CH138693A - Pupinisiertes Fernkabel. - Google Patents

Pupinisiertes Fernkabel.

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CH138693A
CH138693A CH138693DA CH138693A CH 138693 A CH138693 A CH 138693A CH 138693D A CH138693D A CH 138693DA CH 138693 A CH138693 A CH 138693A
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CH
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circles
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quads
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Inventor
Aktiengesellschaft Siem Halske
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Siemens Ag
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  • Cable Transmission Systems, Equalization Of Radio And Reduction Of Echo (AREA)

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  Pupinisiertes Fernkabel.    Für Fernsprechkabel nach     dein        Pupin-          system    sind bisher fast ausschliesslich Kabel  mit     Dieselhorst-Martinverseilung        (DM-Ver-          seilung)    verwendet worden, d. h. Kabel, bei  denen je zwei Adern zu einem Paar und je  zwei Paare zu einem Vierer verdrillt sind.

    Bei den bisherigen Ausführungen eines     solcher)     Kabels verhält sich die Kapazität in den       Vierer-(Phantom)Kreisen    Co zur Kapazität in  den Paaren     C6    wie  
EMI0001.0010     
    Aus den allgemeinen Formeln für die  Dämpfung b und die Grenzfrequenz (Kreis  frequenz)     .2    einer     Pupinleitung     
EMI0001.0013     
    worin     d    die Leitungslänge,<I>s</I> den     Spulenab-          stand,        co    die Sprechfrequenz (Kreisfrequenz)  bedeuten und     B,   <I>C, L, L</I>     resp.        ohmschen     Widerstand,

   Kapazität,     Leitungsinduktivität     und     Spuleninduktivität    pro Längeneinheit,  folgt nun für das Verhältnis der Dämpfungen  von Vierer- und Stammleitung  
EMI0001.0023     
    Bei
EMI0001.0024  
   - 2, was unendlich dünnen Leitern  entsprechen würde, wäre  
EMI0001.0025     
    Setzt man nun in (4) den Zahlenwert (1)  ein, so erhält man  
EMI0001.0026     
    Bei gleichen Dämpfungen wird dann     f,    grösser      als     28,    was folgenden praktischen Vorteil  bedeutet:

   Ist     n.    so gewählt worden, dass die  Sprachverzerrung zweiter Art (nach     ETZ     1924,     S.    29, Formel<B>162,</B> wäre sie umgekehrt  proportional zu     2s)    bei Stammbetrieb gerade  noch erträglich bleibt, so wird sie bei Vierer  betrieb und gleicher Dämpfung schwächer,  d. h. die Leitung ist auch für Viererbetrieb  brauchbar.  



  Es ist zu     beachten,    dass bei Verwendung  von Verstärkern     d    in (3) durch den     Verstär-          kerabstand    a zu ersetzen ist, was an der  Gültigkeit von (4) nichts     äjrdert.     



  Gerade umgekehrt liegt der Fall bei den  sogenannten Sternkabeln, d. h. Kabeln, bei  denen die vier Adern der Vierer ungefähr  auf den Ecken eines Quadrates liegen. Hier  ist bei den bisherigen Ausführungen  
EMI0002.0011     
         flacht    man in diesem Falle die Dämpfungen  von Vierer- und Stammkreisen einander  gleich und wählt man     di*e    Grenzfrequenz der  Stammleitungen so, dass sie gerade noch für  die zu überbrückenden Entfernungen genügt,  so ergibt sich für den Viererkreis eine zu  kleine Grenzfrequenz; die Viererkreise sind  für das Fernsprechen nicht brauchbar.

   In  der Tat hat man daher bis jetzt     Fernsprech-          kabel    mit     Sternverseilung    nur so ausgeführt,  dass die Viererkreise nicht pupinisiert und  entweder gar nicht oder für untergeordnete  Zwecke, z. B. Telegraphie, verwendet wurden.  



  Die     Erfindung    geht davon aus, dass bei  der     Ferntelephonie    praktisch Übertragungs  längen zwischen weiten Grenzen vorkommen,  z. B. solche zwischen 150 und 5000 km. Die  Häufigkeit der Benutzung der einzelnen Ver  bindungslängen ist dabei natürlich abhängig  von der Länge selbst; nach der in der Zeich  nung beispielsweise dargestellten Kurve liegt  die grösste Häufigkeit<I>lt</I> bei etwa 500 km.

    Da mit wachsender Verbindungslänge x auch  die Grenzfrequenz der Leitungen erhöht wer  den müsste, damit die gleichen Übertragungs  eigenschaften erzielt werden (nach oben zitier-         ter    Stelle der     ETZ    müsste     D    proportional zu  
EMI0002.0022  
   variieren), und da anderseits mit wach  sender Grenzfrequenz auch die Kosten für  die Längeneinheit der Verbindung wachsen       (proportional    zu     ,n,    insofern die Kupferkosten  überwiegen und b,     s,    a, C     ungeändert    bleiben),  so würde es theoretisch am wirtschaftlichsten  sein, für jede     Verbindungslänge    die passende  Grenzfrequenz bereit zu stellen;

   praktisch       muss    man sich natürlich auf eine gewisse  kleine Anzahl von Grenzfrequenzen beschrän  ken. Wählt man die niedrigste zum Beispiel  so, dass sie für 400 km gerade noch zulässig  ist, was einer Grenzfrequenz von etwa 16300  entspricht, und wollte man dafür die Stamm  leitungen eines DM-Kabels verwenden, so  ergäbe sich bei gleicher Dämpfung eine Reich  weite vorn 800 km für die Viererkreise (nach  der zitierten Stelle der     ETZ    würde dies einem       Kapazitätenverhältnis     
EMI0002.0031     
    entsprechen).

   Werden nun, wie es die     Zeioh-          nung    zeigt, in dem Längenbereich von 400  bis 800 km     praktisch    weit mehr als halb so  viele Verbindungen gebraucht wie in dem  Bereich von 150 bis 400 km - die Zahl  der notwendigen Leitungen entspricht der  Grösse der Fläche zwischen der Abszissen=       achse    und der Kurve - so würde die vor  handene Anzahl der Viererkreise bei weitem  nicht ausreichen, da nur halb so viele Vierer  kreise als Stammkreise vorhanden sind; die  Viererkreise würden schon für die Verbin  dungen von 400 bis 500 km Länge ver  braucht.

   Es müsste dann bereits für Ent  fernungen oberhalb von etwa 500     hm    ein  Leitungstyp mit anderer Reichweite     einge-.     setzt werden. Die Verwendung     DD@-ver,seilter     Vierer ist erst für die grösseren Entfernungen  günstig, weil dort der Leitungsbedarf mit  der Verbindungslänge abnimmt.  



  Um ein Kabel zu schaffen, bei dem die  einzelnen Leitungstypen verschiedener Reich  weite     bezw.    verschieden starker induktiver  Belastung (nach der zitierten Stelle der     ETZ         müsste die spezifische induktive Belastung  <I>L</I>     -i-   <I>L</I> umgekehrt proportional zu
EMI0003.0002  
   vari  ieren, insofern s und C     ungeändert    bleiben)  wirtschaftlich günstig ausgenutzt werden  können, werden nach der Erfindung nach  zwei verschiedenen Arten     verseilte,    z.

   B. den  Bedingungen (5)     resp.    (1) entsprechende     stern-          verseilte    und     DM-verseilte    Vierer, in einem  Kabel vereinigt und bei beiden Arten von  Vierern sowohl die Viererkreise, als auch die  Stammkreise pupinisiert.  



  Die     Viererpupinisierung    selbst kann natür  lich nach irgend einer der bekannten Metho  den geschehen, z. B. mit Extraspulen oder  durch besondere Schaltung der Spulen der  Stammleitungen.  



  Es empfiehlt sich hierbei, dass für die  kürzesten Strecken stark pupinisierte Vierer  kreise von     sternverseilten    Vierern und für  die längsten Strecken leicht pupinisierte  Viererkreise von     DM-verseilten    Vierern zur  Verfügung stehen. Will man sich nicht auf  zwei Leitungstypen beschränken, sondern für  mittlere Entfernungen noch einen oder mehrere  andere Leitungstypen einsetzen, so kann man  hierfür je nach den besondern Umständen  entweder nur     sternverseilte    oder     DM-verseilte     oder wiederum eine Mischung von nach beiden  Arten     verseilten    Vierern oder auch anders       verseilte    verwenden.

   In jedem Fall kann das  Kabel so ausgebildet werden, dass die Zahl  der für die verschiedenen Reichweiten vor  handenen Leitungen dem tatsächlichen Be  dürfnis entspricht.  



  Wie sich letzteres erreichen lässt, soll  nun anhand eines Ausführungsbeispiels er  läutert     werden,    unter der     Annahme,    dass  wiederum die Häufigkeit, mit der die ver  schieden lang herzustellenden Verbindungs  längen vorkommen, durch die Zeichnung ge  geben sei.  



  Vorher war der Fall besprochen, dass  man     DM-Vierer    hätte, deren Stämme für die  Verbindungen von 150 km bis zu 400 km  dienen sollten- die Viererkreise, die unter  diesen Umständen eine Reichweite bis 800 km    haben würden, reichten dann nur aus, um  den- Bedarf an -Verbindungen bis zu etwa  500 km Länge zu decken. Ein wesentlich  günstigeres Verhältnis bekommt man, wenn  man für die kürzeren Entfernungen     stern-          verseilte    Vierer wählt. deren Viererkreise so  stark pupinisiert sind,, dass sie die beispiels  weise angenommene Reichweite von 400 km  haben.

   Wenn die     Stammkreise    dieser Vierer  gleiche Dämpfung wie die Viererkreise haben,  so ergibt sich für sie eine höhere Grenz  frequenz und eine etwa - 2,5 mal so grosse  Reichweite von etwa 1000 km (nach der  zitierten Stelle der     ETZ    würde dies einem       Kapäzitätenverhältnis    2
EMI0003.0024  
   = 2,71 ent  sprechen). Da die Zahl der Stammkreise  doppelt so gross ist, als die Zahl der Vierer  kreise; genügt sie, um den Leitungsbedarf  für die Verbindungen von 400 km bis zu  etwa 750 km Länge zu decken.  



  Für die grösseren der vorkommenden  Reichweiten können nach der Erfindung       DM-verseilte    Vierer vorgesehen sein, und  wenn die Reichweite ihrer Viererkreise  5000 km sein soll, wird man für die Stamm  kreise mit einer Reichweite bis zu etwa  2500 km rechnen können. Diese Stamm- und  Viererkreise sind nur leicht pupinisiert. Die  Zahl der Stammkreise wird dann genügen,  um den Leitungsbedarf für die Verbindungen  von 1630 bis 2500 km Länge zu decken.  



  Für den mittleren Bereich von 750 bis  1630 km kann man mit einem dritten Lei  tungstyp auskommen. Wählt man hierfür       sternverseilte    Vierer, pupinisiert man die  Viererkreise so, dass ihre Reichweite 980 km  ist, und reicht die Anzahl der Viererkreise  für die Verbindungen zwischen 750 und<B>850</B> km  aus, so genügt die Zahl der Stammkreise,  die doppelt so gross ist, für die Verbindungen  zwischen 980 und<B>1630</B> km. Die Reichweite  der Stammkreise wird etwa 2450 km.  



  Da die Reichweiten von 1000 und 2450 km  grösser sind als 750     resp.   <B>1630</B> km, besteht  die Möglichkeit, innerhalb gewisser Grenzen  sich auch geänderten Betriebsbedingungen  anzupassen.      Zur besseren Übersicht sind die den ein  zelnen Gruppen von Stammkreisen     resp.     Viererkreisen entsprechenden Flächen in der  Zeichnung durch Buchstaben $     resp.    V be  zeichnet, mit Indizes 1-3, den drei Lei  tungstypen entsprechend; es muss allgemein  gelten     S;    = 2     Vi.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Pupinisiertes Fernkabel, dadurch gekenn zeichnet, dass es nach zwei verschiedenen Arten verseilte Vierer enthält und dass bei beiden Arten von Vierern sowohl die Stamm kreise, als auch die Vierer-(Phantom)greise pupinisiert sind, zum Zwecke, eine durch die Verschiedenheit der Verseilungsart verur- sachte Verschiedenheit des Verhältnisses von Phantomkapazität zu Stammkapazität für die Anpassung nach dem Bedarf an kurzen und langen Leitungen auszunützen.
    UNTERANSPRUCH: Pupinisiertes Fernkabel nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass Vierer kreise von nach Dieselhorst-Martin verseilten Vierern leicht und Viererkreise von stern- verseilten Vierern stark pupinisiert sind.
CH138693D 1927-02-03 1927-12-29 Pupinisiertes Fernkabel. CH138693A (de)

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DE138693X 1927-02-03

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ID=5667429

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CH138693D CH138693A (de) 1927-02-03 1927-12-29 Pupinisiertes Fernkabel.

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