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Strahlungspyrometer.
Die Erfindung betrifft ein Strahlungspyrometer, bei dem die von dem zu messenden Körper ausgehenden Strahlen auf ein Thermoelement, vorzugsweise ein Vakuum-Thermoelement, einwirken, das in einem Pyrometerrohr angeordnet ist. Dieses wird auf die Stelle gerichtet, deren Temperatur gemessen werden soll.
Es hat sich nun gezeigt, dass bei derartigen Strahlungspyrometern der Zeiger der Mcssvorrichtung nicht sogleich zu seiner Endeinstellung übergeht, sondern sein Ausschlag am Messinstrument zuerst über die Endeinstellung hinausgeht und erst allmählich zu ihr zurückkehrt. Hiedurch erfolgen leicht falsche Ablesungen. Auch braucht das Messinstrument längere Zeit, um seine endgültige Einstellung zu erreichen.
Es wurde nun gefunden, dass dieser Übelstand darauf zurückzuführen ist, dass die warme Lötstelle (Verbindungsstelle der Metalle). die den warmen Strahlen direkt ausgesetzt ist, schneller ihre Endtemperatur erreicht als die kalte (Anschlussstelle zur Messvorrichtung) der die Wärme nur allmählich und mittelbar zugeleitet wird.
Erfindungsgemäss wird dieser Übelstand dadurch beseitigt, dass die warme Lötstelle nur einem Teil der in das Rohr eintretenden Wärmestrahlen ausgesetzt wird, während die übrigen mittelbar die kalte L Lötstelle beeinflussen. Man kann dies durch Einsetzen einer Blende in das Pyrometerrohr erreichen. In vorteilhaftererweise wird der erstrebte Zweck jedoch durch Einkapselung des Thermoelementes in einem besonderen Gehäuse erreicht, das durch eine verhältnismässig kleine mittlere Öffnung die warme Lötstelle dem unmittelbaren Einfluss der Wärmestrahlen aussetzt. Die übrigen in das Rohrgehäuse eintretenden Strahlen erwärmen die Metallkapsel, von der die Wärme auf die kalte Lötstelle übertragen wird.
Es wurde festgestellt, dass in dieser Weise bei geeigneter Anpassung die warmen und kalten Lötstellen gleichzeitig ihre Endtemperatur erreichen und das Messinstrument nicht mehr über seine Endeinstellung hinausgeht.
Setzt man die Kapsel in das Pyrometer derart ein, dass ihre Wand mit der des Rohres nicht in Verbindung steht, dann wird gleichzeitig noch der Vorteil erreicht, dass das Element der von den Schwankungen der Aussentemperatur abhängigen Einwirkung entzogen und dadurch eine weitere Fehlerquelle beseitigt wird.
Die Zeichnung veranschaulicht eine Ausführungsform des Strahlungspyrometers gemäss der Erfindung.
Das Vakuumthermoelement t ist elfindungsgemäss in einer Metallkapsel a angeordnet, die zwei axial zum Aussenrohr b liegende Öffnungen e und d hat. Das Pyrometer b ist in an sich bekannter Weise an einem Ende mit einem Okular 0 und am anderen Ende mit einem Objektiv l versehen. Die warme Lötstelle s des Thermoelementes liegt in der Achse des Aussen rohres. Mittels des Okulars und der Öffnungen e und ri kann das Rohr auf die gewünschte Stelle des wärmeaussendenden Körpers gerichtet werden.
Von den durch das Objektiv l eintretenden Wärmestrahlen tritt nur ein durch die Öffnung e bestimmte Strahlenkegel in die Kapsel a ein und gelangt unmittelbar zu der warmen Lötstelle des Thermoelementes. Die übrigen Strahlen erhitzen die Kapsel, und von dieser und den Zuleitungen wird die Wärme auf die kalte Lötstelle übertragen. Bei geeigneter Bemessung der Kapsel, insbesondere der Öffnung e, lässt sich bequem erreichen, d". B der Zeiger des Messinstrumentes nicht über die endgültige Endstellung hinausgeht.