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ÖSTERREICHISCHES PATENTAMT. Vordrosselorgan für Vergaser.
Gegenstand der Erfindung ist ein Vordrosselorgan für Spritzvergaser. Es sind derartige Vordrosselorgane bekannt, die aus einer zwischen einstellbaren Anschlägen spielenden federbelasteten Klappe bestehen. Der eine Anschlag hält dabei stets einen Spalt von einer bestimmten Mindestgrösse frei, entsprechend dem bei den geringsten vorkommenden Drehzahlen der Maschine in der Saugleitung zu erzeugenden Unterdruck Bei höheren Drehzahlen öffnet sich die Klappe selbsttätig, so dass der vor dem Vergaser erzeugte Unterdruck entsprechend kleiner wird.
Es sind anderseits Starteinrichtungen bekannt, bestehend aus einer von Hand verstellbaren Klappe nahe der Lufteintrittsöffnung der Saugleitung, die den Zweck hat, die Saugleitung beim Ankurbeln der Maschine vollkommen abzusperren. Durch diese Absperrung tritt eine Hilfs] uftzuführung des Vergasers in Wirkung, welche einen kräftigen Unterdruck erzeugt und hiedurch die zum Anlassen der Maschine erforderliche reichliche Brennstoffmenge zuführt.
Das neue Vordrosselorgan ist so ausgebildet, dass es zugleich als Starteinrichtung benutzt werden kann. Dies ist dadurch erreicht, dass der Anschlag, welcher zur Einstellung der kleinsten Durchlass- öffnung dient, nachgiebig ausgebildet ist und dass die Klappe mit einem Antrieb verbunden ist, der gestattet, sie entgegen der Wirkung des nachgiebigen Anschlages vollkommen zu schliessen.
Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, u. zw. zeigt Fig. 1 einen Schnitt, Fig. 2 eine Ansicht, Fig. 3 eine Draufsicht ; Fig. 4-6 sind Einzelheiten des Vordrosselorgans.
In Fig. 1 ist A ein Rohrstück, welches in bekannter Weise auf das Ansaugrohr eines Vergasers aufgesetzt wird. Es besitzt zwei Lufteintrittstellen a und b für die Zuführung von warmer bzw. kalter Luft, von denen die letztere b durch einen Schieber c ganz oder teilweise verschlossen werden kann, sowie eine Achse d, auf welcher die Klappe e befestigt ist. Je nachdem nun die Klappe e mehr oder weniger geöffnet ist, wird der durchströmenden Luftmenge, die durch die hier nicht dargestellte Drosselklappe des Vergasers geregelt wird, eine mehr oder minder grosse Geschwindigkeit erteilt und dadurch im Saugrohr ein mehr oder minder grosser zusätzlicher Unterdruck hergestellt.
Wie die Einstellung der Klappe e geregelt wird, geht aus den Fig. 2-5 hervor. Auf die im Rohrstück A gelagerte Achse d ist ein Ring f aufgesetzt und mit der Achse d durch Schräubchen oder Keile starr verbunden ; er trägt drei Hebelarme g, t und i, von denen ; und mit Stellschrauben fund l versehen
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der Klappe (in der Zeichnung nach rechts) gezogen werden kann. An das Gehäuse, 4 angegossen ist eine Rippe m und ein Gehäuse n. Das Gehäuse n besitzt eine Bohrung, die durch ein Plättehen p mit einem zylindrischen Ansatz o verdeckt ist, und ausserdem eine Feder q, deren Spannung durch eine : Mutter l'einstellbar ist.
Auf der anderen Seite der Achse cl ist eine Feder s, welche mit ihrem einen Ende am Gehäuse A, mit dem anderen Ende an einem mit einem Kranz von Löchern u versehenen Ring t befestigt ist. Auf der Achse sitzt ferner, durch einen auf die Achse aufgefrästen Vierkant x und eine Mutter y festgehalten, ein Ring w, der einen Stift t'besitzt, der in eines der Löcher u eingreift. Die Feder s ist so gewickelt, dass sie das Bestreben hat, die Klappe e zu schliessen, und ist auf jeden Fall schwächer als die Feder q.
Je nach der Drehung und Stellung des Ringes t wird nun die Feder s mehr oder weniger gespannt und damit ist die Verstellkraft der Klappe e und die Luftgeschwindigkeit im Saugrohr nach beliebiger Kurve regelbar.
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In der Ruhelage, bei Maschinenstillstand, hat also die Feder s das Bestreben, die Klappe zu schliessen.
Es ist ihr das bis zu der Stellung möglich, bei der die einstellbare Stellsehraube k an den Ansatz o stösst und die stärkere Feder q ein weiteres selbsttätiges Schliessen verhindert (Normalstellung). Soll zum Anlassen die Klappe ganz geschlossen werden, so wird der Hebel i durch den Bowdenzug nach rechts gezogen und dadurch die Feder q zusammengedrückt, bis die Klappe gegen die Wand des Gehäuses. 1.
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die normale Stellung zurück. Je stärker nun der Saugstrom der Maschine wird, desto grösser wird der gegen die Klappe e strömende Luftzug und desto mehr wird die Klappe entgegen der Feder s geöffnet.
Beim Nachlassen des Saugstromes bringt die Feder s die Klappe wieder in die normale Stellung zurück, so dass also der Zweck des Vordrosselventils, bei grossen Sauggeschwindigkeiten einen grossen, bei kleinen Sauggeschwindigkeiten einen kleinen Querschnitt freizugeben, erreicht wird, wobei die Normalstellung wie die beiden Endstellungen von vornherein festzulegen sind.
Um zu verhindern, dass die Klappe durch die Schwingungen der Luftsäule in dauernde Vibrationen gerät, empfiehlt es sieh, Dämpfungsmittel mit der Klappe zu verbinden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vordrosselorgan für Vergaser, bestehend aus einer federbelasteten, zwischen einstellbaren Anschlägen spielenden Klappe, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlag (0), der zur Einstellung der kleinsten Durchlassöffnung dient, nachgiebig ausgebildet ist, und dass die Klappe (,) mit einem Antrieb verbunden ist, der gestattet, sie entgegen der Wirkung des nachgiebigen Anschlages vollkommen zu schliessen.