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Verfahren und Maschine zur Herstellung von elektrischen Kontakten aus Wolfram oder einer Wolframlegierung.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Maschine zur Herstellung von elektrischen Kontakten aus Wolfram oder Wolframlegierungen. Gemäss der Erfindung werden Kontaktscheiben aus einem gezogenen oder ein in der Längsrichtung verlaufendes Gefüge aufweisenden Stab aus Wolfram bzw.
Wolframlegierungen senkrecht zur Gefügeriehtung abgeschnitten. Die gemäss der Erfindung geschnittenen Kontaktplättchen werden vorzugsweise an einer Stange oder einem Schaft aus anderem Metall mittels einer Zwischenhaut aus Gold, Silber oder Kupfer angelötet oder angeschmolzen.
Es wurde festgestellt, dass Wolframscheiben, die vom Ende einer bearbeiteten oder gezogenen Wolframstange in der weiter unten erläuterten Art abgeschnitten oder abgeschliffen sind, für die Verwendung bei elektrischen Kontakten solchen Scheiben weit überlegen sind, welche aus einem Blech oder Streifen von Wolfram ausgestanzt sind. Der Grund hiefür liegt darin, dass die Faser oder das Korn eines Bleches aus Wolfram mit der Oberfläche des Bleches parallel läuft, so dass die Seite des Kornes oder der Faser beim Betriebe des elektrischen Schalters der Abnutzung unterworfen ist.
Anderseits ist das Korn bei einer gezogenen Wolframstange längs der letzteren gerichtet und die von der Stange abgeschnittenen Scheiben bieten das Ende oder die Stirn des Komes der Abnutzung im Betriebe des elektrischen Kontaktes dar, so dass das Kontaktplättehen oder die Kontaktspitze sich weit gleichmässiger als eine aus Blech gestanzte Scheibe abnutzt.
Es hat sieh auch gezeigt, dass die von der Stange geschnittenen Kontaktplättchen weit weniger als andere den Anfressungen durch Lichtbogenwirkung an den Kontaktflächen ausgesetzt sind und dass sie auch ein weit schwächeres Abkrümmeln an den Kanten zeigen, als die aus Blech gestanzten Plättchen.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes schematisch dargestellt.
Fig. 1 ist eine Ansicht der zum Abtrennen der Scheiben von einer Wolframstange dienenden Schleifoder Schlitzmaschine, Fig. 2 ein Schaubild einer Wolframscheibe, Fig. 3 eine Darstellung. der zum Anlöten der Wolframscheibe benutzten Scheibe aus Silber, Gold oder Kupfer, Fig. 4 zeigt den Tragschaft für den Kontakt.
Die Wolframstange 20 (Fig. 1) besitzt vorzugsweise kreisförmigen Querschnitt gleich demjenigen des fertigen Kontaktplättchens. Diese Stange wird in eine genau passende Bohrung 21 des Klemmfutters 22 eingeführt, dessen Klemmbacke 23 durch die Schraubenspindel 24 mittels der Mutter 25 zwecks Festklemmen der Stange 20 im Ende des Futters anziehbar ist.
An dem Futter ist eine Dickeinstellvorrichtung 26 vorgesehen, deren mit einem Loch versehenes Ende 27 so dick ist, wie die vom Ende der Stange 20 abzuschneidenden Scheiben. Ein Ansehlaghebel 23 ist bei 29 drehbar befestigt, so dass die in dem Ende des Anschlaghebels angeordnete einstellbare Schraube 30 in die Lage laut Zeichnung geschwenkt werden kann, um den Vorschub der Stange 20 nach rechts zu begrenzen. Der Handgriff 31 kann so bewegt werden, dass die Schraube 30 aus ihrer NormalStellung gegenüber dem in dem Teile 26 befindlichen Loche herausbewegt wird.
Die gesamte Klemmvorrichtung ist auf einem Sehlitten 32 angebracht, der in einer T-förmigen Führung 33 des Gestelles verschiebbar ist. Eine am Schlitten angebrachte Zahnstange 34 kämmt mit einem Zahnrrade 35, um den Schlitten mit dem Klemmfutter durch Bewegung des Handhebels 36 vorzuschieben. Die Bewegung wird durch die Kurbel 37 übertragen, deren Zapfen 38 in dem Schlitz 39
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Auf der gemeinsamen Grundplatte 41 ist die rotierende Spindel 42 des Schleiflkopfes gelagert. u. zw. in Rollen-oder Kugellagern des Bockes 48. Ein Riemen läuft über die Scheibe 44, um die Spindel 42 anzutreiben, welche am Ende die Sehlitzscheibe 45 trägt.
Diese ist vorzugsweise nicht mehr als 1/4 mm dick und ist zwischen die Metallscheiben 46 und 47 eingespannt, welche sich nicht ganz bis zum Rande der Schleifscheibe 45 erstrecken. Die Schleifscheibe rotiert sehr rasch, um die Scheiben vom Ende der Stange 20 abschneiden zu können. Die Wolframstange 20 ist in dem Klemmfutter einstellbar bzw. vorschiebbar. Nach dem Vorschieben der Stange wird diese durch den Hebel 36 gegen den Umfang der Schleifscheibe gedrückt, bis die Scheibe die Stange vollständig durchgeschnitten hat.
Die dadurch vom Ende der Stange abgeschnittene Wolframscheibe bleibt in dem Loche im Ende 27 der Messvorrichtung 26 zurück, bis die Seitenflächen der Schleifscheibe vollständig über die Fläche der Wolframscheibe hinweggegangen ist, wodurch der einseitig an der Wolframscheibe etwa entstandene Sehleifgrad vollständig entfernt wird. Wenn auf diese Weise eine Scheibe vom Ende der Wolframstange abgeschnitten ist, so wird der Schlitten durch die Feder 48 zurückgezogen. Darauf wird der Handgriff 31 der Anschlagvorrichtung bewegt, so dass die fertige Wolframscheibe aus dem Loche im Teile 27 herausfallen kann. Die Mutter 2. 5 wird dann gelost, worauf die Stange 20 nach rechts vorgeschoben wird, bis sie gegen die Ansehlagsehraube 30 trifft.
Die Stange 20 wird dann durch die Mutter 25 von neuem festgeklemmt, worauf das Spiel sich wiederholt.
Die Schleifscheibe 45 besteht aus Karborundum, Alundum oder vorzugsweise aus einer Mischung beider Stoffe, die in eine Schicht aus unvulkanisiertem Gummi mit Schwefel eingewalzt oder in sonstiger Art darin einverleibt werden. Diese Schichte wird dann vulkanisiert, so dass sie eine harte Vulkanitscheibe bildet, in welche Schleifkörnchen fest eingebettet sind.
Der Kontaktgrundkörper nach Fig. 4 besitzt eine Verbreiterung 50 nach Art eines xagelkopfes und einen Schaft 51. Diese Schäfte bestehen vorzugsweise aus Eisen oder Stahl von solcher Weichheit, dass sie nach Einsetzung in eine Kontaktfeder oder einen Kontakthebel zwecks sicherer Befestigung vernietet werden können.
Die Erfindung ist nicht auf die Verwendung reinen Wolframs beschränkt, vielmehr können beispielsweise auch Legierungen von Wolfram mit anderen seltenen Metallen vorteilhaft Verwendung finden. Z. B. hat eine Legierung von Wolfram mit etwas Molybdän in manchen Fällen bessere Resultate ergeben als reines Wolfram.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von elektrischen Kontakten aus Wolfram oder einer Wolframlegierung, dadurch gekennzeichnet, dass von einem aus derartigem Metall bestehenden gezogenen oder ein in der Längsrichtung laufendes Korn besitzenden Stabe Scheiben senkrecht zur Gefügerichtnng geschnitten werden.