CH130482A - Elektrischer Lötkolben. - Google Patents

Elektrischer Lötkolben.

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CH130482A
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Paul Naumann
Kurt Weber
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Paul Naumann
Kurt Weber
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  Elektrischer     Lötkolben.       Die Erfindung     betrifft    einen elektrischen  Lötkolben und bezweckt eine möglichst grosse  Löthitze zu erzielen und bei Nichtgebrauch  eine verminderte Leistung zu erhalten.  



  Der Heizwiderstand des Lötkolbens muss  bekanntlich so berechnet werden, dass er nicht  durchbrennt, wenn der Lötkolben eingeschal  tet und doch nicht gelötet wird. Anderseits  darf der Kupferkolben nicht über Dunkelrot  glut hinaus erhitzt werden. Um die Stau  wärme nicht zu hoch ansteigen zu lassen,  muss für genügende Ableitung gesorgt werden  und hieraus erklärt sich auch, dass der um  hüllende Mantel .sehr heiss wird, was natür  lich nicht wirtschaftlich ist. Die Energiezu  fuhr war also bisher konstant, gleichgültig  ob gelötet oder nicht gelötet wurde und  hieraus ergab sich zwangsläufig die verhält  nismässig geringe Leistungsfähigkeit des Elek  trolötkolbens während des     Lötens.     



  Um nun beim Elektrokolben zu einer  Höchstleistung     zu.gelangen,    und trotzdem bei    Nichtgebrauch eine verminderte Leistung zu  erhalten, wird gemäss der vorliegenden Erfin  dung ein Schaltervorgesehen, durch den bei Be  tätigung von Hand ein Teil des     Heizwider-          standes    abgeschaltet und der beim Loslassen  des Griffes automatisch wieder in die Aus  schaltstellung gebracht wird. Wird der Löt  kolben aus der Hand gelegt, so schaltet sich  der Heizwiderstand durch eine Umschaltung  selbst auf verringerte Leistung um, zum Bei  spiel durch einen federnden Umschalter, wo  durch jede Überlastung des Heizkörpers wie  auch Überheizung des Kupferkolbens, Ver  brennen des Lötzinns vermieden wird.

   Zweck  mässig wird ein     Widerstandsheizstromkreis    so  unterteilt, dass er für zwei verschiedene     Heiz-          leistungen    zu verwenden ist. Während des       Anheizens    oder der Pausen ist der gesamte  Widerstand in     .Aktion.    Beim Aufnehmen des  Lötkolbens zum Löten wird durch Betäti  gung des Umschalters ein Teil des Wider  standes abgeschaltet, die     Ohnrzahl    verringert,      die Stromstärke entsprechend erhöht, wodurch  die Drahtwindungen zu erhöhter     Temperatur     gebracht werden, und zwar zweckmässig an  der Stelle, die dem Kupferkolben am näch  sten liegt.

   Dem erhöhten Wattverbrauch ent  spricht dann die entsprechend erhöhte     -Heiz-          leistung.    Da dies nur während des Arbeitens,  also zur Zeit höchster Wärmeableitung der  Fall ist, kommt eine für das Widerstands  material schädliche Überlastung nicht mehr  in Frage.  



  Da Glimmer als Isoliermaterial für den  Heizkörper geeignet und die Einbettung des  Heizwiderstandes in keramisches Material  verhältnismässig teuer ist, ausserdem leicht  chemischen Einflüssen unterliegt und das Ma  terial bei hohen Temperaturen leitend wird,  in den muhen Betrieben auch leicht zer  brechen kann, so kann der Heizwiderstand  auch frei     gelagert    werden. Zu diesem Zweck  kann man zum Beispiel den Heizkern mit  einer Metallhülle umgeben, die zweckmässig  vierkantig ausgebildet wird und an deren  Ecken kleine Säulen angebracht sind. Über  diese Säulen wird dann der     Heizwiderstand     aufgewickelt und der Zwischenraum zwischen  Heizwiderstand und Metallhülle nun- zweck  mässig mit einer feinkörnigen losen Füllungs  masse in Pulverform ausgefüllt.

   Die Füllungs  masse umschliesst in diesem Fall den     Heiz-          widerstand    fast luftdicht, wobei sie ein Deh  nen des Drahtes gestattet, ohne dabei eine  Verlagerung zuzulassen. Gleichzeitig wird  eine innige Wärmeabgabe gewährleistet und  das ganze Heizsystem gegen. Luft, Säure  dämpfe geschützt. Eine derartige Ausführung  ist wesentlich billiger, betriebssicherer und  zugänglicher als die Einbettung des     Heiz-          widerstandes    in festes keramisches Material.

    Eine durch die lose trockene Füllungsmasse  um eine kurze Spanne Zeit etwa verringerte       Anheizperiode    kann leicht in Kauf genommen  werden, da der geringe Mehraufwand an Zeit       keine    Rolle spielt, doch dafür aber eine grö  ssere Leistung, Wirtschaftlichkeit und Betriebs  sicherheit gewährleistet ist.  



  Man kann ferner die Füllungsmasse als       Wärmeakkumulator    verwenden, indem     man       eine Masse benutzt, die ferner wärmespei  chernd wirkt; dadurch wird es ermöglicht,  auch an Stellen, wo ein elektrischer Anschluss  nicht zur Verfügung steht oder wegen zu  langer Zuleitung unbequem ist, Lotungen  vornehmen zu können, nachdem vorher der  Lötkolben an einer geeigneten benachbarten       Anschluss.,telle        miterhitzt    wurde.  



  Um Normaltypen zu schaffen, die die  Verwendung verschiedener     Kupferkolbenfor-          men,    Spitz- und Hammerkolben zulassen, ist  eine     Heizkammeranordnung    gewählt worden,  bei welcher ein Metallkern die Wärmespei  cherung und die Wärmeabgabe vermittelt.  



  Man kann auch ferner die nutzlos am  Aussenmantel abgegebene Wärmemenge auf  ein Minimum reduzieren. Dies wird zum Bei  spiel dadurch erreicht, dass eine Hülle aus  doppelwandigem Material über den Heiz  körper geschoben wird, die entweder mit  Wärme schlecht leitendem Material ausge  füllt oder aber zweckmässig evakuiert ist;  dadurch kann der Wirkungsgrad des Kolbens       bedeutend    erhöht werden.  



  Die     Fig.    1-7 zeigen eine beispielsweise  Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes,  und zwar zeigen     Fig.    1 und 3 den Lötkolben  teilweise im Längsschnitt, wobei in     Fig.    1  der Heizwiderstand herausgenommen ist;

         Fig.    2 zeigt einen Querschnitt des Lötkolbens  nach     A-B    der     Fig.    1;     Fig.    4 zeigt einen  Querschnitt des Lötkolbens nach     G'-D    der       Fig.    1;     Fig.        "u    zeigt die den Heizkern um  gebende Metallhülle mit den kleinen     Fek-          säulen;        Fig.    6 zeigt das Schaltschema für  den Heizwiderstand und die Verbindungen  seiner     AnzapfUngen    mit dem Umschalter;       Fig.    7 zeigt den Lötkolben in Ansicht.  



  a ist ein Kupferkolben, versehen mit einer  Spindel b, die mit Gewinde versehen ist und  in das Innere des Heizkerns feingeschraubt  werden kann. Die Spindel kann arretiert  werden durch eine Stellschraube c.     d    ist eine  Mutter, welche die die Heizkammer umge  bende Metallhülle e festhält. Diese Hülle e ist  doppelwandig und evakuiert. Die innere Wand  ist mit j, die äussere mit g bezeichnet. Der       Heizkern    f ist auf einer     Netallscheibe        y    bE-      festigt, die wiederum isoliert ist und auf  einer Wärme schlecht leitenden     Isolierzwi-          schenlage    h ruht.

   Die Heizkammer ist durch  Schrauben<I>i</I> mit der Metallschraube<I>k</I> ver  bunden, in die das Metallrohr     l    einmündet.  Hieran schliesst sich der Griff m an.  



  Der Heizwiderstand besteht aus einer fe  dernden dicht anschliessenden aber der Aus  dehnung des Kernes nachgebenden längs ge  schlitzten Metallhülse n, an deren Oberfläche  kleine Säulen o angebracht sind, die zweck  mässig aus Speckstein oder einem andern  gleichwertigen, hitzebeständigen isolierenden  Material bestehen. Die Säulen können mittelst  Bandage an der Widerstandshülse n befestigt  werden. Der Heizdraht oder das Heizband  wird nun in gestreckter oder     Spiralform    über  die Ecksäulen o aufgewickelt. Der ganze  Heizwiderstand wird dann über den Heizkern  f geschoben. Die Heizkammer wird dann mit  einer pulverförmig losen Masse ausgefüllt,  welche die Wärmeübertragung an den     Heiz-          kern    f übermittelt.

   Die Stromzuführung er  folgt durch den hohlen Griff und mündet mit  einem Pol bei der Kontaktstelle s; der andere  Pol wird dem am Griff angebrachten Um  schalter     t    zugeführt, und zwar an der Kon  taktstelle     u.    Der Umschalter<I>t</I> besitzt noch  zwei Kontaktstellen v und     zv;    welche durch  Leitungsdrähte mit den Kontaktstellen x und  !/ verbunden sind. Die Wirkungsweise ist aus  dem Schema der     Fig.    6 zu ersehen. Die       Stromzuführung    ist entlastet, und zwar durch  Festklemmen zwischen der     Isolierzwischen-          lage        1a    und der isolierten Scheibe g.  



       An    Stelle der     Viereckform    für den     Heiz-          kern    und die ihn umgebende Metallhülse  kann man auch die     Vieleckform    oder runde  Form benutzen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Elektrischer Lötkolben, gekennzeichnet durch einen Schalter, der bei Betätigung von Hand einen Teil des Heizwiderstandes abschaltet und beim Loslassen des Griffes automatisch wieder in die Ausschaltstellung gebracht wird. UNTERANSPRÜCHE: 1. Elektrischer Lötkolben nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Tragkörper für den Heizdrabt eine Metall hülse (n) verwendet wird, die mit isolie renden hitzebeständigen Ecksäulen (o) ver sehen ist. 2. Elektrischer Lötkolben nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine längs geschlitzte Metallhülse (n) verwendet ist. 3.
    Elektrischer Lötkolben nach Patentan spruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Zwischen raum zwischen Heizdraht und Heizkern<B>(f)</B> mit pulverförmiger loser Masse ausgefüllt ist. 4. Elektrischer Lötkolben nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine Wärme speichernde Masse verwendet ist. b. Elektrischer Lötkolben nach Patentan spruch und Unteransprüchen 1-4, dadurch gekennzeichnet, dass der Heizkörper von einem doppelwandigen Schutzmantel um geben ist, und dass der Zwischenraum zwischen den Wänden mit Wärme schlecht leitendem Material ausgefüllt ist. 6. Elektrischer Lötkolben nach Patentan spruch und Unteransprüchen 1-v, dadurch gekennzeichnet, dass der Heizkörper von einem doppelwandigen evakuierten Schutz mantel umgeben ist.
CH130482D 1926-12-29 1927-12-26 Elektrischer Lötkolben. CH130482A (de)

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