CH129294A - Verfahren zur Herstellung von Alkalihydrid. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Alkalihydrid.

Info

Publication number
CH129294A
CH129294A CH129294DA CH129294A CH 129294 A CH129294 A CH 129294A CH 129294D A CH129294D A CH 129294DA CH 129294 A CH129294 A CH 129294A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
alkali metal
alkali
hydride
diluent
hydrogen
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Deutsche Gold-Und Sil Roessler
Original Assignee
Degussa
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Degussa filed Critical Degussa
Publication of CH129294A publication Critical patent/CH129294A/de

Links

Landscapes

  • Muffle Furnaces And Rotary Kilns (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung von     Alkaliliydrid.       Man hat     Alkalihydrid    bisher nur im La  boratorium in kleinen Mengen herstellen  können, indem man zum Beispiel nach der  Vorschrift von     Moissan    Wasserstoff bei       etwa   <B>350'</B> über geschmolzenes Natrium  leitete. Dabei bildet sich auf der Oberfläche  der     Natriumschmelze        Natriumhydrid,    wel  ches durch Behandeln mit flüssigem Ammo  niak von dem Metall getrennt werden kann.  



  Nach dem Verfahren vorliegender Er  findung gelingt die Herstellung von     Alkali-          hydrid    in technischem     Massstabe,    und zwar  dadurch, dass das     Alkalimetall    in Gegenwart  fester Verdünnungsmittel bei erhöhter Tem  peratur, zum Beispiel oberhalb 200  ,  mit Wasserstoff behandelt wird. Als Ver  dünnungsmittel können zum Beispiel solche  Stoffe verwendet werden, welche, wie zum  Beispiel Kochsalz, Eisenpulver, Soda, Holz  kohle und dergleichen, zu unerwünschten  Nebenreaktionen keine Veranlassung geben  und bei den in Betracht kommenden Tempe  raturen noch fest sind. Es kann auch     All;ali-          hydrid    selbst als Verdünnungsmittel ver  wendet werden.

      In Ausübung der Erfindung kann man  zum Beispiel     derart    verfahren, dass das Al  kalimetall, zum Beispiel Natrium, durch  Vermahlen mit dem Verdünnungsmittel, zum  Beispiel in Kugelmühlen, oder durch Ver  mischen mit dem auf oberhalb des     Scbmelz-          punktes    des     Alkalimetalles    liegenden Tem  peraturen erwärmten Verdünnungsmittel in  den für die Durchführung der Reaktion er  wünschten Zustand feiner Verteilung ge  bracht und das Gemisch während des     Misch-          bezw.    Mahlvorganges oder nachher bei ge  eigneten, zum Beispiel     zwischen    200 und  <B>300'</B> liegenden Temperaturen mit Wasser  stoff behandelt wird,

   welcher vorher zweck  mässig einem     Trocknungsprozess        unterworfen     worden ist. Das     Alkalimetall    nimmt hier  bei den Wasserstoff begierig auf, indem es  sich vollständig zu     Alkalihydrid    umsetzt.  



  Zur Durchführung des Verfahrens hat  sich die Verwendung eines schwach geneig  ten Drehrohres als besonders vorteilhaft er  wiesen. Es kann das     Alkalimetall    zu einem  in der Trommel vorhandenen Verdünnungs  mittel derart zugeführt werden, dass immer      nur verhältnismässig geringe Mengen des     Me-          talles        in    das obere Ende des Drehrohres ein  geführt werden. Der Wasserstoff wird zweck  ' mässig in das untere Ende des Drehrohres  eingeleitet und dem sich langsam nach un  ten bewegenden Gemisch von     Alkalimetall     und Verdünnungsmittel entgegengeführt.

   Der  Vorgang     kann    dann in einfacher Weise zum  Beispiel so gesteuert werden, dass das das  untere     Drehrohrende    verlassende Alkali voll  kommen in     Hydrid    umgewandelt ist.  



  Man kann bei dieser Arbeitsweise den  Prozess unter     Verwendung    beliebiger     inerter          Verdünnungsmittel    beginnen und denselben  dann so steuern, dass das gebildete     Alkali-          hydrid    dann selbst als     Verdünnungsmittel     für das frisch zugeführte     Alkalimetall    dient.  Man erhält dann, abgesehen von der ersten  kurzen Betriebszeit, von fremdartigen Ver  dünnungsmitteln freies     Alkalihydrid    im  Dauerbetrieb.  



       Für    manche Verwendungszwecke kann       Alkalihydrid    mit Vorteil in verdünntem Zu  stande angewendet werden. Die Herstellung       derartiger    verdünnter Erzeugnisse kann im       Drehrohrbetriebe    in einfachster Weise da  durch erfolgen, dass man neben frischem       Alkalimetall    auch das     Verdünnungsmittel,     zum Beispiel Holzkohle, in gewünschtem  Verhältnis in den Vorgang einführt.  



  Es können auch an Stelle reinen Wasser  stoffes Gemische von Wasserstoff mit andern,  die     Reaktion    nicht störenden Gasen oder  Dämpfen verwendet werden.  



  Die     Beheizung    der Apparate, zum Bei  spiel des Drehrohres, kann von aussen erfolgen.       Man    kann aber auch die erforderliche Wärme  ganz oder zum Teil durch das Reaktionsgas  einführen.  



  Die nach der Erfindung hergestellten       Alkalihydride    können zur Verarbeitung auf    chemische Produkte, für die Legierungs  technik, für metallurgische Zwecke usw. Ver  wendung finden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Alkali- hydrid aus Alkalimetall und Wasserstoff, dadurch gekennzeichnet, dass der Wasserstoff bei höheren Temperaturen auf in festen Ver dünnungsmitteln verteiltes Alkalimetall zur Einwirkung gebracht wird. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass bei oberhalb 200 C liegenden Temperaturen gearbeitet wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Alkalihydrid selbst als Verdünnungsmittel verwendet wird. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass die Reaktionsgase zur Ein führung von Wärme in den Prozess ver wendet werden. 4. Verfahren nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 bis 3, dadurch gekenn zeichnet, dass in einem Drehrohrofen ge arbeitet wird. 5. Verfahren nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 bis 4, dadurch gekenn zeichnet, dass das Alkalimetall in das obere Ende eines das Verdünnungsmittel enthaltenden Drehrohres allmählich ein geführt und das Reaktionsgas dem Alkali metall im Gegenstrom entgegengeführt wird. '
CH129294D 1926-08-23 1927-07-08 Verfahren zur Herstellung von Alkalihydrid. CH129294A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE129294X 1926-08-23

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH129294A true CH129294A (de) 1928-12-01

Family

ID=5663008

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH129294D CH129294A (de) 1926-08-23 1927-07-08 Verfahren zur Herstellung von Alkalihydrid.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH129294A (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE944487C (de) * 1954-07-13 1956-06-14 Bayer Ag Verfahren zur Herstellung von Kalziumhydrid
DE1062227B (de) * 1956-03-28 1959-07-30 Studiengesellschaft Kohle Mbh Verfahren zur Herstellung von Alkaliborhydriden

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE944487C (de) * 1954-07-13 1956-06-14 Bayer Ag Verfahren zur Herstellung von Kalziumhydrid
DE1062227B (de) * 1956-03-28 1959-07-30 Studiengesellschaft Kohle Mbh Verfahren zur Herstellung von Alkaliborhydriden

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2210638C3 (de) Herstellung von Arsen enthaltendem Selen
CH129294A (de) Verfahren zur Herstellung von Alkalihydrid.
DE282701C (de)
DE1027193B (de) Verfahren zur Herstellung von reinem Silicium
DE1592095A1 (de) Verfahren zur Dehydratisierung von wasserhaltigem Magnesiumchlorid
DE223025C (de)
AT118212B (de) Verfahren zur Herstellung von Natrium- und Kaliumhydrid.
DE127460C (de)
DE634897C (de) Verfahren zur Gewinnung von Schwefel aus Metallsulfiden oder verbrauchter Gasreinigunsmasse
DE171089C (de)
DE126670C (de)
AT19730B (de) Ausgestaltung des Verfahrens zum Rösten von metalloidhaltigen Edelmetallerzen.
DE281311C (de)
EP0028315B1 (de) Verfahren zur Herstellung von Magnesiumphosphid
DE945413C (de) Elektrothermisches Verfahren zur Gewinnung von Werkblei aus Bleierzen oder anderen bleihaltigen Stoffen
DE647671C (de) Verfahren zur Herstellung gut benetzbarer Schwarzfarben
DE813290C (de) Verfahren zur Herstellung von Ultramarin
DE79645C (de)
DE606869C (de) Verfahren zur Herstellung eingedickter trocknender OEle
DE321204C (de) Verfahren zur Gewinnung von trockenem Ammoniak aus Kalkstickstoff mittels ueberhitzten Wasserdampfes
AT126563B (de) Verfahren und Anordnung zur Gewinnung von wasser- und oxydfreiem Chlormagnesium.
DE295209C (de)
DE244966C (de)
DE961215C (de) Verfahren zur elektrothermischen Gewinnung von Magnesium
DE386516C (de) Verfahren zur Erzeugung von Schwefelwasserstoff