CH100925A - Labtemperier- und Milchgärprobeapparat mit elektrischer, sich selbsttätig regelnder Heizung. - Google Patents

Labtemperier- und Milchgärprobeapparat mit elektrischer, sich selbsttätig regelnder Heizung.

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CH100925A
CH100925A CH100925DA CH100925A CH 100925 A CH100925 A CH 100925A CH 100925D A CH100925D A CH 100925DA CH 100925 A CH100925 A CH 100925A
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CH
Switzerland
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tempering
heat
milk
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Luescher Ernst
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Luescher Ernst
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01JMANUFACTURE OF DAIRY PRODUCTS
    • A01J25/00Cheese-making
    • A01J25/02Cheese basins

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Husbandry (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Dairy Products (AREA)

Description


  



  Labtemperier-und   Milchgärprobeapparat    mit elektrischer, sich selbsttätig regelnder Heizung.



   Die bisher im Gebrauch befindlichen Labtemperier-und   Milchg#rprobeapparate    mit elektrischer, sich selbsttätig regelnder Hei  zung haben den Nachteil    eines verhältnis  mässig hohen Anschlusswertes    bezw. grossen   Stromverbrauches. Ausserdem    weisen diese Apparate relativ grosse Schwankungen um die vorgeschriebene Temperatur auf un,   bedür-    fen   infolgedessen fortwährender Überwa-    chung und regulierender Eingriffe von seiten des Käsers. Vor allem haben sie den Nachteil, dass bei kalter Witterung die Temperatur im Apparat sinkt, während sie bei heisser Witterung steigt.



   Dieses ungenaue Funktionieren der er  wähnten    Apparate ist deswegen nachteilig, weil der Reifezustand des   Kaselabs    ein um so geringerer ist, je niedriger die Temperatur im Apparat und umgekehrt ein um so höherer. je   hoher. die Temperatur    im Apparat ist. Das Temperaturoptimum für die Herstellung von normalgereiftem La. b liegt bei   29   bis 32   C.   



  Auch der   Reifezustand    der zu verarbeitenden Milch ist um so geringer, je kälter die Witterung und um so hoher, je heisser die   Witte-    rung ist. Diese Umstände sind aber für die   Eäsefabrikation    von grösster Bedeutung und es ist für den Käser keine leichte Aufgabe, den   Reifezustand bezw. den Säuregrad des    Labs jeweils demjenigen der zu verarbeitenden Milch anzupassen. Aus dem oben Gesagten geht aber insbesondere hervor, dass mit den bisherigen Apparaten diese Anpassung nicht möglich war ; denn bei kalter Witterung liefern sie weniger reifes Lab   f#r    wenig reife Milch, und bei heisser   Witterung #berreifes    Lab für überreife Milch.



   Diese Nachteile zu beseitigen ist der Zweck der vorliegenden Erfindung. Bei dem den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildenden Apparat wird   n#mlich    beim Sinken der Aussentemperatur die Innentemperatur des Apparates automatisch innerhalb der zulässigen Grenzen erhöht, un, beim Steigen der Aussentemperatur ebenfalls automatisch innerhalb der zulässigen Grenzen tiefer gehalten, dadurch, dass eine wärmeempfindliche Kontaktvorrichtung so angeordnet ist, dass auf sie sowohl die im Apparat herrschende Temperatur wie die Aussentemperatur gleichzeitig einwirken.



   Ein   Ausführungsbeispiel des Erfindungs-    gegenstandes veranschaulicht die beiliegende Zeichnung.



   Fig.   1    ist eine Vorderansicht des   Appa-      rates, wobei    eine Türe desselben abgebrochen, und die andere ganz entfernt ist, um das Innere des Apparats zeigen zu können ;
Fig. 2 ist ein   L#ngsschnitt durch    den Apparat nach   Linie IIII    von Fig. 3 ;
Fig. 3 ist ein Querschnitt nach Linie III-III von Fig. 2, und
Fig. 4 zeigt ein   Schaltungsschema.   



   Der gezeichnete Apparat besitzt einen   Kasten l, dessen Decke,    Boden und Seiten   w#nde aus Holz, dessen Rückwand 2 (Fig. 3)    dagegen aus einer Eternitplatte besteht.



  Durch eine Querwand 3 ist. der Innenraum des Kastens in zwei Abteilungen unterteilt, deren eine den Gärraum 4 mit zugehörigem Heizraum   5 und deren andere den Labraurn    6 mit zugehörigem Heizraum 7 enthält.



  Die Querwand 3 besteht aus zwei Zinkblechtafeln 8, die vom Boden bis zur Decke des Kastens   1    reichen und in einem gewissen Abstand voneinander angeordnet sind. Zwischen beiden Tafeln sind   Holztra-    versen 9 bezw. 10 angebracht, die zum Versteifen der Querwand dienen. Der übrige Raum zwischen den Tafeln 8 ist mit Isoliermaterial ausgefüllt. Ausserdem weist jede der beiden Abteilungen eine isolierende Innenver  kleidung'auf. Zunächst    sind parallel zu beiden Seitenwänden des Kastens   Zinkplatten    11, die ebenfalls vom Boden bis zur Decke reichen, an Traversen 12 befestigt und dann noch, je durch eine Traverse   13    versteift, die sich in   gleicher H#he mit    der Traverse 10 befindet.



  Der übrige Raum zwischen den Platten 11 und den Seitenwänden ist mit Isoliermaterial ausgefüllt. Zur Verkleidung von Boden, Decke und Rückwand ist dann für jede Abteilung je eine einzige, zweimal rechtwinklig   nmgebogene    Zinkplatte 14 (Fig. 3) verwendet, die   sich #ber    die ganze Breite der betreffenden Abteilung erstreckt und mit ihren rechtwinklig gegen Boden bezw. Decke und Rückwand des Kastens   1    umgebogenen   Längs-und    Querrändern an die genannten Kastenteile   anstosst.    Der zwischen jeder Platte   14    und diesen Teilen freibleibende Raum ist mit Isoliermaterial gefüllt.

   Die Fugen   zwi-      schen    den   aneinandersto#enden    Teilen der Platten 8,11 un, d   sind verl#tet. Wie    die Zeichnung erkennen lässt, ist die Isolierschicht an der Kastenrückwand 2 am stärksten.



  Etwas geringer und unter sich gleich stark sind die Isolierschichten an Boden und Decke, und noch etwas geringer, aber von ungefähr gleicher Stärke wie die Querwand 3 sind die Isolierschichten an den Seitenwänden. Jede Abteilung des Apparates ist mittelst einer Tür verschliesslbar, von welchen   T#ren    in Fig.



     1    nur die des Gärraumes teilweise sichtbar ist. Jede Tür ist, wie Fig. 3 zeigt, auf ihrer Innenseite ebenfalls mit einer Isolierschicht   23    versehen.



   In Boden und d Decke des Kastens und den   zugeh#rigen Isolierschichten    sind Ventilationskanäle 15 angebracht. Ausserdem sind in der Decke noch zwei Offnungen 16, je eine für jede Abteilung, vorgesehen, die zur Aufnahme von   Thermometern    17 bestimmt sind.



  Diese Thermometer sind so ausgebildet, dass ihr aus dem Apparat herausragender Teil die Skala, enthält, und dass der im Apparat be  findliehe    Teil so lang ist, dass er bis auf die   H#henmitte    des   Gär-bezw.    Labraumes   herab-    reicht ; auf diese Weise geben die Thermometer stets den Mittelwert der jeweils in dem betreffenden Raum herrsehenden Temperatur an. Wie Fig. 3 zeigt, befinden sich die Thermometer nahe an der Rückwand jeder Abteilung, und zwar ungefähr in der Breitenmitte derselben. Im   G#rraum 4    sind rechts und links vom Thermometer noch Ansehlagstifte 18 angebracht, die   verhindern, daB    beim Einschieben des Gestelles mit den   Milchproben    in den genannten Raum das Thermometer zertrümmert wird.

   Damit die Thermometer luftdicht in den Öffnungen 16 sitzen, sind letztere mit   Gummifutter    19 versehen, die   gleichzei-    tig eine   Besch#digung der    Thermometer beim   Einsehieben    in die   Offnungen verhindern.    



   Zwischen dem Heizraum 5 bezw. 7 und dem Gärraum 4 bezw. dem Labraum 6 sind je zwei übereinanderliegende Eternitplatten 20 eingeschaltet,, die sich über die ganze Breite der betreffenden Abteilung erstrecken. Sie sind an   Winkelblechen    21 verschraubt, die an die Platten 8 der Querwand 3 bezw. an die Platten 11 angelötet sind. Durch Einlagen 22  (Fig. 2 und 3) werden die bei, den Eternitplatten jeder Abteilung in einem gewissen Abstand voneinander gehalten, so dass die im Heizraum erwärmte Luft zwischen ihnen   durchstreichen    kann.

   Durch die isolierende Wirkung der Luftschicht zwischen den Platten und die ständige Luftzirkulation zwischen denselben, wird vermieden, dass die obern Platten, auf welche die im Apparat zu erwärmen, den Gefässe gestellt werden, eine zu hohe, für den Gär-oder Labbereitungsprozess schädliche Temperatur annehmen.

   Ausserdem ist, wie Fig. 3 erkennen   lässt, die-Breite jedes      Eternitplattenpaares    so bemessen, dass   zwi-    schen ihm   und der Abteilungsr#ckwand    einerseits und der Tür anderseits je ein Zwisehenraum 24 frei bleibt, welche   Zwischen-      r#ume    unter sich gleich breit sind, so dass die erwärmte Luft in gleichmässiger Verteilung aus jedem Heizraum in den betreffenden da  rüber    befindlichen Raum aufsteigen kann.



   In den Heizraum 5 sind drei   Heizlampen       b,      c    und s2 eingebaut ; die zu ihnen führenden
Leitungsdrähte sind von der auf der Decke des   Apparates angebrachten Anschlu#dose    25 her   zun#chst    in der Isolierschicht der Rückwand der Lababteilung in einem   Isolierrohr    26 in den untern Teil des Apparates geführt und von dort in einem rechtwinklig an das erste angesetzte, durch die Isolierschicht der   Riiekwand    der   Gärabteilung    zweiten Isolier rohr 27 zu den Lampen geführt.



   Im Heizraum 7 befinden sich zwei Heizlampen a und S1. Ferner ist darin eine in den Fig.   1    bis 3 der Zeichnung nicht dargestellte   wärmeempfindliche Eontaktvorrichtung    irg weleher bekannten Konstruktion, z. B. ein   Eontakithermometer oder    eine Kontakte    öffnende bezw. sehliessende Athermembran,      nntergebracht, die    von einem gelochten Schutzblech 28 umgeben ist. Diese   Kontakt-      Vorrichtung ist der Berüliruiig    mit der   Au-    ssenluft zugänglich gemacht durch einen Kanal 29 im Boden des Apparat.

   An der Unterseite des   Kastenbodens    ist ein Schieber 30   angebracht, mittelst dessen der Zutritt    der Aussenluft zur Kontaktvorrichtun geregelt wird. Diese Regelung ist aber eine einmalige und dann bleibende. Wird der Apparat zum Beispiel an einem Ort aufgestellt, wo niemals Luftzug herrscht, so bleibt der Schieber 30 ganz offen. Ist der Apparat dagegen an einem stark der Zugluft ausgesetzten Platz aufgestellt, so   w#rde    eine relativ zu starke Einwirkung der Aussenluft auf die   Kontaktvor-    richtung zustande kommen, die der wirklichen Aussentemperatur nicht entspräche und daher, den Apparat zu   fehlerhaftem Arbeiten    veranlassen würde. Dies wird durch das weiter unten Gesagte noch besser verständlich werden.



   In dem Heizraum 7 befinden sich   claml    ferner noch zwei metallene   Kästchen    31 und 32, von denen ersteres einen mittelst eines Sehiebers 33 regelbaren Widerstand, und letzteres die in Fig. 4 schematisch veran  schaulichte,    automatisch wirkende Reguliervorrichtung enthält. Die Zuleitungsdrähte werden den verschiedenen, im Heizraum 7 un  tergebrachten elektrischen    Vorrichtungen durch ein an das Isolierrohr 26 angesetztes, in der Isolierschicht der Rückwand der Lab  abteilung verlaufendes Isolierrohr 34    bezw. dem Kästchen 31 durch ein vom Rohr 27 abzweigendes, in der Querwand 3 verlegtes Rohr 35 zugeführt.



   Die Reguliervorrichtung im Kästchen 32 besitzt einen Elektromagneten mit den beiden Spulen   S,    und S2   (Fig.    4) und den Messing  kernen Mi und Mz,    auf denen der Anker A verschiebbar ist. Mit J ist das   Joch des Elek-    tromagneten bezeichnet. Im Bereich des An  kers A befindet sich    ein bei   Ht    drehbar gelagerter, zweiarmiger Hebel H, der einen Kon  taktstift E2 trägt, der, solange    der Elektromagnet erregt ist, an einem festen Kontakt   K3    anliegt. Mit L1,   Le    ist die ans Netz ange  schlossene Speiscieitung für den    Apparat be zeichnet.

   Von den beiden   punktierten      Recht-      eeken,    in Fig.   4    bedeutet das linke den Heizraum der Gärabteilung und das rechte den Heizraum 7 der Lababteilung. In ersterem befinden sich die Lampen b, S2, c, und in   letz-    terem die Lampen a und sl. Der Widerstand   TT'mit    dem Schieber 33 im Kästchen 31, sowie der Elektromagnet samt den zugehörigen Teilen sind der bessern Übersicht halber   a. usserhalb der    den Heizraum 7 markierenden Linie dargestellt worden.

   Mit   li,    ist ein durch die wärmeempfindliche   Kontakt-Vorrichtung    T zu schlieBender und zu öffnender Kontakt   liezeichnet    ; die genannte Vorrichtung ist durch den Kanal 29 der Aussenluft zu  gänglich.   



   Die beiden   Lampen sl und s2 sind    die Hauptheizlampen ; sie sind, wie das Schema zeigt, zueinander und zum Elektromagnet in Serie geschaltet. In den Stromkreis der bei  den Heizlampen b    und c ist der Widerstand   IF    eingeschaltet. Steht dessen Schieber 33 bei e, so fliesst im Stromkreis der normale Strom. Je weiter der Schieber 33 gegen d hin verschoben wird, um so mehr verringert sich der Strom infolge des Spannungsabfalles im Widerstand W. Stehtder Schieber 33 endlich   bei d auf    dem Isolierstück a, so ist der Stromkreis der Lampen   b,    c   gänzlieh    unterbrochen.



  Die Schaltung aller vorerwähnten Teile ist aus Fig. 4 ohne weiteres ersichtlich.



   Angenommen, der Apparat werde in   Be-    trieb gesetzt und sei vorerst   anzuwä. rmen.    Der Schieber 33 des Widerstandes W steht bei e.



  Dann fliesst   zun#chst    der Strom durch   Li    zu Spule   S,,    aber das Joch   J    zur Spule   S2,    von da   #ber    Lampe s, Lampe S2 zur Leitung L2 Der Elektromagnet wird erregt und der An  ler    A gehoben, der bisher auf dem Hebel H   geruht      und den Kontakt K2, K3 ge#ffnet    gehalten hatte.

   Hebt sich der   Tanker    A, so schliesst sich dieser Kontakt und auch die   l. ampen a, b    und   c    erhalten Strom aus den   Leitungen Li    und   L.    Es entwickeln nun sämtliche   Heizlampen    eine intensive   W#rme,    bis im Labraum 6 und im Gärraum 4 die richtigen Temperaturen erreicht sind.



   Die Heizlampe   a,    die auf die Kontaktvorrichtung T wirkt, hat letztere dann trotz des Einflusses der Aussentemperatur so weit er  wä.    rmt, da.   # der Kontakt K1    geschlossen wird. Der Strom durchfliesst dann infolge des geringeren Widerstandes direkt den Kontakt   Ri    und die Hauptheizlampen S1 und   s2. Da-    durch erhalten diese mehr Strom und entwickeln mehr Wärme. Gleichzeitig mit dem Durchgang des Stromes durch Ei wird aber der Elektromagnet abgeschaltet ; der Anker A wird nicht mehr   angezogen, f#llt    auf den Hebel H und unterbricht dadurch den Kontakt K2, K3. Die Hilfsheizlampen   a,    b und   c    werden abgeschaltet.

   Die   Hauptheizlampen    brennen also ständig fort, so lange der Apparat in Betrieb ist und haben den Zweck, diejenige   W#rme    zu ersetzen, die fortwährend durch die Wandungen des Apparats und durch die notwendige Ventilation aufgenommen wird. Die   Lampen sl und s2 sind    aber so berechnet, dass sie auch bei der   h#chst      m#g-    lichen Aussentemperatur die Temperaturen im Lab-bezw. im Gärraum nicht zu steigern vermögen.



   Wenn nun also die Temperaturen in den Heizräumen 5 und   7    wieder zu sinken be  ginnen,    so wird der Kontakt Ei durch die Vorrichtung T unterbrochen ; der Strom fliesst dann von neuem wieder durch die Spulen   S.   



     S2,    wodurch, wie oben bereits beschrieben, die   Hilfslampen      a,      b    und   c    in Tätigkeit gesetzt werden, und zwar so lange, bis das   entstan-    dene   Wärmedefizit, das die Hauptlampen Si,    s2 nicht beseitigen konnten, wieder zum Verschwinden gebracht worden ist. Ist dies erfolgt, so schliesst die Vorrichtung T den Kontakt   It1    wieder und die Hilfsheizlampen a, b,   c    werden wieder abgeschaltet, wogegen, wie oben schon beschrieben, die   Hauptlampen    mehr Strom erhalten.



   Auf die wärmeempfindliche   Kontaktvor-    richtung T, die der gleichzeitigen Einwirkung der Innen- und   Au#entemperatur    ausgesetzt ist, wirkt letztere, als die niedrigere, stets hemmend in dem Sinne, dass sie die Schliessung des Kontaktes K1 zu hemmen sucht. Je niedriger die Aussentemperatur, desto   gr##er    die Hemmung und dementspreehend, infolge der zur Beseitigung dieser Hemmung erforderlichen längeren Erhitzung durch die Hilfslampen, um so grösser das Steigen der Innentemperatur innerhalb der vorgeschriebenen Grenzen. Die Temperatur kann bei kalter Witterung im Labraum bis auf   32   C    steigen ; es bildet sich dann Lab von hohem Reife-bezw.

   Säuregrad, der gerade im richtigen Verhältnis zu dem infolge der kalten Witterung   niedrig geblichenen      Reifegrad der Mileh    steht. Umgekehrt wird bei heisser Witterung die Innentemperatur automatisch bis   auf 29 # C    herunter gedrückt. so dass weniger reifes Lab entsteht, dessen Säuregrad dem infolge der heissen Witterung hohen Reifegrad der Milch angepasst ist. Der A.   pparat    liefert also   ganz selbsttätig Lab.    dessen Reifegrad stets der herrschenden Au  fientemperatur und    dem dadurch bedingten Reifegrad der Milch angepasst ist.



   Es sei noch bemerkt,   da#    die Lampen b und   c    in der Regel nur gebraucht werden, wenn im Gärraum   4    eine   Milchgärprobe    durchgeführt werden soll. Dies kann entweder die sogenannte   Trockenprobe sein.    bei der das Gestell mit den die Milchproben enthaltenden   Reagenzgläsern direkt auf    die Eternit platten 20 gestellt wird. Bei der sogenannten Nassprobe wo, das Gestell mit den Reagenzgläsern in einen Wasserbehälter gestellt wird, der dann im Gärraum auf konstanter Tem  peratur erhalten    werden soll, ist eine etwas    gr##ere W#rmezufuhr als bei der Trocken-    probe erforderlich.

   Für die   Na#probe    wird der Sehieber 33 des   Widerstandes w    auf e eingestellt, für die   Trockenprobe    ungefähr auf die Mitte zwischen   e unld d.    Sollen keine Gärproben   gemaeht werden,    so wird der Schieber nach d gerüekt, wo er die Lampen b und c ausschaltet. Stets im Betrieb sind nur die   Hauptlampen      si    und d S2, deren Stromverbraueh im Vergleich zu dem der Hilfslampen   #u#erstgering    ist. Die Lababteilung kann also kontinuierlich weiter arbeiten, trotzdem der weitaus grösste Teil der Stromzufuhr abgeschaltet ist.



   Versuche mit dem Apparat haben ergeben,   da#    bei gleichbleibender Aussentemperatur im Kasten, insbesondere in der Lababteilung, keinerlei Temperaturschwankungen auftreten, und daB sich die selbsttätige Anpassung der Innentemperatur an die Aussentemperatur in genau geregelter Weise vollzieht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Labtemperier- und Milchg#rprobeapparat mit elektrischer, sich selbstt#tig regelnder Hei- zung, dadurch gekennzeichnet, dass beim Sin ken der Aussentemperatur die Innentempera- tur des Apparates automatisch innerhalb der zulässigen Grenzen erhöht und beim Steigen der Aussentemperatur ebenfalls automatisch innerhalb der zulässigen Grenzen tiefer gehalten wird, dadurch, da# eine wärmeemp- findliche Kontaktvorrichtung so angeordnet ist, dass auf sie gleichzeitig, sowohl die im Apparat herrsehende Temperatur, wie die Aussentemperatur einwirken, und gekenn- zeichnet dadurch,
    da# er ständig in Tätigkeit unterhaltene Heizvorrichtungen auf weist, wel- che dazu bestimmt sind, bei gleichbleibender Aussentemperatur die durch Wärmeaufnahme des Apparates selbst und durch die Ventilation eintretenden Temperaturschwankungen zu verhindern, und die Innentemperatur des Apparates konstant zu halte.' UNTERANSPRÜCHE :
    1. Labtemperier-und Milchgärprobeapparat nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass ausser den ständig in Tätig keit unterhaltenen Heizvorrichtungen, noch Hilfs-Heizvorriehtungen vorgesehen sind, die bei sinkender Temperatur durch Offnen der Kontakte der wärmeempfind- . lichen Kontaktvorrichtung eingeschaltet werden, undl dies so lange bleiben, bis die Innentemperatur wieder so hoch gestiegen ist, dass die genannten Kontakte sich wie- der schlie#en, wodurch Abschaltung der Hilfs-Heizvorrichtungen erfolgt.
    2. Labtemperier-und ilchgärprobeapparat nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass die wärmeempfindliche Kon taktvorrichtung in dem die ganze Appara tur umsehliessenden Kasten angebracht ist. und dass sie sich im Bereich eines in einer Wandung dieses Kastens vorgesehenen, den Innenraum des Kastens mit der Au ssenluft verbindenden Kanals befindet.
    3. Labtemperier- und Milchg#rprobeapparat nach Patentanspruch und Unteranspruch 2, bei welchem der die Apparatur umsehlie ssende Kasten zwei Abteilungen, die Lab. und die Gärabteilung a. ufweist, wobei jede Abteilung einen Heizraum besitzt, dadurch gekennzeiehnet dass zwischen jedem Heiz- raum und dem dar#ber befindlichen Lab bezw. G#rraum zwei übereinander in ge- wissem Abstand angeordnete. zum Tragen der in den Apparat eingesetzten Gef##e bestimmte Eternitplatten angebracht sind.
    zwischen denen die in den Heizräumen er wärmte Luft zirkulieren und gleichzeitig eine isolierende Wirkung ausüben kann, so dass eine Erhitzung der obern Platte ver mieden wird.
    4. Labtemperier-und Milehgärprobeapparat nach Patentanspruch und Unteranspruch 1. dadurch gekennzeichnet, da# in den Stromkreis der Hilfs-Heizvorrichtung ein Schiebewi, derstand eingebaut ist, der je nach der Stellung des Schiebers einen Teil der Hilfs-Heizvorrichtungen ein- bezw. aussehaltet, bezw. den Strom vermindert, wobei aber in jedem Fall die Regelung der Innentemperatur durch die wärmeempfind- liche Kontaktvorrichtung automatisch wei ter geht.
CH100925D 1922-08-04 1922-08-04 Labtemperier- und Milchgärprobeapparat mit elektrischer, sich selbsttätig regelnder Heizung. CH100925A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3145388A1 (de) * 1981-11-14 1983-08-25 Fundação Centro Tecnológico de Minas Gerais-Cetec, 30000 Belo Horizonte Behaelter zur langsamen milch-pasteurisierung und kaese-herstellung

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3145388A1 (de) * 1981-11-14 1983-08-25 Fundação Centro Tecnológico de Minas Gerais-Cetec, 30000 Belo Horizonte Behaelter zur langsamen milch-pasteurisierung und kaese-herstellung

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