CH112447A - Lager, sowie Verfahren zu seiner Herstellung. - Google Patents

Lager, sowie Verfahren zu seiner Herstellung.

Info

Publication number
CH112447A
CH112447A CH112447DA CH112447A CH 112447 A CH112447 A CH 112447A CH 112447D A CH112447D A CH 112447DA CH 112447 A CH112447 A CH 112447A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
copper alloy
iron body
iron
bearing
bearing according
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Hans Reisert Co Kommand Aktien
Original Assignee
Hans Reisert & Co Kommanditges
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hans Reisert & Co Kommanditges filed Critical Hans Reisert & Co Kommanditges
Publication of CH112447A publication Critical patent/CH112447A/de

Links

Landscapes

  • Mounting Of Bearings Or Others (AREA)
  • Shafts, Cranks, Connecting Bars, And Related Bearings (AREA)

Description


  Lager, sowie Verfahren zu seiner Herstellung.    Die Erfindung bezieht. sich auf ein Lager,  insbesondere für Eisenbahnwagen- und     Lo-          komotivachsen,    sowie auf das Verfahren zu  seiner Herstellung.  



  Es ist bekannt, die Lagerschalen für  Eisenbahnachsen (Wagen- oder     Lokomotiv-          achsen)    aus einem Eisenkörper zu bilden,  der unter Einschaltung von Körpern aus  einer Kupferlegierung, z. B. Rotguss mit  Weichmetall, ausgegossen wird. Der Erfin  dung gemäss ist nun zur Erhöhung des Wär  meleitungsvermögens der eiserne Lagerkörper  mit einer Kupferlegierung in breiter Fläche  dicht anliegend in einer Weise bedeckt, dass  nach dem bei Erhitzung erfolgenden Aus  laufen des Weichmetalles eine Berührung der  Achse mit dem Eisen verhindert ist. Auf  diese Weise wird mit Sicherheit erreicht, dass  beim Heisswerden der Achse der Rotguss an  allen Stellen, an denen die Lagerschale mit  der Achse in Berührung kommt, als Notlager  dienen kann.

   Ausserdem wird überhaupt die  Gefahr des Heisslaufens verringert, da die    breite und dicht anliegende Rotgussschicht die  bei Reibung entstehende Wärme schneller  ableitet, als es der Fall ist, wenn der Lager  körper nur aus Eisen besteht, oder wenn nur  Rotgusskörper eingeschaltet sind, welche die  Innenflächen der Lagerschale nicht in brei  ter Schicht bedecken.  



  Vorteilhaft wird der Rotguss auch auf  die Stirnflächen der Lagerschale bezw. des  sonstigen Lagerkörpers ausgedehnt, um auch  hier eine Berührung von Eisen auf Eisen zu  vermeiden.  



  Besondere Sorgfalt ist darauf zu richten,  dass die Kupferlegierung mit dem Eisenkör  per fest und innig verbunden ist, um nicht  nur nach dem Heisslaufen den Zusammenhang  zu wahren, sondern auch, um die Ableitung  der Wärme nicht zu stören.  



  Statt Rotguss kommt natürlich auch jede  andere als Ersatz für Rotgmss bekannte  Kupferlegierung in Betracht.  



  In der Zeichnung sind verschiedene     bei-          spielsweise        Ausführungsformen        dess    Erfin.-      dungsgebenstandes veranschaulicht. Fig, 1  zeigt im Querschnitt und Fig. ? in der Un  teransicht eine Lagerschale, die in der ange  gebenen Weise aus Eisen, Rotguss und Weich  metall zusammengesetzt ist. Letzteres ist bei  Für. 2 der Verdeutlichung halber fortge  lassen gedacht.  



  a ist der Eisenkörper und b sind im  Querschnitt halbringförmige Leisten aus Rot  guss, die an der Innenseite des eisernen Kör  pers befestigt sind, so dass sie diese in breiter  Fläche bedecken. c ist (in Fig. 1) die innere  Schicht aus Weichmetall (Weissmetall). Die  Rotgussleisten b sind am Eisenkörper durch  Nieten f befestigt. Ausserdem sind schwal  benschwanzförmige Rippen d an den Leisten  b vorgesehen, die in entsprechende schwal  benschwanzförmige Nuten des Eisenkörpers  eingreifen. Die halbringförmigen Rotguss  leisten b belassen zwischen sich Nuten X  (Fig. 2), die teils durch die Innenfläche des  Eisenkörpers a und teils durch die Flanken  der Leisten b gebildet werden. Diese sind  derart abgeschrägt, dass die Nuten im Quer  schnitt Schwalbenschwanzform erhalten. Die  untere Rotgussleiste b in Fig. ? ist. an der  freien Stirnseite mit einer Nute x' versehen.

    In diese Nuten x und x' dringt das Weich  metall c beim Angiessen ein, so dass es auf'  diese Weise festgehalten wird.  



  Bei der Ausführungsform nach Fig. 3,  die nur einen Längsschnitt durch eine Ecke  einer Lagerschale wiedergibt, ist der Rotguss  auch auf die Stirnfläche des Lagerkörpers  ausgedehnt. a ist wiederum der eiserne  Lagerkörper, an dem sich die halbringför  migen Rotgussleisten b, die irgendwie am  eisernen Lagerkörper befestigt sind, befin  den, und c ist wiederum die Weichmetall  schicht. An derjenigen Rotgussleiste b, die  sich in der Nähe der Ecke der Lagerschale  befindet, ist ein rechtwinkliger Flansch h.  der die Stirnfläche des Eisenkörpers a be  deckt, angeordnet. Die Weichmetallschicht c  ist ebenfalls auf die Stirnfläche ausgedehnt.  In der Zeichnung ist angenommen, dass der  Rotgussflansch h hin und wieder Löcher hat,  in welche die Weichmetallschicht c eindringt.

      Wenn die Befestigung des Rotgusses am  Eisenkörper durch Angiessen erfolgt, so wird  vorteilhaft zwischen den Rotbuss und das  Eisen eine Bindeschicht eingeschaltet, deren  Schmelzpunkt unter demjenigen des Rot  gusses oder der sonstigen angegossenen Le  gierung liegt. Hierdurch wird verhindert,  dass zwischen dem Rotguss und dem Eisen  körper, wie es sonst der Fall sein kann, feine  Duft- oder CTasräuinehen verbleiben, die als  schlechte Wärmeleiter wirken, wenn die Rei  bungswärme von innen nach aussen abgeleitet  werden soll. Somit wird durch diese Binde  schicht die Gefahr des Heisslaufens verrin  gert und nach dem Heisslaufen das sonst  mögliche Brüchigwerden des Rotgusses  hindert. Auch wird der mechanische Zusam  menhang zwischen Rotguss und Eisen begün  stigt, der bestehen bleibt, auch wenn nach  dem Heisslaufen der Rotguss als Notlager  dienen muss.  



  Als Metall für die Bindeschicht ist Zinn  und Zink erprobt worden. Doch kommen auch  andere Metalle und Metallegierungen in Be  tracht, deren Schmelzpunkt unter demjenigen  des Rotgusses oder der sonst. benutzten Le  gierung liegt.  



  In Fig. 3 ist die Bindeschicht y durch  feine Kreuzschrffur angedeutet. Sie ist in  Wirklichkeit erheblich dünner als gezeichnet  und wird vorteilhaft dadurch erzielt, dass die  Flächen des eisernen Grundkörpers, an wel  che der Rotguss angegossen wird, mit dem  Bindemetall durch Aufschmelzen oder gal  vanisch überzogen wird. Es genügt ein ganz  feiner, unter Umständen hauchdünner, Über  zug.  



  Wird eine Stirnverkleidung (h) aus Rot  guss vorgesehen, so ist es ratsam, diese be  sonders sorgfältig mit dem Eisenkörper zu  verbinden, da sich gerade hier die verschie  denen     WVä.rineatisdelniunr@slsoeffizienten    von  Eisen und     Rotguss    störend geltend machen.  Eine besonders zuverlässige     Zierbindung        liisst     sich durch Verklammerung erreichen.  



       Fig.    4     zeigt    einen     Längsschnitt    durch eine       eierartige        Lagerschale    mit     Verklammerung         an den Stirnenden und Fig. 5 die zugehörige  Stirnansicht. Das Weichmetall ist fortgelas  sen gedacht. Der Stirnflansch h aus Rotguss  ist mit der Rotgussleiste b, die mit ihm aus  einem Stück besteht, durch schräge Stege i  verbunden. Die Eisenlagerschale ist an den  Stirnecken zu dem Zweck, mit schrägen Ka  nälen ausgerüstet, in welche der Rotguss beim  Angiessen der beiden äussern Leisten b und  der Stirnflanschen h eindringt. Die Stege i  ergeben eine wirksame Verklammerung.

   Die  Verklammerung wird hierbei noch ganz er  heblich dadurch verstärkt, dass infolge der  verschiedenen Ausdehnungskoeffizienten von  Rotguss und Eisen der Rotgussbelag auf  dem Eisenkörper gewissermassen zusammen  schrumpft.  



  Statt der schrägen Stege i können auch  winkelförmige Stege i vorgesehen sein, wie  es die Fig. 6 und 7 in denselben Darstellun  gen wie die Fig. 4 und 5 zeigen. Die Ka  näle zur Bildung dieser Stege i sind hier  durch rechtwinklig gegeneinander gerichtete  Bohrungen im Eisenkörper erzielt.  



  Einfacher, aber auch weniger wirkungs  voll, ist. die Verklammerung der Stirnverklei  dung h, wie sie in denselben Darstellungen  durch die Fig. 8 und 9 angedeutet ist. Zur  besseren Veranschaulichung ist in Fig. 9 die  Stirnverkleidung h fortgelassen gedacht. In  den Stirnflächen des Eisenkörpers a. sind ra  diale schwalbenschwanzförmige Nuten m an  gebracht, in welche .der Rotguss beim An  giessen einläuft, so dass er sich mit dem Eisen  körper verklammert.  



  Wie schon gesagt wurde, lässt sich die  Erfindung bei beliebigen Lagerkörpern an  wenden. In den Fig. 10, 11 und 12 ist die  Anwendung auf das Lager eines Pleuelstan  genkopfes, etwa eines     Lokomotivstangen-          kopfes,    wiedergegeben. Es ist angenommen,  dass es sich um ein zweiteiliges Lager han  delt. Fig. 10 zeigt einen Querschnitt, Fig. 11  einen Vertikalschnitt an den Längsrändern  einer Lagerhälfte, und Fig. 12 einen     Längs-          sehnitt    durch die beiden Lagerhälften quer zur  Fig. 10, Durch Eintragung derselben Be-    zugszeichen wie bisher sind diese Figuren  ohne weiteres klar.  



  In den Fig. 13, 14 und 15 ist. eine so  genannte Achsbuchse für Eisenbahnachsen  dargestellt. Fig. 13 zeigt die Stirnansicht,  teilweise aufgebrochen, Fig. 14 einen Längs  schnitt, und Fig. 15 die Unteransicht. Wie  derum sind .die Figuren infolge Benutzung  derselben Buchstaben wie bisher ohne wei  teres klar. Bemerkt sei nur, dass der gesamte  Körper des Lagerkastens a .aus Eisen besteht.  In den Fig. 10 bis 15 ist allenthalben das  Weichmetall, das sich einwärts noch an den  Rotguss anschliesst, fortgelassen gedacht.  



  Zum Schluss sei noch bemerkt, dass, wenn  man den Rotguss durch Angiessen an dem  Eisenkörper befestigt, es sich empfiehlt, die  nach dem Angiessen des Rotgusses noch vor  handene Wärme auch noch zum Angiessen  mit dem Weichmetall zu verwerten, da der  Rotguss ja warm sein muss, wenn das Weich  metall angegossen wird. Sollte der Rotguss  sofort nach seinem Angiessen zu heiss: sein, so  kann er entsprechend herabgekühlt werden,  um das Angiessen des Weichmetalles zu er  möglichen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Mit Weichmetall ausgegossenes Lager aus Eisen, insbesondere für Eisenbahnwagen- und Lokomotivachsen, an dessen Innenfläche sich zunächst eine Kupferlegierung an sahliesst, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupferlegierung die Innenfläche des Eisen körpers in breiter Fläche dicht anliegend, so wie in festem Zusammenhang mit. ihr, in einer Weise \bedeckt, dass nach dem Auslau fen des Weichmetalles eine Berührung des Lagerzapfens mit dem Eisenkörper verhin dert ist. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Lager nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupferlegierung sich bis an die Längsränder der Schale erstreckt und dem, ganzen Verlauf der Stirnränder folgt, 2. Lager nach Patentanspruch I und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupferlegierung auch noch die Stirnflächen des Eisenkörpers wenigstens teilweise bedeckt. 3. Lager nach Unteranspruch 2, dadurch ge kennzeichnet, dass die Stirnverkleidung aus Kupferlegierung mit der Stirnfläche des Eisenkörpers verklammert ist. 4. Lager nach Unteranspruch 3, dadurch ge kennzeichnet, dass die Stirnverkleidung aus Kupferlegierung mit der Innenverklei dung aus demselben Metall durch Stege verbunden ist, die durch den Eisenkörper in der Nähe der Randecken des Lager körpers hindurchgehen. 5.
    Lager nach Patentanspruch I und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an der Innenfläche des Eisenkörpers halb ringförmige Leisten aus Kupferlegierung mit schrägen Flanken befestigt sind, die zusammen mit den zwischen ihnen befind lichen Teilen des Eisenkörpers schwalben schwanzförmige Nuten zum Angiessen des Weichmetalles bilden. 6. Lager nach Patentanspruch I und Unter ansprüchen 1, 4 und 5, bei welchem die Verkleidung aus einer Kupferlegierung an den Eisenkörper angegossen ist, da durch gekennzeichnet, dass zwischen den Eisenkörper und die Bekleidung aus Kup ferlegierung eine Bindeschicht aus einem Metall eingeschaltet ist, dessen Schmelz punkt unter demjenigen des angegossenen Metalles liegt. 7.
    Lager nach Unteranspruch 6, dadurch ge kennzeichnet, dass die Bindeschicht aus einem auf dem Eisenkörper angebrachten feinen Überzug besteht. PATENTANSPRUCH II: Verfahren zur Herstellung von Labern nach dem Patentanspruch I, dadurch gekenn zeichnet. dass das Ausgiessen mit Weichmetall nach dem vorhergegangenen Angiessen der Kupferlegierung an den Eisenkörper unter Ausnutzung der in der Kupferlegierung noch vorhandenen Wärme erfolgt.
CH112447D 1923-12-10 1924-12-09 Lager, sowie Verfahren zu seiner Herstellung. CH112447A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE104056X 1923-12-10

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH112447A true CH112447A (de) 1925-11-02

Family

ID=5649886

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH112447D CH112447A (de) 1923-12-10 1924-12-09 Lager, sowie Verfahren zu seiner Herstellung.

Country Status (2)

Country Link
AT (1) AT104056B (de)
CH (1) CH112447A (de)

Families Citing this family (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2587088A (en) * 1942-05-13 1952-02-26 Augereau Gaston Georges Eugene Bush for bearings
DE1062724B (de) * 1953-06-29 1959-08-06 Werner Mertin Gleitachslagerschale

Also Published As

Publication number Publication date
AT104056B (de) 1926-09-10

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69207081T2 (de) Anordnung eines Kohlenstoff/Kohlenstoff-Scheibenbremsbelages
EP0750805A1 (de) Wärmegeschütztes motorgehäuse mit metallmantel und kunststoffschild
EP0110234A1 (de) Gusswerkstück mit eingeformten Kanal
CH112447A (de) Lager, sowie Verfahren zu seiner Herstellung.
DE620368C (de) Einbaugleitlager
DE3304903A1 (de) Kolben zur hydraulischen und/oder mechanischen kraftuebertragung auf ein zu beaufschlagendes bauteil, insbesondere auf die bremsbacken einer scheibenbremse
DE2421240A1 (de) Gehaeusemantel fuer eine rotationskolbenbrennkraftmaschine
EP0581988A1 (de) Bremsklotz und Verfahren zu seiner Herstellung sowie Magnetschienenbremse für Strassen- und Schienenfahrzeuge, insbesondere auch für Schienenfahrzeuge mit hohen und höheren Geschwindigkeiten
DE3413519A1 (de) Kurzschlusslaeufer fuer eine elektrische maschine
DE418262C (de) Lagerschale mit eingegossenem Leichtmetall
DE1887749U (de)
DE572591C (de) Selbstdichtende Sandform fuer aluminothermische Schienenschweissungen
DE429366C (de) Aus zwei aneinandergegossenen Metallen bestehende Lagerschale
DE2720142B2 (de) Verfahren zur Herstellung eines Wärmeaustauschers
DE533734C (de) Zylinderkopf fuer Brennkraftmaschinen
DE603797C (de) Verfahren zur innigen Befestigung eines Koerpers aus niedrigschmelzendem Metall mit einem Koerper aus einem schwerer schmelzenden Metall
DE2605356A1 (de) Lager, insbesondere fuer eisenbahnwagen-achswellen
DE2951860C2 (de) Einteiliger ringförmiger Wärmetauscher für eine geschlossene elektrische Maschine
DE1513819C (de) Zweipoliger Induktor fur elektrische Maschinen
AT96855B (de) Schlittschuh.
DE473269C (de) Eiserne Lagerschale
DE1956429U (de) Gliederheizkoerper.
DE459920C (de) Aus einer Mehrzahl von Platten gebildeter Formkastenteil
DE3310231A1 (de) Metallgussstueck
DE495937C (de) Verfahren zur Herstellung von UEbergangsstoessen