AT97710B - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Drucken. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Drucken.

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  Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Drucken. 



   Es ist bekannt, für die Herstellung von   Pro bedrucken, sogenannten Andrucken   für den Gummidruck, die gewöhnliche Steindruckhandpresse zu verwenden ; indessen ist dazu eine bauliche Veränderung der Presse erforderlich, insofern, als an derselben ein klappbarer, zum Einspannen eines Gummidrucktuches dienender Rahmen angeordnet und der Reiber der Presse durch eine besondere Walze ersetzt werden muss. 



  Es ist auch schon vorgeschlagen worden. zu demselben Zweck einen mehrteiligen Rahmen zu benutzen, in dessen Unterteil die Druckform, während in einem klappbaren Rahmen das   Gummidrucktuch   zweiseitig eingespannt wird. wobei zwischen beiden Rahmen noch ein dritter zum Einspannen des zu bedruckenden Papiers vorgesehen ist. Auch hier wird bei Verwendung der Steindruckhandpresse Walzendruck in Anwendung gebracht.

   In beiden vorgenannten Fällen erfolgt die   Bildübertragung   auf das Gummituch durch Auflegen desselben auf die Druckform, also durch unmittelbare Berührung des Tuches mit der Bildfläche, und dies ist. abgesehen von der nach zwei Seiten erfolgenden Ausspannung des Tuches. was an den beiden andern Kanten stets mehr oder weniger starke Ausbuchtungen zur Folge hat, eine wesentliche Ursache für unsaubere Arbeit und das sogenannte Radieren oder Doppelieren. 



   Die Erfindung hat nun ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Ausübung desselben   fill   die Herstellung von Drucken aller Art zum Gegenstand, wodurch es ermöglicht wird, in einer gewöhnlichen Steindruckhandpresse ohne jegliche bauliche Veränderungen derselben, also bei Verwendung des Reibers der Presse und unter Mitbenutzung eines auf den Karren der Handpresse aufzulegenden. die Druckform   umschliessenden   Doppelrahmens mit eingespanntem Gummituch. Drucke von allen Bildträgern des Flach und Hochdrucks, auch von Buchdruckformen herzustellen, u. zw. sowohl unmittelbar als auch mittelbar, also auch für den Gummidruck verwendbare Andrucke. Es sind dies zum Teil Arbeitsleistungen, die bisher nur mittels Zylinder-oder Tiegeldruck ausführbar waren. 



   Das Wesen der Erfindung besteht in einer besonders vorteilhaften Ausnutzung des senkrecht wirkenden Druckes des Reibers der   Steindruckhandpresse   in der Weise, dass das in den oberen aufklappbaren 
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 in üblicher Weise mit einer Schutzdecke belegte Gummituch mittels des senkrecht wirkenden Reibers an die   Druckfläche   herangebracht und hiedurch der Abdruck erzeugt wird. 



   Das Eigenartige dieses Verfahrens liegt darin, dass infolge des geringen Abstandes des Gummituches von der Druckform und seiner gleichmässig straffen Ausspannung, welche das Ausbuchten desselben ausschliesst. der Reiberdruck stets nur in einer fortschreitenden Linie die Berührung zwischen Gummituch und Druckform bewirkt, weil das Gummituch unmittelbar vor und unmittelbar hinter der Reiberkante stets Abstand von der Bildfläche behält. 
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 Bildfläche zur Erzielung eines sauberen Abdruckes nötig ist und durch diese Massnahmen wird jegliches "Arbeiten" des Gummituches auf der Druckform verhindert und stets ein haarscharfer Abdruck gewährleistet. 



   Diese Art der Spannung des   Gummituches,   welche dadurch erreicht wird, dass dasselbe an zwei gegenüberliegenden Kanten an dem aufklappbaren Spannrahmen starr festgelegt, an den beiden andern Rahmenschenkeln dagegen durch leicht verschiebbare Spannkloben gehalten wird, die beim Ausspannen 

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   Die   Vorrichtung zur Ausführung   des Verfahrens ist auf der Zeichnung beispielsweise veranschaulicht. 



  Fig. 1 zeigt die Vorrichtung ohne Gummituch geöffnet im Schaubild. Fig. 2 in Seitenansicht mit eingespanntem Gummituch in Richtung B Fig 1 gesehen, Fig. 3 im Grundriss der Fig. 1 in Richtung C gesehen. 



  Fig. 4 im Querschnitt durch die geschlossene Form während des Druckes. Fig. 5 zeigt in Draufsicht eine Spannschiene für das Gummituch und Fig. 6 einen Querschnitt durch zwei gegenüberliegende Rahmenschenkel nach Linie A-A der Fig. 1 bei eingespanntem   Gummituch.   



   In einen auf den Karren der Steindruekhandpresse aufzulegenden Rahmen a wird die   Druckform   1 fest eingespannt, wozu der Rahmen mit Spannschrauben   cl   versehen ist. Durch Höhenstellsehrauben b kann der jeweils erforderliche Abstand zur Druckform eingestellt werden. Mit dem   Rahmen   a ist um Scharniere k klappbar ein Rahmen   h   verbunden, der zum allseitig straffen Einspannen des   Gummidruck-   tuches 2 dient.

   Letzteres wird an dem am Scharnier liegenden Rahmenschenkel   11, 1 durch   eine   Klemm-   sehienefund an dem vorderen verstellbaren   Rahmenschenkel1 :2 durch   eine gleiche Klemmschiene e statr 
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   Gummituch : 2   hier durch Spannkloben g und geschlitzte Klemmschienen m gehalten wird.   die ? ich   in   Nutenführungen   c der Rahmenschenkel h3 und h4 leicht verschieben können, u. zw. so lange, bis durch Verstellen der Spannleiste   h2   die gewünschte, allseitig gleichmässige Spannung des   Gummituches   erreicht ist.

   Alsdann werden auch die   Spannkloben g in   ihrer jeweiligen Lage durch Anziehen der die Schlitze 
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 darauf zu achten ist, dass das Gummituch 2 die   Bildfläche   der   Druckform 7 nicht, berührt, sondern von   dieser einen geringen Abstand   x   behält (Fig. 4). Wird nun das   Gummituch.   das eine   vollkommen   ebene. 
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 gebracht, so drückt es sich in einem Neigungswinkel derart durch, dass immer nur eine Linie in fortschreitender Bewegung mit der Bildfläche in   Berührung   kommen kann. Dadurch wird die Schärfe bzw. 
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   Bei diesem Verfahren ist jede besondere   Zurichtung überflüssig,   weil dem   Druckvorgang   jede starre Lagerung fehlt und eine   Anpassungsfähigkeit   an die Druckform erreicht wird. die selbst durch einen festgelagerten Zylinderdruck nie eneieht werden   kann.  

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung von Drucken in einer gewöhnlichen Steindruckhandpresse unter Benutzung eines auf den Karren der Handpresse aufzulegenden, die Druckform umschliessenden Doppelrahmens mit eingespanntem Gummituch, dadurch gekennzeichnet, dass das in den oberen klappbaren Teil des Doppelrahmens allseitig straff eingespannte, die Druckform bei geschlossenem Rahmen nicht berührende Gummituch mittels des senkrecht wirkenden Reibers an die Druckfläche herangebracht und hiedurch der Abdruck hervorgebracht wird.
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet. dass zum Zwecke des gleichzeitigen beiderseitigen Bedruckens einer Folie zunächst von der Druckform nach Schliessen des Rahmens durch den senkrechten Reiberdruck der Farbdruck auf das Gummituch und darauf nach Auflegen der zu bedruckenden Folie auf die neu eingefärbte Druckform wiederum durch den senkrechten Reiberdruck gleichzeitig auf beide Seiten der Folie übertragen wird.
    3. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Gummituch (2) zwecks Vermeidung des seitlichen Ausbuchten und Erreichung einer vollkommen ebenen, allseitig gleichmässig straffen Spannung an zwei gegenüberliegenden Kanten (hl und h2) des aufklappbaren Rahmens (h) starr festgelegt, an den beiden andern Rahmenschenkeln (h3, h4) dagegen durch verschiebbare Spannkloben (g) gehalten wird, die beim Ausspannen des Gummituches (2) und dem hiezu stattfindenden Verstellen des vorderen beweglichen Rahmenschenkels (h2) so lange selbsttätig nachgeben können, bis die gewünschte straffe Spannung des Gummituches (2) erreicht ist, in welcher es durch Festlegen der Spannkloben (g) gesichert wird. EMI3.1
AT97710D 1922-08-21 1923-08-06 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Drucken. AT97710B (de)

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