Schneideapparat für Lebensmittel. Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet ein Schneideapparat für Lebensmittel, bei welchem ein maschinell angetriebenes Schneidewerkzeug so eingerichtet ist, dass es für sich allein auch von Hand ohne Apparat zum,Schneiden benutzt werden kann.
Zwei beispielsweise Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes sind in beifol gender Zeichnung dargestellt, und zwar zeigt: Fig. 1 einen senkrechten Schnitt einer ersten Ausführungsform, Fig. 2 einen Grundriss der das Schneide gut haltenden Platte mit Schaltmechanismus, Fig. 3 den Schaltriiechanismus im Aufriss, Fig. 4 die das Schneidegut haltende Platte mit Zahnrad und Stange im Aufriss, Fig. 5 einen Schnitt naeh der Linie a-b der Fig. 1,
Fig. 6 einen .Schnitt durch das Schneide werkzeug nach der Linie c-d der Fig. 1, Fig. 7 einen sen..krechten Schnitt einer Detailvariante der das Schneidegut haltenden Platte mit konischer Verzahnung und Schalt mechanismus, Fig. 8 den teilweisen Grundriss zu Fig. 7, Fig. 9 einen senkrechten Schnitt einer zweiten Ausführungsform mit Nockenwellen antrieb, Fig. 10 ein Messer.
Nach Fig. 1 sind die Leisten 15,-J.6 mit den Füssen 21, 22 versehen. Während an die Leiste 15 die Führung 4 mittelst der Rippe 39 angeschlossen ist, ist die Leiste 16 mit clean Lager 10 durch die Rippe 40 verbunden. Der Fuss 22 ist mit dem Lager 23 versehen. In den Leisten 15, 16 sind Führungen zur Aufnahme der Platte 17 vorgesehen, die die Zahnstange 18, in welche das Zahnrad 19 eingreift, trägt. Die Platte 17 trägt die Stifte 35, welche zum Halten des Schneidegutes, zum Beispiel Kartoffeln, Äpfel, Käse etc., dienen. Auf der Achse 20, die- im Lager 23 gelagert ist, sind das Zahnrad 19 und das Sperrad 24 verkeilt.
Um die Achse 20 ist lose drehbar .der Hebel 26 gelagert, der die Sperrklinke 25 trägt. Der Hebel 26 wird mit- telst einer an der Rippe 40 befestigten Fe- ,der 33 gegen einen verstellbaren Anschlag 41 gezogen. Entgegengesetzt dem Zuge der Fe der 33 bewegt ein an dem Schwungrade <B>11</B> befestigter Nocken 13 den Hebel 26 vom An schlage 41 hinweg. Der Anschlag 41 ist in einem nicht gezeichneten Langloch verstell bar, so dass der Hebel 26 früher oder später zum Anschlage kommt. An dem Schwung rade 11 ist die Handkurbel 12 vorgesehen.
Das: Schwungrad 11 ist auf der Welle 9 ver keilt, die im Lager 10 gelagert ist. Ebenfalls auf der Welle 9 befestigt ist die Kurbel 8 mit dem im Langloch 44 verstellbaren Zap fen 7. An letzterem greift die .Pleuelstange 6 an, die am andern Ende am Zapfen<B>'227</B> au fasst, der im Schlitten 1 des Schneidewerk zeuges 2 befestigt ist. Der Schlitten 1 trägt den Halter 3 zur eventuellen Betätigung des Schneidewerkzeuges von Hand. Auf der Führung 4 nach Eig. 5 ist die Nase 5 mit. Langloch 36 aufgeschraubt. Zwischen Füh rung 4 und Nase 5 wird der Schlitten 1. des Schneidewerkzeuges 2 geführt.
Das Schneide- en 2 mit Schlitten 1 und Halter 3 ist so ausgebildet, dass es auch von Hau! ohne Apparat zum Schneiden benutzt wer den kann.
Die Wirkungsweise ist folgende Auf der Platte 17 wird das zu zerteilende Gut mittelst Spitzen befestigt. Entsprechend der Höhe des Schnittes wird der Hub dureb den Zapfen 7 eingestellt. Entsprechend der Schaltung wird auf dem Schwungrade 11. ein höherer oder niedrigerer Nocken 13 aufge setzt mittelst einer nicht gezeichneten Be festigungsvorrichtung. Entsprechend derHöhh des Nockens 13 wird auch der Hebel 26 Iiiehr oder weniger weit mitgenommen.
Beim Dre hen des Schwungrades 11 wird das Schneide werkzeug nach unten bewegt, wobei Schnitte im Schneidegut erzeugt werden. Die Schnitte im Schneidegut gehen so tief im letzteren, dass das Schneidegut unten gerade noch zu sammenhält. Nachdem das Schneiclewerl@zeu@3, das Schneidegut, zum Beispiel eine Kartoffel, verlassen hat, schlägt der Nocken 13 gegen den Hebel 26 und nimmt dersel ben mit, wobei die Sperrklinke 25 über di;# Zähne des Sperrades 24 gleitet.
Nachdem der Nocken 13 den Hebel 26 losgelassen hat, wird der Hebel 26 durch die Einwirkung der Feder in der Pfeilrichtung bewegt, wobei die Sperrklinke das Rad 24 so weit dreht, bis der Hebel 26 am Anschlag 41 anliegt. Di;> Drehung des Hades 24 bewirkt eine Dreliung .des Zia.hnra,des 19, wobei die Zahnstange 1 mit Platte 1 g vorwärts geschaltet wird. Durch das Vorwärtsschalten der Platte 17 ist das Schneidegut in eine Stellung gebracht, dass der nächste Schnitt durch das Messer ;eschehen kann.
Das Vorwärtsschalters Lies Schneidegutes geseliielit um so viel, dal; der einem Schnitte folgende nächste Schnitt nicht in den vorhergehenden einschneidet. Das Spiel wiederholt sich bei jedem Hube. Selbstverständlich kann die Vorrichtung auch so getroffen werden, dass die Platte 17 an statt in der Längsrichtung seitlich geschaltet wird,
indem der Schaltmechanismus uni 90 verdreht und die Zahnstange anstatt. in Längsrichtung iti Querrichtung angebracht ist. Auch kann durch geeignete Zwischen räder die Geschwindigkeit der Schaltung schneller oder langsamer betätigt werden. Dasselbe kann durch grössere oder kleinere Nocken 13 erreicht werden.
Statt in geradliniger kann das gut auch in: drehender Richtung vorge schaltet werden. Zu diesem Zwecke ist nach Fig. "7 die Platte 38, auf welcher die Kartoffel befestigt wird, drehbar in der im Ringe 37 angebrachten Nut als konisches Zahnrad ausgebildet, das auf Nabe. 42 und Rippe 28 drehbar gelagert ist. Der Antrieb des Zahnrades 38 erfolgt durch das kleine Zahnrad 29, das auf der )Felle 43 mit dem Sperrade 30 fest verkeilt ist.
Die Schaltung geschieht hier mittelst Sperrklinke 31. und Hebel 32 genau in derselben Weise wie oben bei Fig. 1 bis 3 in bezug auf die Teile 26, 13, 1.1 beschrieben. Selbstverständlich kann die Konstruktion des Apparates auch in an derer Weise ausgeführt werden, als wie oben beschrieben, und es sollen die angeführteis Konstruktionen bloss als Beispiele dienen.
Es kann das Schneidegut; in anderer \'eise auf der Platte 17 befestigt werden, als wie in Fig. 1 angegeben ist. Es kann zum Bei spiel ein Apfel zwischen zwei gegenüber liegenden Leisten eingeklemmt werden, die mittelst hlemnisehrauben oder derglei- chen einander genähert oder voneinander entfernt werden können.
Die Fig. 9 stellt einen Schneideapparat dar, bc@i welchem in .den Trichter 46 das Schneidegut, zum Beispiel Kartoffeln, ge- fiillt -erden. Unterhalb des Trichters 46 liegt eine Platte 55, die in der Führung 56, clie mittelst der Schraube-57 in der Höhe einstellbar ist, geführt ist.
Die Platte 55 erhält ihren Antrieb von dem Nocken 50, der auf der Nockenwelle 53 befestigt ist, die durch das mit einer Handkurbel 78 ver sehene Schwungrad 77 angetrieben wird. Der Nocken 50 treibt den Winkelhebel 64, 65, der bei 63 seinen Drehpunkt hat, an. An dem Schenkel 65 greift die Stange 67 an. In der Höhe der untern Öffnung des Trich ters 46 wird ein Messer 58 in der Führung 59 hin- und hergeführt.
Die Messerstange 66 greift am Schenkel 60 des Winkelhebels 60, Cl an, der bei<B>62</B> seinen Drehpunkt hat und x,on dem Nocken 49 angetrieben wird. Das auf und niedergehende Messer 69 ist ähnlich wie nach Fig. 1 .durch die Führung 68 ge-, führt. Eine Feder 7 3 sucht das Messer 69 in der höchsten Stellung zu halten. Der Kopf der Führung 68 legt sich Segen den konischen Nocken 47, welcher- das Messer 69 antreibt. Mittelst der Muffe 79 kann das Messer 69 auch von Hand ohne.
Apparat zum Schneiden benutzt werden. Die Muffe 79 mit Links- und Rechtsgewinde erlaubt ferner, das, Messer 69 höher oder tiefer zu schrauben. Der Abstreifer 70 wird durch den konischen Nocken 48 in der Führung 71 auf- und niederbewegt. Die Feder 72 sucht den Abstreifer 70 in der höchsten Lage zu halten. Eine Muffe 80 mit Links- und Rechtsgewinde erlaubt, den Abstreifer 70 höher oder tiefer zu schrauben. Es ist be merkenswert, dass alle einzelnen Mechanis men angetrieben werden von einer einzigen Nockenwelle 53, die in den Lagern 51, 52 gelagert ist.
Ein Längsverschieben der Nocken 47, 48 erlaubt infolge ihrer koni schen Ausbildung einen verstellbaren Hub.
Dia Arbeitsweise der zweiten Ausfüh rungsform ist folgende: Der Trichter 46 wird mit Kartoffeln an gefüllt, und die unterste Kartoffel legt sich gegen -die Platte 55. 'Das Messer 58 schnei det nun von der Kartoffel eine horizontale Schicht ab, die, durch die Platte 55 unter das Messer 69 geschoben wird. Die hori zontale Schicht wird durch das. vertikal nach unten gehende Messer in. einzelne Teile zerschnitten. Beim Zurückgehen der Platte 55 wird -der Abstreifer 70 nach unten ge schoben, so dass die einzelnen Teile von der nunmehr zurückgehenden Platte 55 ab gestreift werden. Das Spiel beginnt von neuem.
Fig. 11 zeigt ein Schneidewerkzeug mit parallelen Messern.