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Radreifen oder Schlauch, insbesondere für Automobile u. dgl.
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Werkzeuge, wie Walzen, Messer, Hämmer, Stössel od. dgl. aufgearbeitet. Auf diese Weise werden Luft- bläschen oder nicht ausgefüllte Stellen vermieden und ein enges bzw. dichtes Anhaften zwischen den verschiedenen Teilen gesichert.
Der so vervollständigte Reifen oder Schlauch wird sodann in die zweiteilige Form 12 (Fig. 4) eingesetzt, die aus den beiden Hälften 13 und 14 besteht und mit dem für den Durchtritt des Ventils 2 dienenden Loch-M versehenist. Durch dieses Ventil wird eine genügende Menge von Luft oder einem anderen Mittel eingeführt, worauf das Ventil geschlossen wird. Die Form mit ihrem Inhalt wird sodann in einen Vulkanisierofen eingesetzt, in welchem die Vulkanisierung des Reifens oder Schlauches vollendet wird.
Da der teilweise vulkanisierte Innenschlaueh 1 schon zu Beginn des Herstellungsverfahrens selbst luftdicht ist und daher rasch weich wird, wenn das Vulkanisieren des ganzen Gegenstandes stattfindet und demgemäss ein Verbinden zu einer einheitlichen Masse eintritt, so ist es klar, dass der so erhaltene Reifen oder Schlauch ungewöhnlich luftdicht ist.
Der aus einer Anzahl von Materialschichten aufgebaute Reifen oder Schlauch besitzt ungewöhnliche Stärke, Widerstandsfähigkeit und Dauerhaftigkeit, wobei seine Wandstärke im allgemeinen ungefähr dreimal so gross ist als jene eines gewöhnlichen Innenschfauches. Zufolge der Gestalt der Form 12 wird
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Lippen 18 des Mantels 19 ein, sitzt auf der Radfelge auf und hält die Lippen sicherer in Stellung. Der mit der Rippe versehene Teil kann schwerer und dicker sein als die anderen Wandteile des Reifens oder Schlauches.
Die Ansätze 20 der Tragplatte 5, die ungefähr die gleiche Breite besitzen als die Rippe 16, keilen sich gleichfalls zwischen die Lippen 18 des Mantels 19 ein und halten sie in richtigem Abstand voneinander, so dass ein Verziehen oder Verwickeln vermieden wird.
Bei einschichtigen Innenrohren gebräuchlicher Einrichtung ist die Tragplatte 5 sowie die Mutter 6 nicht versenkt, im Gegensatz zu der hier beschriebenen und in den Fig. 3 und 7 dargestellten Einrichtung mit grosser Wandstärke. Dieses Versenken der Tragplatte 5 gestaltet das Einkeilen der Ansätze 20 zwischen die Lippen 18. wie dies oben angegeben wurde. Durch das Versenken wird die Erhöhung 21 an der Innenseite des Schlauches oder Reifens erzielt. Dieses Versenken wird durch den Luftdruck innerhalb des Schlauches oder Reifens während des Vulkanisieren erzielt, indem hierbei die Spitzen der Ansätze"0 gegen die Innenwand der Form gedrückt werden und das Reifen- oder Schlauchmaterial um dieselben herum in jene Form gepresst wird, wie sie in den Fig. 3 und 7 ersichtlich ist.
Wenn ein rohrförmiger Innenschlauch in einen Aussenmantel eingesetzt wird, so nimmt er die keilförmige Gestalt der Innenwandung des Aussenmantels lediglich dadurch an, dass der Luftdruck so übermässig ist, dass er diesen Innenschlauch aus seiner eigenen Röhrenform bringt und ihn zwingt, irgend eine Gestalt anzunehmen, die ihm durch Ausdehnung gegeben werden kann. Der Innenschlauch gemäss der Erfindung kann jedoch bei der Herstellung der Form der Innenwandung eines Aussenmantels, welche Form nach der jetzigen Praxis keilförmig ist, angepasst werden. Daher bewirkt das Einführen eines geringen Luftdruckes, dass die Wände des Innenschlauches gemäss der Erfindung die Form der Innenwandung des Aussenmantels annehmen, wobei ein sehr geringer zusätzlicher Druck dem Reifen die ganze notwendige Nachgiebigkeit verleiht.
Eine der Hauptursachen der Beschädigung von Schläuchen und Aussenmänteln liegt in dem übermässigen, durch das Aufblasen bewirkten Druck vom Inneren her ; hingegen sind bei Verwendung von Innenschläuchen gemäss der Erfindung 75% des bei Reifen anderer Bauart gewöhnlich zugeführten Druckes völlig ausreichend, wodurch die Gefahr des Entlüftens und Schlaffwerdens bei abgenützten Reifenmänteln verringert und die Gebrauchsdauer des Reifens verlängert wird.
Ein Innenschlauch, der im wesentlichen der Form und Grösse des Innenraumes des zur Aufnahme dieses Schlauches dienenden Aussenmantels entspricht, besitzt derart erhebliche Vorteile, dass, im Falle es nicht erwünscht ist, einen Innenschlauch wie beschrieben aus mehreren Schichten zusammenzusetzen, ein teilweise vulkanisierter Innenschlauch gebräuchlicher Einrichtung in die Form 12 eingeführt werden kann, worauf nach entsprechendem Aufblasen das Vulkanisieren in einer derartigen Form und Grösse stattfindet, dass die letzteren im wesentlichen der Form und Grösse des Innenraumes des zu seiner Aufnahme dienenden Aussenmantels entsprechen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Radreifen oder Schlauch, dadurch gekennzeichnet, dass er aus einer Anzahl von Lagen oder Schichten vor dem Vulkanisieren plastischen Kautschuks besteht und auf der Felgenseite eine Verstärkung (3) zum Durchlassen eines Luftventiles od. dgl. besitzt.