Verbraucherkreise elektrisch leitend  miteinander zu verbinden. Man nennt sie  deswegen auch kurz     Kreuzschienenverteiler.     



  Bei den bisherigen derartigen Einrichtun  gen sind die zu einem Leitungssystem ge  hörenden Pole in Form von rechteckigen  Metallschienen je in nur einer Ebene so an  geordnet, dass die meistens     wagrecht    verlau  fenden, in einer Ebene übereinander liegen  den     Stromzuführungssysteme    die in einer da  hinterliegenden Ebene befindlichen, neben  einander angeordneten Ableitungssysteme  senkrecht kreuzen. Zur Verbindung je     zweier     zusammenzuschliessender,     hintereinanderlie-          gender    Leitungen verwendet man dabei Me  tallstöpsel, die in Löcher im Kreuzungspunkt    der Leitungsschienen eingeschraubt oder ein  gesteckt werden.  



  Diese Anordnung besitzt den Nachteil,  dass die Flächenabmessungen des     Kreuzschie-          nenverteilers    bei einer grösseren Anzahl von  Leitungssystemen ziemlich gross ausfallen, so  dass ihre Herstellung teuer und ihre Bedie  nung unbequem wird. Ausserdem sind zum  Verbinden zweier Systeme so viel Stöpsel  erforderlich, wie Pole vorhanden sind. Fer  ner erhöhen die grossen Längen der Schienen  und ihre Schwächung durch die Stöpsel  löcher den elektrischen Widerstand und  damit auch den Spannungsverlust, abge  sehen von dem grossen Zeitaufwand zum  Einsetzen     bezw.    Entfernen der     Schraub-          Stöpsel.     



  Alle diese Nachteile vermeidet der Er  findungsgegenstand dadurch.     dass    die der  Polzahl der Systeme entsprechenden Pol  schienen in parallelen Ebenen hintereinan  der angeordnet sind, und dass alle zusam-           mengehörigen    Pole     zweier    Systeme durch  ein einziges     stöpselartiges    Verbindungsstück,  gegebenenfalls über besondere,     hintereinan-          derliegende    Metallkontakte und dahinein  passende     Stromschlussstücke,    ohne Verschrau  bung leitend miteinander verbunden werden  können.  



  Zwei Ausführungsbeispiele der Hauptele  mente eines     Kreuzschienenverteilers    gemäss  der Erfindung zeigt die Zeichnung in Form  zweier miteinander zu verbindender     dreipoli-          ger    Systeme A und B in den     Fig.    1 bis B.  Darin stellen       Fig.    1 und 2 Aufriss und     Seitenriss    einer  Ausführung der beiden Systeme A und B,       Fig.    3 und 4 den Verbindungsstöpsel     C     in Längsansicht und     Schnitt,          Fig.    5 bis 8 eine andere Ausführungs  form dar.  



  Die in den Beispielen dreipolig angenom  menen und übereinander angeordneten Sy  steme A bestehen jedes für sich nach     Fig.    1,  2, 5, 6 aus den     wagrecht    liegenden, ge  gebenenfalls an die Stromerzeuger anzu  schliessenden     Schienen   <I>a, b,</I> c, die in bekann  ter Weise isoliert in einer geeigneten Trag  konstruktion gehalten werden. Im Gegensatz  zu den bekannten Ausführungen mit in einer  einzigen Ebene übereinander angeordneten  Schienen liegen hier die Schienen<I>a, b, c</I>  der     wagrechten    Systeme in drei parallelen  Ebenen hintereinander.  



  Hinter jeder Schiene des     wagrechten    Sy  stems A liegen, diese senkrecht kreuzend,  die zugehörigen Schienen<I>d, f,</I> g der im all  gemeinen zu     den        Stromverbrauchern    führen  den Systeme B ebenfalls in drei parallelen  Ebenen hintereinander. Die Schienen kön  nen hintereinander angeordnete, zylindrische       Bohrungen    enthalten, in die Stöpsel mit  zylindrischen, federnden     Stromschlussstücken     <I>1,</I>     na,   <I>o</I>     (Fig.    3 und 4) eingeschoben     werden.     



  Für eine besser leitende Verbindung, ins  besondere bei grossen Stromstärken, empfiehlt  sieh zweckmässig die Ausbildung gemäss       Fig.    1 und 2. Dabei sind nämlich mit den  Schienen die     halbhohlzylindrischen    Metall  kontakte     lt.,        i,    verbunden, die in     Fig.    2 an den    Schienen<I>a, d</I> und<I>b, f</I> in Ansicht, dagegen  an c,     g    im     Schnitt    längs     x-x        (Fig.    1)     dar.-          gestellt    sind.  



  Will man nun eines der     wägrechten    Zu  führungssysteme A mit irgend einem der  Ableitungssysteme B elektrisch polweise ver  binden, so führt man in die an ihrer Kreu  zungsstelle befindlichen metallenen Kontakt  stücke<I>h, i</I> einen einzigen Verbindungsstöp  sel C     (Fig.    3 und 4) ein.

   Nach     Fig.    3 be  steht dieser aus einem isolierenden Schaft     k     und den darauf in passenden Abständen auf  gesetzten, zylindrischen     Stromschlussstücken     <I>1, m, o.</I> Damit nun diese beim Einschieben  durch die nicht zugehörigen Kontaktstücke  bequem hindurchgehen, werden sie     zweek-          mässig    gegen das Ende hin im Durchmesser  um etwa je     1/4    mm abgestuft. Um ferner  auch bei grossen Stromstärken gute Kontakt  flächen zu erhalten, werden die Metallkon  takte h,     i.    und     Stromschlussstücke   <I>1,</I>     7n,    o vor  teilhaft geschlitzt und dadurch federnd aus  gebildet.

   Der Stöpsel C wird. seiner ganzen  Länge nach so weit eingeschoben, dass das  ringförmige     Stromsehlussstück    1 über die Me  tallkontakte     da.,        %    die Schienen<I>a,</I> d, Ring in  die Schienen     b,   <I>f,</I> Ring o die Schienen<I>c,</I>     g     miteinander leitend verbindet. Eine andere  Stellung kommt     betriebsmässig    nicht in  Frage.  



       Fig.    5 bis 8 stellen eine andere Ausfüh  rungsform dar, die für einfachere Kreuz  schienenverteiler und kleinere Stromstärken  zweckmässig sein dürfte. Hierbei sind die  besonderen, an den Schienen     befestigten    Me  tallkontakte     h,        i.    fortgelassen. Um aber trotz  dem eine gute Verbindung zwischen den zu  sammengehörigen Schienen der einzelnen  Pole zu bewirken, sind nach     Fig.    5 und 6 die       hintereinanderliegenden    Schienen mit einer  zylindrischen Ausfräsung p versehen, die den  Schnittpunkt zweier Schienenkanten als Mit  telpunkt besitzt und in diesem Fall einen       Dreiviertelkreis    umfasst.

   Diese Ausfräsungen  dienen einerseits als Führung für den einzu  schiebenden Stöpsel C     iFig.    7 und 8), ander  seits bilden sie mit den auf dem isolierenden      Schaft     lc    des     Stöpsels    befestigten Strom  schlussstücken<I>1,</I> in, o eine gut leitende Schie  nenverbindung.

   Um jedoch den Übergangs  widerstand der Verbindungsstellen weiter zu  verringern, werden zweckmässig die Strom  schlussstücke<I>1.</I>     in,    o noch mit     sektorförmigen          Aietallansätzen    q versehen, die nach dem Ein  schieben des Stöpsels C in die Ausfräsungen  p in einer Lage, wie sie in     Fig.    5 gestrichelt  angedeutet ist, durch Drehen des Stöpsels  um 180   zwischen die zu verbindenden Schie  nen<I>a, d</I>     bezw.    b, f     bezw.   <I>c, g</I> als weitere       Stromschfussverbindungen    hineingeschoben  werden. Die Innenflächen miteinander zu  verbindender Schienen können dabei noch  federnde Kontaktstücke tragen.

   In der     End-          lage    greifen ferner die Metallansätze q mit  einer schlitzartigen Aussparung r um einen  zwischen den Schienen angeordneten     Isolier-          stift    s als Anschlag herum und bewirken da  durch gleichzeitig bei passender Form des  Schlitzes r ein kräftiges     Anpressen    der       Stromschlussstücke   <I>1, na, o</I> gegen die Auf  lageflächen in den Schienenaussparungen p.  Die Metallansätze     q    können auch nach Art  der federnden Kontakte bei Messerschaltern  mit Schlitzen zum besseren Anliegen und  zur Federung versehen sein.  



  Der ganze     Kreuzschienenverteiler    braucht  in dieser Form als Vorderplatte keine schwere       1farmorplatte,    sondern es genügt als     Abdek-          kung    eine dünne Isolierplatte     mit    den Ein  führungsöffnungen für die Verbindungs  stöpsel.  



  Welche besonderen Vorzüge unter ande  rem der Erfindungsgegenstand gegenüber den  bekannten Ausführungen besitzt, ist am ein  fachsten daraus zu ersehen, dass für eine der  am meisten vorkommenden Anordnungen mit  zwei- und dreipoligen Systemen, die in der  bisher üblichen     Ausführung    eine dicke, grosse  Marmorplatte und dementsprechende Wand  fläche von beispielsweise 4     m2    benötigen, in  der     Bauart    gemäss der Erfindung nur  etwa 1     m2    und demgemäss ungefähr nur die  Hälfte an     Leitungsschienengewicht    erforder  lich sind.

   Dazu kommen noch die geringere    Anzahl der Stöpsel, kleinere Spannungsver  luste und die einfachere Schalt- und Bedie  nungsweise neben verbilligten     Transport-          und    Montagekosten als weitere Vorteile.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verteilungs- und Schalteinrichtung für elektrische Stromkreise, vorzugsweise für Starkstromanlagen mit mehreren Erzeuger und Verbraucherkreisen, bestehend aus sich -kreuzenden Schienen und Verbindungsstöp seln, dadurch gekennzeichnet, dass die der Polzahl der Systeme (A, B) entsprechenden Polschienen<I>(a,</I> b, c und<I>d, f, g)</I> in mehreren parallelen, senkrechten Ebenen hintereinan der angeordnet sind., und dass alle zusammen gehörigen Pole zweier Systeme vermittelst eines einzigen stöpselartigen Verbindungs stückes (C) mit Stromsehlussstücken (1, m o) ohne Verschraubung leitend miteinander ver bunden werden können.
    UNTERANSPRüCAE: 1. Verteilungs- und Schalteinrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsstöpsel (C) mit kreis zylindrischen Stromschlussstücken (1, in. o, Fig. 3) ausgerüstet sind, die in an den Leitungsschienen befestigte Hetallkon- takte <I>(h, i)</I> passen.
    2. Verteilungs- und Schalteinrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass die Metallkon takte<I>(h, i,</I> Fig. 1) der Leitungsschienen und die Stromschlussstücke <I>(1, m, o)</I> der Verbindungsstöpsel (C) geschlitzt und so mit federnd sind. 3. Verteilungs- und Schalteinrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet. dass die miteinander zu verbindenden Lei tungsschienen seitliche Ausfräsungen aufweisen, in die durch Einführen eine Verbindungsstöpsels (C) metallene Strom- schlussstücke <I>(1,</I> 7n, <I>o)</I> als Schienenverbin der eingeschoben werden.
    4. Verteilungs- und Schalteinrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass die Strom- schlussstücke (l, <I>m,</I> o, Fig. 7, 8) mit sek- torförmigen Metallansätzen (q) versehen sind, die durch Drehen des Stöpsels (C) als weitere Stromschlussverbindungen zwi schen die Schienen eingeschoben werden.
    5. Verteilungs- und Schalteinrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Me- tallansätze (q) mit einem Schlitz<I>(r)</I> um einen zwischen den Schienen angeordne ten, isolierenden Stift (s) als Anschlag herumgreifen, zu dem Zweck, die Strom- schlussstücke (l, <I>m,</I> o) fest gegen die Aus- fräsungen (p) anzupressen.
CH153302D 1929-12-17 1930-12-09 Verteilungs- und Schalteinrichtung für elektrische Stromkreise. CH153302A (de)

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