AT98835B - Mit Wärmespeicher versehene Dampfanlage. - Google Patents

Mit Wärmespeicher versehene Dampfanlage.

Info

Publication number
AT98835B
AT98835B AT98835DA AT98835B AT 98835 B AT98835 B AT 98835B AT 98835D A AT98835D A AT 98835DA AT 98835 B AT98835 B AT 98835B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
steam
pressure
valve
line
accumulator
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Waermespeicher Dr Ruths Ges Mi
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Waermespeicher Dr Ruths Ges Mi filed Critical Waermespeicher Dr Ruths Ges Mi
Application granted granted Critical
Publication of AT98835B publication Critical patent/AT98835B/de

Links

Landscapes

  • Control Of Steam Boilers And Waste-Gas Boilers (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



    Mit Wänmespeicher versehene Dampfalllage.   



   Die Erfindung bezieht sich auf mit   Wärmespeichern zusammenarbeitende Dampfanlagen. Der   Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Dampfschwankungen auszugleichen, die in einer solchen Anlage 
 EMI1.1 
 oder ungleichmässige Dampferzeugung hervorgerufen werden. 



   Dampf anlagen, in denen aus Dampfkesseln   Dampfverbrauchsstellen   mit schwankendem Dampfverbrauch gespeist werden, haben den Nachteil, dass die Befeuerung der Kessel den Schwankungen im Dampfverbrauch angepasst werden muss. Durch   Wärmespeicher   können derartige Schwankungen der Kesselbelastung ausgeglichen werden, wenn   man   gemäss der vorliegenden Erfindung an den Dampferzeuger oder an eine Leitung der Anlage, aus der Verbraucher gespeist werden, beispielsweise an die Verbindungsleitung zwischen Dampfkessel und Verbraucher einen Wärmespeicher durch Vermittlung einer Ventilvorrichtung anschliesst, die von dem Druck vor dem Ventile so beeinflusst wird, dass sie diesen Druck konstant oder annähernd konstant hält,

   indem sie beim Steigen dieses Druckes öffnet und den 
 EMI1.2 
 beim Sinken des Dampfdruckes vor dem Ventil die Dampfzufuhr zum   Wärmespeicher   mehr oder weniger abschliesst. 



   Eine derartig wirkende Vorrichtung gleicht in Verbindung mit dem Speicher nicht nur die durch unregelmässigen Dampfverbrauch in der Anlage hervorgerufenen Schwankungen aus, sondern auch diejenigen Schwankungen, die durch unregelmässige Brennstoff-bzw. Energiezufuhr zum Kessel hervorgerufen sein können. Diese unregelmässige Zufuhr kann beispielsweise eintreten, wenn Hochofengase, Abwärme aus Öfen od. dgl.. in gewissen Fällen auch elektrischer Strom zum Heizen der Kessel verwendet wird. Aber auch beim Heizen der Kessel mit Kohle, Holz od. dgl. sind unvermeidliche Schwankungen in der Dampferzeugung nachgewiesen worden, die auf eine ungleichförmige Zusammensetzung des Brennstoffes oder auf die Bedienung der Anlage   zurückzuführen   sind. 



   Alle derartigen Schwankungen werden durch die Einrichtung nach der Erfindung restlos ausgeglichen. 



   In der Zeichnung ist der Gegenstand dre Erfindung schematisch in einigen beispielsweisen Ausführungsformen dargestellt. 
 EMI1.3 
 ist und beispielsweise zwischen Drucken von 1. und   3 kgjcm2 arbeitet. Lz   ist die Entladeleitung mit einem gleichförmigen oder schwankenden   Dampfverbrauch J-. ss bezeichnet   ein Druckminderventil, welches auf den Druck der Leitung   L2, in   diesem Falle beispielsweise auf 1 kg/cm2, eingestellt ist. 



   Gemäss der Erfindung ist nun in der von der   Kesselleitung   Li nach dem Wasserraum des Speichers führende   Ladeieitung ein Ventilorgan 0"1   angeordnet, welches schon bei einer geringen Erhöhung des Druckes in der Leitung LI den   überschüssigen   Dampf in den Speicher einlässt und bei sinkendem Druck in dieser Leitung die Menge von Ladedampf vermindert. Das Ventil leistet also   ähnliches   wie ein Randabfluss an einer Wasseranlage ; dasselbe wird im folgenden   Überströmventil   genannt. 



   Das   Überströmventil   besteht zweckmässig aus einem entlasteten Ventil, welches von einem unter dem Dampfdrucke in   Lt   stehenden feder- oder gewichtsbelasteten Kolben (oder einer Membran) 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 beeinflusst wird, der das Ventil öffnet, wenn der Druck etwas steigt, und   daelbf schliesst, wnn   der Druck etwas sinkt. 



   Eine   Ausführungsform   dieses Ventils ist in Fig. 2 der Zeichnung gezeigt. In dieser bezeichnet L1 die Leitung, in welcher ein annähernd konstanter Druck p1 beibehalten werden soll, und L, ist die Leitung nach dem Speicher, in welchem der   veränderliche   Druck   p@ herrscht. Ö   ist das Absperrorgan, welche, in bekannter Weise, beispielsweise durch einen Balg B und eine Feder F, geregelt wird. Steigt der Druck p1, so wird das Absperrorgan Ö entgegen dem Federdrucke durch den Balg B gehoben und der überflüssig, Dampf strömt durch das Ventil aus der Leitung L1 nach der   Leitung L".   



   Das Überströmventil kann auch in diejenigen Dampfanlagen eingebaut werden, in denen der Speicher mit zwei   Rückschlagventilen   B, B versehen ist, welche die Ladung und die Entladung de, 
 EMI2.1 
 



   Die Leitung L1 erhält in Fig. 1 und 3 Dampf aus einer Kesselanlage P, während der Leitung Damps in schwankender Menge entnommen wird, teils durch den Dampfverbraucher Al und teils durch das Überströmventil Öl". Sollte nun der   Dampf verbrauch in. Ai   abnehmen, so steigt der Druck p1 ein wenig. und der Überschuss wird durch Ö1, nach dem Speieher gesandt ; steigt dagegen der Dampf verbrauch in   - Aj, so   sinkt der Druck, und das Überströmventil sperrt die entsprechende Dampfmenge nach dem Speicher ab. Auf diese Weise bleibt somit der Leitungsdruek in Ll nahezu unverändert und die Feuerung kann annähernd gleichförmig betrieben werden. 



   Die Regelung der Feuerung wird am einfachsten derart bewerkstelligt, dass der Speicher mit   einejl   
 EMI2.2 
 den   Druckänderungen   im Kessel statt in einem besonderen Behälter stattfinden würden. 



   In der Praxis hat es sich herausgestellt, dass der Heizer recht bald ebenso gut nach dem Speicherdrucke wie nach dem Kesseldrucke zu feuern lernt und dass mittels dieser Anordnung eine   wirkliehe   Ausgleichung der Dampfschwankungen erzielt wird, so dass die Feuerung nicht so oft geregelt zu werden braucht, wie dies ohne Speicher der Fall wäre, wodurch, wie ausgeführte Versuche gezeigt haben, der Wirkungsgrad beträchtlich erhöht wird. 



   In gewissen Fällen kann ein derart grosser Mehrverbrauch an Dampf in A1 entstehen, dass das Überströmventil vollständig schliesst, wobei jedoch ein Dampfmangel eintritt, welcher vom Kessel gedeckt werden muss. In diesem Falle wird der   Kesseldruok selbstverständlich sinken, und   der   Wasseriuhalt     des Kesssels wirkt somit als ein Speieher für die Leitung Li. Ist das Speichervernögen des Kessels innerhalb   zulässiger Druckgrenzen ungenügend, so muss selbstverständlich die Feuerung gesteigert werden. 



   In gewissen Fällen fordert das Überströmventil eine Ergänzung in Form eines Druckminderventiles   gewöhnlicher   Art, um in der gewünschten Weise wirken zu können. Es sei beispielsweise in Fig. 4 angenommen, dass in die Leitung Li Dampf aus irgend einer Leitung mit höherem Drucke (beispielsweise Abdampf einer Gegendruekturbine, Dampf aus einem Überströmventil zwischen einer Leitung für höheren Druck und LI) eingeleitet wird, wobei all dieser Dampf durch   #   A7 bezeichnet ist. In derselben Weise 
 EMI2.3 
 geleitete Dampf in E A6 zusammengefasst. 



   Unter der Annahme, dass die Summe aller zugeführten   Dampfmengen   mit der Summe aller fortgeleiteten Dampfmengen genau übereinstimmt, bleibt der Leitungsdruck p1 konstant und das   Überström-   ventil ist selbstverständlich geschlossen. Wird nun die zugeführte Dampfmenge vergrössert oder die fortgeleitete Dampfmenge vermindert, so steigt pi und das Überströmventil Ö sendet den   Dampfüberschuss   nach dem Speicher. 
 EMI2.4 
 ein Punkt wieder erreicht wird, wo die zugeführte und die fortgeleitete Dampfmenge genau übereinstimmen und das   Überströmventil   Ö vollständig geschlossen ist.

   Wird nun die zugeführte Dampfmenge darüber hinaus vermindert oder die fortgeleitete Dampfmenge vergrössert, so muss, falls der Druck pi konstant erhalten werden soll, der Leitung Dampf durch ein Druckminderventil R zugeführt werden, welches zwischen dieser Leitung und irgend einer Leitung mit höherem Drucke eingeschaltet wird. 



   Es ergibt sich also, dass das Überströmventil und das Druckminderventil niemals gleichzeitig offen stehen. Im Gegenteil ist es für eine zweckdienliche Wirkung dieser beiden Vorrichtungen unbedingt erforderlich, dass von ihnen immer nur eine offen ist. 
 EMI2.5 
 gehalten werden soll und zwischen 3'9 und   4'1   kg/cm2 schwanken darf. 



   Eine derartige Zusammenwirkung der genannten Ventile kann leicht bewirkt werden, indem Federn von verschiedenem Drucke für das Druckminder-bzw. das   Überströmventil gewählt   werden ; es dürfte jedoch in den meisten Fällen   zweckmässiger   sein, die fraglichen Ventile mechanisch miteinander zu kuppeln. 



  Eine derartige Sonderausführung wird in der Fig. 6 der Zeichnung als Beispiel gezeigt. 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
 EMI3.1 
 
 EMI3.2 
 



   Es kann, wie erwähnt, der Fall eintreten, dass der   Wärmespeicher   zufolge abnormer Verhältnisse vollständig entladen ist, das heisst, den gestatteten Mindestdruck erreicht hat, so dass der   Wärmespeicher   keinen Dampf mehr vom gewünschten Druck liefern kann. Bei derartigen Gelegenheiten   muss   Dampf in einer andern Weise beschafft werden, u. zw. muss man Dampf von den Kesseln nehmen, welche in solchen Fällen überlastet werden. Daher ist das Ventil   ! .,   (Fig. 1 und 3) angeordnet. Dieses Ventil ist derart eingestellt, dass es sich erst öffnet, wenn der Druck im Wärmespeicher auf den gestatteten Mindestdruck gefallen ist.

   Tatsächlich findet ein solcher Druckabfall nur ausnahmsweise statt und das Ventil   j kann   daher nur als eine Sicherheitsvorrichtung betrachtet werden. 
 EMI3.3 
 dem Speicher und dem nach demselben angebrachten Druckminderventile oder an eine Stelle c in der Leitung hinter dem letztgenannen Druckminderventile angeschlossen werden kann, ohne dass die Wirkungsweise dadurch verändert wird. 



   Es wird noch darauf hingewiesen, dass Dampfkraftanlagen mit Wärmespeichern bekannt sind, bei denen der Auspuffdampf einer Hochdruckmaschine direkt zu einer Niederdruckmaschine geleitet wird und bei denen an die betreffende Verbindungsleitung ein Wärmespeicher angeschlossen ist. 



   Bei diesen Anlagen hat man in der Verbindungsleitung zwischen der Ladeleitung und der Entladeleitung des Speichers ein Ventil vorgesehen, das von dem Druck hinter dem Ventil, d. h. von dem Druck in der nach der Niederdruckmasehine führenden Leitung, so beeinflusst wird, dass es einen konstanten Druck in der zu der   Niederdruekmaschine   dienenden Leitung hält. Man hat dieses Ventil in der Verbindungsleitung zwischen   Hoch-und Niederdruckmaschine auch   an diejenige Stelle der Leitung verlegt. 
 EMI3.4 
 ausgebildet, das aber ebenfalls von dem Druck hinter den Ventil geregelt wird. 



   Diese bekannte Einrichtung unterscheidet sich demnach grundsätzlich von dem Gegenstand der Anmeldung, da sie bezweckt, den Arbeitsdruck für die   Niederdruckrnaschine   konstant zu halten, während die Erfindung den ausschliesslichen Zweck verfolgt, den Druck in dem Dampfnetz vor dem Ventil konstant 
 EMI3.5 


Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Mit Wärmespeicher versehene Dampfanlage, dadurch gekennzeichnet, dass in einer zum Wärme- speieher führenden Leitung ein Drosselorgan (Ventil od. dgl. ) angeordnet ist, das von dem Drucke vor dem Drosselorgan so beeinflusst wird, dass es diesen Druck gleichbleibend oder annähernd gleichbleibend hält, indem es beim Steigen dieses Druckes öffnet und den die Druckerhöhung verursachenden überschüssigen Dampf zum Speicher überströmen lässt. wogegen es beim Sinken des Dampfdruckes vor dem Ventil die Dampfzufuhr zum Wärmespeicher mehr oder weniger abschliesst.
    2. Anlage nach Anspruch l. gekennzeichnet durch ein Druckminderventil (R bzw, R23), das Dampf in dieselbe Leitung (Li bzw. L3) einlässt, von der das Überströmventil (Ö bzw. yoga) abgezweigt ist, und das ebenso wie letzteres durch den Dampfdruck dieser Leitung (LI bzw. Lg) in solcher Weise geregelt wird, EMI4.1 geschlossen bleibt, wobei die beiden Ventile mechanisch verbunden sein können (Fig. 4 und 7).
    3. Anlage nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch ein mit dem letzteren Überströmventil (Ösa) vor dem Speicher (A) parallelgeschaltetes Druckminderventil (R2a), das Dampf aus derselben Leitung (L") wie das eben erwähnte Überströmventil erhält und den Dampf entweder in die Lade-oder die Entladeleitung des Speichers (A) oder hinter ein etwa in letzterer angeordnetes Druckminderventil (R@4) ein- strömen lässt.
    4. Anlage nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch ein mechanisches oder durch Wahl von verschiedenen Federdrücken herbeigeführtes Zusammenwirken des letzten Drueknünderventiles (R.,,) vor und des ersten Druckminderventiles (Ra4) nach dem Dampfspeicher (A), derart, dass das erstgenannte EMI4.2
AT98835D 1918-06-29 1919-06-11 Mit Wärmespeicher versehene Dampfanlage. AT98835B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
SE98835X 1918-06-29

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT98835B true AT98835B (de) 1924-12-27

Family

ID=20277724

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT98835D AT98835B (de) 1918-06-29 1919-06-11 Mit Wärmespeicher versehene Dampfanlage.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT98835B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
CH621187A5 (de)
DE2824321A1 (de) Kombiniertes gas/dampfturbinenkraftwerk mit gegendruckturbine, insbesondere fuer industriezwecke
AT98835B (de) Mit Wärmespeicher versehene Dampfanlage.
DE399220C (de) Dampfanlage mit Hoch- und Niederdruckverbrauchern und Waermespeichern
DE943053C (de) Einrichtung zur Regelung der Leistung von Dampfkraftanlgen
DE1228623B (de) Dampfkraftanlage mit Zwanglaufdampferzeuger und Zwischenueberhitzer
AT101970B (de) Dampferzeugungsanlage mit teils durch Kohle, teils durch Gas befeuerten Kesseln.
AT95373B (de) Dampfmaschinenanlage mit Wärmespeicher.
DE415031C (de) Dampferzeugungsanlage mit Speichervorrichtung
DE432421C (de) Verfahren zum Betriebe von Dampfturbinen mit Waermespeicher
DE601670C (de) Verfahren zum Betriebe einer Dampfanlage mit schwankender Belastung
DE420077C (de) Regelungsvorrichtung
DE514321C (de) Dampfanlage mit mehreren, zu einer Batterie zusammengefassten Kesseln und Verbrauchern verschiedenen Druckbedarfs
DE541984C (de) Speicheranlage zum Ausgleich von Belastungsschwankungen in Dampfnetzen
DE670197C (de) Hochdruckspeicheranlage
DE444368C (de) Verfahren zum Speisen von Dampfkesseln
DE663589C (de) Dampfkraftanlage
AT160101B (de) Dampfanlage mit Hochdruckspeicher.
CH94751A (de) Dampfanlage, deren Dampfquelle in Parallelschaltung teils einen Wärmespeicher, teils Verbraucher speist.
DE453123C (de) Dampfanlage mit Verdraengungsspeicher
DE387379C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Ausgleich von Dampfverbrauchsschwankungen
AT120262B (de) Verfahren zum Betriebe von Kraftanlagen und Kraftanlagen zu seiner Durchführung.
DE537588C (de) Umwaelzdampferzeuger mit besonderen UEberhitzern fuer Umlaufdampf und Nutzdampf
DE497324C (de) Dampfkraftanlage mit durch Entnahmedampf gespeisten Verbrauchern
DE654907C (de) Dampfanlage mit einer feuerlosen Lokomotive und einem ortsfesten Hochdruckspeicher, der durch ueberhitzten nicht kondensierenden Kesseldampf auf hoeheren Druck als den der Kesselanlage aufgeladen wird