AT98214B - Künstliches Bein. - Google Patents

Künstliches Bein.

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AT98214B
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Oskar Dr Semeleder
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Oskar Dr Semeleder
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    Ktinstliches Bein.   



   Der Gegenstand der Erfindung bezieht sich auf Kunstbeine für amputierte oder gebrauchsunfähige Beine. 



   Die Befestigung eines   Kunstbeines   am Körper geschieht gewöhnlich   durch Tragbänder,   Riemen od. dgL, welche teils am Becken, teils an den Schultern befestigt sind. 



   Die Erfindung besteht darin, dass das künstliche Bein an zwei ungefähr in der Höhe des Hüftgelenkes an der Peripherie des Beckens an einander gegenüberliegenden, mit dem Hüftgelenk ungefähr 
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   Schwingungsebene   des Beines während des Gehens. Ist eine solche Befestigung nicht getroffen, so kann insbesondere bei kurzem Stumpf die Übertragung der Stumpfbewegung auf die zur Aufnahme des Stumpfes bestimmte Hülse nicht   kraftschlüssig   erfolgen. Der Stumpf verschiebt sich in der Hülse und verdreht sich umso mehr, je lockerer die Aufhängung ist. Es kommt zu Wundscheuerungen, die das Tragen der Prothese schmerzhaft gestalten. 



   Auf der Zeichnung ist in Fig. 1 und 2 ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes veranschaulicht. 



   Die Festlegung des   künstlichen   Beines 1 am Stumpfe erfolgt unter Vermittlung einer Platte. 3, welche zur genauen Einstellung in einem Schlitz 4 einer Schiene   5   verschiebbar und feststellbar ist. 



  Die Schiene 5 ist durch das Scharnier 2 gelenkig mit dem künstlichen Bein verbunden. Die Festlegung des   künstlichen   Beines am Körper erfolgt beim   Ausführungsbeispiel   der Zeichnung unter Vermittlung eines starren Reifens 6, welcher an den ungefähr den Hüftgelenken entsprechenden Stellen drehbar gelagerte Anschlussstücke 7 für die Gurte, Riemen od. dgl. trägt, mit welchen der Reifen mit Spielraum am Körper befestigt wird, wobei die Befestigung sowohl   hosenträgerartig   mittels der Gurte 8 als auch mittels eines um das Becken gelegten, schmiegsamen Gürtels 9 oder eines Beckenkorbes od. dgl. erfolgen kann.

   Durch Festlegung der   Anschlussstücke   7 am Körper mittels der Gurte 8, 9 ist der Reifen 6 am Körper um eine ungefähre frontale Achse drehbar, die durch die Verbindungslinie der Gelenke der beiden   Anschlussstücke 7, 7   gebildet wird. Die Verbindung des Reifens 6 mit dem   künstlichen   Bein erfolgt unter Vermittlung einer Hülse   10,   die im Gelenk des einen   Anschlussstückes   7 angebracht ist und in welcher ein am Bein bzw. an der Schiene 15 (Aussenschiene) mittels Scharnieres 16 befestigter Fortsatz 11 geführt ist.

   Das künstliche Bein ist ferner mittels zweier Riemen oder elastischer Zugorgane 12 vorne und   rückwärts   auf dem Reifen 6 aufgehängt u. zw. mittels der   Riemenlöcher   und der Reifenknöpfe 13, 14, welch letztere am Reifen 6 zweckmässig verstellbar und feststellbar angeordnet sind, indem sie beispielsweise auf am Reifen geführten, zweiteiligen Klammern 15, 16 angebracht sind (Fig. 2a). Die Reifen-   knöpfe 18, 14 werden immer   so eingestellt,   dass ihre Verbindungslinie ungefähr senkrecht   zur Drehachse   ?   des Reifens 6 steht (Fig. 1 und 2).

   Dadurch erhält man eine Aufhängung des Kunstbeines nach Art einer kardanischen Aufhängung an zwei Achsen, die zueinander senkrecht   btehen   und dadurch eine freie Beweglichkeit des Kunstbeines ungefähr entsprechend dem Achsensystem des natihlichen Gelenkmechanismus ermöglichen. Durch die Geradführung 10, 11 wird eine Verdrehung des Kunstbeines um seine   Längsachse   verhindert und durch das   Verbindungsscharnier 16   ist ein Ausweichen des Beines in seitlicher Richtung ermöglicht. 



   Anstatt des Reifens 6 kann ein Bügel a (Fig. 1, strichlierte Linie) verwendet werden, welcher von der Innenseite der Prothese zur gesunden Hüfte geführt ist und dort mit dem   Anschlussstück   7 das eine (rechte) Gelenk bildet, während das gegenüberliegende (linke) Gelenk von einem Fortsatz der Aussen- 

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   Schwinglmgsebene des Beines während des Gehens liegende. Achse (7-7) schwingen kann.

Claims (1)

  1. S'Künstliches Bein nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an den am Körper fest- EMI2.2 Reifen schwingbar ist.
    3. Künstliches Bein nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an den am Körper festgelegten Stellen (7, 7) einerseits eine Schiene (15) od. dgl. und anderseits ein vom künstlichen Bein zur zweiten (gesunden) Hüfte geführtes, starres Organ (a) sehwingbar gelagert ist.
    4. Künstliches Bein nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Kunstbein am starren Reifen (6) mittels Riemen od. dgl. (12) aufgehängt ist, die genau oder ungefähr in einer zur Schwingachse des Reifens (6) senkrechten Ebene liegen, und überdies gegen Drehung um seine Längs- achse gesichert ist. EMI2.3
AT98214D 1915-06-02 1915-06-02 Künstliches Bein. AT98214B (de)

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