DE722455C - Verfahren zur gleichzeitigen Messung zweier oder mehrerer Groessen im Innern eines Bohrloches - Google Patents

Verfahren zur gleichzeitigen Messung zweier oder mehrerer Groessen im Innern eines Bohrloches

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DE722455C
DE722455C DES139547D DES0139547D DE722455C DE 722455 C DE722455 C DE 722455C DE S139547 D DES139547 D DE S139547D DE S0139547 D DES0139547 D DE S0139547D DE 722455 C DE722455 C DE 722455C
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Description

  • Verfahren zur gleichzeitigen Messung zweier oder mehrerer Größen im Innern eines Bohrloches Bekanntlich ist es häufig interessant, insbesondere um die durch ein Bohrloch durchschlagenen geologischen Schichten zu untersuchen, im Innern des Bohrlochs elektrische Messungen verschiedener Eigengrößen durchzuführen, um die geologischen Schichten näher zu bestimmen. So hat man beispielsweise folgende Größen gemessen: I. Den Scheinwiderstand der durch das Bohrloch durchschlagenen Schichten (vgl. hierzu das französische Patent 678 In3), eine Größe, die in gewissen Fällen mit zwei oder mehreren gesonderten Meßeinrichtungen gemessen werden kann, die verschiedene Dimensionen oder Charakteristika haben, 2. den elektrischen Widerstand der das Bohrloch anfüllenden Flüssigkeit, 3. die Potentialdifferenzen, die spontan im Innern des Bohrlochs, insbesondere in der Höhe der durchlässigen Schichten, auftreten (vgl. insbesondere das französische Patent 723 592), 4. die Temperatur der das Bohrloch anfüllenden Flüssigkeit usw.
  • Die vorliegende Erfindung hat zuni Zweck, gleichzeitig die Messung zweier oder mehrerer Größen, wie die vorher angegebenen, im Innern eines Bohrlochs durchführen zu können, wobei die Zahl von isolierten Leitern, die die Meßeinrichtungen mit der Erdoberfläche verbinden, auf ein Minimum und nötigenfalls sogar auf einen verringert wird, wie auch die Zahl der zu messenden Größen sein mag.
  • Zur Erreichung dieses Zwecks besteht das Verfahren gemäß der Erfindung im wesentlichen darin, daß in der Höhe der zu untersuchenden Schichten, in den dem Bohrloch benachbart liegenden Schichten, im Bohrloch selbst oder in einem in den zu untersuchenden Bereich hinabgesenkten Untersuchungsgerät zwei oder mehrere periodisch veränderliche elektromagnetische Felder bestimmter verschiedener Frequenzen erzeugt werden. deren jedes wenigstens ein Charakteristil\-um hat, das zu einer der zu messenden Größen in Beziehung steht. die Gesamtheit der erwähnten Charakteristika dieser verschiedenen Felder an die Erdoberfläche, vorzugsweise mittels eines einzigen Leiters, übertragen wird und die Charakteristika mittels geeigneter seleL-tiver Apparate, die sich an der Erdoberfläche befinden, gesondert gemessen oder registriert werden.
  • Außerdem kann man durch den gleichen Leiter ein oder mehrere Charakteristika eines elektrischen Gleichfeldes wie das. das z. B. in den im Bohrloch in der Höhe der durch lässigen Schichten vorhandenen spontanen Potentialdifferenzen seinen Ursprung hat, übertragen und messen.
  • Die Einrichtung gemäß der Erfindung für die Umsetzung der zuvor angegebenen Verfahren in die Praxis setzt sich im wesentlichen aus folgendem zusammen: I. Mitteln, die sich im Innern des Bohrlochs in der Nähe der-Schicht, wo man die Messungen ausführen will, befinden, um periodisch veränderliche elektromagnetische Felder gegebener Frequenzen zu erzeugen, von denen bestimmte Charakteristika, die in einem gegebenen Punkt im Innern des Bohrlochs zeugte Potential amplitude beispielsweise, entsprechend Funktionen der verschiedenen Meßgrößen sind. Diese Mittel. deren Art selbst natürlich von den Meßgrößen abhängt, können z. B. Wechselstromerzeuger aufweisen, die durch einen durch eine Batterie gespeisten Gleichstrommotor angetrieben werden können, wobei diese verschiedenen Apparate sämtlich in das Innere des Bohrlochs in einem oder verschiedenen Gehäusen hinabgelassen werden. Diese verschiedenen Wechselstromerzeuger sind so auszubilden, daß sie elektrische Ströme verschiedener gegebener Frequenzen - liefern; 2. einem elektrischen Kreis. um die Gesamtheit der ausgewählten Charakteristika der so erzeugten elektromagn!etisehen Felder an die Erdoberfläche zu übertragen. Dieser elektrische Kreis wird vorzugsweise von einem einzigen isolierten Leiter gebildet, der die im Bohrloch befindlichen Apparate mit den Anzeige- oder Registriermeßinstrumenten an der Erdoberfläche verbindet, wobei sich der Kreis durch den Boden und die das Bohrloch anfüllende Flüssigkeit schließt: 3. Meßinstrumenten an der Erdoberfläche, z. B. Potentialdifterenzmeßinstrumenten, von denen jedes allein auf die Potentialdifferenzen anspricht, die die Frequenz des besonderen Charakiteristikums, das man messen will. haben.
  • . Andere Merkmale der Erfindung finden sich in der nachfolgenden Beschreibung der Zeichnungsfiguren erläutert, die schematisch verschiedene Ausführungsbeispiele der Erfindung veranschaulichen.
  • Fig. I ist ein Schema einer Einrichtung gemäß der Erfindung für die gleichzeitige Alessung mittels eines einzigen isolierten Leiters von zwei Scheinwiderständen (gemessen mittels zweier Einrichtungen. deren Dimensionen verschieden sind) und der Potentialdifferenzen. die spontan in dem Bohrloch in der Höhe der durchlässigen Schichten auftreten.
  • Fig. 2 ist ein Teilschema einer anderen Ausführungsform der Einrichtung nach Fig. I Fig 3 veranschaulicht eine Einrichtung ähnlich derjenigen der Fig. I, die jedoch darüber hinaus die Messung der 'I'emperatur der Flüssigkeit im Bohrloch gestattet.
  • Auf der Zeichnung bezeichnet I ein mit Leitflüssigkeit (Wasser oder Spülung z. B. angefiilltes Bohrloch. in dessen Inneres verschiedene Apparate hinabgesenkt sind. die z. B. in ein und demselben. nicht dargestellten Gehäuse enthalten sind. Diese Apparate besitzen im vorliegenden Fall eine Elementen-oder Sammlerbatterie 2, die dazu dient. einen WIotor3 anzutreiben, auf dessen Welle zwei Wechselstromerzeuger 4 und 5 angeordnet sind. Der eine dieser Wechselstromerzeuger liefert z. 13. Strom mit 120 Perioden und der andere Strom mit 240 Perioden. Es ist nämlich aus Konstruktionsgründen einfach. für den einen der beiden Wechselstromerzeugei eine doppelte Frequenz wie die des anderen zu wählen, da man hierfür nur einenWeehselstromerzeuger mit einer doppelten Polzahl benötigt. Die Klemmen6, 7 dieser \\7echselstromerzeuger sind durch isolierte Leitungen 8, g entsprechend mit zwei Elektroden Bi.
  • Bo verbunden, die in das Bohrloch in einem ziemlich großen Abstand vom Apparat, einige Meter beispielsweise, hinabgesenkt sind. damit das beim Durchtritt des Stroms durch diese Elektroden erzeugte Potential an der Stelle, wo man die Messungen ausführt. d. h. an der Stelle, wo sich die Elektrode U befindet, von der später noch die Rede sein wird, einen vernachlässigbaren Wert hat. Die anderen Klemmen der Wechselstromgeneratoren sind durch getrennte Leiter 10 und 11 Illit zwei Elektroden At, 242 verbunden. die im allgemeinen in einem Abstand von i m beispiels. weise angeordnet sind.
  • Die beschriebene Apparatur gestattet. in dem Bohrloch zwei elektrisdie Wecllselfelder zu erzeugen, die sich dem elektrisden Gleichfeld überlagern, das spontan in dem Bohrloch in der Höhe der durchlässigen Schichten entsteht.
  • Die Einrichtung, die dazu bestimmt ist, an die Erdoberfläche die elektrischen Charakteristika dieser verschiedenen Felder zu übertragen, um sie zu trennen und gesondert zu messen, weist eine Elektroden auf, die in das Bohrloch in die Nähe der ElektrodenA,, 2 in einem in der Größenordnung des Durchmessers des Bohrlochs beispielsweise liegenden Abstand von der Elektrode A1 und in einem bedeutend größerenAbstand (einMehrfaches des ersteren) von der Elektrode Ä hinabgesenkt ist. Um die Darstellung zu vereinfachen, sind diese entsprechenden Abstände der Elektroden auf der Zeichnung nicht in dem zum Durchmesser des Bohrlochs imVerhältnis stehenden Maßstab dargestellt. Die Elektrode 11/1 steht mit der Erdoberfläche durch einen isolierten Leiter 12 in Verbindung, der gleichfalls dazu dienen kann, die ganze in das Bohrloch hinabgesenkte Apparatur zu tragen. Diese Elektrode M Rist, von einem entfernt liegenden Punkt aus gesehen, einer veränderlichen Spannung ausgesetzt, die sich aus der Summe folgender Spannungen zusammensetzt: I. der durch die spontan in dem Bohrloch auftretenden Gleichströme hervorgerufenen Gleichspannung, 2. der durch den Dur.chtritt des Stroms mit der Frequenz zwischen den Elektroden A1 und Bt erzeugten Spannung mit der Frequenz ft, die proportional einem der zu messenden Scheinwiderstände eJ ist, 3. der durch den Durchtritt des Stroms mit der Frequenz 2 zwischen den Elektroden A2 und B2 erzeugten Spannung mit der Frequenz /2 die proportional einem der zu messenden Scheinwiderstände e, ist.
  • Der Leiter 12 führt zu einer der Klemmen I3 eines selektiven Meßapparats, dessen andere Klemme 14 bei N geerdet ist. Zwischen diesen Klemmen 13 und 14 liegen die verschiedenen Kreise, die dazu dienen, die für jedes der drei erwähnten Felder ausgewählten Charakteristika gesondert zu messen.
  • Der Kreis, der zur Messung der Gleichspannungen dient, die spontan in den verschiedenen Tiefen in dem Bohrloch auftreten, weist einen Potentialdifferenzmeßapparat Gj und einen Filter Ft auf, deren Charakteristika so ausgewählt sind, daß der Durchtritt jeglichen Wechselstroms in diesem Zweigstromkreis verhindert wird. Der Kreis für die Messung des vom elektrischen Feld mit I20 Perioden ausgewählten Charakteristikums, der parallel zwischen den Klemmen I3 und 14 liegt, besitzt einen Kondensator C2, um den Durchtritt des Gleichstroms zu verhindern, einen Filter F2, der in an sich bekannter Weise so ausgebildet ist, daß er nur den Durchtritt des Wechselstroms zwischen rlo und 130 Perioden beispielsweise gestattet, und einen Potentialdifferenzmeßapparat G2, um die Wechselpotentialdifferenz mit 120 Perioden zwischen den Elektroden 91 und N zu messen.
  • Die Apparatur für die Messung des vom elektrischen Feld mit 240 Perioden ausgewählten Charakteristikums, die ebenfalls in Parallelschaltung zwischen den Klemmen I3 und 14 liegt, ist genau in derselben Weise aufgebaut und besitzt einen Kondeitsator C2, einen Filter F2, der so ausgewählt ist, daß er nur die Wechselströme durchgehen läßt, deren Periode zwischen 210 und 260 beispielsweise liegt, und einen Potentialdifferenzmeßapparat Gs.
  • Vorzugsweise werden die Frequenzen der benutzten Wechselströme so ausgewählt, daß sie ziemlich entfernt liegen von der Frequenz der elektrischen Ströme, wie sie in der Gegend, wo sich das Bohrloch befindet, industriell benutzt werden (Frequenz von 50 oder 60 Perioden im allgemeinen je nach den Ländern), um die Störpotentialdifferenzen zu vermeiden die, sei es durch Streuen im Boden, sei es durch Induktion in den Meßkreisen, hervorgerufen werden könnten. Aus diesen Gründen sind in dem hier beschriebenen besonderen Fall Ströme mit I20 und 240 Perioden gewählt, jedoch könnte man auch Ströme niedriger Frequenzen mit 50 Perioden be nutzen.
  • Die Einrichtung arbeitet nun wie folgt: Die spontanen Potentialdifferenzen, die unmittelbar im Bohrloch in der Höhe der porösen Schichten auftreten, werden unmittelbar zwischen der Elektrode f und der Erdung IV durch den Potentialdifferenzmeßapparat Gi gemessen. Weiterhin gestattet der Meßapparat G2, die Wechselpotentialdifferenz mit 120 Perioden zu messen, die zwischen der Elektrodeild und der ErdungN herrscht.
  • Diese Potentialdifterenz ist durch den Durchtritt des durch den Wechselstromerzeuger 4 erzeugten Wechselstroms, der zwischen der ElektrodeA, und der Elektrode B1 abfließt, durch das Bohrloch und die dem Bohrloch benachbarten Schichten bedingt. Sie ist proportional einem der Scheinwiderstände Q1, die man messen will. Auf dieselbe Weise ergibt der Meßapparat G2 die Potentialdifferenz zwl schen der Elektrode iii und der Erdung N, die auf den Durchtritt des durch den Wechselstromerzeuger 5 erzeugten Wechselstroms, der zwischen den Elektroden 2 und B2 abfließt, durch das Bohrloch und die dem Bohrloch benachbarten Bodenschichten zurückgeht.
  • Diese Potentialdifferenz ergibt den Wert des anderen Scheinwiderstandes Q2, den man messen will. Der Vergleich der so gemessenen Scheinwiderstände mittels zweier Einrichtungen verschiedener Abmessungen gestattet, in der Mehrzahl der Fälle sehr genaue Ergebnisse iiber den wirklichen Widerstand der Schichten und die Durchdringung der Schichten durch das Wasser oder die Bohrlochspülungzu erhalten.
  • Bei der in Fig. 2 dargestellten Ausführungs form unterscheidet sich die Einrichtung von derjenigen nach Fig. I nur darin, daß, um den an die Erdoberfläche übertragenen Strom nach den verschiedenen Grundfrequenzen zu analysieren, an Stelle von Filtern Vibrationsgalvanometer vorgesehen sind, die unmittelbar und getrennt Amplituden des jeder Frequenz entsprechenden Stroms registrieren. Das eine dieser Galvanometer G'2 wird z. B. auf eine Frequenz von 120 Perioden und das andere G'3 auf eine Frequenz von 240 Perioden eingestellt. Diese beiden Galvanometer G'2 und G's sind in Serie mit einem Kondensator C' zwischen den Punkten I3 und 14 angeordnet, wobei der Kondensator C' dazu dient, den Durchtritt des Gleichstroms zu verhindern.
  • Im übrigen ist ein anderes Galvanometer G'1 für die Messung des Gleichstroms, wie im vorhergehenden Fall, zwischen den Punkten I3 und 14 in Parallelschaltung mit den Galvanometern G'2 und G'5 und in Serie mit einem Filtert angeordnet, der dazu dient. den Durchgang des Wechselstroms in diesem Nebenschluß zu verhindern. Die drei Galvanometer G'3, G'2 und G'3 gestatten, gesondert in einer an sich bekannten Weise die Amplituden des Gleichstroms, des Stroms mit I20 Perioden und des Stroms mit 240 Perioden zwischen I3 und 14 zu registrieren.
  • Die Einrichtung der Fig. 3 ist ähnlich derjenigen der Fig. I, nur gestattet sie über die schon angegehenen Größen hinaus, noch die in dem Bohrloch in der Höhe, in der man die Messung durchführt, herrschende Temperatur zu messen. Zu diesem Zweck ist auf der Welle des SIotors 3, außer den Wechselstromerzeugern 4 und 5 ein dritter Wechselstromerzeuger 15 angeordnet, der dazu bestimmt ist, ein beispielsweise durch eine Wheatstonesche Brücke, deren Spitzen mit I6, I7, 18, 19 bezeichnet sind, gebildetes Widerstandsthermometer zu speisen. Zwei der gegenüberliegenden Widerstände 16-17 und 18- I 9 sind bekannt, untereinander gleich und unveränderlich, indem sie aus einer Legierung bestehen, deren Widerstand nicht gegen Temperaturänderungen empfindlich ist, während die anderen Widerstände 16-19 und 17-18, ebenfalls untereinander gleich, hingegen aus einer Legierung bestehen, deren Widerstand sich mit der Temperatur ändert, wie dies z. B. in dem französischen Patent 827 274 beschrieben ist. Die Spitzen I6, I8 sind mit den beiden Klemmen des Ävediselstromerzeugers I5 verbunden, während die Spitze 19 z. B. mit der Meßelektrode iII verbunden ist und die Spitze I7 mit dem Leiter 12, der dazu dient, den Strom an die Erdoberfläche zu übertragen. Der Wechselstromerzeuger 15 hat eine andere Frequenz als diejenige der Wechselstromerzeuger 4 und 5, z. B. eine Frequenz von 360 Perioden. An der Erdoberfläche ist die Einrichtung ähnlich derjenigen der Fig. I, jedoch besitzt sie einen zusätzlichen Nebenscbluß, in den ein Kondensator C4, ein Meßapparat G4 und ein FilterF4 eingeschaltet sind, der nur den Strom zwischen 330 und 400 Perioden beispielsweise durchtreten läßt. Wie im Falle der Fig. 1 mißt der Apparat G1 nur die Gleichpotentialdifferenzen, und die Apparate G2 und G3 messen entsprechend die Wechselpotentialdifferenzen mit 120 und 240 Perioden zwischen den Elektroden 31 und N.
  • Der Apparat G4 mißt die Potentialdifferenzen mit 360 Perioden, die in dem Kreis durch die Unsymmetrie der Wheatstoneschen Brücke erzeugt werden. Die Filter Fs, F3, F4 sind so konstruiert, daß sie die verschiedenen anderen Frequenzen als diejenigen, die gerade gemessen werden sollen. nicht in die entsprechenden Meßapparate gelangen lassen. Der Meßapparat G4 gestattet also, die Temperatur festzustellen, die in.dem Bohrloch in der Höhe, wo sich der Apparat befindet, herrscht.
  • Bei den beschriebenen Ausführungsformen ist angenommen, daß man zwei Scheinwiderstandsmeßeinrichtungen benutzen will, Man könnte selbstverständlich auch drei oder vier oder noch mehr verwenden. Hierfür würde es ausreichen, eine entsprechende Anzahl von Wechselstromerzeugern verschiedener Frequenzen auf der Motorwelle anzuordnen und zwischen den Klemmen 13 und 14 eine entsprechende Anzahl von Filtermeßkreisen vorzusehen.
  • Im Falle, wo man eine große Anzahl von Messungen gleichzeitig in dem Bohrloch durchzuführen hat, kann man, um nicht die Zahl der Wechseistromerzeuger und der verwendeten Frequenzen übermäßig zu erhöhen, Umschaltrelais verwenden, die nacheinander zwei oder mehrere im Bohrloch befindliche Mefiapparate auf denselben Meßkreis abzxveigen, wobei diese Umschaltrelais von der Erdoberfläche aus vermittels des oder der isolierten Leiter, die die Erdoberfläche mit den in das Bohrloch hinabgesenkten Apparaten verbinden, durch genügend starke Stromstöße gesteuert werden können.
  • An den beschriebenen Einrichtungen können selbstverständlich noch zahlreiche andere Änderungen vorgenommen werden, ohne daß man sich von dem Efindungsgedanken entfernt. Insbesondere kann das Kabel 12 eine Metallumfiechtung besitzen und der Meßkreis auch, anstatt daß er sich durch die Erde bei N schließt, durch die Zwischenschaltung dieser Metallumfiechtung schließen.

Claims (9)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zur gleichzeitigen Messung zweier oder mehrerer Größen im Innern eines Bohrlochs, insbesondere zur Untersuchung der von dem Bohrloch durchschlagenen Schichten, dadurch gekennzeichnet, daß im Innern des Bohrlochs in der Höhe, wo die Messungen durchgeführt werden sollen, in den dem Bohrloch benachbarten Schichten, in dem Bohrloch selbst oder in einem auf die genannte Höhe hinabgesenkten Untersuchungsgerät zwei oder mehrere periodisch veränderliche elektromagnetische Felder verschiedener bestimmter Frequenzen erzeugt werden, deren jedes ein oder mehrere Charakteristika besitzt, die zumindest mit einer der Meßgrößen in Beziehung stehen, die Gesamtheit der erwähnten Charakteristika dieser verschiedenen Felder an die Erdoberfläche iibertragen wird und das oder die für jedes der betreffenden Felder aus gewählten Charakteristika gesondert an der Erdoberfläche gemessen werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch Ij dadurch gekennzeichnet, daß gleichzeitig bestimmte Charakteristika eines elektrischen Gleichfeldes, insbesondere desjenigen, das in den Potentialdifferenzen, die spontan in dem Bohrloch in der Höhe der durchlässigen Schichten auftreten, seinen Ursprung hat, übertragen und gemessen werden.
  3. 3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet daß in das Bohrloch in die Höhe, wo die Messungen durchgeführt werden sollen, ein Generator hinabgesenkt wird, der die zur Erzeugung der verschiedenen elektromagnetischen Felder notwendige elektrische Energie liefert, und an die Erdoberfläche durch einen einzigen elektrischen Kreis Ströme oder Potentiale bestimmter und untereinander verschiedener Frequenzen, sogenannte Meßströme oder -potentiale, übertragen werden, deren ausgewählte Charakteristika in Beziehung zu den Meßgrößen stehen.
  4. 4. Einrichtung für die Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen I und 2, gekennzeichnet durch Mittel (4, 5; A1, A2, Bj, B2), um in dem Bohrloch in der Höhe, wo die Messungen durchgeführt werden sollen, gleichzeitig periodisch veränderliche elektromagnetische Felder bestimmter verschiedener Frequenzen zu erzeugen, deren jedes ein oder mehrere Charakteristika besitzt, die zumindest zc einer der Meßgrößen in Beziehung stehen, einen einzigen elektrischen Kreis (M, 12, I3, I4, N), um die im Bohrloch befindlichen Apparate mit den Meßapparaten an der Erdoberfläche zu verbinden, und seld:-tive Meßinstrumente (F1, G1; F2, G2; F3, G3) an der Erdoberfläche, um getrennt die betreffenden Charakteristika zu messen oder zu registrieren.
  5. 5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Erzen gung der elektromagnetischen Felder bestimmten Mittel (4, 5; A1, A2, B1, B2) eine elektrische Energiequelle (2) besitzen, die die verschiedenen Organe eines Untersuchungsgeräts speist, wobei diese Untersuchungsorgane und die Energiequelle in das Bohrloch in die Höhe, wo die Messungen durchgeführt werden sollen, hinabgesenkt werden.
  6. 6. Einrichtung nach den Ansprüchen 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die in der Höhe, wo die Messungen durchgeführt werden sollen, befindlichen Untersuchungsorgane einen Motor (3) besitzen, der verschiedene Wechselstromerzeuger (4, 5) bestimmter verschiedener Frequenzen antreibt, von denen jeder einen für die Messung einer der gesuchten Größen geeigneten Kreis speist, wobei diese verschiedenen Apparate und Kreise sämtlich sich im Bohrloch befinden.
  7. 7. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßinstrumente an der Erdoberfläche Meßinstrumente für Ströme oder Potentialdifferenzen sind, von denen jedes allein auf die Ströme oder Potentiale einer gegebenen Frequenz entsprechend derjenigen des einen der elektromagnetischen Felder, von denen man eines der Charakteristika messen will, anspricht.
  8. 8. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der die Meßapparate an der Erdoberfläche mit den im Bohrloch befindlichen Organen verbindende - einzige Kreis entweder durch ein Kabel (12) mit einem einzigen Leiter und Rückschluß durch die Erde oder die Umflechtung des Kabels oder durch ein Kabel mit zwei I,eitern gebildet wird.
  9. 9. Einrichtung für die Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die eine oder mehrere der Meßgrößen ein oder mehrere der Scheinwiderstände der von dem Bohrloch durchschlagenen Schichten sind.
    Io. Einrichtung nach Anspruch 4. dadurch gekennzeichnet, daß eine der Meßgrößen die im Innern eines Bohrlochs herrschende Temperatur ist, während die anderen gleichzeitig gemessenen Größen die Gleichpoltenti,aldifferenzen, die in der Höhe der durchlässigen Schichten vorhanden sind, undfoder der oder die Scheinwiderstände der von dem Bohrloch durchschlagenen Schichten und/oder jede andere den Bedingungen des Verfahrens nach Ansptttch 1 entsprechende Größe sind.
    1 1. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die eine der Meßgrößen der spezifische Widerstand der Flüssigkeit im Innern des Bohrlochs ist, während die anderen gleichzeitig gemessenen Größen die in der Höhe der durchlässigen Schichten vorhandenen Gleichpotentialdifferenzen undfoder der oder die Scheinwiderstände der von dem Bohrloch durchschlagenen Schichten und? oder jede andere den Bedingungen des Verfahrens nach Anspruch I entsprechende Größe sind.
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