AT99572B - Selbsttätiger elektromagnetischer, periodisch wirkender Stromunterbrecher. - Google Patents

Selbsttätiger elektromagnetischer, periodisch wirkender Stromunterbrecher.

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  Selbsttätiger elektromagnetischer, periodisch wirkender Stromunterbrecher. 
 EMI1.1 
 

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 die Auf-und Abwärtsbewegung des Armes 8 erzeugte Schwingbewegung des Unruhemechanismus bei entsprechender Wahl der   Kräfteverhältnisse   und des Zeitpunktes der Ein-und Ausschaltung des Elektromagneten 1 nicht gestört wird. 



   Die Stange 16 dient nun zur Steuerung der Kontakte, die zur Schliessung und Unterbrechung des Stromkreises des Elektromagneten 1 und auch anderer Stromkreise dienen, in welchen periodisch abzuschaltende und einzuschaltende elektrische Apparate liegen. Die Stange   16 trägt   zwei   Anschläge   19 und 20, zwischen denen eine Feder 21 angeordnet ist, die an ihren Enden derart eingespannt ist, dass sie nach unten oder oben ausknicken muss, je nachdem der eine oder der andere der   Anschläge-M,   20 gegen ihre konvexe Seite drückt. Dieser Druck wirkt selbstverständlich nur so lange, bis die Feder ihre Mittellage überschritten hat, worauf sie infolge ihrer Schnellkraft sich vor dem Anschlag, der eben einen Druck auf sie ausgeübt hat, plötzlich ausbaucht. 



   Zwischen dem Anschlag 20 und der Feder 21 ist ein federnder Kontakt 22 angeordnet, der bei Aufwärtsgang der Stange 16 durch den Anschlag gegen die Feder 21 so lange gedrückt wird, bis diese gegen oben   auskniekt   und mit dem Kontakt 22 ausser Berührung kommt. Geht dann die Stange 16 nieder, so wird die nach oben konvexe Feder   21   abwärts gedrückt, bis sie wieder in die in Fig. 1 dargestellte Lage   zurückschnellt   und mit dem Federkontakt 22 in Berührung kommt.

   Im Stromkreis des Elektromagneten 1 liegt nun einerseits die Einspannklemme 23 der Feder 21 und anderseits die Klemme   24   des Federkontaktes 22 (vgl. auch das   Schaltungsschema   nach Fig. 2), so dass bei der in den Fig. 1 und 2 dargestellten Lage der Feder 21 der Stromkreis des Elektromagneten geschlossen ist, weil die Feder 21 mit dem Kontakt 22 in Berührung steht, während beim Ausknicken der Feder 21 gegen oben dieser Stromkreis unterbrochen wird. Die Auf-und Abbewegung der Stange   ; M schliesst   und unterbricht also periodisch den Stromkreis des Elektromagneten 1, wobei trotz der schleichende Bewegung der Stange 16 das Öffnen und Schliessen des Stromkreises plötzlich vor sich geht.

   Ist der Stromkreis des Elektromagneten 1 geschlossen, so wird der Arm 3 des Magnetankers angezogen und der Arm 4 gehoben, wodurch auch der Arm 8 und die Stange 16 gehoben wird, allerdings unter dem Einfluss des Unruhemechanismus. Dabei drückt der Anschlag 20 so lange gegen den Federkontakt 22 und die Feder   21,   bis diese aufwärts knickt, was gegen Ende der Aufwärtsbewegung der Stange 16 erfolgt und da hiedurch der Stromkreis des Elektromagneten 1 unterbrochen wird, so wird durch den Zug der Feder 5 und durch Vermittlung der Nase 18 des Armes 4 des Magnetankers die Abwärtsbewegung der Stange 16 eingeleitet, die gleichfalls wieder unter dem Einfluss des Unruhemechanismus steht.

   Gegen Ende dieser Abwärtsbewegung kommt die Feder 21 wieder in die in Fig. 1 dargestellte Lage, der Stromkreis des Elektromagneten wird wieder geschlossen und das ganze Spiel wiederholt sich. Dem Elektromagneten 1 können ein oder mehrere Apparate parallel geschaltet werden, die im gleichen Zeitmasse wie der Elektromagnet selbst ein-und ausgeschaltet werden. 



   Bei der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform sind noch zwei weitere Federkontakte 25 und 26 angeordnet, die U-förmige Ansätze 27 bzw. 28 besitzen und die zum periodischen Schliessen und Unterbrechen weiterer Stromkreise dienen können. Diese U-förmigen Ansätze umschliessen mit Spielraum die   Anse. hläge 19   und   20   derart, dass, wenn die Stange 16 ihre tiefste Lage einnimmt, der Anschlag 20 den unteren Ast des   U-förmigem   Ansatzes 28 des Federkontaktes 26 niederdrückt, so dass der Federkontakt 26, der in seiner Ruhestellung mit dem Federkontakt 22 in Berührung steht, von diesem entfernt gehalten ist. 



  Bewegt sich die Stange 16 aus der tiefsten Lage aufwärts, so verlässt schliesslich der Anschlag 20 den unteren Ast des U-förmigen Ansatzes 28 und lässt den Federkontakt 26 mit dem Federkontakt 22 in Berührung kommen, wodurch ein Stromkreis, in welchem die Klemmen 24 und 29 liegen, geschlossen wird, der bis dahin unterbrochen war. Beim weiteren Aufwärtsgang der Stange 16 drückt der   Anschlag SO   gegen den oberen Ast des U-förmigen Ansatzes 28 des Federkontaktes 26 und durch Vermittlung des Federkontaktes 22 gegen die Feder   21,   die dann im weiteren Verlaufe der Aufwärtsbewegung der Stange 16 aufwärts knickt.

   Der Federkontakt 25 kann so angeordnet werden, dass die Feder   21   bei ihrem Aufwärtsschnellen mit ihm in Berührung kommt und einen zwischen den Klemmen 23 und 30 liegenden Stromkreis schliesst, der vorher unterbrochen war und auch wieder unterbrochen wird, wenn die Stange 16 weiter aufwärts geht und der Anschlag 19 den oberen Ast des U-förmigen Ansatzes 27 anhebt, wodurch die Kontaktfeder   25   von der nach oben konvexen Feder 21 abgezogen wird.

   Beim Niedergang der Stange 16 lässt der Anschlag 19 zunächst die Feder 25 wieder abwärts federn, bis sie mit der aufwärts gekrümmten Feder 21 in Berührung kommt, was wieder einen   Stromschluss   zur Folge hat, worauf beim weiteren Niedergang der Stange 16 der Anschlag 19 durch Vermittlung der Kontaktfeder 25 gegen die aufwärts gekrümmte Feder 21 drückt und diese zum Abwärtsschnellen bringt, wodurch die Federn 25 und 21 wieder ausser Kontakt kommen. 



   Man sieht also, dass durch die Hinzufügung der Kontaktfedern 25 und 26 mit ihren U-förmigen Ansätzen 27 und 28 die einfache Auf-und Abwärtsbewegung der Stange 16 eine ganze Reihe von Schaltungen hervorbringen kann, wodurch man auch in der Lage ist, nicht nur die Periodenzahl der Schliessungen und Unterbrechungen der verschiedenen an die Klemmen 30, 23,   24   und 29 angeschlossenen Stromkreise, sondern auch die relative Zeitdauer der Schliessungen und Unterbrechungen in den einzelnen
Stromkreisen verschieden zu machen.

   Man kann auch einen und denselben periodisch ein-und auszu- 

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 schaltenden elektrischen Apparat verschiedentlich an die vorhandenen Klemmen schalten, um die Betriebsweise dieses Apparates je nach Bedarf zu ändern. Überdies kann noch die Schwingungsdauer des Unruhemechanismus durch radiale Verstellung der Schwungmassen 15 verändert werden. 



   In baulicher Beziehung kann die geschilderte Einrichtung selbstverständlich verschiedentlich ausgestaltet werden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Selbsttätiger elektromagnetischer, periodisch wirkender Stromunterbrecher, bei dem die Bewegungen der Kontaktsteuerungseinrichtung durch eine unter dem Einfluss von Schwungmassen stehende Unruhe verzögert werden, dadurch gekennzeichnet, dass das   Schliessen   und Öffnen der Kontakte des Stromkreises des Elektromagneten und gegebenenfalls auch noch anderer Stromkreise, trotz der schleichende Bewegung der Steuerungseinrichtung durch die Anwendung einer an sich bekannten, an zwei Stellen eingespannten Knickfeder plötzlich geschieht, die von zwei, das Ausknicken der Feder abwechselnd nach der einen und nach der anderen Seite veranlassenden Anschlägen eines schleppschieberartig wirkenden Organes der Steuerungseinrichtung beeinflusst wird.

Claims (1)

  1. 2. Stromunterbrecher nach Anspruch 1, bei welchem der Anzugskraft des Elektromagneten eine Federbelastung entgegenwirkt, dadurch gekennzeichnet, dass der Unruhehebel (8) bzw. das Steuerungorgan (16) mit dem Elektromagnetanker (3, 4) durch eine Zugfeder (6) verbunden ist, die, wenn der Magnetanker angezogen wird, die Unruhe und damit auch das Steuerungsorgan nachgiebig in dem einen Sinn bewegt, während die Bewegung im umgekehrten Sinne durch Anschlageingriff (17, 18) unmittelbar oder mittelbar zwischen dem Magnetanker und dem Steuerungsorgan eingeleitet wird, wobei die Nachgiebigkeit durch die Gegenbelastungsfeder (5) des Magnetankers gewährleistet ist.
    3. Stromunterbrecher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die von der Unruhe beeinflussten Schwungmassen (15) aus Gewichten bestehen, die an auf der Achse (13) der Unruhe sitzenden Armen (14) in radialer Richtung zur Änderung der Geschwindigkeit verstellbar angeordnet sind.
    4. Stromunterbrecher nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere federnde Kontakte unter dem Einfluss der Knickfeder stehen, von denen einige paarweise durch die Knickfeder miteinander in Berührung gebracht werden.
    5. Stromunterbrecher nach Anspruch 1 oder 4, gekennzeichnet durch federnde Kontakte (25, 26) mit zwei Anschlägen (27, 28), zwischen denen mit Spielraum je ein Anschlag (19, 20) des Steuerungorganes (16) liegt und die infolge des bei der Hin-und Herbewegung des Steuerungsorganes auftretenden abwechselnden Kraftschlusses mit anderen Kontakten in oder ausser Berührung gebracht werden. EMI3.1
AT99572D 1923-10-15 1923-10-15 Selbsttätiger elektromagnetischer, periodisch wirkender Stromunterbrecher. AT99572B (de)

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