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Abziehvorrichtung für Ski-Stahlkanten
Gegenstand des Stammpatentes ist eine Abziehvorrichtung für Ski-Stahlkanten, bestehend aus einem von Hand zu betätigenden, mit einer Skiauflagefläche versehenen Gehäuse, in dem ein Abzieh- stahl beweglich befestigt ist, durch den beim Entlangführen der Auflagefläche des Gehäuses auf der Skilauffläche die Skistahlkanten geschärft werden, wobei in dem Gehäuse ein den Abziehstahl tragendes Gleitstück vorgesehen ist, das relativ zu einem am Gehäuse angebrachten Widerlager für die Seitenkanten des Skis verschiebbar gelagert ist, und wobei das Widerlager aus zwei am Gehäuse angebrachten Rollen besteht und die Skiauflagefläche am Gehäuse vor den Widerlagerrollen und dem mittels des Gleitstückes verschiebbar gelagerten Abziehstahl angeordnet ist.
Es hat sich gezeigt dass die einstückige Ausführung des Abziehstahles auf fertigungstechnische Schwierigkeiten stösst. Der Teil des Abziehstahles, der im Gleitstück eingesetzt ist und der eine Fläche aufweist, an die eine Madenschraube im Gleitstück zentrierend angreift, muss selbst durch Dreh- oder Schleifwerkzeuge bearbeitbar sein. Es ist somit weder nötig noch erwünscht, dass der im Gleitstück sits zende Teil des Abziehstahles aus hochhartem Material besteht. Anderseits muss der Teil des Abziehstahles, der zum Schleifen, d. h. zum Abziehen der Ski-Stahlkanten dienen soll, aus möglichst hartem Material bestehen, damit die Abziehvorrichtung auch bei sehr harten Stahlkanten angewendet werden kann.
Die Forderung für die Eigenschaften des im Gleitstück sitzenden Teiles des Abziehstahles und die Forderung für die Eigenschaften des schleifenden Teiles des Abziehstahles sind somit einander entgegengesetzt.
Es kommt hinzu, dass hochharte Metallegierungen, wie z. B. mit etwa IfY1/o Kobalt legierte Wolframkarbid oder auch andere hochharte Sintermetalle und-stähle einerseits besonders gut als Schleifteile zu verwenden sind, anderseits jedoch nur im Rahmen ihrer Herstellung einer Formgebung zugänglich sind, und die nachträgliche Bearbeitung der einmal geformten Teile praktisch auf erhebliche Schwier rigkeiten stösst.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen Abziehstahl zu schaffen, der allen diesen einander zum Teil widersprechenden Forderungen gerecht wird und durch den die Verwendbarkeit der Abziehvorrichtung nach dem Stammpatent erheblich ausgedehnt wird.
Die gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass der Abziehstahl aus einer Halterung und einem plättchenförmigen Schärfwerkzeug zusammengesetzt ist, das aus Wolframkarbid od. dgl. besteht und senkrecht zu seinen Schnittkanten einen parallelogrammartigen Querschnitt aufweist, und dass die Halterung aus einem Schaft mit wenigstens einer Zentrierfläche und aus einem Halteteil mit einem Schlitz besteht, in den das plättehenförmige Schärfwerkzeug eingesetzt und in dem es befestigt ist.
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Gemäss einer vorzugsweisen Ausgestaltung der Erfindung kann das plättchenförmige Schärfwerkzeug Zentrierfüsschen aufweisen.
Eine weitere vorzugsweise Ausbildung nach der Erfindung besteht darin, dass das plättchenförmige
Schärfwerkzeug wenigstens zwei, vorzugsweise vier, Zentriererhebungen aufweist, die in Richtung der
Schnittkanten verlaufen.
Der Schaft der Halterung kann zylindrisch ausgeführt sein und zwei parallel verlaufende Zentrier- flächen aufweisen. Die Ausnehmung im Halteteil der Halterung kann senkrecht zu den Zentrierflächen verlaufen. Der Schaft der Halterung kann aber auch vierkantig mit einem rechteckigen oder quadratischen Querschnitt sein wobei zwei parallele Flächen dieses Vierkantprismas als Zentrierflächen dienen können und die Ausnehmung im Halteteil senkrecht zu diesen Zentrierflächen verlaufen kann.
Die Querschnittsform des Schaftes kann sich über die ganze Länge der Halterung erstrecken. Aus fertigungstechnischen Gründen ist es aber zweckmässig, den Halteteil der Halterung zylindrisch zu ge stalten, wogegen der Schaft einen vier-oder sechskantigen Querschnitt aufweist, weil dann der Schaft in einer Drehbank gut eingeklemmt werden kann und, nach dem Bilden des zylindrischen Halteteiles, die Ausnehmung im Halteteil in einfacher Weise senkrecht zu den als Zentrierflächen gewählten Teilen des Schaftes angebracht werden kann.
Die Breite und Tiefe der Ausnehmung im Halteteil ist auf die Abmessungen des plättchenförmigen Schleifteiles abgestimmt. Die Breite der Ausnehmung ist so zu bemessen, dass sie der Dicke des Schleifteilplättchens entspricht, so dass der Schleifteil in der Ausnehmung einen guten Passsitz hat.
Die am Schleifteil vorgesehenen Mittel zur Zentrierung dienen zur Festlegung des Schleifteiles in der Ausnehmung des Halteteiles der Halterung. Weist der Schleifteil Zentrierfüsschen auf, so entspricht deren Abstand voneinander der Länge der Ausnehmung im Halteteil mit nur geringer Toleranz. In diesem Falle ist die Tiefe der Ausnehmung geringer als die Höhe des zylindrischen Halteteiles.
Weist der Schleifteil zwei, vorzugsweise vier, Zentriererhebungen auf, die in Richtung der Schnittkanten des Schleifteiles verlaufen, so braucht der Schleifteil lediglich in die Ausnehmung ein.... gesetzt zu werden. Da der Abstand der Zentriererhebungen der Länge der Ausnehmung im Halteteil entspricht, ist der Schleifteil in radialer Richtung zur Halterung nicht mehr verschiebbar. Die Anordnung von Zentriererhebungen ist deshalb besonders vorteilhaft, weil sie bei der Formgebung des Schleifteiles direkt vorgesehen werden können.
Der Schleifteil weist wenigstens eine Schnittkante auf. Es können aber auch zwei einander diagonal gegenüberstehende Schnittkanten vorgesehen sein. Dadurch, dass der Schaft der Halterung zwei Zentrierflächen aufweist, können beide Schnittkanten des Schleifteiles ausgenutzt werden beispielsweise für den Fall, dass eine Schnittkante beschädigt wird. Der Abziehstahl wird dann im Gleitstück der Abziehvorrichtung lediglich um 1800 gedreht. Für Linkshänder kann der Schleifteil um 1800 in Richtung der Achse der Halterung gedreht werden, so dass dann die Abziehvorrichtung auch mit der linken Hand bedient werden kann.
Der Schleifteil kann auch unlösbar in der Halterung befestigt werden. Diese Befestigung kann bei einer Halterung aus Eisen und einem Schleifteil aus mit 10% Kobalt legiertem Wolframkarbid dadurch erreicht werden, dass diese beiden Teile unter Zwischenfügen eines Kupferhartlotes zusammengesetzt und danach auf eine Temperatur von etwa 1000 bis 11500 C kurzzeitig (etwa 0, 3 bis 2 min) erhitzt werden.
An Hand der Zeichnungen, die bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung darstellen, sollen weitere Einzelheiten erläutert werden. Fig. 1 zeigt eine Halterung in stark vergrössertem Massstab, Fig. 2 einen Schleifteil mit Zentrierfüsschen, Fig. 3 den Schleifteil nach Fig. 2 in Draufsicht und eingesetzt in eine Halterung, Fig. 4 einen Schleifteil mit Zentriererhebungen und Fig. 5 den Schleifteil nach Fig. 4 in Draufsicht und eingesetzt in eine Halterung ; die Fig. 6, 7 und 8 zeigen sowohl unterschiedliche Ausführungsformen des Schleifteiles als auch unterschiedliche Querschnitte für den Schaft der Halterung, Fig. 9 zeigt eine Abziehvorrichtung mit einem eingesetzten Abziehstahl nach der Erfindung und Fig. 10 einen Schnitt längs der Linie X-X in Fig. 9.
Fig. 1 zeigt eine Halterung-l-, die aus einem sechskantigen Schaft -2-- und einem zylindrischen Halteteil-3-- besteht. Im Halteteil -3-- ist eine Ausnehmung --4-- vorgesehen, die senkrecht zur Zentrierfläche --5-- angeordnet ist. Die Ausnehmung --4-- hat die Breite --a--, die Län-
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Die Tiefe-c-istteteiles--3-.
Der Schleifteil--6-- nach Fig. 2 hat senkrecht zu seiner Länge-l-einen parallelogrammarti-
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gen Querschnitt, wodurch die Schnittkanten --7 und 8--gebildet werden. Ferner weist der Schleif- teil --6-- zwei Zentrierfüsschen --9-- auf. deren Abstand --f-- voneinander mit geringer Toleranz der Länge --b-- der Ausnehmung --4-- in Fig. 1 entspricht. Durch diese beiden Zentrierfüsschen-9wird der Schleif teil --6-- gegen eine Verschiebung in radialer Richtung gesichert.
In Fig. 3 ist der Schleif teil --6-- nach Fig. 2 in Draufsicht gezeigt. Man erkennt auch hier die
Schnittkanten --7 und 8--. Der Halteteil, der hier ebenfalls in Draufsicht gezeigt ist, weist an seinem
Schaft-10-, der einen kreisförmigen Querschnitt hat, zwei Zentrierflächen --5-- auf, zu denen die Ausnehmung Halteteil-3-- senkrecht steht. Der Pfeil-A-bei der Schnittkante-8- zeigt an, in welche Richtung der Schleifteil abziehend auf die Ski-Stahlkante wirkt. Bei einer Drehung um 1800 tritt an die Stelle der Schnittkante --8-- die Schnittkante --7--. Wird eine Drehung des
Schleifteiles um 1800 in Achsenebene der Halterung vorgenommen, so wird auch die Abziehrichtung um 1800 umgekehrt.
Der Schleif teil --11-- nach Fig. 4 weist im Grunde genommen ebenfalls einen parallelogrammartigen Querschnitt auf, wodurch auch bei diesem Schleifteil Schnittkanten-7 und 8-vorhanden sind.
Zur Mitte des Schleifteiles --11-- hin ist sein Querschnitt verringert, wodurch Zentriererhebungen-12 und 13-- entstehen. Die Zentriererhebungen-12-, die sich bei den Schnittkanten --7 und 8--befinden, sind breiter als die Zentriererhebungen-13--. Der Abstand --e-- der Zentriererhebungen voneinander entspricht mit geringen Toleranzen der Länge--b--der Ausnehmung--4--in Fig. 1. Der Schleif teil --11-- nach Fig. 4 weist keine Zentrierfüsschen auf. Es ist aber auch möglich, neben den Zentriererhebungen auch noch Zentrierfüsschen vorzusehen. Sind keine Zentrierfüsschen vorhanden, so kann die Tiefe --c-- der Ausnehmung --4-- in Fig. 1 der Höhe-h-des Halteteiles-3-- entsprechen.
Fig. 5 zeigt den Schleifteil-11-- mit seinen Schnittkanten --7 und 8-in Draufsicht. Man erkennt auch hier die Zentriererhebungen-12 und 13--. In Fig. 5 ist der Schleifteil --11-- in eine Halterung nach Fig. 1 eingesetzt.
In den Fig. 6,7 und 8 sind weitere Querschnittsformen, die dem Schleifteil verliehen werden können gezeigt. So weist der Schleifteil --14-- nach Fig. 6 nur zwei breite Zentriererhebungen-15auf, die sich bei den Schnittkanten --7 und 8-- befinden. Diese beiden Zentriererhebungen --15-- genügen, um den Schleif teil --14- in der Ausnehmung --4-- des halteteiles --3-- gegen Verschiebung zu sichern. Der Querschnitt des Schaftes --16-- ist rechteckig, wobei die beiden Längsseiten des Rechteckes als Zentrierflächen dienen.
Der Schleifteil -17-- nach Fig. 7 weist nur zwei schmale Zentriererhebungen --18-- auf, die sich auf der Rückseite zu den Schnittkanten-7 und 8-befinden. Auch durch diese beiden Zentriererhebun- gen --18-- ist sichergestellt, dass sich der Schleifteil-17-- in der Ausnehmung --4-- des Halteteiles --3-- nicht in radialer Richtung verschieben kann. Der Querschnitt des Schaftes-19-- ist recht-t eckig, wobei die beiden schmalen Seiten als Zentrierflächen dienen.
Der Schleifteil --20-- nach Fig. 8 weist auf einer seiner Längsseiten zwei verschieden breite Zen-
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weist hier einen quadratischen Querschnitt auf.
In Fig. 9 ist eine Abziehvorrichtung mit eingebautem Abziehstahl nach der Erfindung dargestellt.
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zwei Rollen --27 und 28-- zu verschieben, die als Widerlager für die Seitenkanten des Skis dienen, dessen Stahlkanten abzuziehen sind. Zwischen den Rollen --27 und 28- sind beidseitig oberhalb des Abziehstahles --26-- Schutznasen --29 und 30-- angesetzt, die oberseitig Aussparungen --31 und 32-aufweisen. Das Gehäuse --24-- weist vor den Rollen --27 und 28-- eine Ski-Auflagefläche --33-- auf, die parallel zur Verbindungslinie der Rollen --27 und 28-- gerillt ist.
Gemäss Fig. 10 ist in dem Gleitstück -25-- zur Festsetzung des Abziehstahles --26-- eine Madenschraube --34-- vorgesehen, die zentrierend an die Zentrierfläche des Schaftes --2-- der Halterung des Schleif teiles --11'angreift.
Das Verstellen bzw. Einstellen der Schnittiefe des Abziehstahles --26-- geschieht durch Verdrehen der beiden Rändelschrauben --35--, indem eine Rändelschraube gelöst wird und dann die gegenüberliegende Rändelschraube festgezogen wird.
Die Vorteile des Abziehstahles nach der Erfindung bestehen einerseits in einer Erhöhung der Verwendbarkeit der Abziehvorrichtung und anderseits in einer wesentlichen Vereinfachung der Herstellung,
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denn nun kann die Halterung für sich aus einem bearbeitbaren Material in einfacher Weise hergestellt werden, und auch der Schleifteil kann bereits bei der Herstellung die gewünschte Körperform erhalten.
Die Schärfe der Schnittkanten kann durch Schleifen (Feinschliff) und Läppen erhöht werden. Durch den parallelogrammartigen Querschnitt sind die Schnittkanten im Grunde bereits vorgeformt, so dass nur eine geringfügige und daher rationelle Nachbearbeitung erforderlich ist.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Abziehvorrichtung für Ski-Stahlkanten, bestehend aus einem von Hand zu betätigenden, mit einer Skiauflagefläche versehenen Gehäuse, in dem ein Abziehstahl beweglich befestigt ist, durch den beim Entlangführen der Auflagefläche des Gehäuses auf der Skilauffläche die Skistahlkanten geschärft werden, wobei in dem Gehäuse ein den Abziehstahl tragendes Gleitstück vorgesehen ist, das relativ zu einem am Gehäuse angebrachten Widerlager für die Seitenkanten des Skis verschiebbar gelagert ist, und wobei das Widerlager aus zwei am Gehäuse angebrachten Rollen besteht und die Skiauflagefläche am Gehäuse vor den Widerlagerrollen und dem mittels des Gleitstückes verschiebbar gelagerten Abziehstahl angeordnet ist, nach Patent Nr. 245459, dadurch gekennzeichnet,
dass der Abziehstahl aus einer Halterung (l) und einem plättchenförmigen Schärfwerkzeug (6,11, 14,17, 20) zusammengesetzt ist, das aus Wolframkarbid od. dgl. besteht und senkrecht zu seinen Schnittkanten (7,8) einen parallelogrammartigen Querschnitt aufweist, und dass die Halterung (1) aus einem Schaft (2,10, 16,19, 23) mit wenigstens einer Zentrierfläche (5) und aus einem Halteteil (3) mit einem Schlitz (4) besteht, in den das plättchenförmige Schärfwerkzeug eingesetzt und in dem es befestigt ist.