<Desc/Clms Page number 1>
Vorrichtung zum Trocknen und künstlichen Altern von Holz od. dgl.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Trocknen und künstlichen Altern vom Heiz od. dgl. mittels Ozon. Die Vorrichtung dient zugleich zur Durchführung des Verfahrens nach dem Patent Nr. 98406.
Um das Verständnis der Vorrichtung zu erleichtern. wird im folgenden ein beispielsweises Bild jener Vorgänge gegeben, die in einem gegebenen Falle vor sich gehen. Hiebei kann sich die für jedes Verfahren angenommene Zeit ändern. Der betrachtete Fall entspricht demjenigen, bei dem ein wenig unter dem Atmosphärendruck gearbeitet wird, im Gegensatz zu dem später erwähnten Fall, bei dem etwas über dem Atmosphärendruck gearbeitet wird. Die einzelnen Behandlungsphasen sind folgende :
1. Die mit. Feuchtigkeit beladene freie Luft des Behälters wird durch trockene Luft ersetzt.
Dauer der Phase 90 Sekunden.
EMI1.1
Phase 30 Sekunden.
3. Ozonisierung und Zirkulation der Luft bei vermindertem Druck im Behälter. Dauer der Phase 150 Sekunden.
EMI1.2
herstellung des Atmosphärendruckes. Dauer der Phase 70 Sekunden.
5. Ozonisierung und Zirkulation der Luft in geschlossenem Kreis im Innern des Behälters bei Atmosphärendruck. Dauer der Phase 50 Sekunden.
6. Stillstand. Dauer der Phase 210 Sekunden, Zeit des Gesamtzyklus 600 Sekunden.
EMI1.3
fahrensphasen selbsttätig auszuführen und sie während der erforderlichen Zeit selbsttätig zu wieder- holen. Der Erfindung gemäss ist zur selbsttätigen Durchführung der verschiedenen Behandlungsphasen in einer bestimmten Reihenfolge und während bestimmter Zeiten eine Uhr vorgesehen, welche zur gewünschten Zeit die Stromkreise zu verschiedenen Motoren od. dgl, öffnet und schliesst, die die Absclussorgane der zum Ozon-, Trockenluft- und Luftleere-Erzeuger führenden Leitungen steuern.
Bei dem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel zeigt : Fig. l eine vollständige Vorrichtung. gemäss der Erfindung. Die Fig. 2 und 3 veranschaulichen eine Kontrolluhr in zwei Ansichten. Fig. 4 stellt eine abgeänderte. Ausführungsform der Vorrichtung dar.
In Fig. 1. ist die später beschriebene Kontrolluhr mit 1 bezeichnet, der Behälter mit 2, der Erzeuger
EMI1.4
Rohrsystem besteht aus dem Hauptentlüftungsrohr 6 und aus den Rohren 4 und 16 für die Hauptspeisung mit trockener Luft ; das Rohr 15 verbindet den Trockenlufterzeuger 3 mit dem Servomotor 21, um die Ozonisierungsvorrichtung 5 mit trockener Luft zu speisen.
EMI1.5
mit den Servomotoren 21 und 22 und an der Austrittsstelle durch die Leitung 12 mit dem Servomotor 19 verbunden.
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
Rohrleitung 11, die mit der Hauptsaugleitung 6 verbunden ist, gehört zum Servomotor 18.
Die Servomotore, deren Mechanismus später beschrieben wird, haben folgende Arbeit zu leisten :
Der Servomotor 19 öffnet und schliesst den Hahn, welcher den Behälter 2 mit der Ozonisierungsvorrichtung 5 verbindet.
EMI2.2
bei atmosphärischem Drucke gespeist wird.
Der Servomotor 21 öffnet und schliesst den Hahn, welcher die Ozonisierungsvorrichtung 5 mit Trockenluft speist.
Der Servomotor 22 öffnet und schliesst den Hahn, der die Luftzirkulation in der Ozonisierungsvorrichtung ermöglicht.
Der Servomotor ; ?' ? öffnet und schliesst den Hahn, welcher den Behälter mit dem luftleeren Behälter 6 verbindet.
Der Servomotor ! 8 bewirkt durch elektrischbarometrische Kontakte das Ingangsetzen und Stillsetzen des die Entlüftungspumpe betätigenden Motors.
Der Servomotor 24 setzt die Luftumlaufpumpe und den Umschalter für die Ozonisierung1 > vor- richtung in und ausser Bewegung.
Alle diese Servomotoren werden elektrisch in der von der Uhr 1 vorgeschriebenen Weise gesteuert,
EMI2.3
der schematisch dargestellten Servomotoren führen.
Die Kontrolluhr ist in den Fig. 2 und 3 dargestellt, der Antrieb des Uhrwerkes ist ill den Figuren nicht enthalten, er kann beliebig sein.
Auf Seitenwangen 29 und angetrieben von einer Achse 27 der Uhr ist ein Verteilerrad zu angeordnet, dessen Achse 2 (, sich mit konstanter, aber durch Ein- und Ausrücken verschiedener Geschwindigkeitstrommeln regelbarer Geschwindigkeit dreht. Ein Pendel : ! 8 von regel barer Länge sichert durch eine Ankerhemmnng die gewünschte Drehgeschwindigkeit ; eine Rollen- und Gewichtsbremse 32, 33 verhindert ein Rückdrehen des Verteilerrades bei der Pendelschwingung.
Das VerteiJerrad 25 besteht aus Metall und ist in gleichen Zwischenräumen mit Lüchern- ? ver- sehen (Fig. 3), die beispielsweise in zehn Reihen angeordnet sind. Jede Reihe enthält eine Anzahl Löcher. im vorliegenden Beispiel sechzig. Die Entfernung zwischen zwei benachbarten Löchern stellt eine Zeit von 1/60 der Dauer der Gesamtdrehung des Rades vor. letallstifte 80', die mit Platinspitzen versehen sind, werden in die entsprechenden Löcher eingesteckt. Die Drehung des Rades 25 bringt nacheinander die Stifte 30'mit biegsamen Stiften 31 ... aus geschmolzenem Silber in Berührung.
Die Stifte werden von einem Isolierkörper getragen und haben auf ihrem ändern Ende eine Kontaktschraube, an welcher der zum entsprechenden Elektromagnet führende Leitungsdraht befestigt wird. Der Rück- leitungsdraht geht durch eine Akkumulatorenbatterie, sodann durch die Masse des Verteilerrades 25, so dass, wenn zwei Stifte : ?',-H in Berührung treten, der Stromkreis über die entsprechenden Elektromagnete geschlossen wird. Die Drehung des Rades bringt nacheinander die Stifte * ?' und- in Berührung ; auf diese Weise werden die Servomotoren in Tätigkeit gesetzt, die zu den gewünschten Zeiten die Ventile, die Pumpen, die Übersetzungsvorrichtungen usw. betätigen.
Der eingangs dieser Beschreibung angegebene Zyklus ist also regelbar :
1. durch die Drehgeschwindigkeit des Rades 25.
EMI2.4
3. durch die verschiedenen Verbindungen der Stifte :, 1 mit den veischiedenen Elektromagneten der Servomotoren.
Die Ingangsetzung und der Stillstand der nicht dargestellten Saugpumpe erfolgen beim normalen
EMI2.5
säule entsprechen. Der obere Kontakt entspricht dem Ingangsetzen der Luftpumpe und der untere Kontakt dem Stillstand der Pumpe (siehe 18, Fig. 1).
Während infolge Schliessung des Hahnes 20 in den Behälter Luftleere eintritt, wird die Schliessung des Hahnes 2 : 1 gleichfalls durch einen Quecksilberkontakt von regelbarer Höhe bewirkt, der einem kleinen mit dem Behälter verbundenen Quecksilbermanometer 10' (Fig. 1 links) angehört. Auf diese Weise wird der Abzug der Luft im Behälter beendet, wenn die gewünschte Druckverminderung im Behälter erreicht ist.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende :
Die zur Behandlung bestimmten Hölzer werden in den Behälter 2 eingeführt und voneinander durch Querleisten getrennt, worauf der Behälter wieder luftdicht verschlossen wird. Nun wird das
EMI2.6
<Desc/Clms Page number 3>
Sobald die ersten Stifte 30', 91 in Berührung kommen, öffnen sich die Hähne 20 und 23. Wenn die zweiten Stifte m Berührung kommen, schliesst sich der Hahn 20 usw.
Die verschiedenen Apparate, welche für die Einrichtung in diesem Falle erforderlich sind, sind nicht beschrieben, da sie bekannt sind ; sie umfassen : die Luftpumpen, die Ozonisiernngsvorrichtung. den Trockenlufterzeuger, die Stromerzeuger, sowie die elektromagnetischen Einrichtungen.
Bei grossen Einrichtungen, bei welchen der Behälter grosse Abmessungen erhält, könnte der
Umstand, dass er einem äusseren Drucke unterworfen wird, gewisse Übelstände hervorrufen. Ausserdem würden die Apparate ziemlich beträchtliche Dimensionen annehmen. Man kann diesen Übelständen vorbeugen, indem man den oben erwähnten Zyklus durch einen andern Zyklus ersetzt, der im folgenden beschrieben wird. In diesem Falle wird ein wenig über dem atmosphärischen Druck gearbeitet ;
1/20 Atmosphäre genügt zur Verminderung des Druckes.
Der Kreislauf ist der folgende :
1. Druokverminderung unterhalb des Druckes des anfänglichen Zustandes (21/20 Atmosphären- druck), Dauer 20 Sekunden.
2. Erneuerung der Luft unter atmosphärischem Druck, Dauer 100 Sekunden.
3. Ozonisierung bei atmosphärischem Druck, Dauer 60 Sekunden.
4. Wiederherstellung des Druckzustandes durch Wiedereintreten del komprimierten Luft in den
Behälter (21/20 Atmosphärendruck), Dauer 100 Sekunden.
5. Stillstand, Dauer 300 Sekunden, Gesamtzeit 600 Sekunden.
Wie ersichtlich, ist die Gesamtdauer die gleiche wie vorher, aber die einzelnen Zeitlängen haben sich geändert. Diese Zeitlängen sind nur beispielsweise angegeben und gemäss der Art und des Zustandes des zu behandelnden Holzes können sie naturgemäss geändert werden, ohne das Prinzip der oben beschriebenen Vorrichtung zu ändern ; es genügt, die Kontrollkontakte auf der Verteileruhr zu verstellen.
Die Einrichtung, mittels welcher der obige Zyklus ausgeführt wird, ist in Fig. 4 schematisch dargestellt, in welcher der Behälter zur Aufnahme des zu behandelnden Holzes mit B bezeichnet ist. Der Behälter ist einerseits mit einem Druckventilator V und anderseits mit einem Reservoir R verbunden, in dem ein durch eine Pumpe P geschaffene Überdruck besteht. Der Ozonerzeugungsapparat ist mit 0 bezeichnet ; er ist einerseits mit einer Trockenanlage D mit anschliessendem kleinen Kompressor C, anderseits mit einem Gasometer G von geeignetem Inhalt verbunden, dessen Glocke mit dem Behälter B in Verbindung steht. Geeignete Hähne, die in der vorbeschriebenen Weise betätigt werden, steuern die Gesamteinriehtung und sichern die vollständige Selbsttätigkeit des Vorganges.
EMI3.1
<Desc/Clms Page number 4>
Es ist ersichtlich,. dass die Ozonisierung bei einer Druckverminderung des Normaldruckes erfolgt. Der einzige Unterschied gegenüber dem anfmgs geschilderten Zyklus besteht darin, dass die Erneuerung der Luft nach der Druckverminderung, u. zw. bei einer solchen auf 760 non (mit Bezug auf den normalen Druck) erfolgt, was naturgemäss keine Bedeutung hat.
EMI4.1
denn sie gestattet nicht nur, grosse Behälter von zylindrischer Form mit innerem Druck zu benutzen. sondern sie-fordert nur Apparate von schwacher Leistungsfähigkeit. lässt den Ozonerzeuger, ohne Stillstand mittels des vorgesehenen Gasometers arbeiten da die
Luft aus der Atmosphäre genommen. wird, anstatt aus dem Behälter.
**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.