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Vorrichtung an Druckpressen zur Trocknung der von der Druckpresse kommenden
Bogen.
Es sind bereits Vorrichtungen an Druckpressen bekannt, die zur Trocknung der von der Druckpresse kommenden Bogen und zur Entfernung der auf ihnen angesammelten statischen Elektrizität vor ihrer Ablegung dienen, bei welchen die Heizkörper als elektrische Widerstandsspulen ausgebildet sind.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich nun auf die Anordnung solcher elektrischer Heizkörper
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Quere nach mit Bezug auf die Bewegungsrichtung des Papieres betrachtet, unterteilt sind, so dass verschiedene Zonen des Papieres der Heizung ausgesetzt werden können, während andere unbeeinflusst bleiben können.
Diese Anordnung der Unterteilung der Heizkörper in Zonen, welche unabhängig voneinander eingeschaltet werden kann, lässt sich sowohl auf jene Anordnung anwenden, in welcher die Stützen der Heizkörper an einem festen Teil der Presse angebracht sind, wobei die Bogen über sie hinweg wandern, oder sie lässt sich auch auf Zuführungsmechanismen anwenden, in welchen die Bogen durch ein besonderes Gestänge oder Fördervorrichtungen, die von der Maschine beherrscht werden, weiter geschafft werden und wobei die Heizkörper selbst einen Teil dieser Förderungsvorrichtung bilden.
Ferner zeichnet sich die neue Anordnung dadurch aus, dass die Einwirkung der Heizkörper a-if das zu behandelnde Material durch Unterbringung der Heizkörper in einem hoch polierten Trog od. dgL erhöht ist, in dem dann die Stütze für die Heizkörper als Hitzereflektor dient. Diese Tröge sind einstellbar am Gestell der Presse befestigt, um sie mehr oder weniger nahe an den Pfad der Druckbogen hinzubringen und die Widerstandseinheiten sind derartig auf Trägern befestigt, dass mit der Einbringung
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zufuhr zu'diesen Widerstandskörpern besorgt wird.
In einer Ausführungsform der Maschine ist die Bewegungsrichtung der Bogen diagonal zur An- ordnung der Heizkörper, wobei jedoch die Lage der Bogen mit Bezug auf die Anordnung der Heizkörper sich nicht von der gewöhnlichen Lage solcher Bogen bei der Zufuhr der Presse unterscheidet.
Die Zeichnungen stellen Ausführungsbeispiele der Erfindung da ! : Fig. 1 ist eine Draufsicht auf eine Anordnung, in welcher nahe dem Ablegeende einer Druckpresse schräg verlaufende Leitrollen angeordnet sind, die das Bogenmaterial einer Faltvorrichtung zuführen. Fig. 2 ist eine Seitenansicht dieser Anordnung. Fig. 3 ist eine schematische Darstellung, teilweise im Aufriss und teilweise im Schnitt ein
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Glühkörpern. Fig. 5 ist eine Seitenansicht eines solchen Satzes. Fig. 6 stellt die Unterlagen einer Einheit eines solchen Satzes dar, von oben gesehen. Fig. 7 ist eine Seitenansicht dieser Unterstützung. Fig. S ist in grösserem Massstabe ein Schnitt durch dieselbe nach VIII-VIII der Fig. 6. Fig. 9 zeigt in ver-
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der Fig. 4.
Fig. 11 bis 14 sind Stromschemen zur Darstellung des Stromes bei verschiedenen Stellungen eines Schalters. Fig. 15 zeigt ähnlich der Fig.-3 die Anwendung der Erfindung auf eine abgeänderte Presse. Fig. 16 zeigt im Schnitt Teile eines Heizkörpers im vergrösserten Massstabe. Fig. 17,18 und 19 sind Querschnitte durch die in Fig. 16 gezeigte Anordnung nach XVII-XVII. XVIII-XVIII tind , YIX-XIX. Fig. 20 ist eine Seitenansicht einer andern Ausführungsform einer solchen Presse ähnlich der Fig. 15. Fig. 21 zeigt wiederum in Draufsicht die Anbiingung der Heizkörper und Fig. 22 ist ein Querschnitt nach XXII-XXII der Fig. 21 zur Darstellung der Unterstützung dieser Heizkörper.
Die Anwendung von Hitze auf Bogenmaterial beim Bedrucken oder nach dem Bedrucken desselben zur Trocknung der Schwärze und zur Vermeidung von dem Aneinanderkleben einzelner Bogen ist empfehlenswert. Die einzelnen Bogen bleiben nicht nur infolge der feuchten Schwärze aneinander hängen, sondern infolge der statischen Elektrizität. Die Hitze lässt sich am besten dadurch anwenden,. dass G1ühkörper mit Bezug auf die Bögen oder die Bögen mit Be7-ug auf Glühkörper bewegt werden, u. zw. so, dass sie ganz nahe einander vorübergehen oder selbst in Berührung geraten. Die Erregung von Glühkörpern geschieht am besten auf elektrischem Wege.
Auch lässt sich ein solcher Satz von Gliihkörpern vorteilhafter als andere Heizmittel in Verbindung mit irgendeiner Maschine anordnen, durch welche Bogenmaterial gefördert werden soll, wobei es gleichgültig ist, ob die Fördervorrichtung' einen Teil einer Druckpresse bildet oder in Verbindung mit einer anderen Maschine zur Anwendung gelangt.
Durch die Anbringung von Glühkorpem in der Nähe des Pfades der Bögen gelangt die Hitze stets an einer ganz bestimmten Stelle der Bogen zur Einwirkung, und da entweder die Bögen oder die Glühkörper wandern, so werden alle Teile der Bögen gleichmässig fortlaufend erhitzt. Auch lassen sich diese Glühkörper leichter gegen die Bogen hin oder von den Bogen weg verstellen als andere Heizkörper, und auch eine seitliche Verschiebung dieser Körper zur Beheizung bestimmter Stellen der Bogen oder zur Beheizung der Bogen an einer bestimmten Stelle ihres Pfades kann leichter vorgenommen werden als mit anderen Heizkörpern.
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Die Beeinflussung des Materials durch die Heizkörper kann noch ferner dadurch geändert werden, dass die Heizkörper aus einzelnen Einheiten aufgebaut werden, die unabhängig voneinander entweder beständig im Stromkreis liegen, oder nur abwechselnd ein-oder ausgeschaltet werden.
Nach Fig. 1 sind vor einem Rahmenwerk 1, welches die kleinen Rollen 13 enthält, Wellen 2 und 3 zur Aufnahme der Zuführungswalzen 4 und 5 angeordnet. Diese Vorrichtung befindet sich am Ausstossende einer Druckpresse, und der bedruckte Bogen P wird durch diese Walzen der Oberfläche der Rollen 13 zugeführt. Am Ende des Rahmenwerkes befinden, sich die Wellen 6 und 7, auf welchen die Walzen 8 und 9 sitzen. Die Lagerung der Gleitrollen 13 erfolgt durch Lagerböcke 10 an den Seitenleisten des Rahmenwerkes und diese Lagerböcke haben Gewindebohrungen 11 zur Aufnahme der Zapfenschrauben 12, auf welchen die Rollen 13 drehen.
Der Mechanismus zur Herbeiführung der Drehung dieser Rollen ist nicht gezeigt, ihre gegenseitige Anordnung sowie die Notwendigkeit verschiedener Längen dieser Rollen geht aus Fig. 1 hervor.
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schwingbaren Querstange 118 ausgerüstet und diese Stange trägt die bekannten Greiffinger 119, welche in der in Fig. 3 gezeigten Ruhelage nicht auf das Bogenmaterial eingreifen, sondern davon angehoben sind. Die Ruhelage wird von diesen Fingern 119 dann eingenommen, wenn der Schlitten 116 sich in der durch den Pfeil in Fig. 3 angedeuteten Richtung bewegt, d. h. in einer Richtung, in welcher die Mitnahme des Bogens nicht gewünscht wird.
Der Schlitten 116 trägt auch einen nach unten ragenden Ansatz 120 mit einer Quersehiene 121, die zwischen den Seitenleisten 110 hin und her verschoben werden kann. In Verbindung mit der Querstange gehen in Richtung nach dem Druckzylinder 102 mehrere Arme 122. die gleichförmig über die Breite der Schiene 121 verteilt sind. Auf diesen Armen ruht der Bogen auf. während er vom Schlitten befördert wird. In Verbindung mit dem Schlitten, u. zw. vorzugsweise an der Querschiene 121 befestigt, ist nun ein Heizkörpersatz H angebracht, u. zw. so, dass seine Oberfläche etwab höher liegt, als die Oberfläche der Arme 122. In der Nähe des Zylinders und vor dem vordersten Punkt der Bahn des Schlittens 116 ist fest eine Querschiene 121 angeordnet, die einen Satz von Heizkörpern II' trägt.
An dieser Stelle gehen also die Bogen über den Heizkörper H'weg, während an der anderen Stelle der Heizkörper H unter den Bogen hinweg gezogen wird.
Bei der in Fig. 15 dargestellten Ausführungsform der Presse hat der Rahmen 201, der den
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Jene Halter, die von der gleichen Seite aus durch das Röhrenstück 2. 31 hindurch gehen, beispielsweise die Halter 240 und 245, sind mit einer Schiene 248 m leitender Verbindung. Diese Schiene verläuft parallel zur Röhre 231 und besteht aus Einzellängen, die durch die Bügel 249, Fig. 19, dort miteinander verbunden sind, wo sonst die Vorsprünge 223 in die Ebene der Schiene 248 hineinragen würden. Ein Zuleitungsdraht 250 ist an das eine Ende dieser Schiene 248 angeschlossen. Eine andere Schiene 2J7 dient zur Unterstützung der Halter 242 und der anderen, nicht dargestellten, aber ähnliehen Halter,
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und der Zuleitungsdraht für die Schiene 251 ist bei 252 angedeutet (Fig. 16).
Die Drähte 250 und 252 führen zu einem in Fig. 20 gezeigten Sockel 253. Die Beheizungseinheiten bestehen aus den Isolationsspulen 254, welche an den Enden die Kontaktplatte 255 tragen und von den Beheizungsdrähten 256 umwunden sind. Diese Spulen sind etwas länger als der gewöhnliche Abstand zwischen den Haltern 240 und 243 usw., damit ein guter Kontakt verbürgt wird. Die Enden der Beheizungsdrähte 256 sind an die Kontaktplatten 255 fest angeschlossen und diese Drähte werden bei Durchschickung eines Stromes auf Rotglut erhitzt.
Auch hier kann durch passende Wahl von Schaltern eine grössere oder geringere Anzahl der Beheizungseinheiten erregt werden, um dadurch die Beheizung des Bogens gleichmässig oder nur an einzelnen Stellen. zu bewirken. Wo beispielsweise eine geringere Beheizung genügt, kann jede zweite Einheit im
Strom versorgt werden. Für andere Arbeiten kann wiederum nur ein mehr oder weniger breiter Rand des Bogens erhitzt werden. Durch Verdrehung der Schellen können auch alle Heizeinheiten der Bogenebene genähert oder von dieser Bogenebene entfernt werden, um so die Bestrahlung des Bogens zu bewirken oder zu schwächen.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 20 und 22 ist jene Schiene 257, an welcher die Heizeinheiten angeschlossen sind, nicht beweglich, wie in der letzt beschriebenen Ausführungsform, sondern mit dem Ansatz 201 des Rahmens fest verbunden und in der Nähe der Rolle 205 im Raum zwischen dem Förderbandstreifen 261 verlegt. Im übrigen ist jedoch die Anordnung dieser Unterstützung für die Heizkörper ebenso gehalten, wie dies oben mit Bezug auf die Fig. 15 bis 19 beschrieben, nur dass nach Fig. 22 die Schellen 258 und 259 etwas anders ausgebildet sind und auch der Unterstützungsbogen 260 am Ende des Schellenteils 259 etwas anders verlegt ist.
Diese Anordnung eignet sich besonders für jene Presse, welche nach Fig. 20 Stäbe hat, die zur Förderung des Bogens zwischen die Förderbänder 261 hindurchtreten und bei der Rückschwingung den Bogen von diesen Bändern auf den Tisch 208 werfen. Nach Fig. 21 liegen die Heizkörper zwischen und unter benachbarten Förderbändern 261, um übermässige Erhitzung dieser Bänder zu vermeiden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung an Druckpressen zur Trocknung der von der Druckpresse kommenden Bogen und zur Entfernung statischer Elektrizität von denselben vor ihrer Ablage, bei welcher die Heizkörper als elektrische Widerstandsspulen ausgebildet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrischen Heizkörper in der Querrichtung zur Bewegungsrichtung der Bogen gruppenweise unterteilt sind, so dass einzelne Zonen der Bogen der Erwärmung durch diese Heizkörper ausgesetzt werden können, während andere Zonen unbehandelt bleiben.