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Lager für Walzenzapfen.
Die Erfindung betrifft ein Lager für Walzenzapfen. Die gewöhnliche Form der Walzenlager besteht aus in das Einbaustück eingesetzten Lagersegmenten. Durch diese Lagersegmente soll einerseits an Metall gespart werden, andererseits ein Raum zur Aufnahme von Schmiermaterial geschaffen werden. Es ist klar, dass der Walzenzapfen durch diese vielen Segmente, welche an und für sich nicht präzise genug in das Einbaustück eingepasst werden, oft roh bleiben und nicht fest genug im Einbaustück sitzen, nicht genügend gelagert ist.
Ferner tritt beim Walzen nie der Höchstdruck in lotrechter Richtung, d. i. in der lotrechten Achse auf, sondern er ist abhängig vom Angiitffswinkel des zu walzenden Stabes und fällt daher in eine Richtung, welche links oder rechts, je nach welcher Seite der Walzstab eingesteckt wird, von der lotrechten Achse liegt. Dadurch wird der beim Walzen auftretende Höchstdruck gegen die Spitzen oder Kanten der Lager- segmente gepresst, und es werden diese zum raschen Abarbeiten gebracht.
Schliesslich liegt das in den Schmierräumen zwischen den Segmenten eingeführte Fett zwar direkt auf dem Walzenzapfen auf, es ist aber gegen Aufliessen nicht gesichert und arbeitet daher unökonomisch, so dass auf diese Weise ein sehr grosser Verbrauch an Fett entsteht.
Bei bekannten Lagerkonstruktionen sind diese Mängel zum Teil vermieden, alle jedoch weisen mit Bezug auf die Schmierung die gekennzeichneten Fehler auf.
Die Erfindung ist bestimmt, diesem Übelstand dadurch abzuhelfen, dass die Lagerschalen mit beiderseitig heraufgezogenen Flanschen versehen sind, so dass durch diese Flanschen, den Lagertragdeckel und den Walzenständer oder die sonst in Betracht kommenden Begrenzungsteile des Walzgerüstes ge- schlossen Schmierräume gebildet werden.
Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise dargestellt u. zw. zeigt. Fig. 1 eine Seitenansicht der neuen Lageranordnung für ein Duo-Walzwerk, Fig. 2 einen senkrechten Schnitt durch Fig. 1 und Fig. 3 eine Draufsicht.
Innerhalb des Walzenständers sind in bekannter Weise zur Lagerung der beiden Walzenzapfen Z und Z ein oberes Einbaustück 0 und ein unteres Einbaustück Usowie Walzentragdeckel D vorgesehen.
Die Lagerschalen L sind beiderseitig mit seitlich heraufgezogenen Flanschen fund f1 ausgestattet. Die Flanschen sind so ausgebildet, dass sie das Einbaustück P und den Tragdeckel D umgreifen und sind so weit hochgezogen, dass sie mit dem Einbaustück und den Innenseiten des Walzenständers geschlossene Räume jss und. ? bilden. welche für die Aufnahme des Fettes dienen. Selbst beim Abarbeiten der Lagerschalen und Nachgetzen der Einbaustücke oder der Lagerdeckel bleiben diese Räume geschlossen. Es ist dadurch gewährleistet, dass der Verbrauch des Fettes ein sehr ökonomischer ist, weil vom Walzenzapfen nur soviel mitgenommen wird, als er tatsächlich verbraucht und das Fett nach keiner Seite ausfliessenkann.
Werden der Form der Räume R und R1 entsprechende Brikette hergestellt, so ist eine lange Verwendungsmöglichkeit derselben durch die neue Form der Lagerschale gewährleistet.