CH123796A - An die Schleifringe einer Induktionsmaschine angeschlossene Kommutator-Hintermaschine. - Google Patents

An die Schleifringe einer Induktionsmaschine angeschlossene Kommutator-Hintermaschine.

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CH123796A
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Cie Aktiengesellschaft Boveri
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Bbc Brown Boveri & Cie
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  An die Schleifringe einer Induktionsmaschine angeschlossene     Kommutator-          Hintermaschine.       Es ist eine Kommutatorhintermaschine  bekannt geworden, die zur Regelung des  Schlupfes oder der Phasenkompensation an  die Schleifringe einer Induktionsmaschine  (Hauptmotor) angeschlossen wird und deren  Rotationsspannung sich aus zwei Komponen  ten zusammensetzt. Die eine ist der Belastung  proportional und der Schlupfspannung des  Hauptmotors wenigstens angenähert ent  gegengerichtet; die andere, gegen die Schlupf  spannung 90   voreilend, ist wenigstens ange  nähert konstant.

   Die der erstgenannten Span  nungskomponente entsprechende Komponente  des Erregerfeldes wird entweder nur durch  eine an die Schleifringe des Hauptmotors an  geschlossene Erregerwicklung (Haupterreger  wicklung) induziert, deren ohmscher Wider  stand ein Mehrfaches des der Schlupffrequenz  proportionalen induktiven Widerstandes be  trägt, oder sie wird durch diese Haupterreger  wicklung und durch eine vom Ankerstrom der  Kommutatormaschine durchflossene     Kom-          poundwicklung    gemeinsam erregt. Die zweite  Komponente des Erregerkreises wird durch    die Phasenkompensationserregerwicklung in  duziert, die entweder ebenfalls an die Schleif  ringspannung oder an eine konstante Span  nung der Schlupffrequenz angeschlossen  wird.

   Bei Anschluss an die Schleifringe muss  ihr Widerstand der Schlupffrequenz propor  tional, im zweiten Falle dagegen konstant  sein, damit ihr Strom von der Schlupffre  quenz unabhängig und konstant ist. Die  Phasenkompensationserregerwicklung muss  von den andern Erregerstromkreisen unab  hängig sein, das heisst ihr Strom darf bei  Änderung des Stromes einer der andern Er  regerwicklungen durch gegenseitige Induk  tion nicht oder nicht wesentlich geändert wer  den und umgekehrt. Ausserdem trägt der  Stator eine Kompensationswicklung für die  Aufhebung des Ankerfeldes.  



  Gegenstand vorliegender Erfindung ist  eine Kommutatorhintermaschine dieser Art,  die aber ohne Haupterregerstromkreis ausge  führt ist, bei der also die Drehzahlregelung  nur durch eine vom Ankerstrom der     Kommu-          tatormaschine    durchflossene' Kompounder-      regerwicklung bewirkt wird, während zur  Phasenkompensation der Induktionsmaschine,  wie bisher, eine     Phasenkompensationserreger-          wicklung    dient. Hierbei kann Phasenkompen  sation der Induktionsmaschine bei Belastung  wie bei Leerlauf erreicht werden. Diese Anord  nung bietet neben der einfacheren Schaltung  den Vorteil geringerer Erregerverluste.

   Die  Ströme der beiden Erregerwicklungen müs  sen wieder voneinander unabhängig sein, das  heisst der Strom einer Wicklung darf bei  einer Änderung des Stromes in der andern  Wicklung durch gegenseitige Induktion nicht  oder nicht wesentlich geändert werden. Der  Strom der     Phasenkompensationserregerwick-          lung    soll von der Schlüpfung wenigstens an  genähert unabhängig sein, was in an sich  bekannter Weise erreicht wird.  



  Ein Ausführungsbeispiel ist in Fig. 1  der Zeichnung dargestellt. a ist der Haupt  motor, b die an seine Schleifringe c ange  schlossene Kommutatormaschine, d die vom  Ankerstrom der Kommutatormaschine durch  flossene Kompoundwicklung, e eine syn  chrone oder asynchrone Maschine, welche an  das gleiche Netz f wie der Hauptmotor ange  schlossen ist und die Geschwindigkeit der  Kommutatormaschine b konstant oder ange  nähert konstant hält. g ist die     Phasenkompen-          sationserregerwicklung,    die über die vorge  schaltete Drosselspule h an die Schleifringe c  des Hauptmotors angeschlossen ist. Durch  diese Drosselspule wird die Unabhängigkeit  des Stromes in der Kompensationserreger  wicklung g vom Strom der     Kompoundwick-          lung    d erreicht.

   Die Kommutatormaschine  kann such statt mit einer Hilfsmaschine mit  dem Hauptmotor gekuppelt sein, und schliess  lich kann der Kompensationserregerkreis statt  an die Schleifringspannung, an eine konstante  Spannung der Schlupffrequenz angeschlos  sen sein, wobei dann sein Widerstand von der  Schlüpfung unabhängig sein soll. Die Kom  pensationswicklung für die Aufhebung des  Ankerfeldes ist der Einfachheit halber nicht  angedeutet.  



  Das Verhalten einer solchen, an die  Schleifringe einer Asynchronmaschine ange-    schlossenen Kommutatormaschine ist unter  Vernachlässigung des Statorwiderstandes, der  Eisenverluste und der Stator- und Rotorreak  tanzen aus dem Diagramm der Fig. 2 ersicht  lich. In diesem Diagramm bedeutet:  o a den Vektor der Statorspannung der  Induktionsmaschine a,  o b den Vektor der im Rotor der Induk  tionsmaschine vom Stator her induzierten  Spannung,  o g den Vektor des Statorstromes J1 der  Induktionsmaschine a,  o c den Vektor des Rotorstromes J2 der  Induktionsmaschine,  o f den Vektor des Magnetisierungsstromes  J0 der Induktionsmaschine,  o d den Vektor des totalen Spannungsab  falles J2 r2 im ganzen Rotorstromkreis der  Induktionsmaschine,

    b d den Vektor der im Rotor der Kollek  tormaschine b induzierten Gesamtspannung  b e den Vektor der im Rotor der Kollek  tormaschine b von demn Feld der Erregerwick  lung d induzierten Spannung Ek.  



  e d den Vektor der im Rotor der Kollek  tormaschine von dem Feld der Erregerwick  lung g induzierten Spannung ED.  



  Die auf den Vektor o b projizierte Kom  ponente b h der demn Rotorstrom proportiona  len induzierten Spannung EK = b e bedingt  einen zusätzlichen Schlupf der Induktions  maschine a, während die dazu senkrechte  Komponente h e Einfluss auf die Phasenver  schiebung des Motorstromes hat. Diese Span  nungskomponente h e wird aber bei jedem  Schlupf und selbst bei Leerlauf der Ma  schine a von der konstanten und annähernd  gleich grossen Spannung e d aufgehoben, so  dass also die Phaenkompensation im ganzen  Tourenbereich der Induktionsmaschine er  reicht wird; denn da die Komponente h e.

    die vom wattlosen Strom im Rotor beding t  ist, unabhängig von der Grösse der Wattkom  ponente b h und stets entgegengesetzt und an  nähernd gleich dem     konstanten    Spannungs  wert     ED   <I>(= e d)</I> ist, ist auch die wattlose  Stromkomponente des     Rotorstromes    konstant.      Ist die Erregung der Kollektormaschine b  einmal auf Phasenkompensation eingestellt,  dann bleibt diese hiernach also bei Leerlauf  und Belastung erhalten. Dies gilt aber nur,  wenn der Spannungsvektor b e stets parallel  zum Stromvektor o c bleibt, wenn also die  Kompoundwicklung d wirklich vom Rotor  strom J2 selbst oder von einem diesem propor  tionalen und phasengleichen Strom durchflos  sen wird.  



  Im Diagramm der Fig. 2 war angenom  men, dass die Spannung EK vom Rotorstrom  der zugehörigen Phase allein erzeugt wird.  Zur Erfüllung dieses Diagrammes ist eine  Wicklungsanordnung nach Fig. 3 notwendig.  S, R und K bedeuten darin Stator, Rotor und  Kollektor der Kommutatormaschine. WK ist  die Kompoundwicklung, We die     Phasenkom-          pensationserregerwicklung.    Die Kompensa  tionswicklung, die zur Aufhebung des Anker  feldes der Kommutatormaschine dient, ist in  Fig. 3 und 5 der Übersichtlichkeit wegen  nicht gezeichnet. Die Spannung EK der Fig. 2  wird nur durch den in der Wicklung WK flie  ssenden Rotorstrom der zugehörigen Phase er  zeugt. Es kann nun der Fall eintreten, z.

   B. bei  einem Motor mit sehr grossem Magnetisierungs  strom, dass die Komponente e d für einen ver  langten Schlupf sehr gross wird (s. Fig. 4), wo  durch sich eine grosse Leistung der Drossel  ergibt. Um eine Verkleinerung der vom Dros  selerregerkreis induzierten Spannung und da  mit der Drosselleistung selbst zu erreichen,  muss die von der Kompoundwicklung indu  zierte Spannung im Sinne der Nacheilung  verdreht werden. Dies ist dadurch möglich,  dass man einen bestimmten Pol nicht nur, wie  in Fig. 2 bezw. 3, durch den Rotorstrom der  zugehörigen Phase, sondern ausserdem noch  durch den Rotorstrom einer benachbarten  Phase erregt. Man arbeitet mit überlappter  Erregung. Wie die Phasen überlappt werden,  hängt von den jeweiligen Bedingungen ab.

    In Fig. 4 zum Beispiel ist angenommen, dass  die Kompoundwicklungen eines Pols vom zu-    gehörigen und dem um 120   voreilenden Ro  torstrom durchflossen werden, wobei die  Wicklung, welche durch den um 120   vor  eilenden Rotorstrom erregt wird, im umge  kehrten Wickelsinn ausgeführt ist. Die ge  samte, von den Kompoundwicklungen indu  zierte Spannung ist EK = b k, die sich aus  den Komponenten EK'= b i und EK'' = i k  zusammensetzt. Die von der Kompensations  erregerwicklung induzierte Spannung ist ED  = k d. Alle übrigen Bezeichnungen stimmen  mit Fig. 2 überein. Da bei dieser Art der Er  regung Spannung EK und Strom J2 nicht  mehr in Phase sind, wird die Phasenkompen  sation von Leerlauf bis Belastung nicht mehr  konstant bleiben. Sie wird in diesem Fall bei  Belastung zunehmen, was für manche Fälle  einen Vorteil bedeutet.

   Die Anordnung dieser  Wicklungen zeigt Fig. 5. R, S und K be  deuten wieder Rotor, Stator und Kollektor  der Kommutatormaschine, WK' die zugehörige,  WK'' die überlappte Kompoundwicklung, We  die Phasenkompensationserregerwicklung. U,  V und W bedeuten Pol U, Pol V und Pol W  der Kommutatormaschine, w, v und w Phase  u, Phase v und Phase w.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Kommutatorhintermaschine, die zur Re gelung des Schlupfes und der Phasenver schiebung an die Schleifringe einer Induk tionsmaschine angeschlossen ist, dadurch ge kennzeichnet, dass ihr Erregerfeld von einer dem Ankerstrom der Kommutatormaschine durchflossenen Kompounderregerwicklung und von einer Phasenkompensationserregerwick- lung gespeist wird, deren Strom gegen die Schlupfspannung annähernd 90 phasenver schoben, vom Strom der Kompoundwicklung unabhängig und wenigstens annähernd kon stant ist.
CH123796D 1924-11-14 1925-10-26 An die Schleifringe einer Induktionsmaschine angeschlossene Kommutator-Hintermaschine. CH123796A (de)

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