Prüfmaschine. Die vorliegende Erfindung betrifft eine Prafmaschine zur Erprobung des Abnüt- zungys- und Beurbeitungswiderstandes von Bau- und Maschinenmaterialien, der Güte von Werkzeugen, der Schmierfähigkeit von Olen usw. Solche Maschinen sind in verschiedenen Bauarten bekannt geworden, doch waren<B>'</B> sie nicht für alle angegebenen Zwecke gleiehzei- tig oder gleichmässig vorteilhaft verwendbar,
wie es die neue Maschine cemäss fler Erfin- flung -isst.
# Die Zeiühnung veranschaulicht schema- fisch zwei Ausführungsbeispiele des Erfin dungsgegenstandes.
Fig. <B>1</B> ist- eine Seitenansicht, und Fig. 2 eine Vorderansicht des ersten Beispiels. Den Ha.uptteil der #Jase.hine bildet ein kräftiger Puahmen LI, der auf einer Welle<B>G</B> drehb-ar aplagert ist und einen mittelst einer nicht ge-. zeichneten Schraube, verstellba.ren Schlitten<B>J</B> trägt, in welchem die Achse K eines Hebels L.- geh-t-ert ist,
mit Odem das in Baicken M eingespannte Probestück <B>N</B> an das rotierende Werkzeug F (Schleifs-cheibe, Säge ete,.) mit messbarem Druck oder Vorschub angepresst werden kann. Der Rahmen ist um die gleiche mathematische Achse -drehbar gelagert, um welche das zugehörige Werkzeug mit einstell e,<B>k3</B> barer Geschwindigkeit rotiert.
Die Drehbar- keit,d,es Rahmens H um die, Achse B des ro- tieren-den Werkzeuges F wird in der Weise erreicht, dass die Welle<B>G,</B> welche Aden Rah men H trägt, zwischen den Spitzen C oder auf dem Schlitten<B>D</B> mit oder ohne Zuhilfenahme von Lünetten <B>E</B> einer Drehbank<B>A</B> oder einer ähnlichen Maschine gelagert ist, während das zugehörige Werkzeug mit der Welle B der Drehbank rotiert.
Wenn nun das IrobestüGli:, ,das in der Fassung 31 gehalten wird, mitte-Ist des Hebels L, an des rotierende Werkzeug angepresst wird, wobei der Druck durch das Gewicht<B>S</B> erzielt wird, so hat,der Ra.hmen II (las Bestreben, sich in der gleichen Mühtung mitzudrehen. Das Mitdrehen des Rahmens 11 wird nun dadurch verhindert,
dass er in einer bestimmten Entfernung von der Dreha-chse .auf einen Kra.fÜmesser, z. B. eine Pen-delwa,.," T, einen messbaren Druck ausübt, wobei er sich nur entsprechend dem Ausschlage der Wage dreht.
Dieser vom Rahmen auf den KraXtinesser ausgeübte Druch bildetden Mass stab für die zwischen dem Probestück und Jem. rotierenden Werkzeug wirkenden Taii- Zn <B>C</B> n "e tialkraft, welche bei bekannter Umfangs- Olesehwindigkeit fles Werkzeuges zugleichflen Massstab, fürdie Arbeit abgibt.
Die Drehung,des Hebels L, der das Probe- stüc1-, <B><I>N</I></B> trägt, um seine Hebelaühse, K, gibt Glas Mass für flie l#-rat,(,rialabntihme am Probe stück selbst unddie Abnützung des rotieren den Werkzeu-ges F, während die Abnützung des rotierenden Werkzeuges allein durch die Drehbewegung eines zweiten Hebels 02 ange zeigt wird, weleher auf der gleichen Achse K,
wiederdas Probestrie-Ii tragende Hebel L# <B><I>ge-</I></B> lagert ist und mit einer Rolle P auf der ro tierenden Werkzeugsüheibe F anliegt, bei spielsweise unter Wirkung einer Feder.
Diese beiden auf der gleichen Achse ruhenden Hebel <B><U>0.</U></B> und L2 können durch einen in leicht ver- stündlicher Weise mittelst einer Schraube ver stellbaren Schlitten<B>J</B> gehoben und gesenkt werden, wobei die Führung,des )Schlittens der art anzeordnet ist, dass die Hebellangen der Hebel L2,
un-LI <B><U>0.</U></B> von deren gemeinsamem Drehpunkt K bis zu den Berührungspunkten tn <B>Q</B> zwischen Probestück und #Verlzzeii(-" und Pt für verschiedene Durchmesser des rotieren den Werkzeuges gleich lang bleiben, dass also <I>K<B>N</B></I> stets cleich ist<I>K R</I> gleich konstante Län,ye. Die Drehbewe,#,un- der Hebel kann -in deren Verlänyerung, an den Zeigern L, und<B>0,</B> abgelesen werden,
ebenso der auf deri Kraftmesser aus--eftbte, Druck des Rahmens 1-1 an der Teilung T,-, ausserdem können in weiter unten beschriebener Weise rotierende Registriertrommeln angeordnet werden, wel- ehe proportional zur Umdrehungszahl der Drehbank bewegt werden und auf welchen die Bewegungen von L,<B>0,</B> und von H mit be liebiger Übersetzung registriert werden.
Mit dem gleichen Apparat kann auch die T'ersuchsanordnung flerart getroffen werden, dass das Werkzeug, z. B. ein Drehstabl. usw., im Rahmen eingespannt wird, während das Probestück rotiert. Der vorbes.ehriebene Rah men H mit Hebeln, Registriervorrichtungg und Kraftmesser kann auch als selbständiger<B>Ap-</B> parat ausgebildet werden, der auf jeder Dreh bank oder ähnlichen Maschine angebracht worden kann.
Eine solche Ausführungsform unter scheidet sich von -derjenigen nach den Filg. <B>1</B> und. 2 dadurch, dass alle Teile der Naschine ,durch ein gemeinsames Gestell miteinander ,derart verbunden werden, dass sie auf das Drehbankbelt oder den Schlitten (Support') einer Drehbank als zusammenhängenile Vor- riehtung aufgesetzt, werden können.
In Fig. 2, wo mit<B>A</B> da,-, Drehbankbeft bezeichnet ist, würden also alle übrigen Teile durch eine ge meinsame Grundplatte oder dergleichen zu- sammengehalfen werden, und mit dieser Grundplatte könnten sie auf das Bett,<B>A-</B> oder auf einen andern Teil der Drehbank aufge baut und nach Belieben wieder entfernt wer den.
Der Spindelstück. der Drehbank würde dann zur Aufnahme des einen rotierenden Prüfteils verwendet werden, während das an dere Teil in dem selbständigen Apparat ein gebaut würde.
Eine weitere Vervollkommnuno, der Prüf maschine kann durch Einrichtungen zum Aus balancieren und Anpressen des Probestückes, züm Ändern fles Anpressdruches, zum Aus gleichen von Schwingungen des Apparates und,dergleiehen erreicht.
werden, die naehfol- crend anhandder Fi-. <B>3</B> bis<B>5</B> beschrieben wer den sollen, wobei Fig. <B>3</B> wieder eine Vorder- ansieht der Masehine, Fiy. 4 eine Ansieht der l# rechten Seite, und Fig. <B>5</B> eine solche der ]in- ken Seite darstellt.
Die Buchstabenbedeutun gen sinddie- <B>Zn</B> gleichen wie in Fig. <B>1</B> und <B>9-.</B> Der das Probestück (oder Werkzeug)<B>N</B> tra- Cende Hebel L, kann nicht, nur wie, vorhin durch ein Gewicht an das rotierende MTerk- zeug <B>F</B> angepresst werden.
son dern dieser Hebel kann auch #durch eine im Rahmen II (rela-erte, mit Handrad versehene, n 11 Schraube<B>7</B> naeh unten geschoben bezw. ein- C s' tle tellt werden.<B>Dadurch</B> ist es in Verbindunc mit dem verstellbaren Schlitten <B>J</B> den R.-ihmen und Hebel wie den Support einer Drehbank zum Festhalten und Vor schieben von Drehstählen oder
von Arbeits stücken zu benützen und das Drehen, Bohren usw. unbeschadet der Schwingungen des Rah mens, vorzunehmen. Die Schraube<B>7</B> kann aber auch vom Hebel L, gelöst werden, um den Hebel beim Schleifen oder Erproben von Lagern und Schmierölen mit Gewichtsbela- stunganzupressen.
Um das infolge von Hebung und Senkung sowie Belastung des Hebels L" mittelst Schlit ten<B>J</B> und Schraube<B>7</B> gestörte indifferente Gleichgewicht des Rahmens jederzeit ausglei chen zu können, ist auf der Welle<B>G</B> ein mit dem Rahmen H verbundenes Pendel<B>9</B> mit verstellbarem Gewicht<B>10</B> befestigt, derart, dass durch Heben und Senken des<B>G</B> ewiühts <B>1.0</B> das Gleichgewicht wieder hergestellt wer den kann.
Auch bei der beschriebenen einseitigen Be- lastung,des Hebels L, durch Idas Gewicht<B>S,</B> gemäss Fig. 2, wird das indifferente Gleich- gewieht des Rahmens gestört.
Um nun den Hebel mitsamt,dem an ihm befestigten Probe stück oder Werkzeug ohne Störung des in differenten Gleichgewichfes des Rahmens aus- zubalaneieren und beliebig belasten zu kön nen, ist bei dem Beispiel nach Fig. <B>3</B> bis<B>5</B> der Hebel L2 #an-seinem freien Ende, mittelst einer Klemme 4 an einer Kette<B>3</B> befestigt, welche über Rollen<B>1</B> und 2 des Rahmens H läuft. Auf dieser Kette. können über den Klemmen<B>5</B> die mit Schlitzen versehenen Ge- wie,hte <B>6</B> aufgelegt werden.
Beim Ausbalan cieren des au,der Kette<B>3</B> befestigten Hebels L2 werden die Gewichte<B>6</B> zuerst zur Erzie- lung,des Gleichgewichfes des Hebels verteilt und erst bei der Belastung des Hebels von einer Seite abgenommen und an der andern Seite, wo der Hebel mit der Klemme 4<B>be-</B> festigt ist, angebracht.
Durch diese Anord- nuno, wird erreicht, dass die sämtlichen G-3- wichte <B>6</B> bei beliebiger Verteilung auf den clrehbaren Rahmen H stets das gleiche Dreh moment, ausüben, und somit ohne Störung der Gleichgewichtslage, des Rahmens der Hebel ausbalanciert und mit beliebigem Gewicht be lastet worden kann.
Zwecks Registrierung des Bearbeitungs- wigerstandes und der Formänderungen sind zwei Registriertro-mmeln 24 und 25 auge- bracht, welche proportional der Umdrehungs zahl der Werkzeugmas#chine rotieren. Von den zur Registrierung dienen-den Trommeln ist die eine, 24, am festen Gestell<B>A</B> und die an dere,<B>25,</B> -am bewegliellenRahmen 11 befestigt.
Der Antrieb der letzteren schwingenden Trommel 25 geschiehtdurch Übertragung der Bewegung von der nicht schwingenden Welle 22 auf die schwingende Welle<B>23</B> durch die Rollen<B>17</B> und<B>18</B> und Schnur- oder Kei- tenantrieb (iauph Gummis#chnur) <B>19,</B> wobei diese Rollen<B>17</B> und <B>18</B> in ungefährer Höhe des Drehpunktes des Rahmens H und mit ihren Achsen in einer zur Längsaxe des schwingenden Rahmens (der Welle<B>G)</B> pa rallelen Ebene liegen,
sodass beim Schwingen des Rahmens durü,11 die Schnur<B>19</B> keinerlei die Messung behindernde Tangentialkräfte weder nach der einen, noch der andern Seite ausgeübt werden.
Beim Arbeiten der Maschine bewegt sieh die am Rahmen H befestigte Welle<B>23</B> mit der Rolle<B>18</B> etwas -,e-,0"enüber der Welle 22 mit der Rolle<B>17.</B> Durch die geschilderte Anordnung der Rollen<B>17</B> und<B>1.8</B> findet die geringste Rückwirkung dieser Bewegglichkeif auf die Güteder Übertragung -des Rollenan triebes statt.
Der Antrieb der Trommel 24 erfolgt von der Welle 22 aus, die ihrerseits von,der Welle 14 (Leitspinflel der Drehbank.<B>A)</B> unter Ver- mittlun- der Organe<B>13, 15, 16,</B> 16a ange trieben wird.
Die Arbeitsweise der Maschine gemä,ss, Fig. <B>3</B> bis<B>5</B> #dürffe nach Vorstehen- flem durchaus klar sein, soweit es sich um die Prüfung einfacher Probestücke 'handelt-., die in,die Fassung M eingesetzt und von dem ro tierenden Werkzeug F bearbeitet werden. Wie schon erwähnt, können Probestück und Werkzeug auch ihren Ort vertauschen, so dass ersteres sieh dreht, während letzteres fest steht. Dies ist zum Beispiel für die Prüfung von Drehstählen und dergleichen erforderlich.
Die Prüfung von beliebigen Gleit- und Rollenlagern, sowie Schmiermitteln kann in der Weise geschehen, dass das Lager in der Fassung M des Hebels L" eingespannt wird, während die zugehörige Welle mit der rotie- renden, Achse B fest verbunden wird, wodurch es möglich ist, den Reibungswiderstand<I>des</I> Lao,ers und Sehmiermittels für jedes beliebige, La,ger und für jedes<B>01</B> bei beliebiger Bela stung und Geschwindigkeit zu messen.