DE429366C - Aus zwei aneinandergegossenen Metallen bestehende Lagerschale - Google Patents
Aus zwei aneinandergegossenen Metallen bestehende LagerschaleInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61F—RAIL VEHICLE SUSPENSIONS, e.g. UNDERFRAMES, BOGIES OR ARRANGEMENTS OF WHEEL AXLES; RAIL VEHICLES FOR USE ON TRACKS OF DIFFERENT WIDTH; PREVENTING DERAILING OF RAIL VEHICLES; WHEEL GUARDS, OBSTRUCTION REMOVERS OR THE LIKE FOR RAIL VEHICLES
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Description
Wenn man eine Lagerschale (ζ. B. für die Achsen von Eisenbahnwagen und Lokomotiven)
aus Eisen und Rotguß zusammensetzt, indem man den Hauptkörper aus Eisen herstellt
und diesen innen mit Rotguß verkleidet, der dann noch mit Weichmetall ausgegossen
wird, so muß man damit rechnen, daß gegenüber den Lagerschalen, die nur aus Rotguß
bestehen, die Wärmeleitungsfähigkeit vermin-ίο dert ist. Diese spielt aber eine wichtige Rolle,
da das Heißlaufen der Achse um so mehr begünstigt wird, je langsamer die Reibungswärmung
durch die Lagerschale hindurch Ableitung findet. Für den Fall einer übermäßigen Erhitzung, bei der das Weichmetall ausschmilzt,
soll zwar der Rotguß als Notlager dienen, indem er die Berührung zwischen dem eisernen Schalenkörper und der Achse verhindert;
es ist natürlich vorteilhafter, diesen Notfall möglichst zu vermeiden, also dafür
Sorge zu tragen, daß eine das Ausschmelzen des Weichmetalls veranlassende Temperatur
möglichst überhaupt nicht entsteht. Die Beseitigung eines jeden Hindernisses, das die
Wärmeleitungsfähigkeit des Eisenrotgußkörpers stört, ist vorteilhaft diesem Zweck dienlich
zu machen. Das verbesserte Wärmeleitungsvermögen kommt aber auch noch dann vorteilhaft zur Geltung, wenn das Weichmetall
ausgeschmolzen ist und der Rotguß als Notlager wirkt. Durch gute Wärmeleitung wird dann einer übermäßigen Steigerung
der Temperatur des Rotgusses entgegengewirkt und damit verhindert, daß dieser brüchig wird. Durch das Brüchigwerden
kann der Rotguß zerfallen, vor allem aber an der Lagerfläche Sprünge und Unebenheiten
erhalten, die verderblich auf die Achse einwirken und ihrerseits durch erhöhte Reibung
zu der Steigerung der Temperatur beitragen.
Durch genügende Masse und geeignete Verteilung des Rotgusses läßt es sich erreichen,
daß an sich die Wärmeableitung der aus Eisen und Rotguß bestehenden Lagerschale vollkommen
ausreicht, obwohl das Wärmeleitungsvermögen des Eisens etwas geringer als dasjenige des Rotgusses ist. Trotzdem zeigt
sich in der Praxis die Wärmeleitung zuweilen derart vermindert, daß die vorhin angedeuteten
Störungen zu befürchten sind. Die Er- 5a findung, die darauf ausgeht, das den Metallen
eigene Wärmeleitungsvermögen voll zur Geltung kommen zu lassen, beruht auf der Erkenntnis,
daß die Wärmeleitung an dem Übergang von dem Rotguß zum Eisen stark beeinträchtigt
wird, und daß gerade hierauf die Verminderung des Gesamtleitungsvermögens beruht.
Wenn man den Rotguß mit dem Eisenkörper mechanisch (also durch Vernietung,
Verschraubung ο. dgl.) verbindet, so ist die Berührung zwischen den aneinanderliegenden
Flächen des Rutgusses und des Eisens nicht innig genug, um den ungestörten Wärmeübergang
zu sichern. Erheblich inniger werden die Flächen des Rotgusses und des Eisens durch Angießen des Rotgusses miteinander
verbunden. Aber auch noch dann zeigt sich in der Praxis eine nicht unbeträchtliche Verminderung
der Wärmeleitung. Das ist darauf
zurückzuführen, daß heim Angießen sich ganz feine Luft- oder Gasräumchen bilden, die isolierend
wirken.
Der Erfindung gemäß, dieiauch das Angießen des Rotgusses an den Eisenkörper benutzt,
wird nun jede Störung des Wärmeüberganges dadurch vermieden, daß zwischen
dem Eisen und dem Rotguß eine metallische Bindeschicht eingeschaltet wird, deren
ίο Schmelzpunkt etwas niedriger als derjenige
des Rotgusses ist. Man kann diese Bindeschicht vorteilhaft dadurch erzeugen, daß die
Fläche des Eisenkörpers, an welche der Rotguß angegossen werden soll, mit dem Bindemetall
durch Aufschmelzen oder galvanisch überzogen wird. Es genügt ein ganz feiner, gegebenenfalls hauchdünner Überzug. Wird
der Rotguß angegossen, so unterbleibt, wie die Untersuchung zeigt, jede Bildung von
kleinen Hohlräumen, die infolge ihrer Luftoder Gasfüllung oder auch schon durch die
Verringerung des metallischen Leitungsquerschnittes das Leitungsvermögen verringern
könnte. Möglicherweise bildet sich an der Berührungsfläche zwischen Rotguß und Eisen
eine Übergangslegierung mit vollständig porenlosem Gefüge.
Als Bindemetall ist Zink und Zinn erprobt worden; doch kommen auch andere Metalle
und auch Metallegierungen in Betracht, deren Schmelzpunkt unter demjenigen des Rotgusses
liegt. Selbstverständlich kann statt Rotguß auch eine andere geeignete Metallegierung
benutzt werden, wobei dann der Schmelzpunkt des Bindemetalls unter demjenigen dieser anderen Legierung zu liegen
hätte. Das Wärmeleitungsvermögen der auf die beschriebene Weise hergestellten Lagerschalen
aus zwei Metallen entspricht unvermindert demjenigen Leitungsvermögen, das den zur Bildung der Lagerschale benutzten
Metallen zukommt. Infolgedessen wird das Heißlaufen der Welle, das Ausschmelzen des
Weichmetalls und, falls dies doch eintritt, das Brüchigwerden des Notlagers möglichst
vermieden.
Die Einschaltung des Bindemetalls bietet überdies auch noch den Vorteil, daß das angegossene
Metall mit dem Grundkörper besonders fest verbunden ist, so daß der Zusammenhang
gesichert bleibt, auch wenn die Einlage aus Rotguß o. dgl. als Notlager in Tätigkeit tritt.
Claims (2)
1. Aus zwei anemandergegossenen Metallen bestehende Lagerschale, dadurch gekennzeichnet,
daß zur Verbesserung des Wärmeübergangs zwischen äußerer Eisenschale und innerer Schale aus Rotguß oder
einer ähnlichen Legierung eine Bindeschicht aus einem Metall eingeschaltet ist,
dessen- Schmelzpunkt unter demjenigen des angegossenen Metalls liegt.
2. Lagerschale nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß die Bindeschicht
durch Überziehen des Grundkörpers mit dem Bindemetall erzeugt wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB114003D DE429366C (de) | 1924-05-07 | 1924-05-07 | Aus zwei aneinandergegossenen Metallen bestehende Lagerschale |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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| DE429366C true DE429366C (de) | 1926-05-25 |
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ID=6993640
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|---|---|---|---|
| DEB114003D Expired DE429366C (de) | 1924-05-07 | 1924-05-07 | Aus zwei aneinandergegossenen Metallen bestehende Lagerschale |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE429366C (de) |
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1924
- 1924-05-07 DE DEB114003D patent/DE429366C/de not_active Expired
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