AT104056B - Mit Weichmetall ausgegossener Lagerkörper aus Eisen. - Google Patents
Mit Weichmetall ausgegossener Lagerkörper aus Eisen.Info
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Description
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Mit Weichmetall ausgegossener Lagerkörper aus Eisen.
Die Erfindung bezieht sich auf Lager für Achsen und Gelenkzapfen jeder Art, insbesondere aber auf die Achslager von Eisenbahnwagen und Lokomotiven.
Es ist bekannt, die Ll, gerschalen fiir Eisenbahnachsen (Wagen- oder Lokomotivachsen) aus einem
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Weise wird mit Sicherheit erreicht, dass beim Heisswerden der Achse der Rotguss an allen Stellen, an denen die Lagerschale mit der Achse in Berührung kommt, als Notlager dienen kann. Ausserdem wird überhaupt die Gefahr des Heisslaufen ? verringert, da die breite. und dicht anliegende Rotgussschicht die bei Reibung entstehende Wärme schneller ableitet, als es der Fall ist, wenn der Lagerkörper nur aus Eisen besteht oder wenn nur Rotgusskörper eingeschaltet sind, die die Innenflächen der Lagerschalen nicht in breiter Schicht bedecken.
Vorteilhaft wird der Rotguss auch auf die Stirnflächen der Lagerschale oder des sonstigen Lagerkörpers ausgedehnt, um auch hier eine Berührung zwischen Eisen und Eisen zu vermeiden.
Besondere Sorgfalt ist darauf zu richten, dass der Rotguss mit dem Eisenkörper fest und innig verbunden ist, um nicht nur nach dem Heisslaufen den Zusammenhang zu wahren, sondern auch, um die Ableitung der Wärme nicht zu stören.
Statt Rotguss kommt natürlich auch jede andere als Ersatz für Rotguss bekannte Legierung in Betracht.
In der Zeichnung sind verschiedene Ausfiihrungsformen veranschaulicht. Fig. 1 zeigt im Querschnitt und Fig. 2 in der Unteransicht eine Lagerschale, die in der angegebenen Weise aus Eisen, Rotguss und Weichmetall zusammengesetzt ist. Letzteres ist bei Fig. 2 der Verdeutlichung halber fortgelassen gedacht. a ist der Eisenkörper und b sind halbringförmige Leisten aus Rotguss, die an der Innenseite des eisernen Körpers befestigt sind, so dass sie diese in breiter Fläche bedecken. c ist die innere Schicht aus Weichmetall (Weissmetall). Die Rotgussleisten b sind am Eisenkörper durch Nieten f befestigt. Ausserdem sind schwalbenschwanzförmige Rippen d an den Leisten b vorgesehen, die in entsprechende schwalben- schwanzförmige Nuten des Eisenkörpers eingreifen.
Die halbringförmigen Leisten b belassen zwischen sich Nuten x (s. Fig. 2), die teils durch die Innenfläche des Eisenkörpers a und teils durch die Flanken der Leisten b gebildet werden. Diese sind derart abgeschrägt, dass die N-, iten x Schwalbenschwanzform im Querschnitt erhalten. In diese Nuten dringt das Weichmetall c beim Angiessen ein, so dass es auf diese Weise festgehalten wird.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 3, die nur einen Längsschnitt durch eine Ecke einer Lagerschale wiedergibt, ist der Rotguss auch auf die Stirnfläche des Lagerkörpers ausgedehnt, a ist der eiserne
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c ist die Weichmetallschicht. An der Rotgussleiste b, die sich in der Nähe der Ecke der Lagerschale befindet, ist ein rechtwinkliger Flansch h, der die Stirnfläche des Eisenkörpers a bedeckt, angeordnet. Die Weich-
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Wenn die Befestigung des Rotgusses am Eisenkörper durch Angiessen erfolgt, wird vorteilhaft zwischen Rotguss und Eisen eine Bindeschieht eingeschaltet, deren Schmelzpunkt unter demjenigen des Rotgusses oder der sonstigen angegossenen Legierung liegt. Hiedurch wird verhindert, dass zwischen dem Rotguss und dem Eisenkörper, wie es sonst der Fall sein kann, feine Luft-oder Gasräumchen verbleiben, die als schlechte Wärmeleiter wirken, wenn die Reibungswärme von innen nach aussen abgeleitet werden soll. Somit wird durch diese Bindeschicht die Gefahr des Heisslaufens verringert und nach dem Heisslaufen das sonst mögliche BrÜchigwerden des Rotgusses verhindert.
Auch wird der mechanische Zusammen- hang zwischen Rotguss und Eisen begünstigt, der bestehen bleibt, wenn nach dem Heisslaufen der Rotguss als Notlager dienen muss.
Als Metall für die Bindeschicht ist Zinn und Zink erprobt worden. Doch kommen auch andere Metalle und Metallegierungen in Betracht, deren Schmelzpunkt unter demjenigen des Rotgusses oder der sonst benutzten Legierung liegt.
In Fig. 3 ist die Bindeschicht y angedeutet. Sie ist in Wirklichkeit erheblich dünner als gezeichnet und wird vorteilhaft dadurch erzielt, dass die Flächen des eisernen Grul ! dkörpers, an die der Rotguss angegossen wird, mit dem Bindemetall durch Aufschmelzen oder galvanisch überzogen werden. Es genügt ein ganz feiner unter Umständen hauchdünner Überzug.
Wird eine Stirnverkleidung 7t aus Rotguss vorgesehen, so ist es ratsam, diese besonders sorgfältig mit dem Eisenkörper zu verbinden, da sich gerade hier die verschiedenen Wärmeausdehnungskoeffizienten von Eisen und Rotguss störend geltend machen. Eine besonders zuverlässige Verbindung lässt sich durch Verklammerung erreichen. Wird der Rotguss durch Angiessen an den Eisenkorper befestigt, so empfiehlt es sich, die nach
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da der Rotguss wann sein muss, wenn das Weichmetall angegossen wird. Sollte der Rotguss sofort nach seinem Angiessen zu heiss sein, so kann er entsprechend abgekühlt werden, um das Angiessen des Weichmetalles zu ermöglichen.
PATENT-ANSPRÜCHE : l. Mit Weichmetall ausgegossener Lagerkörper aus Eisen, an dessen Innenfläche sich zunächst Rotguss oder eine ähnliche Legierung anschliesst, insbesondere in der Anwendung auf Lagerschalen für Eisenbahnachsen, Lager für Pleuelstangenköpfe und Achsbuchsen für Eisenbahnachsen, dadurch gekenn- zeichnet, dass die Legierung die Innenfläche des Eisenkörpers in breiter Fläche dicht anliegend sowie in festem Zusammenhang derart bedeckt, dass nach dem Auslaufen des Weichmetalles eine Berührung der Achse Coder des sonstigen umlaufenden Teiles) mit dem Eisen verhindert ist.
Fig. 4 zeigt einen Längsschnitt durch eine derartige Lagerschale mit Verklammerung an den Stirnenden und Fig.
5 die zugehörige Stirnansieht. Das Weichmetall ist fortgelassen gedacht. Der Stirn-
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bunden. Die Lagerschale ist an den Stirnenden zu dem Zweck mit schrägen Kanälen ausgerüstet, in die der Rotguss beim Angiessen der beiden äusseren Leisten b und der Stirnflanschen h eindringt. Die Stege i ergeben eine wirksame Verklammerung. Die Verklammerung wird hiebei noch ganz erheblich dadurch verstärkt, dass infolge der verschiedenen Ausdehnungskoeffizienten von Rotguss und Eisen der Rotgussbelag auf dem Eisenkörper gewissermassen zusaml11enschrumpft.
Statt der schrägen Stege i können auch winkelförmige Stege vorgesehen sein, wie die Fig. 6 und 7 zeigen. Die Kanäle zur Bildung dieser Stege i sind hier durch rechtwinklig gegeneinandergerichtete Bohrungen im Eisenkörper erzielt..
Einfacher, aber auch weniger wirkungsvoll, ist die Verklammerung der Stirnverkleidung h, wie
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ist in Fig. 9 die Stirnverkleidung h fortgelassen gedacht. In den Stirnflächen des Eisenkörpers a sind radiale sehwalbenschwanzförmige Nuten m angebracht, in die der Rotguss beim Abgiessen einläuft, so dass er sich mit dem Eisenkörper verklammert.
Wie schon gesagt wurde, lässt sich die Erfindung bei beliebigen Lagerkörpern anwenden. In den Fig. 10,11 und 12 ist die Anwendung auf das Lager eines Pleuelstangenkopfes, etwa eines Lokomotivstangenkopfes, wiedergegeben. Es ist angenommen, dass es sich um ein zweiteiliges Lager handelt. Fig. 10 zeigt einen Querschnitt, Fig. 11 die Innenansicht einer Lagerhälfte und Fig. 12 einen Längsschnitt durch die beiden Lagerhälften. Durch Eintragung derselben Bezugszeichen wie bisher sind diese Figuren ohne weiteres klar.
In den Fig. 13, 14 und 15 ist eine sogenannte Achsbuchse für Eisenbahnachsen dargestellt. Fig. 13 zeigt die Stirnansicht, teilweise aufgebrochen, Fig. 14 einen Längsschnitt und Fig. 15 die Unteransicht.
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Claims (1)
- Die Figuren sind infolge Benutzung derselben Buchstaben wie bisher ohne weiteres klar. Bemerkt sei nur, dass der gesamte Körper des Lagerkastens a aus Eisen besteht. In den Fig. 10-15 ist das Weichmetall, das sich an den Rotguss anschliesst, fortgelassen gedacht. <Desc/Clms Page number 3>2. Lagerschale nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Legierung (Rotguss od. dgl.) sich bis an die Längsränder der Schale erstreckt und dem ganzen Verlauf der Stirnränder folgt.3. Lagerschale nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Legierung (Rotguss od. dgl.) die Stirnflächen des Eisenkörpers ganz oder teilweise bedeckt.4. Lagerschale nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Stirnverkleidung aus Rotguss od. dgl. mit der Stirnfläche des Eisenkörpers verklammert ist.5. Lagerschale nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Stirnverkleidung aus Rotguss od. dgl. mit der Innenverkleidung aus demselben Metall durch Stege verbunden ist, die durch den Eisenkörper in der Nähe seiner Stirnränder hindurchgehen.6. Lagerschale nach den Ansprüchen 1-5. bei der die Verkleidung aus Rotguss an den Eisenkörper angegossen ist, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Eisenkorper und der Bekleidung aus Rotguss od. dgl. eine Bindeschicht aus einem Metall eingeschaltet ist, dessen Schmelzpunkt unter demjenigen des angegossenen Metalles liegt.7. Lagerschale nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Bindeschicht aus einem auf dem Eisenkörper angebrachten feinen Überzug besteht.8. Verfahren für das Ausgiessen von Lagerkörpern nach Anspruch 1 mit Weichmetall (Weissmetall), dadurch gekennzeichnet, dass die nach dem vorhergegangenen Angiessen des Rotgusses od. dgl. an den Eisenkörper noch vorhandene Wärme (eventuell unter teilweiser Abkühlung) für das Angiessen des Weichmetalles verwertet wird. EMI3.1
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE104056X | 1923-12-10 |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2587088A (en) * | 1942-05-13 | 1952-02-26 | Augereau Gaston Georges Eugene | Bush for bearings |
| DE1062724B (de) * | 1953-06-29 | 1959-08-06 | Werner Mertin | Gleitachslagerschale |
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1924
- 1924-12-09 CH CH112447D patent/CH112447A/de unknown
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| DE1062724B (de) * | 1953-06-29 | 1959-08-06 | Werner Mertin | Gleitachslagerschale |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| CH112447A (de) | 1925-11-02 |
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