CH129296A - Verfahren zur Herstellung von Aluminiumoxyd. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Aluminiumoxyd.

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CH129296A
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aluminum oxide
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sulfides
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Robert Haglund Ture
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Robert Haglund Ture
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01FCOMPOUNDS OF THE METALS BERYLLIUM, MAGNESIUM, ALUMINIUM, CALCIUM, STRONTIUM, BARIUM, RADIUM, THORIUM, OR OF THE RARE-EARTH METALS
    • C01F7/00Compounds of aluminium
    • C01F7/02Aluminium oxide; Aluminium hydroxide; Aluminates
    • C01F7/46Purification of aluminium oxide, aluminium hydroxide or aluminates

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Description


  Verfahren zur Herstellung von     Aluminiumoxyd.       Die Erfindung bezieht sich auf ein Ver  fahren zur Herstellung von reinem Alumi  niumoxyd aus mit Sulfiden     verunreinigtem          aluminiumoxydhaltigem    Gut, welches     erhal-          ten    wurde aus Aluminiumsulfid, dadurch  gekennzeichnet, dass das     verunreinigte    Gut  mit solchen Reagenzien behandelt wird, wel  che sich mit den Sulfiden umsetzen, worauf  die so entstandenen Produkte vom Alumi  niumoxyd abgetrennt werden, und wobei die  Reaktionsbedingungen so     abgepasst    werden,

    dass     Aluminiumoxyd    sich höchstens nur in       geringem    Umfang mit den Reagenzien um  setzt.  



  Als Reagenz zur     Entfernung    dient     ge-          rnäss'    der Erfindung in erster Linie Chlor.  Es können aber hierfür unter Umständen  auch gewisse Chlorverbindungen, beispiels  weise Chlorwasserstoff, zur Verwendung  kommen.  



  Die Erfindung beruht unter anderem auf  der     bekannten    Tatsache, dass Aluminium  oxyd nur in sehr     geringem    Ausmass mit Chlor  reagiert, sofern die Reaktionskomponenten  nicht in     Gegenwart    von Reduktionsmitteln  auf     etwa    800 bis<B>1000'</B> erhitzt werden, und    dass auch Chlorwasserstoff unter gewissen       Umständen        keine    nennenswerte Bildung von  Aluminiumchlorid     verursacht,    da diese Ver  bindung sich beim Erhitzen in Gegenwart  von Wasserdampf unter Bildung von Alu  miniumoxyd     bezw.        Aluminiumoxydhydrat     und Chlorwasserstoff zersetzt.

       FeS    und     CaS     können dagegen durch Behandlung mit Chlor  oder Chlorwasserstoff leicht zu     FeCl2    oder       Fe2C13    und     CaCl2    umgesetzt werden. Auch       Titansulfide    können, besonders durch Be  handlung mit Chlor in der Wärme, in Chlor  verbindungen des Titans übergeführt werden.  



  Die Behandlung der     Zersetzungsprodukte     mit Chlor kann     entweder    in trockenem Zu  stande oder in Gegenwart von Wasser oder  Wasserdampf geschehen. Sie kann so aus  geführt werden, dass Chlor in gasförmigem  Zustande über die Zersetzungsprodukte ge  leitet wird, welche gegebenenfalls zuerst  zwecks Austreibung     vorhandenen    Hydrat  wassers erhitzt werden können. Durch     Ein-          wirkung    des Chlors werden hierbei     verun-          reinigende    Sulfide, wie     FeS,        TiS    und     CaS,     in Chloride übergeführt.

   Die     Chlorieruug     geht schneller vor sich, falls sie bei einer zur           Verflüchtigung    gebildeter Chloride des Eisens       und    Titans hinreichenden Temperatur aus  geführt wird. Um eine Oxydierung beispiels  weise der Eisenverbindungen zu vermeiden,  wird die Behandlung am zweckmässigsten in  indifferenter oder reduzierender Atmosphäre  vorgenommen. Anstatt Chlorgas oder zu  sammen mit diesem können gasförmige     Sulf-          chloride    als     Chlorierungsmittel    für die  Verunreinigungen verwendet werden.

      Die Behandlung mit Chlor kann auch in  Wasser erfolgen, wobei die Zersetzungspro  dukte beispielsweise durch eine     Rührvorrich-          tung    im Wasser aufgeschlämmt gehalten  werden. Diese Behandlung kann sowohl bei ge  wöhnlichem Atmosphärendruck, als auch mit  Vorteil, wegen der höheren Wasserlöslichkeit  des     Chlores    bei höherem Druck, unter Druck  beispielsweise in     Autoklaven,    erfolgen. Das  Chlor kann entweder in Form von Gas oder  als Wasserlösung oder auch in zur Flüssig  keit komprimiertem Zustande zugeführt  werden.

   Das Chlor setzt sich bei dem Ver  fahren mit vorhandenem Schwefeleisen, un  ter Bildung von     Eisenchlorür,    das in Lösung  geht, um.     Aluminiumoxydhydrat    dagegen  reagiert nur in geringem Umfang und bleibt  deswegen in der Hauptsache ungelöst. Cal  cinmsulfid wird in     Calcittmchlorid    über  geführt, das auch in Lösung geht. Damit das  gebildete     Eisenchlorür    nicht schon während  der Behandlung oxydiert wird, kommt am  zweckmässigsten ein von beigemischtem  Sauerstoff möglichst freies Chlorgas zur  Verwendung. Die Lösung wird abgegossen  oder     abfiltriert    und das ungelöste Gut aus  gewaschen.  



  Die Zerlegung der verunreinigenden Sul  fide kann auch, wie schon angedeutet ist,  durch Überleitung einer Mischung von Chlor  wasserstoffgas und Wasserdampf über die  Zersetzungsprodukte erfolgen. Anstatt des       Zuführens    des     Chlorwasserstoffes        direkt    in  Gasform, kann man Zugaben von Aluminium  chlorid machen oder einen Teil des     Alumi-          niumoxydes        bezw.        Aluminiumoxydhydrates     durch Einwirkung von Salzsäure in Alumi-         niumchlorid    überführen und dann in H20  haltiger Atmosphäre erhitzen.

   Der Wasser  gehalt der Reaktionsgase kann hierbei ent  weder aus der in den Produkten vorhandenen  Feuchtigkeit oder aus bei der Erhitzung ab  gegebenem     Hydratwasser    oder auch durch  Zufuhr von Wasserdampf aufrecht erhalten  werden. Bei einer solchen Erhitzung, bei  spielsweise auf 300 bis 400' C, zersetzt.

   sich  das Aluminiumchlorid durch die     Einwi2kung     des Wasserdampfes, und hierbei freigemach  ter Chlorwasserstoff zersetzt Verunreini  gungen von Schwefeleisen und     Calciumsulfid     unter Bildung von wasserlöslichen Eisen- und       Calciumverbindungen.        _    Die Erhitzung kann  während und nach der Behandlung so     weit     getrieben werden,     dass    das Aluminiumoxyd  hydrat in Aluminiumoxyd übergeht, das in  verdünnten     Säuren    schwerlöslich ist.

      Die nach der Behandlung mit Chlor  oder Chlorverbindungen in den Zersetzungs  produkten vorhandenen Chlorverbindungen  werden dann mit Wasser oder Säuren aus  gelaugt, wonach die     gereinigten        aluminium-          oxydhaltigen    Produkte gegebenenfalls ge  trocknet oder geglüht oder in an sich be  kannter Weise zur Darstellung von Alumi  niumverbindungen     verwertet    werden können.  



  Falls die Zersetzungsprodukte kristalli  siertes Aluminiumoxyd     (Korund)    enthalten,  ist es zweckmässig, den     Korund    durch Be  handlung des Gutes in bekannter Weise in       Wasserstromapparaten    oder dergleichen von  den spezifisch leichteren Bestandteilen der  Zersetzungsprodukte, das heisst dem bei der  Zerlegung des Aluminiumsulfides gebildeten       Aluminiumoxydhydrat    oder dergleichen, zu  trennen und die verschiedenen Produkte ge  trennt weiter zu behandeln.

   Ebenso ist es  zweckmässig, die Zersetzungsprodukte vor  der Behandlung mit Chlor oder dergleichen  einer Behandlung mit einem stark magne  tischen Apparat, zum Beispiel Ullrichs       Magnetscheider,    zu unterwerfen, um unter  Umständen schon dadurch eine gewisse Ab  trennung von Sulfiden, die sich magnetisch  abtrennen lassen, zu bewirken.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von reinem Aluminiumoxyd aus mit Sulfiden verun reinigtem aluminiumoxydhaltigem Gut, wel ches erhalten wurde aus Aluminiumsulfid, dadurch gekennzeichnet, dass das verun reinigte Gut mit solchen Reagenzien behan delt wird, welche sich mit den Sulfiden um setzen, worauf die so entstandenen Produkte vom Aluminiumoxyd abgetrennt werden und wobei die Reaktionsbedingungen so abgepasst werden, dass Aluminiumoxyd sich höchstens nur in geringem Umfang mit den Reagenzien umsetzt. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass verunreinigende Sul fide mit Chlorierungsmitteln umgesetzt werden.
    2. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlung mit Chlor vorgenom men wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass das aluminiumoxydhaltige Material mittelst Chlor und im Wasser behandelt wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch und Un. teranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlung unter Druck vorge nommen wird. 5. Verfahren nach Patentanspruch und Un teransprüchen 3 und 4, dadurch gekenn zeichnet, dass in dem zersetzten Gut vor handenes kristallisiertes Aluminiumoxyd vor der Behandlung mittelst Chlor abge trennt wird. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un teransprüchen 3 bis 5, dadurch gekenn zeichnet, dass das Gut zwecks Entfernung von vorhandenen, magnetisch ausscheid- baren Bestandteilen vor der Behandlung durch Chlorierungsmittel einer Scheidung mittelst eines starkmagnetischen Appara tes unterworfen wird.
CH129296T 1927-05-04 1927-05-04 Verfahren zur Herstellung von Aluminiumoxyd. CH129296A (de)

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