CH101264A - Verfahren zur Verhinderung des Nebensprechens bei Kabeln mit mehreren Viererleitungen. - Google Patents

Verfahren zur Verhinderung des Nebensprechens bei Kabeln mit mehreren Viererleitungen.

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CH101264A
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Kurt V Wysiecki
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Kurt V Wysiecki
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    • H04B3/02Details
    • H04B3/32Reducing cross-talk, e.g. by compensating

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  • Measurement Of Resistance Or Impedance (AREA)

Description


  Verfahren zur Verhinderung des     Nebensprechens    bei Nabeln mit mehreren  Viererleitungen.    Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur  Verhinderung des Nebensprechens bei Ka  beln, insbesondere Telephon- und Telegra  phenkabel, mit mehreren Viererleitungen.  Zur Beseitigung des Nebensprechens bei sol  chen Kabeln wurden bereits verschiedene  Wege eingeschlagen.

   Sie bestehen zum Bei  spiel darin, dass der Einfluss einer Betriebs  schleife     (Senderschleife)    in den Nachbar  schleifen für jede einzelne Kabellänge festge  stellt und die Wirkung dieser Induktion,       bezw.        Influenz    dadurch möglichst     gering-ge-          halten    wird,     dass    man bei zwei anstossenden  Nabellängen Leiterschleifen aussucht, welche  von derselben Betriebsschleife aus möglichst       gleichgrosse        Influenz    erhalten, diese Schlei  fen dann aber so miteinander verbindet, dass  die     influenzierten    Spannungen sich auf  heben.

   Man ist also genötigt, nacheinander  das Mit- und Übersprechen sämtlicher Schlei  fen wenigstens in der Nachbarschaft der     Sen-          derschleife    für jede Betriebsschleife des gan  zen Kabels als     Senderschleife    zu untersuchen  und das günstigste Resultat der Aderverbin  dungen zu     ermitteln.    Solange diese Ermitt-         lung    durch direktes Ausprobieren geschieht,  ist gegen die- Richtigkeit der Endresultate na  türlich nichts einzuwenden, jedoch hat diese  Methode infolge ihrer Umständlichkeit für  vielpaarige Kabel kaum praktische Bedeu  tung.

   Man hat daher auch vorgeschlagen, die       Influenz    durch Messung der     kapazitiven    Ver  fettung der     Senderschleife    mit jeder     benach-          harten    Schleife in einer Masszahl festzulegen  und die     Schleifenverbindung    anstossender  Kabellängen, wie oben angegeben, auf Grund- _       lage    dieser Masszahlen vorzunehmen.

   Auch  dieses Verfahren ist umständlich und führt  ausserdem im allgemeinen nicht zu richtigen       l",rgebnissen.    Bei derartigen Messungen wirkt  nämlich die Anwesenheit anderer Leiter, ins  besondere des Bleimantels, im allgemeinen  verschieden auf Strom und Spannung in     Hin-          und    Rückleitung der     Senderschleife.        Wä        h-          rend    man die     kapäzitive    Verkettung     zweiar     Stromschleifen miteinander festzustellen  glaubt,

   wirkt die Störung der     Spannungs-          und        Stromsymmetrie    in der     Senderschleife    in  solcher Weise, dass auch bei gleichen Teil  hapazitäten der Leiter gegeneinander unsym-      metrische Ladungen verursacht werden.

   Es  werden also Einflüsse der     Unsymmet.rien    der  Spannung und des Stromes der Send     %rschleil'e     als eine unsymmetrische Lagerung einer     be-          stimmten    Nachbarschleife zu dieser     Sender-          schleife    gedeutet, obwohl diese untersuchte  Nachbarschleife symmetrisch gelagert sein  kann und ein ganz     anderer    Leiter das Schein  resultat bedingt.  



  Dass trotzdem die bekannten Verfahren, bei  grosser Sorgfalt, zu brauchbaren     Ergebnissen     geführt haben, ist darauf zurückzuführen,  dass man zu ausserordentlich guter Herstel  lung der Kabel selbst geschritten ist, und  dass man ausserdem nur ganz kurze     Fabrika-          tionslängen    von etwa 200     ni    verwendet.  



  Durch die vorliegende Erfindung wird ein  ganz verschiedener Weg gewiesen, um das       ,Nebensprechen    bei Kabeln zu vermeiden.  



  Man geht dabei von folgender Erkenntnis  aus:  Wie oben erläutert wurde, sind die vor  erwähnten     bekannten    Methoden dann und  nur dann zweckentsprechend, wenn die Ur  sache des Nebensprechens von Viererleitun  gen im     wesentlichen    innerhalb eines jeden  Vierers selbst liegt. Solange man sehr hohl  umsponnene     Papierkabel    für diese Zwecke  verwandte, ist dies auch der Fall gewesen,  da die Kupferleiter innerhalb der Papier  röhren grosse Bewegungsfreiheit besassen.

    Nachdem aber bei modernen     Kabeln    jeder  Vierer ein nahezu festes Bündel bildet,     ir.     welchem die Leiter sehr symmetrisch gelagert  sind, ist die Hauptursache des     Nebenspre-          chens    nicht mehr in     Unsymmetrien    inner  halb jedes Vierers zu     suelien,    sondern in dar       Unsymmetrie    des Stromes und der     Spannung     in Hin- und Rückleitung der     Senderschleife,     die, wie schon gesagt, eine andere Herkunft  hat.  



       Demgemäss    besteht das Verfahren darin,  dass bei der Zusammenschaltung der     Fabri-          1:ationslängen    die Adern so verbunden wer  den, dass Hin- und     Rückleitung    jeder Be  <B>i</B>     riebsschleife,    bei gleicher     Messspannung        gegen          Erde,    gleiche Stromaufnahme zeigen.  



  Das Verfahren betrifft also nicht die be-         einflussten    Leitungen, sondern die Sender  schleife. Es werden nicht Teilkapazitäten  zwischen Adern     verschiede2ier    Schleifen ge  messen. Das Verfahren geht vielmehr darauf  aus, die Störungen zu vermeiden, die durch  unsymmetrische Strom- und Spannungsver  teilung in den beiden Leitungen einer Sender  schleife (Doppelleitung, Viererleitung) im       Kabel    verursacht werden.  



  Man kann dabei so verfahren,. dass man  beim Anschliessen der jeweils folgenden Fa  brikationslänge eine solche Schleife zur schon  durchgeschalteten     Senderschleife    zuschaltet,  welche infolge irgend einer beliebigen     Un-          symmetrie    für sich untersucht, eine entgegen  gesetzte, etwa     gleichgrosse        Unsymmetrie    der  Stromaufnahme in Hin- und Rückleitung  aufweist. Der entgegengesetzte Richtungs  sinn kann natürlich dadurch erhalten werden,  dass man Hin- und Rückleitung miteinander  vertauscht.  



  Indem man dieses Verfahren von Kabel  länge zu     Kabellänge    fortsetzt, gelingt es  unschwer, zum Beispiel auf eine Kabelstrecke  zwischen zwei     Pupinpunkten    das Neben  sprechen praktisch völlig zu unterdrücken.  



  Das Verfahren kann beispielsweise wie  folgt ausgeführt werden:  An jeder     Fabrikationslänge    misst man  unter Benützung einer im Symmetriepunkt  an die Kabelhülle angeschlossenen Wechsel  stromquelle, zum Beispiel einer in der Mitte  geerdeten     Transformatorwieklung,    den Un  terschied der Ströme von Hin- und Rücklei  tung jeder     Betriebsschleife.    Diese Messung  kann zum Beispiel     mittelst    empfindlicher       Tliermoelemente,    Baretter oder einer der üb  lichen Brückenmethoden geschehen.

   Die  Schleifen werden bei zwei anstossenden Fa  brikationslängen alsdann nach Massgabe die  ser Messungen so verbunden, dass die gemes  senen Differenzen sich möglichst vollkom  men aufheben, oder     -wenigstens    bei jeder  weiteren     Zuschaltung    von     Einzellängen    oder  Lungengruppen kleiner werden.  



  Das beschriebene Verfahren hat den Vor  teil,     class    die Messungen direkt die wichtigste  Störungsursache betreffen, und dass deshalb      auch grössere Fabrikationslängen, welche na  turgemäss auch grössere Fehlerduellen in sich       bergen    müssen, angewendet werden können.  Die Zusammenschaltung grösserer Fabrika  tionslängen reduziert auch die für die Her  stellung der Kabelverbindungen erforderlich  Arbeit.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Vermeidung des Neben sprechens bei Kabeln mit mehreren Vierer leitungen, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Zusammenschaltung der Fabrikations längen die Adern so verbunden' werden, dass Hin- und Rückleitung jeder Betriebsschleife bei gleicher Messspannung gegen Erde prak tisch gleiche Stromaufnahme zeigen.
CH101264D 1922-07-28 1922-07-28 Verfahren zur Verhinderung des Nebensprechens bei Kabeln mit mehreren Viererleitungen. CH101264A (de)

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