Elektrischer Lötkolben. Die Erfindung betrifft einen elektrischen Lötkolben und bezweckt eine möglichst grosse Löthitze zu erzielen und bei Nichtgebrauch eine verminderte Leistung zu erhalten.
Der Heizwiderstand des Lötkolbens muss bekanntlich so berechnet werden, dass er nicht durchbrennt, wenn der Lötkolben eingeschal tet und doch nicht gelötet wird. Anderseits darf der Kupferkolben nicht über Dunkelrot glut hinaus erhitzt werden. Um die Stau wärme nicht zu hoch ansteigen zu lassen, muss für genügende Ableitung gesorgt werden und hieraus erklärt sich auch, dass der um hüllende Mantel .sehr heiss wird, was natür lich nicht wirtschaftlich ist. Die Energiezu fuhr war also bisher konstant, gleichgültig ob gelötet oder nicht gelötet wurde und hieraus ergab sich zwangsläufig die verhält nismässig geringe Leistungsfähigkeit des Elek trolötkolbens während des Lötens.
Um nun beim Elektrokolben zu einer Höchstleistung zu.gelangen, und trotzdem bei Nichtgebrauch eine verminderte Leistung zu erhalten, wird gemäss der vorliegenden Erfin dung ein Schaltervorgesehen, durch den bei Be tätigung von Hand ein Teil des Heizwider- standes abgeschaltet und der beim Loslassen des Griffes automatisch wieder in die Aus schaltstellung gebracht wird. Wird der Löt kolben aus der Hand gelegt, so schaltet sich der Heizwiderstand durch eine Umschaltung selbst auf verringerte Leistung um, zum Bei spiel durch einen federnden Umschalter, wo durch jede Überlastung des Heizkörpers wie auch Überheizung des Kupferkolbens, Ver brennen des Lötzinns vermieden wird.
Zweck mässig wird ein Widerstandsheizstromkreis so unterteilt, dass er für zwei verschiedene Heiz- leistungen zu verwenden ist. Während des Anheizens oder der Pausen ist der gesamte Widerstand in .Aktion. Beim Aufnehmen des Lötkolbens zum Löten wird durch Betäti gung des Umschalters ein Teil des Wider standes abgeschaltet, die Ohnrzahl verringert, die Stromstärke entsprechend erhöht, wodurch die Drahtwindungen zu erhöhter Temperatur gebracht werden, und zwar zweckmässig an der Stelle, die dem Kupferkolben am näch sten liegt.
Dem erhöhten Wattverbrauch ent spricht dann die entsprechend erhöhte -Heiz- leistung. Da dies nur während des Arbeitens, also zur Zeit höchster Wärmeableitung der Fall ist, kommt eine für das Widerstands material schädliche Überlastung nicht mehr in Frage.
Da Glimmer als Isoliermaterial für den Heizkörper geeignet und die Einbettung des Heizwiderstandes in keramisches Material verhältnismässig teuer ist, ausserdem leicht chemischen Einflüssen unterliegt und das Ma terial bei hohen Temperaturen leitend wird, in den muhen Betrieben auch leicht zer brechen kann, so kann der Heizwiderstand auch frei gelagert werden. Zu diesem Zweck kann man zum Beispiel den Heizkern mit einer Metallhülle umgeben, die zweckmässig vierkantig ausgebildet wird und an deren Ecken kleine Säulen angebracht sind. Über diese Säulen wird dann der Heizwiderstand aufgewickelt und der Zwischenraum zwischen Heizwiderstand und Metallhülle nun- zweck mässig mit einer feinkörnigen losen Füllungs masse in Pulverform ausgefüllt.
Die Füllungs masse umschliesst in diesem Fall den Heiz- widerstand fast luftdicht, wobei sie ein Deh nen des Drahtes gestattet, ohne dabei eine Verlagerung zuzulassen. Gleichzeitig wird eine innige Wärmeabgabe gewährleistet und das ganze Heizsystem gegen. Luft, Säure dämpfe geschützt. Eine derartige Ausführung ist wesentlich billiger, betriebssicherer und zugänglicher als die Einbettung des Heiz- widerstandes in festes keramisches Material.
Eine durch die lose trockene Füllungsmasse um eine kurze Spanne Zeit etwa verringerte Anheizperiode kann leicht in Kauf genommen werden, da der geringe Mehraufwand an Zeit keine Rolle spielt, doch dafür aber eine grö ssere Leistung, Wirtschaftlichkeit und Betriebs sicherheit gewährleistet ist.
Man kann ferner die Füllungsmasse als Wärmeakkumulator verwenden, indem man eine Masse benutzt, die ferner wärmespei chernd wirkt; dadurch wird es ermöglicht, auch an Stellen, wo ein elektrischer Anschluss nicht zur Verfügung steht oder wegen zu langer Zuleitung unbequem ist, Lotungen vornehmen zu können, nachdem vorher der Lötkolben an einer geeigneten benachbarten Anschluss.,telle miterhitzt wurde.
Um Normaltypen zu schaffen, die die Verwendung verschiedener Kupferkolbenfor- men, Spitz- und Hammerkolben zulassen, ist eine Heizkammeranordnung gewählt worden, bei welcher ein Metallkern die Wärmespei cherung und die Wärmeabgabe vermittelt.
Man kann auch ferner die nutzlos am Aussenmantel abgegebene Wärmemenge auf ein Minimum reduzieren. Dies wird zum Bei spiel dadurch erreicht, dass eine Hülle aus doppelwandigem Material über den Heiz körper geschoben wird, die entweder mit Wärme schlecht leitendem Material ausge füllt oder aber zweckmässig evakuiert ist; dadurch kann der Wirkungsgrad des Kolbens bedeutend erhöht werden.
Die Fig. 1-7 zeigen eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes, und zwar zeigen Fig. 1 und 3 den Lötkolben teilweise im Längsschnitt, wobei in Fig. 1 der Heizwiderstand herausgenommen ist;
Fig. 2 zeigt einen Querschnitt des Lötkolbens nach A-B der Fig. 1; Fig. 4 zeigt einen Querschnitt des Lötkolbens nach G'-D der Fig. 1; Fig. "u zeigt die den Heizkern um gebende Metallhülle mit den kleinen Fek- säulen; Fig. 6 zeigt das Schaltschema für den Heizwiderstand und die Verbindungen seiner AnzapfUngen mit dem Umschalter; Fig. 7 zeigt den Lötkolben in Ansicht.
a ist ein Kupferkolben, versehen mit einer Spindel b, die mit Gewinde versehen ist und in das Innere des Heizkerns feingeschraubt werden kann. Die Spindel kann arretiert werden durch eine Stellschraube c. d ist eine Mutter, welche die die Heizkammer umge bende Metallhülle e festhält. Diese Hülle e ist doppelwandig und evakuiert. Die innere Wand ist mit j, die äussere mit g bezeichnet. Der Heizkern f ist auf einer Netallscheibe y bE- festigt, die wiederum isoliert ist und auf einer Wärme schlecht leitenden Isolierzwi- schenlage h ruht.
Die Heizkammer ist durch Schrauben<I>i</I> mit der Metallschraube<I>k</I> ver bunden, in die das Metallrohr l einmündet. Hieran schliesst sich der Griff m an.
Der Heizwiderstand besteht aus einer fe dernden dicht anschliessenden aber der Aus dehnung des Kernes nachgebenden längs ge schlitzten Metallhülse n, an deren Oberfläche kleine Säulen o angebracht sind, die zweck mässig aus Speckstein oder einem andern gleichwertigen, hitzebeständigen isolierenden Material bestehen. Die Säulen können mittelst Bandage an der Widerstandshülse n befestigt werden. Der Heizdraht oder das Heizband wird nun in gestreckter oder Spiralform über die Ecksäulen o aufgewickelt. Der ganze Heizwiderstand wird dann über den Heizkern f geschoben. Die Heizkammer wird dann mit einer pulverförmig losen Masse ausgefüllt, welche die Wärmeübertragung an den Heiz- kern f übermittelt.
Die Stromzuführung er folgt durch den hohlen Griff und mündet mit einem Pol bei der Kontaktstelle s; der andere Pol wird dem am Griff angebrachten Um schalter t zugeführt, und zwar an der Kon taktstelle u. Der Umschalter<I>t</I> besitzt noch zwei Kontaktstellen v und zv; welche durch Leitungsdrähte mit den Kontaktstellen x und !/ verbunden sind. Die Wirkungsweise ist aus dem Schema der Fig. 6 zu ersehen. Die Stromzuführung ist entlastet, und zwar durch Festklemmen zwischen der Isolierzwischen- lage 1a und der isolierten Scheibe g.
An Stelle der Viereckform für den Heiz- kern und die ihn umgebende Metallhülse kann man auch die Vieleckform oder runde Form benutzen.