CH109331A - Verfahren zum Eichen einer Messpule zur Bestimmung der Scheitelspannung auf der Hochspannungsseite von Induktionsapparaten. - Google Patents
Verfahren zum Eichen einer Messpule zur Bestimmung der Scheitelspannung auf der Hochspannungsseite von Induktionsapparaten.Info
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Description
Verfahren zum Eichen einer Messpule .zur Bestimmung der Scheiteispannung auf der Hochspannungsseite von Induktionsapparaten. Bei Spannungen von der Grössenordnung 10-10 Volt ist es üblich, die Hochspan nung aus den Schlagweiten in Punkten strecken zu ermitteln. Auf diese Art wurden Spannungen aus grossen Schlagweiten be stimmt von Klingelfuss von 10-90 cm Schlag weite, von der American Institution von 10 bis 35 cm, von Walter von 10-45 cm, von Weicker, Estorff und Töpler bis 17,5 cm zwischen Kugeln und neuerdings unter an dern von Peek bis 40 cm zwischen Kugeln von 25 cm Durchmesser.
Die Angaben sind ursprünglich nicht iibereinstimmend, was auch bei dem eingeschlagenen Weg nicht anders zu erwarten ist, da Funkenspannungen von grösserer Länge sehr vielen Einflüssen unter worfen sind, die das Entladungs-Potential ändern. Die. sonst übliche Methode für die Ausmittlung der Spannungen mit den Wider ständen und Strommessungen versagt bei sehr hohen Spannungen aus naheliegenden Gründen. Prof. Joye konnte auf diesem Wege Spannungen bis zu der Grössenordnung 104 Volt messen.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zum Eichen einer Mess- spule (n3 in Fig. 1-4) zur Bestimmung des Seheitelwertes der Hochspannung von Induk tionsapparaten, mittelst eines an die Mess- spule angeschlossenen Niederspannungsvolt meters Va, zum Beispiel eines Hitzdrahtvolt- meters. Zu dem Zwecke wird aus den Werten der Spannung,
die aus der kürzesten Wellen länge von Röntgenstrahlen nach der Plarrck- Einstein'schen Formel sich ermitteln lassen, und den Spannungswerten, die an dem Nie derspannungsvoltmeter abgelesen werden, das an die 11Iessspule angeschlossen ist, bestehend zum Beispiel aus einer Anzapfung der Sekun därwicklung eines Induktors oder eines Trans formators, veranschaulicht in den Fig. 1 und 3, ein Verhältnis ermittelt, das eine Konstante bildet, die die Hochspannung aus der Nieder spannung zu bestimmen gestattet.
Nach Planck-Einstein besteht folgende Beziehung zwischen der Anregungsspannung von Röntgenstrahlen und der kürzesten Wellenlänge
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Mit Hilfe der Formel I ist man imstande, die bei der Aufnahme von Röntgenspektren herrschende Scheitelspannung V""" zu ermit teln und sie in Beziehung zu Es des Nieder spannungsvoltmeters zu bringen, wenn dessen Ausschlag während der Herstellung des Spektrums konstant gehalten wurde.
Es ist dann angenähert: FZ ,ni ,g = K# TTss. Die Kon stante K enthält einerseits das Verhältnis
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der ganzen zur angezapften Windungs- zahl der Sekundärspule als Faktor und ander seits einen Faktor ai. Ausserdem ist erfah rungsgemäss ein Korrektionsglied u vorzu sehen, das positiv oder negativ sein kann, und zu V3 algebraisch zu addieren ist, so dass die genaue Formel lauten wird:
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Unter V2, auch wo das nicht besonders angegeben, ist immer der Scheitelwert der Hochspannung verstanden, dagegen unter Va die vom Niederspannungsvoltmeter angegebene Effektivspannung.
Die Konstante ai ist einerseits von den Schwingungsamplituden im betreffenden In duktionsapparat (Induktor oder Transformator), anderseits von dem Windungsverhältnis abhängig.
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Bei Induktoren mit an der Unterbrecher stelle des Primärstromes parallel geschalte tem Kondensator wird bekanntlich die Hoch spannung durch Oberschwingungen verursacht.
Nach eigenen Untersuchungen an Induk toren Klingelfuss'scher Bauart zeigte sich ifi einem speziellen Fall das Funkenpotential acht mal höher als die nach der Formel
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berechnete Spannung. An derseits wurde festgestellt, dass bei diesen Induktoren die Spannung Z\2 des Funken potentials durch die Amplitude der zweiten Oberschwingung verursacht wird, so dass im speziellen Falle für die zweite Oberschwin gung der Faktor ai' = 8 wird.
Legt man für den gleichen speziellen Fall und unter sonst gleichbleibenden Verhältnis sen eine niedrig belastete Röntgenröhre an die Hochspannungsseite des Induktors, so erhält man bei der gleichen Niederspannung Tja -i_ a einen nur halb so hohen Scheitelwert der Hochspannung, als der beim Funken sein würde. Man muss also, um mit eingeschalteter Röhre die gleiche Spannung T'2 zu bekom men, wie sie ohne Röhre im Funken sein würde, die Niederspannung 17s <B><I><U>+</U></I></B> a verdop peln.
Die Schwingungen pendeln bei einge schalteter Röhre nicht mehr in die zweite, sondern infolge einer Dämpfung nur noch in die erste Oberschwingung hinauf. Für die erste Oberschwingung wird daher im speziellen Falle der Faktor
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Bei Transformatoren mit geschlossener ferromagnetiseher Bahn treten normalerweise Oberschwingungen nicht auf. Die maximale Hochspannung ist gleich der Amplitude der Grundschwingung für die folgerichtig und für den speziellen Fall
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zu setzen ist.
Es ist das Verhältnis von ai"' <I>:</I> ai" <I>:</I> ai' wie 4 : 2 : 1 Da diese Verhältnisse von gesetzmässigen Schwingungszuständen abhängig sind, so sind sie auch allgemein gültig, so dass wir die Formel<B>11</B> für die drei Fälle schreiben
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für Spannungen, die durch die Grundschwin gungen zustande kommen (z. B. Transforma toren und stark gedämpfte Induktoren),
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für Spannungen, die durch die ersten Ober schwingungen zustande kommen (z. B. Induk toren mit niedrig belasteten Röhren).
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für Spannungen, die durch die zweiten Ober schwingungen zustande kommen (z. B.
Fun- kenpotentialbeim Induktor), wobei wir in For- mel'II" ai' <I>= m,</I> in Formel II'' ai" = 2 7n und in Formel II ai"' <I>= 4</I> in gesetzt haben.
Wir erhalten dadurch in allen drei Formeln eine konstante
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Man kann die drei Formeln allgemein schreiben V2 = 211 (V3 + <I>a) k</I> (III) wobei der Exponent n, je nach dem Schwin gungszustand, der sich zum Beispiel durch rohe Schlagweitenmessungleicht ermitteln lässt, da die Spannung für jede nächsthöhere Ober schwingung sich verdoppelt, mit 0 oder 1 oder 2 in die Formel III einzusetzen ist.
In diesen Formeln sind alle Grössen bis auf a und<I>m</I> bekannt. 7n ist der in dem Faktor ai der Formel II steckende, vom Windungsverhältnis abhängige Faktor; seine Bestimmung wird
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weiter unten erklärt werden. Zur Bestimmung von a sind zwei Messungen der Hochspannung, V2' und V2", nötig; gleichzeitig müssen die Spannungen Va' und V3" am Niederspannungsvoltmeter abgelesen werden.
Durch Umrechnung findet man
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Man kann anhand dieser beiden Messungen auch die Konstante
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bestimmen, indem man setzt;
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Anstatt die Sekundärspule zum Anschliessen eines Niederspannungsvoltmeters anzuzapfen gemäss Schema Fig. 1 und Fig. 3, kann auch eine von der Sekundärwicklung getrennte Messwicklung mit der erforderlichen Win- dungszahl angeschlossen werden, an derjeni gen Stelle zwischen oder neben die Sekundär spule, wo deren Spannungsdifferenz gegen Erde am niedrigsten ist,
also zum Beispiel bei einem einseitig geerdeten Induktor oder Transformator neben das geerdete Ende der Sekundärspule gemäss Schema Fig.4; wo dagegen die Hochspannung -I- +' symme trisch zum Erdpotential liegt, in der Mitte zwischen symmetrisch geteilten Sekundär spulen gemäss Fig. 1 und 2.
Das bezüglich der Stelle, wo die Mess- wicklung sich in bezug auf die Nullspannung gegen Erde befinden soll, Gesagte gilt auch für den Fall, dass die Messwicklung von der Sekundärspule angezapft wird, wie dies eben in Fig. 1 und 3 der Fall ist.
Die beschriebene Einrichtung lässt sich sowohl an technischen Wechselstrom-Trans- formatoren, als an Induktoren, die mit unter brochenem, gleichgerichtetem Strom betrieben werden, anwenden.
Claims (1)
- PATENTANSPRüCHE I. Verfahren zum Eichen einer Messspule zur Bestimmung der Scheitelspannung auf der Hochspannungsseite von Induktionsappa raten mittelst eines an die hIessspule an geschlossenen Niederspannungsvoltmeters, dadurch gekennzeichnet, dass aus den mit Hilfe der Planck-Einstein'schen Formel röntgenspektrographischfestgelegten nume rischen Werten der Hochspannung einer seits- und aus den gleichzeitig angezeigten Niederspannungen Vs des Niederspan nungsvoltmeters anderseits, ein Verhältnis bestimmt wird, das eine Konstante bildet,die aus den Ablesungen von Fs an dem Niederspannungsvoltmeter die erzeugte Hochspannung zu ermitteln gestattet. II. An einem Induktionsapparat angeordnete, nach dem Verfahren gemäss Patentan spruch I geeichte Messspule zur Messung der Scheitelspannung auf der Hochspan nungsseite des Induktionsapparates.
Applications Claiming Priority (1)
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| CH109331D CH109331A (de) | 1923-04-14 | 1923-04-14 | Verfahren zum Eichen einer Messpule zur Bestimmung der Scheitelspannung auf der Hochspannungsseite von Induktionsapparaten. |
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