AT93836B - Verfahren zur Vergärung Holzabbauprodukten. - Google Patents
Verfahren zur Vergärung Holzabbauprodukten.Info
- Publication number
- AT93836B AT93836B AT93836DA AT93836B AT 93836 B AT93836 B AT 93836B AT 93836D A AT93836D A AT 93836DA AT 93836 B AT93836 B AT 93836B
- Authority
- AT
- Austria
- Prior art keywords
- fermentation
- yeast
- degradation products
- wood
- fermented
- Prior art date
Links
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 14
- 238000000855 fermentation Methods 0.000 title description 28
- 230000004151 fermentation Effects 0.000 title description 28
- 239000002023 wood Substances 0.000 title description 7
- 239000007857 degradation product Substances 0.000 title description 5
- 239000000126 substance Substances 0.000 claims description 2
- LFQSCWFLJHTTHZ-UHFFFAOYSA-N Ethanol Chemical compound CCO LFQSCWFLJHTTHZ-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims 2
- 235000019441 ethanol Nutrition 0.000 claims 1
- 240000004808 Saccharomyces cerevisiae Species 0.000 description 15
- 239000007788 liquid Substances 0.000 description 8
- 229920002678 cellulose Polymers 0.000 description 5
- 239000001913 cellulose Substances 0.000 description 5
- LSNNMFCWUKXFEE-UHFFFAOYSA-L sulfite Chemical compound [O-]S([O-])=O LSNNMFCWUKXFEE-UHFFFAOYSA-L 0.000 description 5
- 239000002699 waste material Substances 0.000 description 4
- CSCPPACGZOOCGX-UHFFFAOYSA-N Acetone Chemical compound CC(C)=O CSCPPACGZOOCGX-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 3
- KRKNYBCHXYNGOX-UHFFFAOYSA-N citric acid Chemical compound OC(=O)CC(O)(C(O)=O)CC(O)=O KRKNYBCHXYNGOX-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 3
- FERIUCNNQQJTOY-UHFFFAOYSA-N Butyric acid Chemical compound CCCC(O)=O FERIUCNNQQJTOY-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- PEDCQBHIVMGVHV-UHFFFAOYSA-N Glycerine Chemical compound OCC(O)CO PEDCQBHIVMGVHV-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- LRHPLDYGYMQRHN-UHFFFAOYSA-N N-Butanol Chemical compound CCCCO LRHPLDYGYMQRHN-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- LSNNMFCWUKXFEE-UHFFFAOYSA-N Sulfurous acid Chemical compound OS(O)=O LSNNMFCWUKXFEE-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 230000002378 acidificating effect Effects 0.000 description 2
- JVTAAEKCZFNVCJ-UHFFFAOYSA-N lactic acid Chemical compound CC(O)C(O)=O JVTAAEKCZFNVCJ-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 239000002574 poison Substances 0.000 description 2
- 231100000614 poison Toxicity 0.000 description 2
- 239000000047 product Substances 0.000 description 2
- 230000001105 regulatory effect Effects 0.000 description 2
- 206010000234 Abortion spontaneous Diseases 0.000 description 1
- 235000008733 Citrus aurantifolia Nutrition 0.000 description 1
- VYPSYNLAJGMNEJ-UHFFFAOYSA-N Silicium dioxide Chemical compound O=[Si]=O VYPSYNLAJGMNEJ-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 235000011941 Tilia x europaea Nutrition 0.000 description 1
- 239000002253 acid Substances 0.000 description 1
- 235000013334 alcoholic beverage Nutrition 0.000 description 1
- 230000001476 alcoholic effect Effects 0.000 description 1
- 238000013459 approach Methods 0.000 description 1
- 239000000969 carrier Substances 0.000 description 1
- 239000003795 chemical substances by application Substances 0.000 description 1
- 235000015165 citric acid Nutrition 0.000 description 1
- 238000010411 cooking Methods 0.000 description 1
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 1
- 230000002349 favourable effect Effects 0.000 description 1
- 235000011187 glycerol Nutrition 0.000 description 1
- 208000015181 infectious disease Diseases 0.000 description 1
- 238000011835 investigation Methods 0.000 description 1
- 239000004310 lactic acid Substances 0.000 description 1
- 235000014655 lactic acid Nutrition 0.000 description 1
- 239000004571 lime Substances 0.000 description 1
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 1
- 239000000463 material Substances 0.000 description 1
- 208000015994 miscarriage Diseases 0.000 description 1
- 244000052769 pathogen Species 0.000 description 1
- 208000000995 spontaneous abortion Diseases 0.000 description 1
- 230000009466 transformation Effects 0.000 description 1
Landscapes
- Apparatus Associated With Microorganisms And Enzymes (AREA)
- Preparation Of Compounds By Using Micro-Organisms (AREA)
Description
<Desc/Clms Page number 1>
Verfahren zur Vergärung von Holzabbauprodukten.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein technisch vorteilhaftes Verfahren zur Vergärung von Holzabbauprodukten, d. h. Umwandlungsprodukten des Holzes, wie z. B. insbesondere Sulfitzelluloseablauge, Holzverzuckerungslaugen u. dgl. Die Vergärung solcher Flüssigkeiten, die bisher Schwierigkeiten bereitete, geschieht zufolge der Erfindung in der Weise, dass man die zu vergärenden Flüssigkeiten geschlossene, miteinander in Verbindung stehende Gefässe durchlaufen lässt, die mit gefesselten Fermenten beschickt sind.
"Unter "Fesselung" der Fermente ist zu verstehen, dass man die Fermente in an sich bekannter Weise auf geeigneten Trägern, z. B. Kieselgur, Spänen oder ähnlichen Materialien fixiert. Das gefesselte Ferment, z. B. gefesselte gewöhnliche Hefe, wird in d'e einzelnen Gärgefässe eingefüllt.
Man benutzt z. B. eine Batterie von sechs hintereinander geschalteten, zylinderförmigen Gefässen. welche derart durch Leitungen untereinander verbunden sind, dass aus jedem Gefäss die Garflüssigkeit oben ablaufen und in das nächstliegende Gefäss unten eintreten kann. Die Verbindungsleitungen sind
EMI1.1
ausgewechselt werden können, dass also z. B. das erste an die Stelle des sechsten oder zweiten, das zweite an die Stelle des ersten oder dritten usf. treten kann.
Das Verfahren wird in der Weise ausgeführt, dass man allmählich bei geöffneten Verbindung- hähnen die zweckmässig gereinigte Sulfitzelluloseablauge durch das System bei einer Temperatur von z. B. 38-30 C hindurchströmen lässt, wobei der Zulauf so geregelt wird, dass aus dem letzten Gefäss die Flüssigkeit in vollkommen vergorenem Zustand abläuft. Der Regelung der Durchlaufgeschwindigkeit der zu vergärenden Sulfitzelluloseablauge, welche jeweils den gegebenen Verhältnissen anzupassen ist, muss hiebei besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden.
In bestimmten Zeitabschnitten, z. B. alle 12 oder 24 Stunden, wird die Reihenfolge der Gefässe geändert, so dass der Reihe nach jedes Gefäss mitFlischlauge beschickt wird, also niemals ein und dieselbe
Hefe längere Zeit nur mit zuckerreicher oder nur mit zuckerarmer Flüssigkeit in Berührung bleibt. Wenn nach längerer Dauer d : e Gärkraft der Hefe nachzulassen beginnt, ist es möglich, jedes einzelne Gefäss auszuschalten, mit frischem Ferment zu füllen und dem System wieder anzugliedern, ohne den Gär- vorgang im ganzen dadurch zu beeinträchtigen. Die Bewegung der Flüssigkeit kann z. B. durch Druck- oder Saugwirkung bewerkstelligt wenden.
Das Verfahren gewährt grosse technische Vorteile in der Ersparnis von Anlage-und von Betriebskosten. So braucht man z. B. bei der Vergärung von Sulfitablauge weniger als 1/50 des Gärraumes und mithin auch eine viel geringere Wärmemenge als bei den bisherigen Verfahren, und der vollkommen kontinuierliche und selbsttätige Gang ermöglicht eine grosse Ersparnis von Arbeitskräfte. Dabei gestattet die Apparatur eine genaue Kontrolle und dadurch eine sehr sichere und exakte Handhabung des Prozesses.
Ein weiterer Vorteil besteht d : uin, dass z. B. bei der Vergärung 'on Sulfitablauge die Haltbarkeit der
Hefe eine fast unbegrenzte ist und dass trotz des geringen Zuckergehaltes der Lauge entgegen der bisherigen
Ansieht Infektionen nicht stattfinden. Nach einer achtmonatigen Arbeitsperiode ist die Hefe noch voll- kommen rein und gärkräftig. Erneuerung und Züchtung der Hefe kommen somit bei diesem Verfahren fast ganz in Wegfall.
<Desc/Clms Page number 2>
Es ist vorgeschlagen worden, gefesselte Hefe zur Vergärung reiner Zuckerlösungen oder zur Herstellung alkoholischer Getränke zu verwenden ; hiebei bietet aber die gefesselte Hefe praktisch keinen Vorteil. Die kontinuierliche Vergärung von Sulfitzelluloseablauge und ähnlichen Abbauprodukten des Holzes mittels gefesselter Hefe ist jedoch neu und es war überraschend, dass sich solche technische Laugen, die stets grössere Mengen von Gärgiften enthalten" ohne Beeinträchtigung des Gärvermögens der Hefe lasch und vollkommen vergären lassen, zumal da beim kontinuierlichen Arbeiten mit gefesselter Hefe ständig neue Lauge und mit ihr neues Gärgift an die gleichen Hefepilze herantritt.
Die oben beschriebene Art der Anwendung von gefesselter Hefe kann auf alle sonstigen Gärprozesse übertragen werden und ermöglicht auch bei diesen ein ununterbrochenes Arbeiten unter Ersparnis an Gärraum, Dampf undArbeitskraft, gleichgültig ob es sich um Fermente, die zu alkoholischen, oder solche, die zu sauren oder sonstigen Gärprodukten führen, handelt. So lässt sich das Verfahlen z. B.-mit gutem Erfolg für Butylalkohol-, Glycerin-, Milchsäure-, Zitronensäure-, Acetongärung usw. anwenden.
In allen diesen Fällen ist die Verteilung der Hefe usw. auf einer grossen Oberfläche, auf der jede einzelne Zelle unbehindert zur Wirkung gelangen kann, für den Gärprozess sehr günstig. Dieser vollzieht sich mit den verschiedenen Fermenten in überraschend glatter Weise ; man hat nur dafür Sorge zu tragen, dass die jeweils von dem Gärungserreger verlangte Temperatur und der richtige Zulauf innegehalten wird. In vielen Fällen bietet das Verfahren noch besondere Vorteile. Es ist z. B. bekannt, dass bei der
EMI2.1
weshalb bei den seitherigen Verfahren zur Herstellung von Milch-, Buttersäure usw. für die Entfernung der Säure, z. B. durch Abstumpfen mit Kalk od. dgl. Sorge getragen werden musste.
Diese Gefahr fällt bei dem neuen Verfahren fort, da einerseits die vergorene saure Flüssigkeit sofort weggeführt wird und anderseits die Gärgefässe regelmässig umgeschaltet werden können, so dass die Gärungserreger niemals längere Zeit mit den durch die Gärung erzeugten Stoffen in Berührung bleiben.
Weitere Untersuchungen haben ergeben, dass es nicht nötig ist, mit einer Mehrzahl von Gefässen zu arbeiten. Man kann vielmehr eine kontinuierliche Vergärung mit gutem Erfolg auch dadurch erzielen, dass man die zu vergärende Lauge durch ein einziges geschlossenes, mit gefesseltem Ferment beschicktes Gefäss leitet, dessen Abmessungen so gewählt sind, dass die in bestimmter Zeit zu vergärende Flüssigkeit nach dem Durchgange durch das Gärgefäss dieses vollkommen vergolen verlässt. Als geeignet kommen z. B. zylinderförmige Rohre, welche stehend, liegend oder auch geneigt gelagert sein können, in Betracht.
Auch hier kann die Stromrichtung gewechselt werden.
PATENT-ANSPRUCHE :
1. Verfahren zur Vergärung von Holzabbauprodukten, insbesondere Sulfitzelluloseablauge. dadurch gekennzeichnet, dass die zu vergärenden Laugen durch mehrere miteinander in Verbindung stehende Gefässe, welche mit gefesselter Hefe beschickt sind, geleitet werden, zweckmässig derait, dass ; sie die einzelnen Gefässe von unten nach oben durchströmen.
Claims (1)
- 2. Verfahren gemäss Patentanspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass gefesselte Fermente verwendet werden, welche andere Stoffe als Äthylalkohol als Hauptprodukt liefern.3. Verfahren gemäss Patentanspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass statt mehrerer miteinander in Verbindung stehender Gefässe nur ein Gefäss verwendet wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE93836X | 1916-08-26 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT93836B true AT93836B (de) | 1923-08-10 |
Family
ID=5644816
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT93836D AT93836B (de) | 1916-08-26 | 1920-06-28 | Verfahren zur Vergärung Holzabbauprodukten. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT93836B (de) |
-
1920
- 1920-06-28 AT AT93836D patent/AT93836B/de active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE3535050A1 (de) | Verfahren zur kontinuierlichen herstellung von aethanol | |
| AT93836B (de) | Verfahren zur Vergärung Holzabbauprodukten. | |
| Edlbacher et al. | Optische Spezifität und Aktivierung der Arginase. | |
| DE1692824B2 (de) | Verfahren zum Eindampfen von aus kontinuierlich arbeitenden Zellstoffkochern abgehender Ablauge | |
| DE3530790A1 (de) | Verfahren zur gewinnung haltbarer wirkstoffreicher kamillenextrakte | |
| DE655337C (de) | Verfahren zum Entwaessern von Hefe | |
| DE346460C (de) | Verfahren zur Herstellung von organischen Verbindungen durch Vergaerung | |
| DE3133803A1 (de) | Vorrichtung zum konzentrieren waessriger loesungen von glykol | |
| DE692812C (de) | Gaerverfahren zur Herstellung von Alkohol aus kohlehydrathaltigen Fluessigkeiten | |
| CH92577A (de) | Verfahren zur Vergärung technischer Zuckerlösungen. | |
| AT105784B (de) | Verfahren zur Herstellung von Hefe, insbesondere Lufthefe. | |
| DE3541129C2 (de) | ||
| DE693284C (de) | Verfahren zur Herstellung von Butanol auf gaertechnischem Wege | |
| AT135538B (de) | Verfahren zur Herstellung von Hefe. | |
| Bünte et al. | Über die quantitative Bestimmung der Serumperoxydaseaktivität | |
| DE520438C (de) | Verfahren zum Entnikotinisieren von Tabak | |
| DE607234C (de) | Verfahren zur Herstellung von Presshefe, insbesondere von Lufthefe, sowie Stellhefe und Mutterhefe | |
| DE536989C (de) | Verfahren zur Herstellung von Lufthefe | |
| DE551168C (de) | Verfahren zur Herstellung organischer Saeuren durch Gaerung | |
| DE389947C (de) | Verfahren zur Herstellung von Aceton und Butylalkohol durch Gaerung | |
| Pilz et al. | Untersuchungen über esterspaltende Enzyme von Versuchstieren und Methoden zu ihrer routinemäßigen Bestimmung, II. Vergleichende Untersuchungen an fünf Esterasen im menschlichen und im Rattenblut unter besonderer Berücksichtigung der Acetylcholinesterase | |
| DE320560C (de) | Verfahren zur Gewinnung fettreicher Pilzzellen jeder Art | |
| DE672297C (de) | Vorbereitung von Molken zur gaertechnischen Gewinnung von Butanol und Aceton | |
| DE851040C (de) | Verfahren zur Herstellung von Alkohol aus raffinosehaltigen oder melibiosehaltigen Loesungen durch Gaerung | |
| DE754713C (de) | Verfahren zur Herstellung von Getraenken |