Poliermaschine für Bronzefarben. Es sind Poliermaschinen für Bronze farben bekannt, bei welchen in einer zylin drischen Trommel mit darin rotierenden Bürsten die Bronzeblättchen in der Weise bearbeitet werden, dass sie glänzend ge macht und mit einer dünnen Schicht von Fett, Stearin oder dergleichen überzogen werden.
Bei diesen Maschinen ist es üblich, in der Trommelwand, in einem Abstand von den Enden derselben öffnungen zum Be schicken der Trommel mit dem Metallpulver und Wiederentleeren der Trommel anzu bringen, nachdem die Beschickung unter Verbleiben an der gleichen Stelle der Trom mel fertig bearbeitet ist.
Bei der Poliermaschine gemäss der Er findung sind Ein- und Austrittsöffnungen für das Pulver an den gegenüberliegenden Enden der Trommel angeordnet, und es wird das Pulver während der durch die rotieren den Bürsten stattfindenden Bearbeitung nach der Austrittsöffnung hin vorgeschoben, wo bei das Ganze derart ausgebildet. ist, dass ein kontinuierlicher Betrieb der Maschine mög lich ist.
Durch Einführung eines kontinuierlichen Betriebes erhält man eine Ware grösserer Gleichmässigkeit. Auch die Leistungsfähig keit der Maschine wird gesteigert.
Zweckmässigerweise können die Ein- und Austrittsöffnungen für das Metallpulver in die Stirnwände der Trommel bildende Deckel verlegt sein.
Auch können Mittel vorgesehen sein, die dazu dienen, durch die Trommel einen zu der Bewegung des Metallpulvers nach der Austrittsseite hin entgegengerichteten Wind strom zu erzeugen.
Die Zeichnung veranschaulicht ein Aus führungsbeispiel der Erfindung in schema tischer Darstellung.
Die Maschine besitzt eine zylindrische Trommel 3, die zweckmässig aus geriffeltem oder gebuckeltem Blech hergestellt ist. An den Stirnseiten ist diese durch die Deckel 1 und 2 verschlossen. Die letzteren sind zur Lagerung der Welle 4 benutzt. Diese trägt eine oder mehrere durch Stützen 5 an ihr befestigte Bürsten 6, welche an der Dre hung der Welle 4 teilnehmen und dabei die innere Wandung der Trommel 3 bestreichen und das zwischen ihnen und der letzteren befindliche Metallpulver bearbeiten.
Das unpolierte Pulver befindet sich in dem Vorratsbehälter 18 und wandert durch den Absperrhahn 24 in die Beschickungs vorrichtung 17, um von dieser in kleinen Mengen durch das in den Deckel 1 ein mündende Rohr 8 in das Innere der Polier maschine zu gelangen. Dort wird es von den rotierenden Bürsten erfasst und während der durch diese Bürsten stattfindenden Bearbei tung allmählich nach dem andern Ende der Maschine hin vorgeschoben, um schliesslich durch den Stutzen 10, im Deckel 2, aus der Maschine auszutreten und über den Absperr hahn 23 in das Auffanggefäss 19 zu ge langen.
Die Bewegung des Pulvers in Richtung der Längsachse der Trommel kommt dadurch zustande, dass' sich am Eintrittsende der Trommel zunächst eine gewisse Anhäufung- des Pulvers ausbildet, während am Austritts ende besonders wenig Pulver gelagert ist. Die rotierenden Bürsten üben eine aus gleichende Wirkung aus. Von der Stelle der grössten Anhäufung wird daher das Pulver nach der Stelle hin verschoben, wo sich am wenigsten davon befindet; dies bedeutet mit andern Worten, dass durch die rotierenden Bürsten eine Bewegung des Pulvers von der Eintrittsseite der Trommel her nach der Aus trittsseite erzeugt wird.
Um diese Bewegung zu verlangsamen, besitzt der Deckel 2 einen nach oben ge richteten Rohrstutzen 9, welcher mit der Druckseite des Gebläses 13 durch eine Rohr leitung 12 verbunden ist. Die Saugseite des Gebläses 13 ist unter Zwischenschaltung eines Filtertopfes 14, 15 durch die Rohrleitung 11 mit dem Rohrstutzen 7 des Deckels 1 ver bunden.
Der von dem Gebläse 13 erzeugte Wind tritt daher durch den Rohrstutzen 9 in die Trommel 3, durchfliesst diese entgegengesetzt zu der Wanderrichtung des Pulvers und tritt durch den Rohrstutzen 7 wieder aus. Ein Sieb, Filter oder dergleichen 16 in dem Topf 14, 15 dient dazu, etwa mitgetragene Metall pulverteilchen zurückzuhalten. Diese fallen, sobald sich gewisse Mengen davon angesam melt haben, durch den Rohrstutzen 7 in die Trommel 3 zurück.
Zur Erzeugung eines Gegenwindes kann, da nur schwache Luftströmungen benötigt werden, auch auf der Welle 4 ein Propeller oder Ventilatorflügel 26 aufgesetzt sein, der in Richtung zur Eintrittsöffnung des Pul vers hin bläst, wobei der Wind über die Rohre 11, 12 unter Fortfall des Gebläses 13 zu der Rückseite des Propellers 26 zurück fliesst. Ein derartiger Propeller besitzt eine sehr günstige Wirkung, weil er eine gleich mässige Windsäule vor sich herschiebt. In besonderen Fällen kann natürlich auch eine Einrichtung mit einem Gebläse 13 und mit einem Propeller 26 gleichzeitig vorgesehen sein.
Ein solcher Windstrom kann gleich zeitig dazu benutzt werden, um eine Küh lung der feinen Pulverteilchen, die sich beim Bürsten erwärmen, herbeizuführen.
Die Hähne 23 und 24 ermöglichen es, die Gefässe 18 und 19 während des Betriebes aus zuwechseln, ohne dass äussere Luft in die Ma schine eintritt.
Um das Pulver mit dem für den Polier vorgang erforderlichen Fett zu versehen, ist an dem Rohr 8 ein Fetteinlass 25 angeord net, durch den man fetthaltige Stoffe, wie Fett,<B>01</B> oder dergleichen, in angemessenen Mengen einführen bezw. einspritzen kann. Dieser Fetteinlass' kann natürlich auch mittel bar an der Trommel 3 vorgesehen sein. In manchen Fällen ist es zweckmässig, den Po liervorgang mit verschiedenen Fettarten vor zunehmen, beispielsweise indem man zunächst mit Olivenöl fettet, um später noch Stearin oder Stearinöl zuzusetzen.
Auch diese Mass- nahme ist bei der dargestellten Maschine ohne weiteres durchzuführen, indem zwei Fetteinlässe, nämlich der Einlass 25 und noch ein weiterer 22 etwa in der Mitte der Trom mel vorgesehen sind. Selbstverständlich kön nen auch mehr als zwei Fetteinlässe vor gesehen sein. Die Bronze wird dann im er sten Teil der Trommel nur unter Zuhilfe nahme des durch den Einlass 25 eingetretenen Fettes bearbeitet, in der zweiten Hälfte auch unter Einwirkung des durch den Einlass 22 zugegebenen Fettes oder anderer Stoffe. Man kann natürlich auch das Pulver von vornherein mit entsprechenden Fettzusätzen in den Vorratsbehälter bringen und kann dann ganz oder teilweise auf eine weitere Fet tun- verzichten.
Der auf die beschriebene Weise durch die Maschine geleitete Wind besitzt auch den Vorzug, dass er sich über den ganzen Quer schnitt der Maschine gleichmässig verteilt und demzufolge praktisch die gesamte Füllung der Maschine beeinflusst.
Die Bürsten 6 können natürlich in klei nerer oder grösserer Anzahl vorhanden sein und können jeweils aus einem Stück oder aus mehreren Stücken zusammengesetzt sein. Um die Bewegung des Pulvers in der Trom mel 3 noch mehr zu verlangsamen, können die Bürsten 6 in ihrer Gesamtheit oder zum Teil eine etwas schräge Stellung zur Welle 4 erhalten, so dass' sie gewissermassen einen Teil einer flach verlaufenden Schraubenlinie bilden und eine Zurückdrängung des Pul vers nach der Eingangsseite hin bewirken.
Selbstverständlich kann man mit der dar gestellten Maschine auch in unterbrochenem bezw. absatzweisen Betriebe arbeiten, indem man die Hähne 23 und 24 schliesst, nachdem eine genügende Menge Pulver in die Ma schine eingetreten, und sie erst nach Ablauf einer entsprechenden Zeit wieder öffnet, wo bei man natürlich zunächst eine Entleerung der Maschine und dann erst eine neue Fül lung herbeiführen wird.
Füllung und Entleerung der Maschine, was sonst mit recht lebhafter Staubentwick lung verbunden ist und die Bedienung er- heblich erschwert, um so mehr, als diese ziemlich häufig, das heisst nach Fertigstel lung der nicht sehr grossen Füllung der -Ma schine erfolgen muss, geht bei der beschriebe nen Maschine ohne Staubentwicklung vor sich. Die geschlossene Anordnung ermöglicht ferner die Füllung der Maschine mit indiffe rentem Gas, was für die Verhütung von Staubexplosionen besonders wertvoll ist.
Auch wird durch das Verlegen der Ein- und Austrittsöffnungen in die Stirnwände der Trommel die ganze zylindrische Wand der Trommel voll als Arbeitsfläche ausgenützt, was zur Verkürzung der Trommelbaulänge, die bei der beschriebenen Maschine schon ohnehin gross genug ausfällt, von Wichtig keit ist. Diese Massnahme wirkt mit der Auf stellung der Mittel zum Erzeugen eines Ge genwindes und mit der Schrägstellung der Bürsten im gleichen Sinne zusammen.