CH136341A - Verfahren zum Umwandeln des auf einem Gewebe durch Reduktion aus einer Metallsalzlösung niedergeschlagenen, feinpulverigen Metallüberzuges in einen solchen von rein metallischem Aussehen und grosser Haftfestigkeit. - Google Patents

Verfahren zum Umwandeln des auf einem Gewebe durch Reduktion aus einer Metallsalzlösung niedergeschlagenen, feinpulverigen Metallüberzuges in einen solchen von rein metallischem Aussehen und grosser Haftfestigkeit.

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CH136341A
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      verfahren    zum     Umwandeln    des auf einem     Gewebe        durch        Reduktion    aus einer     Metall-          salzlösung        niederrescliiagenen,    feinpulverigen     Netallüberzunes    in einen solchen von  rein metallischem Aussehen und grosser Haftfestigkeit.    Die Erfindung bezieht sich !auf ein Ver  fahren zum Umwandeln ,des auf einem Ge  webe durch Reduktion aus einer Metallsalz  lösung niedergeschlagenen, feinpulverigen  Metallüberzuges in einen solchen von rein  metallischem Aussehen und grosser Haft  festigkeit.  



  Das Überziehen von     Geweben    mit einem  metallischen Überzug, der den Zweck  hat" diesem Stoff den Anschein eines  aus Metallfäden hergestellten Gewebes zu  geben, ist     bekannt.    Es ist jedoch bisher       lit    gelungen, ein einfach und billig arbei  tendes Verfahren zu finden, das bei geringer  Metallauflage die Herstellung eines gleich  mässigen, festhaftenden, metallisch aussehen  den Überzuges ermöglicht und Endprodukte  liefert, bei denen der Gewebecharakter und  die Geschmeidigkeit der     Textilgrundstoffe     erhalten bleibt.  



  Die bisher für diese Zwecke vorgeschla  genen galvanischen     Metallisierungsverfahren       erfordern ein     Leitendmachen    der nichtleiten  den Oberfläche des Gewebes mittelst Gra  phit oder ähnlichen     Mitteln.Schon    diese  Zwischenschicht beeinträchtigt das Endpro  dukt. Aber, abgesehen davon, zeigt ein auf  galvanischem Wege metallisiertes Gewebe  eine Reihe grosser Übelstände. Die Haft  festigkeit des galvanisch auf den Gewebe  fasern niedergeschlagenen Überzuges ist zu  gering in bezug auf .die grosse Beanspru  chung, .der ein Gewebe bei der Verarbeitung  und Verwendung ausgesetzt ist.

   Da überdies  bei Textilmaterialien der     galv        aiiische    Über  zug in ziemlicher Stärke aufgebracht werden  muss, geht hierbei der geschmeidige Gewebe  charakter des Grundmaterials zum grössten  Teil verloren. Diese starke Metallauflage  verteuert auch .das galvanische Verfahren in  starkem     Müsse,    da es sich ja in den meisten  Fällen um     Edelmetalle    handelt. Dabei wird  auch bei noch so starkem galvanischen Me  tallüberzug die Haftfestigkeit desselben nicht      vergrössert.

   Es ist bekannt, welche Schwie  rigkeiten es bereitet, einen wirklich haft  festen, gleichmässigen galvanischen Überzug,  insbesondere auf nicht leitenden Unterlagen,  zu erzielen.     Denn    der     @@alvaniscbe    Überzug  setzt sich nun an den gut leitend gemachten  Stellen der Oberfläche der Unterlage an und  wächst nur von diesen Stellen aus weiter.  ohne dass mit zunehmender Dicke des Nieder  schlages eine Erhöhung der     Haftfestiakei+     erzielt würde.    Alle diese in der Natur des .galvanischen       Niederschlages    liegenden Schwierigkeiten:  vermehren sich natürlich bei den hier in Be  tracht kommenden feinfaserigen Grund  material.    Man hat bereits mehrfach versucht, das  galvanische Verfahren für .die vorliegende.  Zwecke zu verbessern.

   So hat man beispiels  weise vorgeschlagen, auf dem mit Graphit  leitend gemachten Gewebe vorerst einen sehr  dünnen galvanischen Metallüberzug nieder  zuschlagen, diesen auf mechanischem Wege  zu verdichten und auf dem verdichteten  Überzug nochmals auf galvanischem Wege  einen zweiten metallischen Überzug     aufzu-          brinben.    Der ersterwähnte, auf .dem     graphi-          tierten    Gewebe niedergeschlagene und me  chanisch verdichtete dünne Metallüberzug  ist an sich völlig unbrauchbar und erfordert       unter    allen Umständen neuerliche     ausrei-          4hende    Behandlung im galvanischen Bade.

    Eine     wesentliche    Verbesserung     .der    Produkte  wird durch ,dieses Verfahren nicht herbei  geführt. Die .leitende Zwischenschicht aus  Graphit macht natürlich auch hier ihren stö  renden Einfluss geltend, die Stärke des Me  tallüberzuges wird nicht vermindert, eher  noch erhöht und die wiederholte galvanische  Behandlung .mit ,der zwischengeschalteten  mechanischen Bearbeitung macht das Ver  fahren unverhältnismässig kompliziert und  kostspielig.  



  Ein anderer Vorschlag zielt auf eine  Verbesserung des     Leitfähiamachens    der Ge  webeunterlage. Dieses Verfahren besteht  darin, dass man- das Gewebe in eine Metall-    Salzlösung einbringt, aus der in an sich be  kannter Weise mittelst geeigneter     Redul-,-          tionsmittel    das Metall in pulverigem, porö  sem Zustande auf -dem Gewebe niederge  schlagen wird. Um die     Haftfestigkeit    dieses  leitenden Überzuges zu erhöhen, wurden der  zu reduzierenden Metallsalzlösung     kolloidalzf     Körper, wie Gelatine,     Kollodium,    Leim und  dergleichen zugesetzt.

   Das auf diese Weise  metallisierte Gewebe ist zwar an sich un  brauchbar,     da,    der Metallüberzug ein graues.  unansehnliches Aussehen und pulveriges po  röses Gefüge besitzt, eignet sich aber, ähn  lich wie eine     Graphitschicht,    als leitende  Unterlage für die nachträgliche Galva  nisierung. Der auf einer solchen Unter  lage aufgebrachte galvanische Überzug  zeigt natürlich die gleichen Nachteile  wie alle andern galvanischen Metallüber  züge.

   Da sämtliche bisher bekanntgewor  denen     Metallisierungsverfahnen    galvanische  Methoden für die Herstellung des Me  tallüberzuges verwenden, treten     regelmässin     :die .damit verbundenen     Schwierigkeiten    auf,       so,dass    es bisher nicht möglich -war, auf ein  fache und billige Weise fehlerfrei metalli  sierte Gewebe in grossen Stücken und     unter     Beibehaltung ihres Gewebecharakters und  ihrer Geschmeidigkeit zu erzielen.  



  Die Erfindung hat sich nun     rdie    Aufgabe  gestellt,     unter    vollständiger Ausschaltung  .des     galvanischen    Weges und bei möglichst  geringem Metallverbrauch metallisierte Ge  webe mit gleichmässiger und festhaftender       Xetallschicht    herzustellen,     die    ganz den Cha  rakter von aus Metallfäden gewebten Stof  fen     besit.en        und    die Geschmeidigkeit     der     aus gewöhnlichen Textilfäden hergestellten  Gewebe aufweisen.

   Hierzu geht man von  einem metallisierten Gewebe aus, das mit  Hilfe der bereits zum     Leitendmachen    von  Geweben vorgeschlagenen Methode metalli  siert wurde, nämlich mittelst Niederschla  gung von     Metalllurch    Reduktion aus einer  Metallsalzlösung.

   Wie bereits erwähnt, be  sitzt das auf dem Gewebe durch Reduktion  aus einer     l@l:etallsalzlösung    niedergeschlagene  Metall zufolge seiner feinpulverigen Beschaf-           fenheit    ein unansehnliches, nicht     metallisches     Aussehen und eine nur geringe Haftfestig  keit und die auf .diese allerdings einfache       und    billige Weise metallisierten Gewebe las  sen sich zwar zur Not für eine nachträgliche       Ga.lvanisierung,    aber nicht als Fertigprodukt  verwenden.  



  Es wurde nun die überraschende Beob  achtung gemacht, dass sich die mittelst Me  tallsalzlösung metallisierten Gewebe in über  aus einfacher Weise durch ein mechanisches  Verfahren in     hochwertige    Endprodukte über  führen ,lassen. Wenn auch die Haftfestigkeit  des durch Reduktion niedergeschlagenen  Metallpulvers sehr gering ist, so besitzt .diese  Methode doch den Vorteil,     @dass    sich die ein  zelnen     Metallpartikelehen    nicht nur auf der  Oberfläche des Gewebes, sondern auch in den  Poren und Hohlräumen .der einzelnen Ge  webefasern niederschlagen.

   Wird nun erfin  dungsgemäss ein derartig metallisiertes Ge  webe einer mechanischen Bearbeitung     dureb.     Druck,     Sehla.g,    Reibung und .dergleichen un  terworfen, so verdichtet sich das in und auf  den Fäden niedergeschlagene Metallpulver zu  einem gleichmässigen, hochglänzenden, me  tallischen Überzug, .der ausserordentlich fest  auf dem Gewebe haftet, da er direkt in dem  Gewebe verankert ist.  



  In manchen' Fällen,     insbesondere    bei  etwas stärkerer Metallauflage zeigt die  Oberfläche dieses Metallüberzuges nach .der  mechanischen Behandlung den Charakter  einer mehr oder weniger zusammenhängen  den Folie. Dieser teilweise Flächencharakter  verschwindet jedoch schon bei .den geringsten  mechanischen Beeinflussungen, denen das  Gewebe, beispielsweise .beim Aufwickeln.  oder Aufrollen der fertigen Ware ausgesetzt  ist. Hierbei tritt sofort wieder der ursprüng  liche geschmeidige Gewebecharakter auf.  ohne dass zufolge der eigenartigen Veranke  rung der Metallschicht in dem Gewebe auch  nur die geringste Beeinträchtigung der Me  tallauflage durch Abspringen oder<B>Ab-</B>  bröckeln wahrzunehmen wäre.  



  Das neue Verfahren besteht also im     we-          wentliehen    darin, dass der     feinpulverige    Me-         tallniederschlag    auf dem Gewebe .durch me  chanische Bearbeitung (zum Beispiel durch  Druck, Schlag, Reibung) zu einem festhaf  tenden Überzug von rein metallischem     Aus-          sc:hen    verdichtet wird.  



  Das Verfahren nach .der Erfindung fin  det Anwendung .auf ein bereits metallisiertes  Gewebe, das     bekanntermassen,    ,zum Beispiel  wie nachstehend beschrieben, hergestellt wer  den kann.  



  Eine Metallsalzlösung (namentlich     auä     Edelmetallen, wie     Silber,    Gold usw.) wird  zusammen mit kolloidalen Körpern, wie  Leim, Gelatine und dergleichen, zweckmässig  in der Wärme, .auf die Gewebe aufgebracht  und hernach mit einem ,beliebigen Reduk  tionsmittel reduziert. Nach der Reduktion  wird das Gewebe mittelst geeigneter Lö  sungsmittel gewaschen und dann getrocknet.

    Das so metallisierte Gewebe wird nun  in     Friktionskalandern,        Lüstriermaschinen,          Beetlemaschinen    oder dergleichen ähnlichen       Textilmaschinen,    -die zum Erzeugen eines  Glanzes auf Stoffen verwendet werden, er  findungsgemäss mechanisch bearbeitet, wobei  der ursprünglich graue, unansehnliche     Me-          tallnie.derschlagg    in einen ausserordentlich  festhaftenden, dichten und     hochglänzenden     Metallüberzug verwandelt wird.  



  Nach dem vorstehend beschriebenen Ver  fahren erhält man bei ganz geringem     Me-          tallverbrauch        ,auf    überaus einfache und bil  lige Weise ein ausserordentlich haltbares Ge  webe, .das ganz den Charakter eines aus Me  tallfäden .hergestellten Stoffes aufweist. Bei  geeigneter Wahl -der zur Verdichtung des       Metalliiberzuges    zur Anwendung gelangen  den Maschinen kann man natürlich nicht nur  hochglänzende, sondern auch mattierte     Me-          ta.llflächen    in allen gewünschten Abstufun  <U>gen</U> erzielen, oder den hochglänzend verdich  teten Metallüberzug nachträglich mattieren.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zum Umwandeln des auf einem Gewebe .durch Reduktion aus einer Metallsalzlösung niedergeschlagenen, fein- pulverigen Metallüberzuges in einen solchen von rein metallischem Aussehen und von grosser Haftfestigkeit, dadurch gekennzeich net, .dass das feinpulverige Metall .auf .dem Gewebe .durch meeha.nisehe Bearbeitung des Gewebes zu einem festhaftenden tbberzug von rein metallischem Aussehen verdichtet, wird.
CH136341D 1927-02-26 1928-02-15 Verfahren zum Umwandeln des auf einem Gewebe durch Reduktion aus einer Metallsalzlösung niedergeschlagenen, feinpulverigen Metallüberzuges in einen solchen von rein metallischem Aussehen und grosser Haftfestigkeit. CH136341A (de)

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CH136341D CH136341A (de) 1927-02-26 1928-02-15 Verfahren zum Umwandeln des auf einem Gewebe durch Reduktion aus einer Metallsalzlösung niedergeschlagenen, feinpulverigen Metallüberzuges in einen solchen von rein metallischem Aussehen und grosser Haftfestigkeit.

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