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Pneumatischer Lichtkopierapparat.
Die Erfindung bezieht sich auf einen pneumatischen Lichtkopierapparat, welcher aus einem auf einem starren Auflager ruhenden Kopierkasten aus elastischem, luftdichtem Stoff besteht, dessen abnehmbarer Deckel eine in einem Rahmen gebettete Echtdurchlässige Scheibe aus Glas od. dgl. ist. Beim Absaugen der Luft aus solchem Apparate wird der mit dem lichtempfindlichen Stoff und dem zu kopieren- den Original bedeckte Kastenboden durch den auf seine Aussenseite einwirkenden atmosphärischen Über- druck nach aufwärts gegen die auf dem Kastenrand ruhende und ebenfalls atmosphärisch belastete Glasscheibe gedrückt.
Aus dieser Arbeitsweise ergibt sich, dass die Glasscheibe vom Kastenrand abgehoben werden muss, um den Apparat zu beschicken, d. h., um den Kastenboden zunächst mit dem lichtempfindlichen Stoff zu belegen und diesen dann mit dem zu kopierenden Original zu bedecken. Nach erfolgter Beschickung des Kopierkastens muss die im Rahmen gebettete Glasscheibe dann wieder auf den Kastenrand gelegt werden, und sie muss nun den Kopierkasten so abdichten, dass durch eine Saugpumpe ein Unterdruck von genügender Stärke darin erzeugt werden kann. Das Abheben-der Glasscheibe vom Kastenrand und ihr Wiederaufbringen auf denselben erfolgte nun bislang entweder von Hand oder dadurch, dass die Glasscheibe mittels eines Seilzuges vom Kastenrand gegen die Decke des Arbeitsraumes hoch gewunden und dann wieder auf den Kastenrand hinabgesenkt wurde.
Bei der ersten Art der Scheibenbewegung wird die Scheibe aber leicht zerbrochen und mit der andern Art ist der Naehtseil verbunden, dass sie umständlich ist und dass die über dem Kopierkasten schwebende Glasscheibe den Arbeiter beim Beschicken des Kopierkastens hindert, wenn der Arbeitsraum niedrig ist.
Die Erfindung bezweckt nun, den Kopierkasten durch eine solche Bewegung der Glasscheibe zu öffnen und zu schliessen, dass ein Zerbrechen der Glasscheibe dabei ausgeschlossen ist und dass die abgehobene Glasscheibe auch den Arbeiter nicht mehr hindert.
Der Erfindungszweck wird zunächst dadurch erreicht, dass der das Bett der Glasscheibe bildende Rahmen in einem Bügel gelagert ist, welcher um eine Achse geschwenkt werden kann, die an einer Stirnseite des den Kopierkasten tragenden starren Auflagers angeordnet ist und die auch von ihm getragen wird. Bei wagerecht liegendem Bügel ruht die Glasscheibe dann als Deckel auf dem Rand des aus luftdichtem elastischen Stoffe gebildeten Kopierkastens und sie wird von ihm abgehoben, wenn der Bügel um seine Drehachse aus der wagrechten in die senkrechte Lage geschwenkt wird. Da der Kastenrand aber immer mehr oder weniger uneben ist, so sind nach dem Auflegen der Glasscheibe auf den Kastenrand sehr häufig noch so grosse Öffnungen vorhanden, dass ein Evakuieren des Kastens infolgedessen ausgeschlossen ist.
Nun ist das Kastenmaterial ja aber elastisch und infolgedessen verringern die vorhandenen Öffnungen sich genügend, wenn die Glasscheibe etwas gegen den Rand des Kastens gedrückt wird. Erfindungsgemäss ist daher ferner auf der Stirnseite des starren Auflagers, welche der Drehachse des Bügels gegenüberliegt, eine Vorrichtung angeordnet, mittels welcher die darüber befindliche Stirnseite des wagrecht liegenden Bügels nach abwärts gegen den Kastenrand zugezogen werden kann. Durch das Herunterziehen des Bügels wird die Glasscheibe nun zwar gegen den Kastenrand gedrückt, aber dieser Druck ist ein sehr ungleichmässiger, solange der Bettrahmen der Scheibe starr im Bügel gelagert ist. Die erstrebte Abdichtung des Kastens würde durch eine solche Belastung also kaum erreicht werden und ausserdem wäre sie für die Glasscheibe auch eine dauernde Bruchgefahr.
Es musste infolgedessen auch noch dafür gesorgt werden, dass die Zugwirkung auf den Bügel von diesem so auf die Glasscheibe übertragen wird, dass diese mit überall gleichmässigem Druck auf dem Kastenrand aufliegt. Die Erfindung besteht daher auch noch endlich darin, dass der Bettrahmen der Glasscheibe so im Bügel gelagert ist,
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