AT96339B - Vorrichtung zur Aufsuchung und Lagebestimmung von Massen abweichender elektrischer Leitfähigkeit. - Google Patents

Vorrichtung zur Aufsuchung und Lagebestimmung von Massen abweichender elektrischer Leitfähigkeit.

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AT96339B
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    Vorrichtung zur Aufsuclumg und Lagebestimmung von Massen abweichender elektrischer Leitfähigkeit.   



   Eine grössere Anzahl von Vorrichtungen ist angegeben worden, um geologische Objekte, wie Erzgänge, wasserführende Spalten,   Ölansammlungen   usw. welche sieh durch ihre elektrische Leitfähigkeit beträchtlich von ihrer Umgebung unterscheiden, auf elektrischem Wege nachzuweisen. Alle diese Verfahren bedienen sich punktförmig (Daft und Williams, Sehlumberger) oder linearer (Lundberg und Nathorst) Elektroden, um den elektrischen Strom dem Erdboden zuzuführen und dadurch das elektrische Strömungsfeld, dessen Äquipotentiallinien   oder-flächen   dann ausgemessen werden, zu erzeugen.

   Diese Vorrichtungen leiden aber alle an dem Nachteil, dass der Potentialabfall hauptsächlich in unmittelbarer Nähe der punkt-oder linienförmigen Elektroden stattfindet, da sich dort die Strömungslinien auf einen immer enger werdenden kegel-oder keilförmigen Raum zusammendrängen und dadurch gezwungen werden, aus einer dreidimensionalen Anordnung unmittelbar in eine   Nul1dimensionale   oder Eindimensional Elektrode überzuspringen. 



   Die neue Vorrichtung, welche flächenförmige Elektroden von beliebiger, dem speziellen Zweck angepasster Gestalt zur Zuführung des elektrischen Stromes in den Erdboden benutzt, vermeidet diese Zusammendrängung der Stromlinien auf ein so niedrig dimensionales Gebilde, lässt vielmehr die   Strömung-   linien von einer Fläche ausgehen, welche bereits ein räumliches Gebilde zu beiden Seiten des zu untersuchenden Gebietes begrenzt.

   Dadurch wird der   Potentialabfal1   unmittelbar an den Elektroden soweit herabgesetzt, und der Strom bereits bei seinem Eintritt in den Erdboden derartig in. einem räumlichen Bündel in den Erdboden eingeführt, dass die Potentialverteilung zwischen den Elektroden ausserordentlich viel gleichmässiger gemacht und es namentlich auch vermieden wird, dass kleine zufällige Sonderheiten der Bodenbeschaffenheit an der Stelle, wo die   punktförmige Elektrode angebracht   ist, oder innerhalb der Erstreckung der linearen Elektroden sich in unkontrollierbarer Weise in dem Verlauf der Äquipotentiallinien innerhalb des zwischen den Elektroden gelegenen zu untersuchenden Gebietes ausdrücken. 



   Die Herstellung der flächenhaften Elektroden, die in ihrer   räumlichen   Ausdehnung zu dem Profilschnitt des zu untersuchenden Raumes der Grössenordnung nach vergleichbar   (3-8%)   sind, und von denen die Strömung unmittelbar räumlich in den Erdboden übertreten kann, geschieht z. B. dadurch, dass innerhalb der   Elektrodenflächenumgrenzung   nach gewissen Gesichtspunkten regelmässig verteilte leitende Stäbe in die Erde geschlagen und diese durch ein System von Drähten verbunden werden, oder dass man in sehr feuchten Gebieten blanke Kabel in mehreren Reihen in gewissen Abständen von einander auf der Erde entlang zieht, oder dass man grobe Drahtnetze längs der in Aussicht genommenen Elektrodenfläche ausbreitet.

   In manchen Fällen kann man auch durch das Ausspannen isolierter   flächenförmig   
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 gleichförmiger Weise hineinbringen. 



   Die Aufnahme der Äquipotentiallinien geschieht in bekannter Weise entweder durch Entlanggehen längs der Äquipotentiallinien mittels zweier durch einen Leitungsdraht und ein Telephon verbundener Sonden unter jeweiliger Zuordnung solcher Punkte zueinander, zwischen denen im Telephon kein Strom auftritt. Anstatt zweier beweglicher Sonden, welche über ein Telephon miteinander verbunden sind, kann man auch mit einer beweglichen Sonde und einer ein Telephon enthaltenden beweglichen Draht- 
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 EMI2.1 
 aus einem gewöhnlichen hohen Ohmschen Widerstand gebildet, welcher entweder mit den Polen der Stromquelle verbunden ist oder auch mit den Elektroden selbst oder mit Stellen im Erdreich, welche sich 
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   Wenn man nun mit der beweglichen Sonde den Raum zwischen den Elektroden absucht, dann kann man durch Entlanggehen mit dem Leitungsdraht auf dem Potentiometerwiderstand für jede Messst He, an welcher sich jeweilig die Sonde befindet, einen Punkt am Potentiometerwiderstand finden, bei dem der Ton im Telephon verschwindet. Die   Sondenpunkte   im   Raum zwischen   den Elektroden. für   welche der   Ton im Telephon bei der gleichen Einstellung des   Leitungsdrahtes am Potentiometerwiderstand ver-   schwindet, sind Punkte der   gleichen Äquipotentialfläche.  

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Vorrichtung zur Aufsuchung und Lagebestimmung von blassen abweiehender elektriseher Leitfähigkeit im Erdboden aus der Verteilung des elektrischen Potentials längs der Erdoberfläche oder zu- EMI2.3
AT96339D 1922-06-16 1922-06-16 Vorrichtung zur Aufsuchung und Lagebestimmung von Massen abweichender elektrischer Leitfähigkeit. AT96339B (de)

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