AT95699B - Auf dem Beharrungsgesetz beruhender Beschleunigungsmesser. - Google Patents

Auf dem Beharrungsgesetz beruhender Beschleunigungsmesser.

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AT95699B
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Rudolf Ing Christof
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Auf dem Beharrungsgesetz beruhender Beschleunigungsmesser. 
 EMI1.1 
 Ausgestaltung zur Bestimmung der Ortsveränderung von Fortbewegungsmittel aller Art im Verhältnisse zur festen Erdoberfläche. Da es sich bei den zwei erstgenannten Messungsergebnissen um gerichtete 
 EMI1.2 
 Methoden auch die gewünschte Relativität zwischen Fahrzeug und Erdoberfläche nicht bestimmbar. die erhaltenen   Messungsergebnisse stellen   daher mindestens unsichere, wenn nicht unrichtige Werte dar. 



   Die zweckmässigste Ortsbestimmung ist demnach zweifellos jene. welche sich unmittelbar auf die feste   Erdoberfläche     selbstbezieht, welcher somit   ein mit der Erde verbunden gedachtes Bezugskoordinatensystem zugrunde gelegt ist ; dabei wird als Koordinatenebene die Horizontebene und als Achsenrichtungen die den Ausgangspunkt enthaltende Meridian- und Breitenrichtung vorzugsweise zu wählen sein. 
 EMI1.3 
 
Die der Erfindung u.   zw.   dem einzelnen Geschwindigkeitsintegrator als elementaren Bestandteil des zu einem System ausgestalteten Ortsveränderungsanzeigers zugrunde liegende Idee   it nun folgende   :

  
Zur Bestimmung des Weges wird   kinematisch   von der Beschleunigung ausgegangen, welche   xnr  
Einleitung jeder Bewegung. wie jeder Änderung derselben notwendig ist. 



   Da bei Bewegungszuständen im allgemeinen, insbesondere bei Fahrzeugen, die Beschleunigung mit der Zeit veränderlich ist, ist es notwendig, dass unter strengster Einhaltung der Kontinuität die auf- einanderfolgenden Momentanbeschleunigungen an einer Masse derart sinnfällig gemacht werden. dass sie zur weiteren   Umformung   in Geschwindigkeit und Weg mechanisch ausgewertet werden können. Es ist dies nur durch Feststellung der   Relativität,   also in der Weise erreichbar, dass in der der Beschleunigung unter-   worfenen   Vorrichtung eine. wenn auch in   beschränktem Masse   frei bewegliche Masse vorhanden ist, welehe in den einzelnen aufeinanderfolgenden Zeitdifferentialen von dem Beschleunigungszwange ansgenommen 
 EMI1.4 
 standes. 



   Soll die notwendige Kontinuität vorhanden sein, dann darf diese Trägheitsmasse die ihr mitgeteilte Energie nicht in irgendeine Form umsetzen, sie darf daher. trotzdem sie zur Geltendmachung ihres Baharrungsvermögens eines Freiheitsgrades bedarf, ihre Lage in bezug auf die Vorrichtung bis auf 
 EMI1.5 
 sein, wobei die Achse ihrer Bewegungsfreiheit selbstverständlcih mit jener, worauf der Bewegungszustand bezogen werden soll, dauernd gleichgerichtet zu sein hat. Die möglichen Schwingungen müssen jedoch trotz pendelartiger Aufbängung behindert sein, aber nur insoweit, dass im Ruhezustand des Systems die Hinder- 
 EMI1.6 
 

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   Nach   bekannter   Art gelangt jedoch auch hier werder der Trägheitswiderstand noch der durch ihn hervorgerufene Beschleunigungsdruck zur Auswertung. sondern es wird eine durch einen äusserst geringen Bruchteil des   Bjschleunigungsdruekes   unter Zuhilfenahme einer   unabhängigen Kraftwelle aufgelöste.   dem jeweiligen Trägheitswiderstande das   Gleichgewicht haltende Gegenkraft, d. h. deren kinetische Energie   ausgewertet. 
 EMI2.1 
 Wirkung geringer Beschleunigungen oder deren Änderungen nicht   hinreichen,     um   die Bewegungswider-   stände   des Apparates zu überwinden, kleine Beschleunigungen würden durch die inneren Widerstände aufgezehrt werden und könnten somit überhaupt nicht zur Anzeige gebracht werden.

   woduch eine Grund- 
 EMI2.2 
 sprechend gewählten Trägheitsmasse ein verschwindend kleiner ist. so wird   diee einzige, vom   Trägheits- widerstand unmittelbar zu leistende Arbeit von derartigem Ausmasse sein, dass auch kleine Beschleuni-   gunges   oder deren Änderungen   verlässlich   angezeigt werden können. 
 EMI2.3 
 und deren Änderungen angezeigt und ausgewertet werden   können.   



   Behufs Erzielung der   möglichsten   Genauigkeit wird natürlich der   Messbereich nur auf   die praktisch vorkommenden Beschleunigungen zu   beschränken sein. Ausser   von diesem Umstande und selbstverständlich dem der Ausführung an sich wird sodann der   Genauigkeitgsrad   noch davon abhängen, dass die Vorrichtung   möglichst   stabil in der   Bzugskoordinatenebene   bzw. Achse erhalten wird. Die dem jeweiligen Trägheitswiderstand gleichwertige, das dauernde Kräftegleichgewicht herbeiführende Gegenkraft wird durch entsprechende, selbstverständlich innerhalb der Proportionalitätsgrenze erfolgende Längendeformation (Dehnung) elastischer Mittel erreicht, wobei zur Formänderungsarbeit, wie erwähnt, eine unabhängige Kraftquelle verwendet wird.

   Die Länge der Dehnung ist bereits eine Masszahl der Momentanbeschleunigung. 
 EMI2.4 
 Lagenform und deren   mechanische   Integration nach der Zeit. Dieser Vorgang kann in exakter Anpassung an die Kinematik in   mehrfacher   Weise. so z. B. durch Hintereinanderschaltung zweier besonderer Wheatstonscher   Bruckensysteme   oder nach bekannter Art durch Hintereinanderschaltung zweier   Reibungsgetriebe   erfolgen.

   Gemäss der Anwendung so vieler Zwischenglieder, von welchem jedes für sich verschiedene Formen aufweisen kann, ist auch die   Ausführungsform   des Erfindungsgegenstandes eine mannigfaltige, wovon in der Zeichnung einige schematisch und beispielsweise dargestellt sind n. zw. zeigen : Fig. 1 das Schema eines vollständigen Gesehwindigkeitsintegrators, wobei die   Um-   formung der Momentanbeschleunigung mittels zweier Reibungsgetriebe und die Erzeugung der Längendeformation durch ein besonderes drittes   Reibungsgetriebe   bewirkt wird. Fig. 2 die Seitenansicht des   Druckausgleichreibungsgetriebes,   Fig. 3 die Seitenansicht und Fig. 4 die Draufsicht einer Einzelheit dieses 
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 und Schaltung eines als Stromwender wirkenden Doppelrelais in der Form einer Wheatstonschen Brücke. 



  Fig. 7 die Seitenansicht dieses Relais, Fig. 8 ein darauf bezügliches vereinfachtes Schaltungsschema, Fig. 9 die Verwendung eines mittels Differentialgetriebes gekuppelten   Motorpaares   zur Erzeugung der 
 EMI2.6 
 Geschwindigkeitsintegrators   bei Verwendung von einfachen Wheatstonschen Brücken   mit   Wendemotoren.   Fir. 14 eine Ausführungsform des dabei verwendeten Brückensystems.

   Fig. 15 einen Querschnitt hiezu. 
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 EMI3.1 
 
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 EMI4.1 
 
 EMI4.2 
 

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   staffelweise dazwischen geschaltet.   Auf der Platte   1'6   sind   mehrere gut leitende federnde Lamellen j : ;   in der Mitte befestigt, welche mit den unterhalb befindliehen blanken Wid iständen in   der XuItellung   
 EMI5.1 
 



   Wird nun eines der beiden Elektromagnetpaare erregt, so drückt der auf derselben Seite niedergezogene Bügel 74 gleichmässig auf die Lamellenfedern   7. 3, schliesst nach   und nach immer mehr Wider- 
 EMI5.2 
 



   Eine dritte, andersartige   Ausführungsform für   die   mechanische Darstellung der Momentanbesehleu-   nigung ist schematisch und beispielsweise aus Fig. 9 ersichtlich. In den beiden, von der Trägheitsmasse 47 abzweigenden Stromzweigen liegt je ein, nur in einem Drehsinn umlaufender Elektromotor 83 und 86. 
 EMI5.3 
 



   Selbstverständlich kann auch hier zwecks Vergrösserung der Drehmomente eine   Relaisxwi -hcil-   schaltung stattfinden. 



   Auch die Umformung von Momentanbeschleunigung in Momentangeschwindigkeit und Weg ist auf verschiedene Arten, so z. B. in den in Fig. 11 und 13 schematisch dargestellten Ausführungsbeispielen möglich. Die mechanische   Darstellung der Momentanbeschleunigung   erfolgt bei   beiden Ausführungs-   formen durch entsprechende Vereinigung der früher beschriebenen Teilvorrichtungen. Die Umformung geschieht in beiden Ausführungsformen durch Hintereinanderschaltung zweier Wheatstonscher Brücken- 
 EMI5.4 
 kungen, als   Doppglbliielzeii   geschaltete. durch Differentialgetriebe mechanisch   gekuppelte Motorpaare   verwendet werden. 



   In Fig. 13 ist 109 wieder der   Beschleunigungsempfänger,   welcher samt der   elektromagnetischen   
 EMI5.5 
 Elektromotor 97. 



   Die bei der Ausführungsform nach Fig. 13 verwendeten einheitlich   angenommenen     Wheatstousclo)   Brücken bestehen aus den bei a sich verzweigenden und bei b sich vereinigenden unbewegliehen Wider- 
 EMI5.6 
 Relais der ganzen Vorrichtung der Fall ist, je ein Wendemotor 113' bzw. 113" als Brücke geschaltet. dessen Winkelgeschwindigkeit proportional veränderlich mit der Länge der im Stromkreis liegenden 
 EMI5.7 
 

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   abnehmern 105 und 106 vorgesehen und derart angeordnet sind, dass die eine Brücke ihren Maximalstroni erhält, wenn die andere stromlos ist und umgekehrt. In beiden Brücken ist je ein Motor 99 bzw. 102 ein-   
 EMI6.1 
 wird.

   In letzteren werden hiedurch proportional mit der Zeit Widerstände verlängert bzw. verkürzt, wodurch gemäss der gemachten Voraussetzung das Motorpaar   zu   102"bzw. der Wendemotor 113". analog der Reibrolle 25 in Fig. 1 eine gleichförmig zunehmende Winkelgeschwindigkeit, also eine gleich- förmige Winkelbeschleunigung erfahren. 



   Durch Kupplung mit einem Zählwerk 22 wird sodann der   zurückgelegte   Weg angezeigt. Die Dar-   @stellung   der Momentanbeschleunigung und Momentangeschwindigkeit nach Grösse und Richtung kann z. B. durch feste   Striehmarken     108'bzw. 103" und   mit den Stromabnehmern verbundene drehbare
Skalen 104' bzw. 104" erfolgen. Eine beispielsweise Ausführungsform einer vollständigen Anlage   zur  
Bestimmung der   Ortsveränderung   in bezug auf die feste Erdoberfläche zeigt Fig. 10. Das zugrunde gelegte Bezugskoordinatensystem soll dabei jenes sein. welches durch die Horizontebene und die den   t Ausgangspunkt enthaltende Meridian-und Breitenrichtung bestimmt ist.

   Als vermittelndes Instrument   dient hiefür ein kardanisch aufgehängter. mit Hilfe bekannter Vorrichtungen horizontal stabilisierter
Richtungsweiser 90, als welcher ein Magnetkompass oder   Kreiselkompass, welch   letzterer wegen seiner   genaueren Azimuthaltung der Vorzug zu gehen wäre.   in Betracht käme.

   Je nach dem zur Verwendung   kommenden Kompass würde dann   der magnetische oder astronomische Meridian als eine der Bezugsachsen zu gelten haben. 
 EMI6.2 
 vollkommen getrennte. nach allen Seiten frei drehbar gelagerte Ortsveränderungsanzeiger 91 derart angeschlossen, dass der hier beispielsweise aus einem System von zwei aufeinander senkrecht stehenden   Geschwindigkeitsintegratoren bestehende Apparat mit   dem erst beschriebenen Richtungsweiser dauernd gleichgerichtet erhalten wird. die Baschleunigungsempfängerachsen 42 (Fig. 1 oder 5) somit ständig meridional bzw. in der Breitenrichtung und horizontal stabilisiert bleiben. 



   Der eine Geschwindigkeitsintegrator wird daher nur die Nord-Süd-, der andere nur die   Ost-West-     Beschleunigungskomponenten     aufnehmen   und in die entsprechenden, in den Zählwerken erscheinenden 
 EMI6.3 
 körper 48 und 45 bzw.   48'und     45'schematisch   angedeutet. 



   Zur eindeutigen Ortsbestimmung würde eine Anlage in dem eben beschriebenen Umfange vollkommen ausreichen. Als   zweckmässige,   wenn auch nicht unbedingt notwendige Ergänzung der Anlage 
 EMI6.4 
 bekannter Weise über einem entsprechenden   Kartenaussehnitt   mittels zweier unabhängig voneinander verschiebbarer, in   Abhängigkeit   mit den Wegzählwerken stehender Fäden die Nord-Süd-und Ost-West-
Wegkomponenten wieder zusammengesetzt werden, wodurch der jeweilige Ort planlich aufgezeigt oder in üblicher Weise aufgezeichnet wird. Ebenso kann diese Zusammensetzung-auch bezüglich der   Momentan-   beschleunigungs-bzw. Geschwindigkeitskomponenten zur Sichtbarmachung der resultierenden Momentan- beschleunigung und Momentangeschwindigkeit erfolgen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Auf dem Beharrungsgesetz beruhender Beschleunigungsmesser, bei welchem eine   dem jeweiligen   
 EMI6.5 
 

**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.

Claims (1)

  1. <Desc/Clms Page number 7> EMI7.1
AT95699D 1920-11-08 1920-11-08 Auf dem Beharrungsgesetz beruhender Beschleunigungsmesser. AT95699B (de)

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