AT99959B - Schütze mit zwei übereinander angeordneten Tafeln. - Google Patents

Schütze mit zwei übereinander angeordneten Tafeln.

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  Schütze mit zwei übereinander angeordneten Tafeln. 



   Schützen mit Tafeln, welche wagrecht unterteilt sind und sich in der Weise bewegen, dass der obere Tafelteil nach   Zurücklegung   eines bestimmten Weges den unteren Tafelteil mit Hilfe von Schienen oder Stangen nachschleppt, sind bekannt ; sie besitzen den Vorteil, dass die Aufzugkraft des Windewerkes nur nach dem auf den oberen Tafelteil wirkenden Wasserdruck bestimmt zu werden braucht und infolge- dessen kleiner ausfällt als bei ungeteilter Tafel. Nach dem Anheben der oberen Tafel füllt sich der von der Schütze freigegebene Raum (Turbinenkammer, Werkkanal usw.), wodurch der untere Tafelteil vom
Wasserdruck entlastet wird. 



   Das Schliessen derartiger Schützen kann jedoch zu Missständen Anlass geben, wenn der untere Tafelteil beim Abwärtsgang etwa infolge starker Undichtheit der Turbinenleitvorrichtung oder dgl. infolge der starken Wasserströmung in der Führung stecken bleibt und der obere Tafelteil sich wieder auf ihn aufsetzt, in welchem Fall dann das Windwerk nicht stark genug wäre, beide Tafeln auf die Schwelle hinunterzudrücken.

   Die bis jetzt zur Verhinderung dieses   Übelstandes bekannten Vorrichtungen,   insbesondere Riegel, die ein Niederdrücken der unteren Tafel ermöglichen, sind insofern wenig praktisch, als ihre Bedienung in der Regel von Hand und vom Dienststeg aus zu erfolgen hat, was an die Umsicht und Aufmerksamkeit des Wärters gewisse Anforderungen stellt, und als diese Vorrichtungen nur die Übertragung von Druckkräften von der oberen Tafel auf die untere beim Senken der oberen zulassen, so dass noch besondere Einrichtungen zum Mitziehen der unteren Tafel beim Anheben erforderlich sind. 



   Gemäss der Erfindung werden nun dieselben Kupplungsvorrichtungen, die beim Aufziehen der oberen Tafel nach Eröffnung eines Spaltes zwischen den Tafeln das Aufziehen der unteren Tafel bewirken, auch zur   zwangschlüssigen   Verbindung der beiden Tafeln für die Senkbewegung benutzt und beim Aufsetzen der unteren Tafel selbsttätig oder von Hand aus ausgerückt. Zwei Ausführungsformen von solchen Schützen sind in der Zeichnung in den Fig. 1-3 einerseits und in den Fig. 4-6 anderseits je in Aufriss und Kreuzriss geschlossen und im Aufriss in halbgeöffnetem Zustande dargestellt.

   Nach dem Anheben des oberen Tafelteils a, welcher sich in am unteren Tafelteil b angebrachten Bügeln   c   bewegt, kuppeln sich seine Zahnstangen   d   beim Hochgang nach   Zurücklegung   eines bestimmten Weges e mit den am unteren Tafelteil   b angebrathten Druekstangen f dureh   die an diesen gelagerten und abgefederten Klinken g selbsttätig, so dass beide durch einen Spalt (Füllspalt) getrennte Tafelteile ein Ganzes bilden und gemeinsam hochgehen.

   Dieselbe Kupplung ermöglicht es aber auch, die beiden in bestimmter Entfernung e voneinander laufenden Tafeln, also bei stets vollständig geöffnetem Spalt, gemeinsam abwärts zu   drücken,   bis der untere Tafelteil b auf der Schwelle aufsitzt, wobei der   Turbinenkammer   usw. durch den offenen Spalt stets soviel Wasser zugeführt wird, dass eine fast vollständige Entlastung der Tafel gewährleistet ist.

   Sitzt der untere Tafelteil auf der Schwelle auf, so erfolgt eine selbsttätige oder auch von Hand vorzunehmende Entriegelung der Zahnstangen d des oberen Tafelteils a von den   Druckstangen t des   unteren Tafelteils b mit Hilfe eines Hebelgestänges   h   und ersterer wird dann unter allmählicher Verkleinerung des Spaltes e allein hinabgeschoben, bis er auf dem unteren Tafelteil b wieder aufsitzt, wodurch das Schützentor erst ganz geschlossen ist. 



   Diese Art der Kupplung zweier Tafeln lässt sich sowohl bei Tafeln anwenden, die in einer gemein-   schaftlichen Führung als auch in zwei hintereinanderliegenden Führungen laufen, wie in Fig. 1-3 und Fig. 4-6 dargestellt ist.  

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Schütze mit zwei übereinander angeordneten Tafeln, von denen beim Heben der oberen nach einer" gewissen Hubhöhe die untere, wenn ein Spalt zwischen ihr und der oberen entstanden ist, durch Mitnehmen mitgehoben wird und nach Einrücken von abwärtsgerichtete Druckkräfte übertragenden Kupplungsorganen ein gemeinsames Senken beider Tafeln unter Aufrechterhaltung des Spaltes ermöglicht ist, dadurch gekennzeichnet, dass selbsttätige Kupplungsorgane (g), etwa federbelastete Klinken, zwischen den Zahnstangen (d) des oberen Tafelteiles (a) und den Druckstange (f) des unteren Tafelteiles (b) derart angeordnet sind, dass bei Erreichung einer gewissen Hubhöhe der oberen Tafel beide Tafeln zwangläufig miteinander in Verbindung treten und auch beim Senken die Tafeln gekuppelt bleiben,
    und dass nach Auftreffen der unteren Tafel auf die Schwelle die Kupplungsorgane zwecks Schliessung des Spaltes ausrückbar sind- EMI2.1
AT99959D 1922-06-22 1923-01-30 Schütze mit zwei übereinander angeordneten Tafeln. AT99959B (de)

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